Jeden Tag ein Streichquartett

  • nach dem durchgestylten Schubert.

    habe woanders das hier gefunden :).

    Ok....ich kann mir etwas darunter vorstellen, was ich aber nun genau und viel extremer für Einspielungen von Emerson, Ebene, Auryn und auch anderen neueren Quartetten sagen würde !!! Bei Hagen noch am wenigsten. Sind eventuell aber nicht frei davon. Deshalb mein Gedanke, dass eine Änderung meiner Präferenz kommen könnte, allerdings unwahrscheinlich hin zu den genannten, für meine Ohren durchgestylten.

  • Das ist IMO sehr feine Musik, die Klaus Fischer-Dieskau - der Bruder des berühmten Sängers - hier komponiert hat. Auch noch oder gerade nach dem 3. Hördurchgang,


  • Hier wieder Haydn.


    Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur op. 33 Nr. 3 ("Vogelquartett")


    Tátrai Quartet



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier wieder Geistreiches am Morgen.


    Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur op. 33 Nr. 6


    Tátrai Quartet


    ... aus obiger Box.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier liefen in den letzten Tagen Schubert-Quartette, und zwar D. 18, D. 74, D. 87, D. 112, D. 703, D. 804 und D. 810, dargeboten vom Alinde und vom Signum Quartett.



    Da scheinen ja zwei neue Gesamtaufnahmen im Entstehen zu sein. Mir haben die Interpretationen beider Ensembles ausgesprochen gut gefallen, bei den Signum-Aufnahmen auch die Zusammenstellung mit den Liedbearbeitungen. Spannend für mich auch die Wiederbegegnung mit den frühen Werken, die ich bislang allenfalls sporadisch gehört habe.


  • In den letzten Tagen durchgehört, das a-Moll SQ zweimal. Eine schöne Aufnahme, wie ich finde, die eher auf der klassischen Seite zu verorten ist. Die Leidenschaften sind eindeutig gezügelt, aber unterkühlt ist die Einspielung auch keinesfalls. Der direkte Klang sagt mir - wie immer bei den Takacs-Aufnahmen bei Hyperion - sehr zu. Ich würde sagen good old style ohne Manierismen und Tralala.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Schumann Qt. 2+3, Philharmonia Qt. Berlin. Das oft übersehene (oder gar nicht erst mit aufgenommene) 2. gefällt mir hier sehr gut. Im Kopfsatz des 3. Qt. sind mir irgendwie fast alle etwas zu langsam. "allegro molto moderato" ist schwierig zu deuten, ich höre das doch eher als ganztaktig, daher insgesamt sehr flüssig. Ist aber eh ein Werk, bei dem ich die Binnensätze für deutlich stärker halte.


    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Hier wieder Haydn.


    Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur op. 33 Nr. 4


    Tátrai Quartet



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Gestern drei Streichquartettkompositionen von Thomas Larcher:


    Madhares - Quatuor Diotima

    Ixxu - Rosamunde Quartett

    Cold Farmer - Rosamunde Quartett


     


    Obwohl zu unterschiedlichen Zeiten entstanden, ähneln sich die Werke darin, dass sie sich meist langsam und ruhig entwickeln, zwischendurch auch mal lebhaft werden und immer mal wieder einfache aber sehr schöne tonale Passagen auftauchen, wie als Erinnerung an längst verklungene Musik.

  • Ist aber eh ein Werk, bei dem ich die Binnensätze für deutlich stärker halte.

    Warum?

    Der zweite Satz ist für mich einer der originellsten überhaupt. Ich finde fast jede Erweiterung/Variante des Scherzo (im weiten Sinne, also des nicht-langsamen Binnensatzes in einem mehrsätzigen Werk) interessant und halte dieses Variationen-Scherzo für sehr gelungen, während mir viele Werke nach Beethoven etwas zu "konservativ" bei den Scherzo/Intermezzo-Sätzen sind. Das finale Rondo ist mir etwas zu schematisch; solche monomanischen Wiederholungen funktionieren für mich besser in Schumanns Klavierwerken. Der Kopfsatz ist gut, aber etwas "leicht" für den Rest des Werkes und meinem Eindruck nach auch interpretatorisch schwierig, bleibt zwischendurch immer wieder fast stehen.

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Ich habe mit den Rahmensätzen von op. 41/3 absolut keine Probleme, aber - da stimme ich Kater Murr absolut zu - die Binnensätze gehören zum Großartigsten für Streichquartett im 19. Jahrhundert überhaupt. Ich denke, es ist nicht übertrieben zu sagen, dass beethovensches Niveau hier erreicht wird.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Der zweite Satz ist für mich einer der originellsten überhaupt. Ich finde fast jede Erweiterung/Variante des Scherzo (im weiten Sinne, also des nicht-langsamen Binnensatzes in einem mehrsätzigen Werk) interessant und halte dieses Variationen-Scherzo für sehr gelungen, während mir viele Werke nach Beethoven etwas zu "konservativ" bei den Scherzo/Intermezzo-Sätzen sind. Das finale Rondo ist mir etwas zu schematisch; solche monomanischen Wiederholungen funktionieren für mich besser in Schumanns Klavierwerken. Der Kopfsatz ist gut, aber etwas "leicht" für den Rest des Werkes und meinem Eindruck nach auch interpretatorisch schwierig, bleibt zwischendurch immer wieder fast stehen.

    Gerade das Finale finde ich sehr originell, vor allem wegen der Idee, jeden Abschnitt primär durch einen eigenen Grundrhythmus zu charakterisieren und die sonstigen kontrastierenden Möglichkeiten höchstens anzudeuten oder ganz auf sie zu verzichten.

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Am Ziel.


    Franz Schubert


    Quartettsatz c-Moll D 703 ("Streichquartett Nr. 12")

    Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 ("Rosamunde")


    Alban Berg Quartett


     


    Ich kann es nicht begründen, aber diesen Wiedergaben ist eine höhere Art von Richtigkeit eigen. Zauberhaft.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Paul von Klenau (1883-1946)

    Streichquartette Nr.1-3

    Sjaellands String Quartet

    DaCapo, DDD, 2008


    Hier mal eine sehr eigenständige Komponistenstimme und jemand, der vielschichtige, stimmungs- und abwechslungsreiche Werke anzubieten vermag. Engagiert und vollmundig vorgetragen vom mir unbekannten "Sjaellands String Quartet". Mit Ausnahme von Dacapo hat sich bisher leider kein Label intensiver um sein Schaffen bemüht. Seine drei Streichquartette sind jedenfalls auf dieser CD versammelt und in meinen Ohren schreien Deutung und Klangqualität alles Andere als nach Alternativen.

    Zitat von Wiki

    Klenaus Werk zeigt vielfältige Einflüsse, besonders von deutscher Musik. Durch seine frühen Kompositionen schimmert gelegentlich die Tonsprache seiner Lehrer Bruch und Thuille, aber auch die Richard Wagners und Anton Bruckners durch. Allerdings vermochte es der Komponist bereits hier, seinen eigenen Weg vorzuzeichnen. Für Klenaus spätere Laufbahn als Komponist wurde die Beschäftigung mit der Zwölftonmusik Arnold Schönbergs wichtig, die er aber einer vorwiegend tonalen Ordnung unterwarf. Da es Klenau gelang, die Nationalsozialisten davon zu überzeugen, dass seine Form der Zwölftonkomposition ein Gegenstück zur „jüdischen“ Richtung Schönbergs darstelle, vermochte er sich nach 1933 als moderner Komponist auf den Spielplänen zu halten. Sein Werk umfasst 9 Symphonien, Opern, Ballette Lieder und Kammermusikwerke.

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Mit Ausnahme von Dacapo hat sich bisher leider kein Label intensiver um sein Schaffen bemüht.

    Seine Anbiederei an die Nazis hat sicher zu der bisher sehr zögerlichen Rezeption auch in seinem Heimatland beigetragen. Wir haben übrigens einen Klenau-Thread, habe Deinen Beitrag auch dorthin kopiert.

    :wink:

  • Hammerhammerhammer.


    Franz Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 ("Der Tod und das Mädchen")


    Alban Berg Quartett



    Würde jemand nach einer Grundausstattung in Sachen später Streicherkammermusik von Schubert fragen - ich weiß, niemand/fraud hat gefragt -, ich würde ohne Zögern das ABQ nennen.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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