Capriccio-Presseschau

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  • Thomas Guggeis: neuer GMD in Frankfurt

    Ab der Saison 2023/24 wird Thomas Guggeis, Jahrgang 1993, Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt, als Nachfolger von Sebastian Weigle. Bisherige Stationen: Kapellmeister an der Staatsoper Stuttgart und Staatskapellmeister an der Staatsoper Unter den Linden Berlin.


    Ich kenne Guggeis bislang nicht.


    Näheres: https://oper-frankfurt.de/de/news/?detail=659



    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Proteste gegen die Einsparungspläne des Landes Niedersachsen bei Bühnen und Orchestern

    https://www.sueddeutsche.de/ku…achsen-proteste-1.5455712


    Das Niedersächsische Stattstheater selbst switcht glücklicherweise demnächst in 2-G-Regel-Modus um, zwecks genereller Erhöhung von Besucherauslastung.
    Die äußerst fetzige Samstag-Otello-Premiere - mit eingeschränkter Besucherzahl - war totalst ausverkauft.
    Zwischendurch gibt es wiederholt einige Vorstellung im 3-G-Modus, vor allen für Besucher, denen aus medizinischen Gründen bisher Impfung versagt.

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Es muss sich lustig anfühlen als Chefdirigent des New York Philarmoic als 'lahme Ente' bezeichnet zu werden. Wobei das Zentrum des Artikels natürlich Yannick Nézet-Séguin ist:


    https://www.nytimes.com/2021/1…zet-seguin-met-opera.html


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • Es muss sich lustig anfühlen als Chefdirigent des New York Philarmoic als 'lahme Ente' bezeichnet zu werden. Wobei das Zentrum des Artikels natürlich Yannick Nézet-Séguin ist:


    https://www.nytimes.com/2021/1…zet-seguin-met-opera.html


    Gruß Benno

    Kann ich leider nicht lesen. Ist hinter einer Paywall verborgen.

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Ich habe den Artikel wegen des Paywalls auch nicht gelesen und den Eindruck einer "lahmen Ente" wird gewiss niemand haben, der die 'Körpersprache' Jaap van Zwedens beim Dirigieren gesehen hat. In der niederländischen Presse hat Jaap van Zweden bekannt gegeben, dass er seinen Vertrag in New York mit der Saison 2023/24 beenden wird. Als Begründung gibt er an, die coronabedingte Zwangspause (u.a. konnte er nicht in die USA fliegen) habe ihm Zeit gelassen, über sein Leben nachzudenken. Vor der Pandemie habe er fast nie Zeit für seine Familie gehabt, Er beende sein Engagement in New York nicht aus Verärgerung oder Enttäuschung. Er wolle einfach mehr Freiheit. (In so weit ich weiss, hat auch das Amsterdammer Concertgebouworkest, dessen Chefposten am Dirigentenpult vakant ist, nie einen Versuch unternommen, seinen ehemaligen Konzertmeister als Chefdirigenten für sich zu gewinnen.)

  • Tief empfundene Abschiede: Elisabeth Kulman und Bruckners Neunte in Bamberg | Bachtrack


    Ich hatte das Glück, dass ich für dieses Konzert noch Karten bekommen habe (nur 25% der Plätze durften belegt werden). Und ich verleugne nicht, dass ich sowohl bei Verdis "Requiem" und vor allem bei "Urlicht" aus Mahlers 2.Symphonie mit den Tränen gekämpft habe (und den Kampf immer wieder verloren habe).


    BR hat das Konzert aufgenommen und wird es senden (ich weiß nicht wann). Wenn die Aufnahme jemand auf CD bannt und mir eine Kopie zukommen lässt (ohne Bruckner), bin ich mehr als dankbar.

  • Danke, lieber Brunello, für Deine wertvolle Hommage an Elisabeth Kulman.


    Frau Kulman ist eine überaus starke Persönlichkeit.


    Im Musikverein Wien wollte sie unlängst nicht zu ihrem Abschiedskonzert auftreten, mit der Begründung, dass die rigiden C-Regeln gewisse Bevölkerungskreise ausschliessen würden.


    Das ist imo eine mutige (und richtige) Haltung, die ich bewundere.


    Nun ist sie also in Bamberg doch noch einmal aufgetreten. Schön! Das ist grosszügig von ihr.


    Und auch ich würde mir dringlichst ein Dokument ihres Abschieds-Konzertes wünschen.


    Elisabeth Kulman war (und ist) eine der wenigen Stimmgöttinnen, die ich vorbehaltlos verehre, zumal mich auch ihr kompromissloser Lebensstil und ihre kritische Haltung zum Kunstbetrieb beeindrucken.


    Zudem war und ist sie stets eine achtsame Beobachterin der aktuell sich ereignenden Gesellschaftsprozesse.


    Sie artikuliert (in ihren Blogbeiträgen) ein Ja zur Achtsamkeit und zum Primat der Liebe. Das berührt mich zutiefst. Das ist echte Menschlichkeit, wie sie auch durch Ihre warme Alt-Stimme ausgedrückt wird.


    Mitgefühl tut Not. Das hat sie erkannt.

    Was für ein Mensch!


    Gruss aus Bern vom Walter

  • Im Musikverein Wien wollte sie unlängst nicht zu ihrem Abschiedskonzert auftreten, mit der Begründung, dass die rigiden C-Regeln gewisse Bevölkerungskreise ausschliessen würden.


    Das ist imo eine mutige (und richtige) Haltung, die ich bewundere.


    Nun ist sie also in Bamberg doch noch einmal aufgetreten. Schön! Das ist grosszügig von ihr.

    Im Klartext: Sie hat ihren Auftritt ihn Wien wegen der dortigen 2G-Regel abgesagt. Sie war nicht damit einverstanden, dass Ungeimpfte keinen Zutritt zum Konzert haben sollten:

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    .

    Was mich nun wundert: War das am Sonntag in Bamberg anders? Eigentlich ist die 2G-Regel, gegen die Kulman Anfang Oktober in Wien opponiert hat, zweieinhalb Monate später doch auch überall in Deutschland Standard geworden, oder?

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Das habe ich mich in der Tat auch gefragt, werter Cherubino. Aber wahrscheinlich war bei einer Platznutzung von lediglich 25% genügend Abstand gewährleistet.


    Nach meinem Dafürhalten ist hier aber nicht der Ort, um diese Umstände weiter zu erörtern.


    Hier geht es mE primär um den Respekt gegenüber den wahrhaftigen Emotionen von User Brunello, angesichts seines ihn sehr berührenden Konzertbesuches bei der Abschiedsvorstellung der von ihm über alles geschätzten Elisabeth Kulman, welche auch ich als eine bedeutende Altistin unserer Zeit betrachte und achte.


    Eine (allemal legitime) 2-G-Diskussion fände ich mit Verlaub an dieser Stelle unangebracht.


    Vielleicht kann ja jemand (Brunello?) mal einen allgemeinen Thread zur dieser grossen Künstlerin eröffnen, wo die Qualitäten und Besonderheiten der Sängerin Elisabeth Kulman gebührend Raum und Respekt erhalten.


    Keinesfalls darf ihre fulminante Karriere auf die Geschehnisse in Wien (Konzertabsage im Musikverein) reduziert werden.


    Hier geht es zudem um ihr Konzert in Bamberg, und um die Berührung, die es offenbar bei vielen Fans ausgelöst hat.


    Viva la Kulman!


    Gruss aus Bern vom Walter

  • Das BVerfG entschied: Xavier Naidoo durfte von einer Rednerin als Antisemit bezeichnet werden.


    Bundesverfassungsgericht: Rednerin durfte Xavier Naidoo Antisemiten nennen
    Zwei Gerichte hatten einer Referentin verboten, Xavier Naidoo als Antisemiten zu bezeichnen. Das Bundesverfassungsgericht hat die entsprechenden Urteile nun…
    www.zeit.de


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Vielleicht kann ja jemand (Brunello?) mal einen allgemeinen Thread zur dieser grossen Künstlerin eröffnen, wo die Qualitäten und Besonderheiten der Sängerin Elisabeth Kulman gebührend Raum und Respekt erhalten.

    Wahrscheinlich werde ich mit dem gebührendem zeitlichen Abstand dieser Einladung nachkommen; ich verfolge ihr Laufbahn seit den Anfangsjahren in der Wiener Volksoper. Aber noch fehlt die Distanz für eine wertfreie Würdigung.

  • Kirill Petrenko hat für das traditionelle Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker abgesagt, das Freitag auch im Fernsehen übertragen wird. Er hat Rücken.


    Als Ersatz wurde der junge israelische Dirigent Lahav Shani engagiert. Auch das Programm musste durch die Umbesetzung geändert werden: Statt einer Ouvertüre von Korngold und der "Schlagobers"-Musik von Richard Strauss gibt es jetzt die "Fledermaus"-Ouvertüre von Johann Strauß und Strawinskys "Feuervogel".

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

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