Capriccio-Presseschau

  • man kann nur wünschen, dass eine saubere Indizienbeweisführung durchgeführt werden kann

    Das wäre im Fall Pletnjev auch wünschenswert gewesen. So bleibt ein Nachgeschmack , der mich daran hindert, diesen Herrn noch zu hören .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Siegfried Mauser steht wegen Nötigung zweier Musikerinnen ab kommendem Mi in München vor Gericht: "http://www.sueddeutsche.de/1.2951626"

    ich finde es unmöglich, daß der Artikel so in die Details geht. Wußte gar nicht, daß das im Pressekodex drin sitzt.

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    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • Das sehe ich genauso! Wieder einmal wird auf die Sensationsgier des Lesepublikums abgehoben. Ausnehmen würde ich mich da schon gerne, aber ... ;(

    :wink: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Ziffer 13: "http://www.presserat.de/pressekodex/pr…chuldsvermutung

    Ich sehe allerdings nicht, dass in der Berichterstattung der SZ Grenzen überschritten worden wären.


    habe den Pressekodex überflogen und dabei tatsächlich keine Bestimmungen gefunden, die der m.E. überflüssigen Detailliertheit der Berichtserstattung entgegenstehen würden.

    Aber wie steht es hiermit (Richtlinie 8.1(2))?

    Die Presse veröffentlicht dabei Namen, Fotos und andere Angaben, durch die Verdächtige oder Täter identifizierbar werden könnten, nur dann, wenn das berechtigte Interesse der Öffentlichkeit im Einzelfall die schutzwürdigen Interessen von Betroffenen überwiegt.

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    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • Schau Dir doch die Regelbeispiele für ein Überwiegen des öffentlichen Interesses an, die im übrigen auch nicht abschließend sind. Dort wird den Redaktionen, eine sorgfältige Abwägung vorausgesetzt, doch einiges ermöglicht.

  • ich finde es unmöglich, daß der Artikel so in die Details geht.

    Er geht auch in einem wichtigen Punkt nicht so sehr ins Detail wie die Diskussion hier: Der Name des Beschuldigten wird dort nur mit "Siegfried M." abgekürzt. Ich finde, dass man es auch hier dabei hätte belassen sollen. Das gäbe auch den Vorwürfen gegen die SZ mehr Glaubwürdigkeit.

    Christian

  • Siegfried M., 61 Jahre alt, ehemaliger Rektor in München und heute Rektor am Mozarteum - wer könnte das sein? Den Gedankenschritt hab ich mir erlaubt. Da Mauser ziemlich prominent ist, gibt's meiner Meinung nach genug öffentliches Interesse. Einen Thread über Arzberger eröffnen, aber Mauser nicht nennen, wäre doch ziemlich unausgewogen..

  • Einen Thread über Arzberger eröffnen, aber Mauser nicht nennen, wäre doch ziemlich unausgewogen..

    Da besteht allerdings ein kleiner Unterschied: Als der Thread seinerzeit eröffnet wurde, waren Arzberger und das Leipziger Streichquartett mit der ganzen Geschichte längst von sich aus an die Öffentlichkeit gegangen. Das gilt meines Wissens für den hier Beschuldigten nicht. Wenn hier etwas unausgewogen ist, dann das zweierlei Maß, mit dem Du damals die Thread-Eröffnung als angebliche Verletzung der Persönlichkeitsrechte kritisiert hast, während Du hier den letzten Rest der Anonymität des Beschuldigten zerstörst.

    Christian

  • Siegfried M., 61 Jahre alt, ehemaliger Rektor in München und heute Rektor am Mozarteum - wer könnte das sein? Den Gedankenschritt hab ich mir erlaubt.

    mein Unbehagen, ob berechtigt oder nicht, richtete sich jedenfalls ausschließlich gegen den SZ-Artikel, der in der Tat die Identifizierung des Beschuldigten sehr leicht macht.

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    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • VG Wort: Buchbranche sieht nach BGH-Urteil Verlage vor dem Aus

    Die Verlage erhalten kein Geld mehr von der Verwertungsgesellschaft. Es drohen Rückforderungen zwischen 20 und 200 Prozent des Jahresgewinns, sagt der Interessenverband.


    "http://www.zeit.de/kultur/literat…chland#comments"

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    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • Störerhaftung bei WLANs von "privaten und nebengewerblichen Anbietern (wie ein Café-Betreiber)" soll abgeschafft werden:

    "http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp…-a-1091731.html"

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    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • Jonas Kaufmann über sich, die Meistersinger, Kirill Petrenko und Kent Nagano:

    'http://www.nzz.ch/feuilleton/mus…spuelt-ld.82274'

    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

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