Teodor Currentzis

  • Würde er nicht so auftreten wie er es tut, sondern im grauen Pullunder und mit Honnecker-Brille [...]

    Ich glaube, Honecker-Brillen sind jetzt wieder schwer in. :thumbup: Wäre ich Currentzis' Berater, würde ich ihm (für gute Bezahlung versteht sich) dringend empfehlen, mit einer solchen Brille zu erscheinen. Grauer Pullunder...naja, aber warum nicht? Und nach der Autogrammstunde fährt er mit seinem Trabby von dannen. :thumbup:



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Hier der Bericht eines Wiener Rezensenten, der vorher skeptisch war, aber Currentzis nun erstmals live erlebt hat: [...]

    Daraus dies:

    Zitat von Dávid Gajdos

    Der Maestro verschwand direkt hinter dem geöffneten Deckel des Steinways; alles, was wir von ihm sahen, waren seine außerordentlich langen und dünnen Beine, die in den enganliegenden schwarzen Jeans wild herumtanzten. Für ein besonders leises Pianissimo ging er auch mal in die Hocke, um dann für die nächste Klangbombe wieder aufzuspringen, sodass sein markentypisches Lächeln kurz aus der Deckung erschien.


    [...]


    Mit seinem weiten schwarzen Hemd zur engen Hose erinnerte Currentzis an die Mercutios und Romeos der Renaissance. Die Herren wussten damals schon, was sexy ist…

    Die enganliegende Hose hat es dem Rezensenten offensichtlich angetan...


    :tee1:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Für dieses Konzert sind nun zusätzliche Plätze frei geworden bzw. ein weiteres Kontingent freigeschaufelt worden:


    15.10.21, Konzerthaus Dortmund:
    Teodor Currentzis & Musicaeterna
    Alexey Retinsky Auftragswerk
    Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-moll


    https://www.konzerthaus-dortmu…021.09.20_tickets-oktober


    Nur zur Info.


    Habe heute Mittag (u. a. auch) dazu eine Rundmail erhalten.

    "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)

  • 15.10.21, Konzerthaus Dortmund:
    Teodor Currentzis & Musicaeterna
    Alexey Retinsky Auftragswerk
    Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-moll

    Wer an diesem Konzertprogramm interessiert ist, aber nicht nach Dortmund reisen möchte: Am 8. Oktober wird es auch in Luzern
    Gustav Mahler Symphony No. 5 (kkl-luzern.ch)
    und am 13. Oktober in der Philharmonie in Berlin gegeben
    Teodor Currentzis und MusicAeterna - Konzert in Berlin | Konzertdirektion Adler (musikadler.de)


    Die Behauptung des Berliner Konzertveranstalters, es handele sich bei der dortigen Aufführung des Werks von Alexei Retinsky um die Uraufführung, ist Unfug, da es zuvor schon in Luzern gespielt wird. Da der Luzerner Veranstalter nicht behauptet, die dortige Aufführung sei die Uraufführung, dürfte sie schon vorher - ich vermute mal in St. Petersburg, wo das Orchester seinen Sitz hat - stattfinden.

  • Die Behauptung des Berliner Konzertveranstalters, es handele sich bei der dortigen Aufführung des Werks von Alexei Retinsky um die Uraufführung, ist Unfug,

    Ich gehe mal davon aus, dass der Konzertveranstalter damit zum Ausdruck bringen wollte, dass unter Currentzis' Händen eigentlich jede Aufführung eine Uraufführung sei.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Die dreitägige Residenz von musicAeterna in Luzern vom 6. bis 8. Oktober ist wirklich ein Leckerbissen. Es gibt eine Fotoausstellung der Fotografin Alexandra Muravyeva, die das Ensemble fünf Jahre begleitet hat, zwei Kinovorführungen ("musicAeterna Cinema"), eine Meisterklasse für junge schweizerische Dirigenten mit Teodor Currentzis und dem Orchester, eine Podiumsdiskussion u.a. mit Teodor Currentzis und Philipp Hersant, zwei reine Chorkonzerte (geleitet von Fedor Letnev) und das genannte Sinfoniekonzert zum Abschluss. Während der Meisterklasse wird Mahlers Fünfte geprobt.
    KKL Lucerne – musicAeterna

  • Die Behauptung des Berliner Konzertveranstalters, es handele sich bei der dortigen Aufführung des Werks von Alexei Retinsky um die Uraufführung, ist Unfug, da es zuvor schon in Luzern gespielt wird. Da der Luzerner Veranstalter nicht behauptet, die dortige Aufführung sei die Uraufführung, dürfte sie schon vorher - ich vermute mal in St. Petersburg, wo das Orchester seinen Sitz hat - stattfinden.

    Ich ging recht in meiner Vermutung. Hier sind die Tourdaten von musicAeterna mit dem Retinsky/Mahler-Programm:


    St. Petersburg — 28.09.
    Moscow — 01.10. and 03.10.
    Amsterdam — 05.10.
    Lucerne — 08.10.
    Vienna — 10.10. and 11.10.
    Berlin — 13.10.
    Dortmund — 15.10.

  • Eben zufällig bei Classica gehört/gesehen: Mendelssohns Violinkonzert mit Patricia Kopatchinskaja und Teodor Currentzis in irgendeinem Konzertmitschnitt. Ich habe es (ab etwa der Mitte des ersten Satzes) tatsächlich bis zum Schluss ausgehalten, aber es war entsetzlich. Langweilige, vorgetäuschte Dauererregung, bis zur unfreiwilligen Komik übertriebene, gleichzeitig vollkommen vorhersehbare Dynamik-Kontraste, das Finale ohne jeden Charme oder Humor, statt dessen im Angeber-Tempo einfalls- und gestaltungslos durchgehauen. Bei Kopatchinskaja immer wieder einzelne Töne vollkommen sinnlos ohne Vibrato (auffallend oft die mit dem unbequemen vierten Finger...), über weite Strecken keine erkennbare Phrasierung, statt Klangfomung oder -gestaltung dummes, aggressives Draufhauen im Wechsel mit sinnbefreitem Säuseln. Von beiden ohne dramaturgischen Spannungsbogen, ohne Zwischentöne, ohne Spielfreude, Leidenschaft, Innigkeit, statt dessen mit zur Schau gestellter Pseudo-Emotionalität und hinter der aufgemotzten Oberfläche einer erschreckenden Leere. So eine Art Porno-Musik.

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Eben zufällig bei Classica gehört/gesehen: Mendelssohns Violinkonzert mit Patricia Kopatchinskaja und Teodor Currentzis in irgendeinem Konzertmitschnitt. Ich habe es (ab etwa der Mitte des ersten Satzes) tatsächlich bis zum Schluss ausgehalten, aber es war entsetzlich. Langweilige, vorgetäuschte Dauererregung, bis zur unfreiwilligen Komik übertriebene, gleichzeitig vollkommen vorhersehbare Dynamik-Kontraste, das Finale ohne jeden Charme oder Humor, statt dessen im Angeber-Tempo einfalls- und gestaltungslos durchgehauen. Bei Kopatchinskaja immer wieder einzelne Töne vollkommen sinnlos ohne Vibrato (auffallend oft die mit dem unbequemen vierten Finger...), über weite Strecken keine erkennbare Phrasierung, statt Klangfomung oder -gestaltung dummes, aggressives Draufhauen im Wechsel mit sinnbefreitem Säuseln. Von beiden ohne dramaturgischen Spannungsbogen, ohne Zwischentöne, ohne Spielfreude, Leidenschaft, Innigkeit, statt dessen mit zur Schau gestellter Pseudo-Emotionalität und hinter der aufgemotzten Oberfläche einer erschreckenden Leere. So eine Art Porno-Musik.

    Absolute Zustimmung. Diese Interpretation habe ich mir ebenfalls einmal angehört und das Kapitel Currentzis/Kopatschinskaja danach für mich geschlossen.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Hier wird widersprochen. Die ersten Sätze aus dem Mund von TC im Interview sind: "Musik ist wie eine Familie gründen, nicht wie Sex im Internet."

    "Entscheidend ist, was hinten raus kommt." (Helmut Kohl).

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • "Entscheidend ist, was hinten raus kommt." (Helmut Kohl).

    Oder, etwas eleganter:


    "Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf’m Platz." (Adi Preißler)


    :tee1:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • So eine Art Porno-Musik.

    :thumbup: :thumbup:

    Der erste Satz aus dem Mund von TC im Interview ist: "Musik ist wie eine Familie gründen, nicht wie Sex im Internet."

    :thumbup: :thumbup:
    Derlei Postings verlocken meine Lauscherchen den Mitschnitt von Mahlers 4. mit den SWRlern unterm Erlöser vom 22.02.19 erneut sich reinzuziehn....

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Der gehypte Dirigent zeigt ungewohnte Schwächen
    Das Mahler-Erlebnis mit Teodor Currentzis ernüchtert. Auf der Suche, bei der Currentzis zwar mit dem Herzen eines Löwen kämpft, verliert er sich in Perfektion und Schönklang. Dass dabei auch sein Gefolge, wie einige das eigens von Currentzis gegründete Ensemble musicAeterna bezeichnen, ebenso alles gibt, ändert am Ergebnis leider nichts. Auch wenn Mahlers gigantischer Kosmos von allen mit viel Spielfreude und Energie ausgekostet wird, letztendlich fehlt etwas: Mahler nur richtig zu spielen, ist einfach zu wenig.
    Von Jürgen Pathy


    http://klassik-begeistert.de/t…ser-saal-10-oktober-2021/

    Später, auf irgend eine niemals aufgeklärte Weise, ist einzelnen Familiengliedern das »Wort« bekannt geworden, dieses desperate Wort, das in jener Nacht Herr Permaneder sich hatte entschlüpfen lassen. Was hatte er gesagt? – »Geh' zum Deifi, Saulud'r dreckats!«.

  • Von Jürgen Pathy

    Schlechte Rezension. Erst verwirrt, dass zunächst fast beiläufig auch von zwei weiteren Werken die Rede anderer Komponisten ist, obwohl die oben im "Programm" nicht genannt werden. Und der Text über Mahler 5 ist m. E. aufgeblähtes, informationsloses Gelaber. Eigentlich wird alles positivst beschrieben, aber dann fehlt doch etwas. Ja, was denn?



    maticus

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    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

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