Jeden Tag ein Streichquartett

  • Das ist echt verschärft:


    Ge Gan-Ru: Streichquartett Nr. 5 "Fall of Baghdad" (2007)


    ModernWorks



    Genau das Richtige für den gut gelaunten Feierabend.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Sind hier die mehr als nur einschneidenenden Ereignisse vom 10. Februar 1258 gemeint? Der Untergang allen in Bagdad gesammelten Wissens leitete den Niedergang der islamischen Welt ein.

    Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

  • Lieber Kermit,


    so weit ich weiß, ist „Fall of Baghdad“ eine Hommage an Crumbs „Black Angels“ und bezieht sich auf den jüngsten Krieg der USA gegen den Irak.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Lieber Mauerblümchen, ich höre es mir gerade an.

    Aber mit dem Unbehagen, dass dieser Komponist so etwas nicht über den 35. Mai schreiben könnte – oder zumindest nicht veröffentlichen.

    Besten Gruß vom Frosch :cincinsekt:

    Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

  • Der zweite Streich der Nachtigallen bezüglich Vagn Holmboe ist da.

    Daraus:


    Streichquartett Nr. 2 (1949)

    und

    Streichquartett Nr. 14 (1975)

    Nightingale String Quartet



    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • John Joubert

    Streichquartett Nr. 2 (1977)

    Brodsky Quartet


    Der britische Komponist John Joubert (1927-2019) hat u.a. drei Symphonien und vier Streichquartette hinterlassen. Die ersten drei Quartette hat das Brodsky Quartet vor einer Dekade eingespielt, das vierte wartet noch auf eine Aufnahme. Das 2. Quartett entstand 1977 als Auftrag der Birmingham Chamber Music Society, es wurde im Februar des folgenden Jahres vom Allegri Quartet uraufgeführt. Joubert bezieht sich im Booklet-Text auf die Traditionslinie, die von Beethoven bis zu Schostakowitsch reicht. Und dementsprechend beginnt das 2. Quartett mit dem "Muss es sein" -Thema aus Beethovens op. 135. Im zweiten Satz taucht dann das DSCH-Thema auf und der Adagio-Satz trägt den Titel "In memorian DSCH" als Würdigung des kurz zuvor verstorben sowjetischen Komponisten.


    Stilistisch ähnelt das Quartett entfernt denen des Widmungsträgers, aber Joubert hat schon eine eigene Tonsprache entwickelt, die vom Brodsky Quartet auf hohem Niveau umgesetzt wird.


    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Nächtliches.


    Henri Dutilleux: Ainsi la nuit (1976)


    Arditti String Quartet



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Dmitri Schostakowitsch

    Streichquartett Nr. 3

    Novus Quartet



    Hier wird auf der vordersten Stuhlkante musiziert.


    »Ein Erlebnis, diese Aufnahme. Sie lässt einen nicht so schnell los.« (Fono Forum, Juni 2022)


    John Joubert

    Streichquartett Nr. 3

    Brodsky Quartett



    Und dann zum ersten Mal ein Streichquartett von Elizabeth Maconchy. Über deren 13 Streichquartette sagt Martin Anderson: Der wichtigste britische Beitrag zum Genre nach denen von Robert Simpson.


    Elizabeth Maconchy

    Streichquartett Nr. 5

    Bingham SQ


    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Stephen Dodgson (1924-2013) war ein englischer Komponist und Radiomoderator, der außerhalb der britischen Inseln weitgehend unbekannt ist. Seine Biografie ist bei wikipedia abrufbar. Dodgson hat ca 250 Kompositionen hinterlassen, vor allem für Gitarre und Cembalo. Im Alter von 60 Jahren begann er dann auch Streichquartette zu komponieren und hat von 1984-2006 insgesamt 9 Werke für das Genre geschrieben. Diese wurden in den Jahren von 2007-11 vom britischen Tippett Quartet für das Dutton Epoch Label auf 4 CDs eingespielt. Dazu noch ein paar andere Kammermusikwerke.


    Die ersten beiden Quartette entstanden in den 1980er Jahren. Sie sind von avantgardistischen Tendenzen unberührt, also tonal. Dodgson schreibt in einem Stil der entfernt an Bartok und Janacek erinnert. Die Musik ist eher positiv gestimmt und IMO ziemlich originell und hörenswert. Die merkwürdige Veröffentlichungspolitik von Dutton Epoch (kleine Auflagen, wenn vergriffen eben Pech, keine Neuauflagen) führt dazu, dass man die CDs kaum komplett irgendwo bekommt. Ich habe mir aber vor Jahren noch einen Satz besorgen können.

     

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Arnold Bax schrieb zwischen 1918 und 1927 insgesamt drei nummerierte Streichquartette, die vor zwei Dekaden auch vom Maggini Quartett für Naxos eingespielt wurden.


    Neu eingespielt wurde vom Tippett Quartett jetzt ein frühes Quartett in E von 1903, also ein Werk des 20-jährigen Studenten, der zu der Zeit nach der Lektüre von W.B. Yeats gerade den Kelten in sich entdeckt hatte. Das Werk hat drei Sätze und dauert knapp 40 min. Den langsamen mittleren Satz hat Bax kurz darauf orchestriert und als seine erste sinfonische Dichtung Cathaleen-ni-Hoolihan herausgebracht. Er ist auch der charakteristischste Satz. Die beiden Ecksätze erinnern entfernt an Dvorak.







    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Welche Freude, die Äußerungen von Könnern, vorgetragen von ebensolchen Könnern, zu hören.


    Mieczyslaw Weinberg: Streichquartett Nr. 13 op. 118 (1977)


    Quatuor Danel



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  •   


    Dmitri Schostakowitsch: Streichquartette

    Nr. 14 Fis-Dur Op. 142

    Nr. 12 Des-Dur Op. 133

    Hagen Quartett (Op. 142), Borodin Quartett (Op. 133)



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  •  


    Dmitri Schostakowitsch: Streichquartette
    Nr. 5 B-Dur Op. 92
    Nr. 10 As-Dur Op. 118

    Artemis Quartett (Op. 92), Éder Quartett (Op. 118)



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten


  • Franz Schubert: Streichquartett Nr. 15 G-Dur D 887

    Artemis Quartett



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  •  


    Mieczysław Weinberg: Streichquartette

    Nr. 3 Op. 14

    Nr. 10 Op. 85

    Nr. 6 e-Moll Op. 35

    Quatuor Danel (Opp. 14, 85), Pacifica Quartett (Op. 35)



    maticus

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    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Zum heutigen (musikalischen) Abschluss jetzt



    Dmitri Schostakowitsch: Streichquartette
    Nr. 13 b-Moll Op. 138
    Nr. 15 es-Moll Op. 144

    Pacifica Quartett



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Manuel Hidalgo

    Streichquartett Nr. 2 (1993/1994)

    Streichquartett Nr. 1 (1980) Hacia

    Ensemble Resonanz


    Das 2. Streichquartett entstand kurz nachdem Hidalgo Beethovens Große Fuge op. 133 für Orchester gesetzt hat. Fetzen aus diesem Werk tauchen dann auch im 2. Streichquartett vor allem am Anfang häufiger auf. Das 1980 entstandene 1. Streichquartett entstand nachdem Hidalgo die Musik von Helmut Lachenmann entdeckt hatte. Beide Stücke sind recht kurz (11:42 bzw 7:20) und zeigen einen eigenen Weg zur "Neuen Einfachheit".


    Hidalgo schreibt über seine Musik: Das Einfache entsteht bei mir aus meinem Untalent, aus meiner Ignoranz, aus meiner Unfähigkeit, sehr komplexe Aspekte zu steuern oder zu gestalten. Ich schreibe die Musik, die ich mir vorstellen kann. Eine einfache Musik ist für mich kein Ziel. Sie ist ein unausweichliches Resultat.



    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

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