Teodor Currentzis

  • Letztendlich gibt es einfach eine Grenze, dann wird das Dirigieren zum Ballett. Viele Musiker erkennen das eigentlich, das Publikum nicht unbedingt. Als Orchestermusiker lernt man aber schon gleichzeitig seine Noten und den Dirigenten im Auge zu behalten, und auch den Stimmführer, egal was der Dirigent da aufführt...

    Da halte ich gegen. Diese Art von Grenze gibt es eben nicht in künstlerischen Zusammenhängen, sondern wenn, dann nur die jeweils persönliche. Und das ist bei Musikern und Publikum grundsätzlich das Gleiche. Natürlich haben die Musiker ihrer eigene Perspektive, selbstverständlich wandern deren Augen vom Pult zum Stimmführer zum Dirigenten und zurück - aber das ist es ja: Die haben mit ihrer eigenen Aufgabe zu tun und analysieren ja nicht das Dirigat unter den Aspekten der Interpretation (bzw. das vielleicht auch begleitend, aber eben perspektivisch beschränkt und nicht mit aufmerksamem Blick für das Dirigier-Ganze), sondern sie achten auf die Genauigkeit des Schlages, auf die Orientierung und den suggestiven Input des Maestros. Um es mal deutlich zu sagen: Wenn der Schlagzeuger über den ungenauen Einsatz und die ausufernden "Macken" des Dirigenten mosert, hat das für die Qualität der Aufführung aus meiner Sicht nichts zu sagen. Wie oft habe ich schon Orchestermusiker im Vorfeld von Konzerten in der Erwartung gehört, das Konzert könne der Probenarbeit zufolge nur missraten - und im Konzert gab es dann Standing Ovations.


    Currentzis muss ich mal live sehen, der interessiert mich. Es scheint aber ja so, als würde er das SWR-Orchester ganz gewaltig hinter sich bringen.

    ...schreibt Christoph :wink:

  • Die eigentliche Arbeit geschieht in den Proben. Wer schon unbedingt einen Dirigenten beurteilen will, der hat in Proben dazu die beste Gelegenheit. - Freilich ist das musikalische Resultat das Wichtigste. Dann spielen aber die Gesten keine Rolle. Wir reden bei der Diskussion um Dirigierbewegungen also bestenfalls um zweitwichtigste Dinge.


    Die Gesten bei der Aufführung helfen (im Wesentlichen), die in der Probe besprochenen Ausführungsdetails in Erinnerung zu rufen. Jedenfalls, wenn es genug Proben gab. Eventuell mag es Modifikationen der Klangbalance in einem vollbesetzten Saal geben, insbes. wenn Dirigent und Orchester den Saal nicht gut kennen. - Bei Londoner Verhältnissen mit einer einzigen Probe mag es anders sein. - Aber Currentzis hat m. W. viel Probenzeit, insbes. mit seinem Orchester aus Perm. Und als Chefdirigent des SWR SO (heißen die jetzt so?) kann er ebenfalls etwas großzügiger disponieren als ein Gastdirigent.


    Und bitte berücksichtigen, dass jeder sich selbst musiziert, sich nur selbst musizieren kann. Dass ein Pierre Boulez ein anderes Temperament hat als ein René Jacobs, erschließt sich vielleicht schon, wenn man nur Fernsehbilder kennt. Dass der junge Karajan anders auf dem Podium stand als der alte. Selbstdarstellung wäre es bspw., wenn ein sanguinischer Dirigent sein Temperament, sein Selbst verleugnen würde und à la "Seht her, ich dirigiere das große Orchester mit meinem kleinen Finger und schaue nicht einmal hin" dirigieren würde.


    Frage: Wer kennt nun das Temperament, den Charakter von Herrn Currentzis gut genug, um beurteilen zu können, ob seine aufwändigen Bewegungen authentisch sein könnten oder nicht?


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Wenn der Schlagzeuger über den ungenauen Einsatz und die ausufernden "Macken" des Dirigenten mosert,

    Je nach Aufführungssituation muss bspw. ein Pauker einen Hauch vor den ersten Geigen seinen Schlag spielen, wenn die Zuhörer dies gleichzeitig wahrnehmen sollen. Insofern klingt es für mich ohnehin nicht stimmig, wenn ein Schlagzeuger "über den ungenauen Einsatz mosert". Der soll halt mal seine Ohren aufsperren.


    Außerdem dirigieren nicht alle Dirigenten auf die Zeit, viele um Etliches vor der Zeit. Denn das Orchester kann (jedenfalls bei Standardliteratur) alleine im Takt spielen, dafür braucht das Ensemble kein fleischgewordenes Metrik-Navi. Das Dirigieren "vor der Zeit" hat den Vorteil, dass man Nuancen im Voraus anzeigen kann, bevor der zugehörige Ton erklingt.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Die eigentliche Arbeit geschieht in den Proben. Wer schon unbedingt einen Dirigenten beurteilen will, der hat in Proben dazu die beste Gelegenheit.

    Das ist richtig und war schon immer so gewesen.



    Freilich ist das musikalische Resultat das Wichtigste. Dann spielen aber die Gesten keine Rolle.

    Das sehe ich etwas anders. Ersteres stimme ich Dir absolut zu, bei Letzterem nicht.


    Gesten mögen für den gerade aktiven Musiker vielleicht kaum mehr eine Rolle spielen, aber die Wirkung auf das Publikum ist eine völlig andere. Dort interessiert man sich nicht für die Probearbeit, sondern für das, was man sehen und hören kann. Und da ist die "Show", die der Zuhörer geboten bekommt, nicht unwichtig. Das magst Du vehement verneinen, aber dem "Wald-und Wiesen-Publikum" ist das erstaunlich wichtig.



    Je nach Aufführungssituation muss bspw. ein Pauker einen Hauch vor den ersten Geigen seinen Schlag spielen, wenn die Zuhörer dies gleichzeitig wahrnehmen sollen. Insofern klingt es für mich ohnehin nicht stimmig, wenn ein Schlagzeuger "über den ungenauen Einsatz mosert". Der soll halt mal seine Ohren aufsperren.

    Bitte was? Genau deshalb ist der Dirigent da. Wenn jeder spielt wie er will, braucht man den "Vorturner" nicht mehr. Ich würde das bei der Kammermusik noch durchgehen lassen, aber bestimmt nicht bei groß besetzten Orchestern. Du hast vermutlich in Deinem Leben noch nie am Schlagwerk gesessen.



    Außerdem dirigieren nicht alle Dirigenten auf die Zeit, viele um Etliches vor der Zeit. Denn das Orchester kann (jedenfalls bei Standardliteratur) alleine im Takt spielen, dafür braucht das Ensemble kein fleischgewordenes Metrik-Navi. Das Dirigieren "vor der Zeit" hat den Vorteil, dass man Nuancen im Voraus anzeigen kann, bevor der zugehörige Ton erklingt.

    Das wird so auch nur teilweise und bei bestimmten Stücken, bzw. bei bestimmter Akustik gehandhabt. Das hat mit "fleischgewordenem Metrik-Navi" nichts zu tun. Es geht um das exakte Einsetzen, nicht nur um die Einhaltung der Tempi. Die können grundsätzlich schwanken, sind sogar teilweise von der Akustik abhängig.


    Übrigens wird VOR dem Takt nur äußerst selten außerhalb der Sinfonie-Orchester dirigiert, es sei denn, dass Chöre mitwirken.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • aber dem "Wald-und Wiesen-Publikum" ist das erstaunlich wichtig.

    Deine Einschätzung über das Konzertpublikum ist erstaunlich. Was, wenn mindestens die Hälfte des Publikums, na, sagen wir: In etlichen relevanten Aspekten kompententer wäre, als Du es mit Deinen herablassenden Äußerungen so trefflich demonstrierst? ;) Wer etwas weiß, der weiß, dass er nichts weiß ... nur die Ahnungslosen meinen alles zu wissen.

    Du hast vermutlich in Deinem Leben noch nie am Schlagwerk gesessen.

    Möchte mal wissen, woher Du das wissen willst. In diesem Falle weißt Du es definitiv nicht ... ;) ... Deine Herablassung und Deine Urteile sind einfach köstlich. Dir ist schon klar, was Du damit von Dir selbst preisgibst, obwohl Du offenbar das Gegenteil erreichen möchtest?

    Wenn jeder spielt wie er will,

    Nun ja, darum lässt man die Musiker halt jahrelang studieren und über ein Vorspielverfahren und Probejahr bewähren. In Deiner umfassenden Kenntnis der Abläufe in Sinfonieorchestern ist Dir natürlich klar, dass der Dirigent - bei bestimmter Sichtweise - nur ein Rädchen im Getriebe ist. Da gibt es, wie Du ganz bestimmt weißt, noch solche Führungsunterstrukturen wie Konzertmeister und Stimmführer. Was meinst Du - wie lange würde sich einer halten, der spielt, wie er will? Gäbe es da nicht ziemlich schnell Bemerkungen von den Kollegen und irgendwann ein Personalgespräch?

    Es geht um das exakte Einsetzen, nicht nur um die Einhaltung der Tempi.

    Auch dafür braucht man keinen Dirigenten. Jedes Kammermusikensemble beweist es. - Zu Deiner Erbauung: Die Berliner Philharmoniker - und wohl viele andere auch - haben bisweilen auch schon ohne Dirigenten gespielt. Z. B. auf Benefizveranstaltungen. Die können das durchaus. Eines Dirigenten bedarf es zunächst mal nicht bei der Aufführung eines nicht zu komplexen Werkes.

    Übrigens wird VOR dem Takt nur äußerst selten außerhalb der Sinfonie-Orchester dirigiert,

    Mag sein oder auch nicht. In Sachen Currentzis reden wir aber über Sinfonieorchester, nicht wahr?


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Deine Herablassung und Deine Urteile sind einfach köstlich. Dir ist schon klar, was Du damit von Dir selbst preisgibst, obwohl Du offenbar das Gegenteil erreichen möchtest?

    Schreibt genau der Richtige. Wenn man Dir entsprechend gegenkontert, geht Dir doch die Hutschnur hoch. Das erlebt man ja die Jahre hier immer wieder, aber dann so tun, als ob Du der Unschuldsengel des Forum wärst.



    Deine Einschätzung über das Konzertpublikum ist erstaunlich. Was, wenn mindestens die Hälfte des Publikums, na, sagen wir: In etlichen relevanten Aspekten kompententer wäre, als Du es mit Deinen herablassenden Äußerungen so trefflich demonstrierst?

    Ist es aber nicht, war es nie und wird es nie werden. Tatsachen tun weh, ich weiß. Ich bin in keinster Weise herablassend, kannst gerne meine Kollegen fragen. Das hättest Du vielleicht gerne.



    Möchte mal wissen, woher Du das wissen willst. In diesem Falle weißt Du es definitiv nicht ..

    Nein, aber Deine Schreibweise lässt keinen anderen Schluss zu.



    Nun ja, darum lässt man die Musiker halt jahrelang studieren und über ein Vorspielverfahren und Probejahr bewähren. In Deiner umfassenden Kenntnis der Abläufe in Sinfonieorchestern ist Dir natürlich klar, dass der Dirigent - bei bestimmter Sichtweise - nur ein Rädchen im Getriebe ist. Da gibt es, wie Du ganz bestimmt weißt, noch solche Führungsunterstrukturen wie Konzertmeister und Stimmführer.

    Isses wahr? Unfassbar, wie Du das so treffend formuliert hast. Meine Kenntnisse über den Ablauf kannst Du doch nicht beurteilen. Übrigens ist die Unterteilung grundsätzlich auch außerhalb der Sinfonie-Orchester so oder doch zumindest dem sehr ähnlich. Dazu bedarf es auch nicht Deiner Oberlehrerart, die Du zu gerne anwendest, wenn Du meinst, selbst alles besser zu wissen.



    Deine Herablassung und Deine Urteile sind einfach köstlich. Dir ist schon klar, was Du damit von Dir selbst preisgibst, obwohl Du offenbar das Gegenteil erreichen möchtest?

    :megalol: Damit schießt Du Dir doch gerade selbst ein Eigentor. Köstlich, wenn man Dich etwas kitzelt, wie sehr Du dann loslegen kannst. Genau, man erkennt dann ganz klar Deine Art, hier die Leute anzugehen, deren Nase dir nicht passt.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Ich kann mich Mauerblümchen in sehr vielem anschließen.


    Mit Blick auf den Threadtitel zunächst einmal darin: Wer Currentzis' Dirigat einen "Showanteil" unterstellen wollte, müsste dazu ganz ganz nah an dessen Persönlichkeit sein, um ein Missverhältnis zwischen künstlerischem Ethos und Selbstinszenierung begründen zu können. Aber auch dann bliebe ich skeptisch, denn eine organische Verbindung von Persönlichkeit, interpretatorischem Ausdruckswillen und Dirigat ist ja nicht automatisch hergestellt, wenn derjenige nur die allerbesten und alleredelsten Absichten hegt (also z.B. sich zurücknimmt, ganz in den "Dienst an der Sache" stellt usw.).
    Insofern folge ich Mauerblümchen weiter: Ja, das Entscheidende ist aufm Platz. Auch z.B. aller Probenarbeit zum Trotz. Das scheint bei Currentzis zumindest hinsichtlich der Konzentration und Hingabe des Klangkörpers in mehrfach dokumentierter Weise zu gelingen. Jedenfalls habe ich nach dem bislang Gehörten und im Netz Gesehenen keinen Zweifel daran, dass er in der Lage ist, den Klangkörper auf beeindruckende Weise zu führen.
    Wo ich mir noch nicht sicher bin: Als wie überzeugend sich seine Interpretationen über die Zeit erweisen werden, wie sublim seine Ergebnisse sind.
    Alles andere, also z.B. die Frage, wie gut sich der Schlagzeuger subjektiv angesichts des Schlages Currentzis' fühlt, ob er sich Norrington zurückwünscht, weil der ihm schlagzeugspezifisch kompetenter oder einfühlsamer erschien, er das Dirigat als nicht authentisch empfindet u.Ä., sind erstmal Nebenschauplätze, wenn die Konzertsituation darunter nicht leidet.

    ...schreibt Christoph :wink:

  • Mit Blick auf den Threadtitel zunächst einmal darin: Wer Currentzis' Dirigat einen "Showanteil" unterstellen wollte, müsste dazu ganz ganz nah an dessen Persönlichkeit sein, um ein Missverhältnis zwischen künstlerischem Ethos und Selbstinszenierung begründen zu können. Aber auch dann bliebe ich skeptisch, denn eine organische Verbindung von Persönlichkeit, interpretatorischem Ausdruckswillen und Dirigat ist ja nicht automatisch hergestellt, wenn derjenige nur die allerbesten und alleredelsten Absichten hegt (also z.B. sich zurücknimmt, ganz in den "Dienst an der Sache" stellt usw.).
    Insofern folge ich Mauerblümchen weiter: Ja, das Entscheidende ist aufm Platz. Auch z.B. aller Probenarbeit zum Trotz. Das scheint bei Currentzis zumindest hinsichtlich der Konzentration und Hingabe des Klangkörpers in mehrfach dokumentierter Weise zu gelingen. Jedenfalls habe ich nach dem bislang Gehörten und im Netz Gesehenen keinen Zweifel daran, dass er in der Lage ist, den Klangkörper auf beeindruckende Weise zu führen.

    Also mittlerweile habe ich die Aufnahme von der Tchaikowskysinfonie mal angesehen, gibt es ja komplett auf youtube. Ich muss sagen ich bin doch recht begeistert, da wurde toll gearbeitet, das Orchester frisst ihm extrem aus der Hand, es ist eine beeindruckende Spannung da, sehr exaktes Zusammenspiel, viel Espressivo. Das alles passt ganz hervorragend zu dieser Musik, so mein Eindruck ohne einen Blick in die Partitur geworfen zu haben. Ich hatte ihn mal mit Mozart gehört und alter Musik und das fand ich dann leicht überspannt, sowohl optisch, wie auch musikalisch. Seinen Dirigierstil hier finde ich sehr exakt und sehr musikalisch und man sieht eben die Wirkung aufs Orchester, aus dem er das letzte rauszuholen scheint.

    Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen, Wenn es nicht aus der Seele dringt Und mit urkräftigem Behagen Die Herzen aller Hörer zwingt.
    Goethe, Faust 1

  • Habe mir auch das Video angeschaut und sogar die Musik gehört.
    OK; das ist kein Mrawinsky Stil, aber gefallen hat es mir schon. Es ist auch nicht der "alte" Stil, der in den 40igern oder 50igern gepflegt wurde, es ist eine Interpretation, die schon recht subjektiv zu sein scheint, aber durchdacht, so finde ich.
    Und wenn ich Bernstein in Erinnerung habe, dann hampelte der doch deutlich mehr rum.
    Also woher die Aufregung: Da kommt einer, der wie Andris Nelsons ne große Karriere machen wird.
    Gruß aus Kiel


    PS. So ein Oberhemd hätte ich gerne!

    Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)

  • Deshalb gibt es ja nun solche Extreme wie Boulez und Nelsons z.B. Bei Boulez ist es mir persönlich zu wenig, bei Nelsons zu viel. Currentzis finde ich manchmal auch etwas übertrieben und unecht, aber Bernstein hingegen glaubhaft und genial und eben äusserst inspirierend.

    Letztlich, jedenfalls aus meiner reinen Publikumssicht, ist es wohl immer eine Frage der Authentizität, ob die Bewegung zum Menschen, so wie ich ihn sehr und empfinde, passt oder nicht. Das kann dann aber jeder nur für sich selber entscheiden.


    Aus professionellem Blickwinkel kann ich natürlich dazu nichts sagen.


    :wink: Wolfram

  • OK; das ist kein Mrawinsky Stil, aber gefallen hat es mir schon. Es ist auch nicht der "alte" Stil, der in den 40igern oder 50igern gepflegt wurde, es ist eine Interpretation, die schon recht subjektiv zu sein scheint, aber durchdacht, so finde ich.

    Das würde ich nach dem Anhören auch mal unterschreiben.


    Das ist 'ne sehr eigene Sicht, die mir auch nicht in allem gefallen muss. Aber immerhin ist es eine eigene, ganz persönliche, vielleicht gewagte, vielleicht auch überdrehte Herangehensweise. Damit kann man scheitern oder eben auch nicht. Aber da kommt jemand, der etwas gegen den Strich bürstet. Und das erzeugt bei mir jedenfalls schon mal Spannung und auch Neugier auf mehr.


    :wink: Wolfram

  • Man mag es nicht glauben: obwohl er ihn nicht 'erfunden' hat: Manuel Brug. hypt. Currentzis:


    https://www.welt.de/kultur/art…en-Teodor-Currentzis.html


    Wobei sich Mahler IV mit Christina Gansch auf der SWR Seite auch wirklich gut anhören lässt:


    https://www.swr.de/swrclassic/…entzis,event-swr-424.html


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • He did it again. What an incredible conductor!!


    Heute erlebte ich Teodor Currentzis zum zweiten Mal live in der Elbphilharmonie. Und mein euphorischer Eindruck von meinem ersten Konzerterlebnis mit ihm im Dezember 2018 wurde bestätigt. Das sahen auch meine Sitznachbarn im Saal so, die im Dezember ebenfalls von den Socken waren, und nach dem Konzert kam ich sogar in der U-Bahn mit einer Russin ins Gespräch, die Currentzis zu den meisten seiner Konzerte in Europa nachreist, also ebenfalls denkbar euphorisch seine Laufbahn begleitet.


    Es gab heute Verdis Requiem mit "seinen" Perm-Ensembles, also Chor und Orchester der Oper in Perm.


    Ich schildere einfach mal die äußeren Begleitumstände. Da Currentzis mal wieder bis an die äußerste Grenze des zeitlich Machbaren mit den Musikern auf der Bühne geprobt hatte, verzögerte sich der Einlass in den Saal erheblich. So hörte ich es aus den Walkie-Talkies der Elphi-Mitarbeiter an den Saaleingängen ("Wegen einer Zeitüberschreitung bei den Proben verzögert sich der Einlass..."). Der Mann überlässt eben nichts dem Zufall. Er probt, bis er zufrieden ist.


    Als das Publikum schließlich im selbstredend restlos ausverkauften Saal Platz genommen hatte und es losgehen konnte, kam eine Überraschung: Die riesige Zahl der Chorsänger - ich habe, glaube ich, noch niemals einen solch großen Chor erlebt - betrat die Bühne in bodenlangen Mönchsgewändern. Die nächste Überraschung: Auch das Orchester war in ebensolche bodenlangen Gewänder gehüllt. Überraschung Nummer drei: Es gab - mit Ausnahme natürlich der Stühle für die Cellisten und der üblichen Hochstühle bei den Kontrabassisten - keine Stühle für die Orchestermusiker. Diese haben das gesamte Konzert über gestanden, wie man es von Barockkonzerten kennt.


    Ich hatte schon mit meinen Sitznachbarn gewitzelt, ob Currentzis wohl auch gleich im Mönchskostüm auf die Bühne kommen würde, aber er erschien, wie ich ihn beim letzten Mal erlebt habe: Schwarzes Oberteil, schwarze enge Röhrenjeans, schwarze Schnürschuhe mit roten Schuhbändern. Mal wieder keine Rede von dem in der Presse kolportierten Schwachsinn mit den "Springerstiefeln", die er angeblich auf der Bühne tragen soll.


    Um die Schilderung der äußeren Begleitumstände abzurunden: Es war ein zwar teilweise hustendes, aber fachkundiges Publikum im Saal. Kein Zwischenbeifall, zwischen keinem einzigen Satz. Und als das "Libera me" verklungen war, passierte das, was ein fachkundiges Publikum auszeichnet: Es bleibt solange mucksmäuschenstil, bis der Dirigent die Arme senkt. Und Currentzis nutzte diese seltene Gelegenheit ausgiebig. Er ließ seine Arme bestimmt drei Minuten nach dem Schlussakkord oben. Kein Mucks. Einfach nur Stille. Erst dann, als Currentzis schließlich seine Körperhaltung entspannte, brach unbändiger Jubel aus. Standing ovation, Begeisterung pur. So kenne ich es aus den alten Günter Wand-Zeiten in Hamburg. Und das ist in der Elphi, die nicht selten auch zu einem gewissen Teil von Hamburg-Touristen aus Dithmarschen oder Castrop-Rauxel bevölkert wird, leider nicht immer der Fall.


    Wieder einmal habe ich nicht verstanden, was an Teodor Currentzis "exzentrisch" sein soll. Er ist ein Vollblutmusiker, der mit Leidenschaft dirigiert, seine Musiker zu Höchstleistungen antreibt. Aber sein Dirigierstil ist so ungewöhnlich nun auch wieder nicht. Heute dirigierte er sogar aus der Partitur, nicht auswendig (wie beim letzten Mal).


    Die Interpretation war durch äußerste Klangschönheit, durch einen exzellenten Chor- und Solistengesang sowie durch eine überaus hohe Intensität der Darbietung geprägt. Und wieder einmal dachte ich, dass mit Ausnahme von Andris Nelsons (sowohl mit dem Boston Symphony Orchestra als auch mit dem Gewandhausorchester Leipzig) niemand auch nur anähernd mit der Akustik dieses Saals so gut klar kommt wie er. Das war ja schon teilweise überirdisch schön und klanglich überwältigend, was wir heute zu hören bekamen. Mir lief eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken. Das schaffen bei einem so hartgesottenen Konzertbesucher wie mir, der seit Jahrzehnten auf der Pirsch ist, nur die Allerwenigsten. Currentzis schafft es wie kein anderer.


    Irgendwelche interpretatorischen Sperenzchen (also irgendetwas "gewollt" anders Gemachtes, gegen den Strich Gebürstetes) konnte ich heute abend nicht ausmachen. Ich würde sogar fast sagen: Die Interpretation war eher konventionell. Aber auf welch einem klanglichen und sängerischen Niveau!!


    Auch sonst weiß ich nach dem heutigen Abend nicht, was an Currentzis "exzentrisch" sein soll. Er ist einfach nur einer der faszinierendsten Dirigenten der Welt. Jeder, der die Gelegenheit hat, diesen Mann mit seinen Orchestern zu erleben, sollte sie nutzen.


    Mein nächstes Konzert mit Teodor Currentzis wird die Aufführung von Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7 ("Leningrader") mit dem SWR Sinfonieorchester in der Elphi sein. Dafür habe ich schon eine Karte. Aber ich werde natürlich versuchen, auch ein Ticket für das Deutsche Requiem von Brahms mit dem Mahler Chamber Orchestra im Juni zu ergattern. Das wird sehr, sehr schwer. Aber ich werde es schaffen, da hoffe ich einfach mal auf mein Elphi-Kartenglück, das mir regelmäßig hold ist.


    Und weit entfernt bin ich nicht davon, künftig Teodor Currentzis auch mal nachzureisen, wie es die russische Dame tut, mit der ich heute ins Gespräch kam. Sie sagte mir: "Man lernt ein Werk erst richtig kennen, wenn man es in verschiedenen Sälen hört". Interessanter Gesichtspunkt :top:

  • Lieber music lover,


    vielen Dank, dass Du uns Deine tollen Erfahrungen mit Currentzis schilderst. Ich glaube es Dir sofort und wäre auch über ein paar Worte zur Rattle-Passion mit Mark Padmore dankbar.


    Herzlichen Gruß in den Norden


    Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • Danke Dir, lieber Benno!


    Zu der Johannespassion mit Mark Padmore und Sir Simon Rattle könnte ich sogar schon jetzt etwas sagen, da ich diese Peter Sellars-Inszenierung vor einigen Jahren bereits in der Berliner Philharmonie erlebt habe. Damals allerdings mit den Berliner Philharmonikern und dem RIAS Chor, während Rattle nun mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Choir of the Age of Enlightenment anreist. Aber das macht es ja nur noch interessanter. Ja, klar: Ich schreibe gern, ob es mir am Sonntag gefallen hat :cincinbier:

  • Ein paar Worte zu den Solisten, und wie sie sich gegen das Orchester durchsetzen konnten (war ja nelich ein ElPhi-Thema) , würden mich interessieren, lieber ml!

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • Teodor Currentzis und das SWR Symphonieorchester touren im Juni 2019 quer durch den deutschsprachigen Raum, mit Schostakowitschs Siebter im Gepäck:


    20.6. Köln
    21.6. Hamburg
    23.6. Mannheim
    25.6. Wien
    27.+28.6. Stuttgart
    30.6. Freiburg i. Br.


    Für das Konzert im Rosengarten in Mannheim habe ich eine Karte und bin gespannt drauf.


    Vgl. https://www.swr.de/swrclassic/download-swr-262.pdf, dort S. 115f.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Man mag es nicht glauben: obwohl er ihn nicht 'erfunden' hat: Manuel Brug. hypt. Currentzis:
    welt.de/kultur/article19007293…en-Teodor-Currentzis.html

    Na ja. Brug muss nicht maßgebend sein. :)

    Wobei sich Mahler IV mit Christina Gansch auf der SWR Seite auch wirklich gut anhören lässt:
    swr.de/swrclassic/symphonieorc…entzis,event-swr-424.html

    Audio-Mitschnitt kam mir fetzig rüber, vor allem weil Chose geil durchhörbar, zuweilen deutlicher sogar als Gielen vom 23.02.07 und 11.09.10. Und beim "Adagio" (Ruhevoll) ist Currentzis sich für Momente an Emphase nicht zu fein, ohne es zum Effekt abschmieren zu lassen; darin ähnlich mit Gielen und Lenny vom 12.02.84 und 24.06.84. Bewegend wie im 4. Satz Mahlers Mucke von quasi Illusion in Desillusion umschlägt. Dazu trug auch die Gestaltung von Christina Gansch bei.

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Ein paar Worte zu den Solisten, und wie sie sich gegen das Orchester durchsetzen konnten (war ja nelich ein ElPhi-Thema) , würden mich interessieren, lieber ml!

    Die vier Solisten saßen ganz vorn am Bühnenrand, links und rechts vom Dirigentenpult - mit Ausnahme des Libera me, für welches die Sopranistin Zarina Abaeva zum hinteren Bereich der Bühne gegangen ist, inmitten des Chors. Sie haben sich ausgezeichnet gegen die Klanggewalt von Chor und Orchester durchgesetzt, aber daran hatte ich bei Currentzis auch nie einen Zweifel. Bei dem besagten Jonas Kaufmann-Konzert war offenbar einfach nur ein schlechter Dirigent mit von der Partie. Und außerdem würde ich auch niemals auf die Idee kommen, mich als Zuhörer bei einem Konzert mit vokaler Beteiligung hinter die Sänger zu setzen. Ich habe gestern natürlich wie immer nicht hinter, sondern vor der Bühne und dort ganz weit vorn gesessen (8. Reihe Mitte), mit hervorragendem Klangergebnis. Übrigens: Auch das Publikum hinter der Bühne hat gestern wie wild nach dem Konzert geklatscht. Sooo schlecht kann das Hörerlebnis dort also nicht gewesen sein.


    21.6. Hamburg

    Dabei werde ich im Saal sein. Meine Karte für dieses Schostakowitsch-Konzert habe ich schon seit längerem. Jetzt gilt es nur noch, eine Karte für das Currentzis-Konzert mit dem Mahler Chamber Orchestra am 4. Juni in der Elphi (Werke von Morton Feldman und Johannes Brahms) zu ergattern.

  • also ich war am 1.4. auch bei der Aufführung des Verdi-Requiems und ich würde mich doch gerne mal zu Wort melden. Ich kann den Enthusiasmus in Bezug auf Currentzis von Dir, lieber music lover, vollkommen verstehen, und teile ihn im Prinzip auch. Wenn man nur Bilder und Infos aus zweiter Hand kennt, könnte man ja tatsächlich den Verdacht haben, dass es sich hier um eine Art Nigel Kennedy mit einem Schuss David Garrett handelt. Aber wenn man Currentzis live erlebt, merkt man: dieser Mann brennt für die Musik mit Wahrhaftigkeit und Authentizität. Mag sein, dass er als Person etwas narzisstisch ist, aber seine künstlerischen Resultate sind für meine Begriffe über jeden Verdacht irgendeiner vordergründigen Show-Attitüde und eines Ranschmeißens an das Publikum absolut erhaben.


    Das Konzert am 19.12. 2018 in Hamburg mit dem SWR Symphonie-Orchester und der 5. von Tschaikowsky im Mittelpunkt hat mich auch vollkommen gefangen genommen... das war einfach nur beglückend.
    Zuvor hatte ich im Sommer 2017 in Salzburg La Clemenza di Tito gesehen, und darüber ist ja auch in der Presse schon alles geschrieben worden. In der Gesamtwirkung unvergesslich. Allerdings gab es einen Aspekt, der in den Kritiken m. E. etwa kurz kam. Es gab da nicht unerhebliche Eingriffe in die musikalische Substanz, nämlich in Form von "Einlagen" aus der c-moll-Messe und mit der Maurerischen Trauermusik als alternativem Finale. Auf die "Einsprengsel" hätte ich verzichten können, aber das Finale hat mich tief berührt. Dennoch ging mir durch den Kopf, ob es nicht ein bisschen selbstherrlich war, die Original-Partitur dermaßen zu verändern.


    So, nun zurück zum Verdi-Requiem. Das war definitiv eine ungewöhnliche Lesart dieser Partitur, die mich zwar durchaus gefesselt - aber über weite Strecken nicht unbedingt berührt hat. Dieses ist selbstverständlich ein rein persönliches Geschmacksurteil, bitte nicht schlagen. Mir kam es so vor, als wollte Currentzis diese Partitur unbedingt in die Nachbarschaft bzw. auf die Ebene der größten geistlichen Chorwerke des Abendlandes wie der H-Moll-Messe oder der Missa Solemnis rücken. Da war ein unglaublicher künstlerische Wille zu spüren, der beim Orchester , beim Chor und bei den Solisten faszinierende Leistungen frei gesetzt haben, aber m.E. ist dieses Werk an diesem Anspruch fast ein wenig zerbrochen. Das ganze wirkte auf mich unglaublich streng, ernst und wie ein geistliches Exerzitium - aber für meine Geschmack fehlte irgendwie die Italientità, diese kaum zu beschreibende besondere Neigung zu Affekten und Effekten (und einem Quäntchen Schmelz und Schmalz) , die ich gerade an dem Verdi-Requiem so liebe.


    Ich muss auch sagen, dass ich den Auftritt des gesamten Ensembles in Mönchskutten bzw. Soutanen wie eine preziöse Kostümierung empfunden habe, die eigentlich keinen künstlerischen Mehrwert generierte. Es wirkte auf mich ein bisschen so, als wollte man demonstrieren: "Seht her, wir sind auf einer Mission. Wir bringen euch die Musik, wie sie eigentlich gemeint ist". Dass im Stehen gespielt wurde, was bei den Bläsern teilweise zu ständigem, irritierendem Wechsel von Aufstehen und Sitzen führte, hat mir jetzt auch nicht so viel gebracht (außer Mitleid mit den Füßen). Ich würde mal behaupten, dass ein Spitzenorchester wie die Wiener- oder Berliner Philharmoniker im Sitzen und in Abendgarderobe eine vergleichbar Leistung gebracht hätten. Die allesamt ausgezeichneten Solisten waren übrigens an der "Rampe" aufgestellt, wo man ja in der Elbphilharmonie angeblich Gesang nicht gut hört. Aber da die Klangbalance mit dem Orchester absolut perfekt war, waren sie auch da ganz normal und ohne Probleme zu hören.


    Vor dem letzten Satz, dem "Libera me", trat die fabelhafte Sopranistin Sabrina Abaeva zurück in die erste Reihe des Chores - und was dann kam, war schon irgendwie magisch. Auch der Chor auf einem überwältigendem Niveau. Bis dahin hat es allerdings bei mir gedauert, bis der Funke so ganz und wirklich übersprang und sich die Gänsehaut ausbreitete.


    Also für meinen Geschmack ein großer Abend mit kleinen Einwänden.


    Herzlichst
    ilbravo

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