streichquartett aus einer Sendung gesucht

  • streichquartett aus einer Sendung gesucht

    Hallo,
    habe eben gerade (So 31.1.16 vor 19.00) in 3SAT eine wunderschöne Doku über den poetischen Karneval in Luzern gesehen. Darin war am Anfang und Schluss ein Stück aus einem wunderschönen intensiven und bekannten Streichquartett, ich habe das schon gehört, mir fällt aber nicht ein was das war.
    Weiß das zufällig jemand von Euch?
    Die Doku ist übrigens unbedingt sehenswert, traumhafte Masken sind dort zu sehen.

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)

  • Euer Gnaden,
    das ist kein Quartett, sondern das Streichquintett C-Dur op. posth. 163, D. 956, von Franz Schubert.
    2. Satz: Adagio.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • :megalol:


    So eine tiefschürfende Einleitung zu dem besoffenen Treiben, das die Fasnacht nun einmal ist, wirkt schon reichlich bizarr. Eines sei schon mal verraten: Schubert wird in ein paar Tagen keine große Rolle mehr spielen.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Naja, im Titel der Sendung steht zumindest was von poetisch.
    Ist aber wahrscheinlich ein Alibi.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Wenn jemand den Kölner Rosenmontag oder "Mainz bleibt Mainz" poetisch findet, dann wird die Luzerner Fassnacht für ihn nicht weniger lyrisch sein.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Die Alk-Pegel zumindest sind in beiden Fällen dramatisch.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • DAS war's. Sag's doch gleich.
    Ständchen, zwo, drei, vier!

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Ich finde das nur peinlich.

    Den ÖR nicht. Mir macht nur etwas Sorge, dass es sich um 3sat handelt. Irgendwie habe ich dann doch keine Illusion mehr, was das Fernsehprogramm angeht. So kann man seine Zeit sinnvoller nutzen. Blöderweise muss man trotzdem GEZ entrichten. Das nervt mich am meisten ...! :schimpf1:

  • vielen Dank für Eure schnelle Antwort.
    Ich muss Euch hier allerdings ganz entschieden widersprechen.
    Der Karneval dort hat überhaupt nichts mit Köln, Mainz etc zu tun. Es handelt sich dort eher um diese Winteraustreibungen und primär Masken und Figuren.
    Die Masken etc sind ausgesprochen phantasievoll und sehr poetisch. Das hat viel von commedia dell arte und Fellini und garnichts von billiger Karnevalslustigkeit. Da sind bizarre Teufelsfiguren, geheimnisvolle Engel, merkwürdige Tiere ironische Menschentypen etc. Die Musik passte dort ausgesprochen gut hin. Auch entsteht ja gerade ein besonderer Reiz in Kontrastwirkungen.


    Schunkeln gibt es da nicht.


    Diese Kommentare sind wirklich völlig verfehlt und daneben.
    Ich vermute die Kommentatoren haben es nicht gesehen und auch von der Luzerner Fastnacht keine Ahnung, stattdessen eher ihren Vorurteilen freien Lauf gelassen.


    Wäre so etwas von einem bekannten Künstler gestaltet oder ständen die Figuren als Werke bekannter Künstler im Museum fände man es ganz toll, würde die hohe künstlerische Phantasie und Kreativität hervorheben, von den gesellschaftskritischen und allgemein menschlichen und philosophischen Aspekten reden usw.
    aber weil es ja nur von einfachen Menschen gestaltet ist und im Rahmen eines Karneval, ist es baba :cursing: über dem man ja sowas von drüber steht.


    Das finde ich peinlich


    Etwas mehr Offenheit wäre manchmal nicht schlecht.

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)

  • Geh bitte - ich lebe zurzeit in der Schweiz. Fasnacht ist Bier, Konfetti, Humptata und Kostüme. Von Lozärn, über Bärn bis Basel.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • auch beim Karneval gibt es solche und solche, bitte etwas mehr Differenzierung.


    auch beim Theater gibt es viele Besucher die nur dort hingehen um gesehen zu werden und demonstrieren wollen wie gebildet sie doch sind. Ist deshalb das ganze Theater zu verurteilen.


    Ich glaube jedenfalls nicht, dass diejenigen die dort das ganze Jahr über in aufwendiger Arbeit Kostüme für sich gestalten und ihr ganzes Herzblut da hinein stecken, das nur machen wegen humtata und saufen


    Manchmal ist es vielleicht nicht schlecht die Bildungsbürgertum-Snobismus-Brille abzulegen und die Welt etwas differenzierter zu betrachten


    Da gibt es viel zu entdecken

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)

  • Ich glaube jedenfalls nicht, dass diejenigen die dort das ganze Jahr über in aufwendiger Arbeiten Kostüme für sich gestalten und ihr ganzes Herzblut da hinein stecken, das nur machen wegen humtata und saufen

    Da wirst Du recht haben. In Köln und Mainz aber auch nicht.


    Prägend sind aber die anderen. Köln mag ich seit Jahren zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch nicht mehr betreten.

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • auch beim Karneval gibt es solche und solche, bitte etwas mehr Differenzierung.

    Das Winteraustreiben ist doch rein historisch. Das hat heutzutage keine wahrhaftige Relevanz mehr für die Menschen. Ich finde, alte Bräuche, die nicht mehr wirklich in den Menschen leben, sind extrem kitschgefährdet. Und für mich ist Fasnacht dieser Art Kitsch. Ich gönne den Leuten natürlich ihren Spass, und es stimmt, dass viel Arbeit in den Kostümen steckt. Aber die "Guggen" ziehen nun mal diese die Kostüme nur an, um damit durch die Stadt zu marschieren und Humptata zu spielen (wahlweise auch militaristisch verzerrten Swing).

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

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