Teodor Currentzis

  • Ich frage mich warum man den Nikodijevic rausgenommen hat bzw. inwieweit der Widmann besser zur aktuellen Situation passt. Ev. wurde das Werk nicht fertig? Hatte ja noch keinen Titel und wäre eine Uraufführung gewesen.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Habe heute Tickets für Tristan & Isolde mit dem Dirigenten Teodor Currentzis in Baden Baden am 17.08.22 gebucht. Ich bin gespannt wie er die Wagner Oper mit seinem Orchester “Musica aeterna” dirigiert.

  • Die dreitägige Residenz von musicAeterna in Luzern vom 6. bis 8. Oktober ist wirklich ein Leckerbissen. Es gibt eine Fotoausstellung der Fotografin Alexandra Muravyeva, die das Ensemble fünf Jahre begleitet hat, zwei Kinovorführungen ("musicAeterna Cinema"), eine Meisterklasse für junge schweizerische Dirigenten mit Teodor Currentzis und dem Orchester, eine Podiumsdiskussion u.a. mit Teodor Currentzis und Philipp Hersant, zwei reine Chorkonzerte (geleitet von Fedor Letnev) und das genannte Sinfoniekonzert zum Abschluss.

    Was Currentzis mit musicAeterna 2021 dreitägig in Luzern machte, wird er - sogar fünftägig - vom 4. bis zum 8. April 2023 in der Laeiszhalle Hamburg wiederholen: Eine musicAeterna-Residenz mit einer ganzen Reihe von abendlichen Konzerten (u.a. Bachs h-moll-Messe, geistliche Musik von Rachmaninow, Kammermusik), mit Workshops, mit einer von Currentzis geleiteten Meisterklasse sowie mit Filmvorführungen.


    Er scheint an Hamburg einen echten Narren gefressen zu haben. Allein im April 2022 gab er mit seinen beiden Orchestern vier Konzerte in der Elbphilharmonie (1 x SWR-Symphonieorchester, 3 x musicAeterna), hinzu kommen seine anderen Konzerte in der Saison 2021/22. In diesem Jahr wird er am 21. Dezember erneut dort auftreten, und zwar mit Yulianna Avdeeva (Prokofiew Klavierkonzert Nr. 2) und dem SWR-Symphonieorchester.

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Habe heute Tickets für Tristan & Isolde mit dem Dirigenten Teodor Currentzis in Baden Baden am 17.08.22 gebucht.

    Ich glaube, Dir sind die Daten durcheinander gekommen.


    Am 17. August 2022 tritt Teodor Currentzis im Großen Festspielhaus in Salzburg auf und wird mit seinem Ensemble musicAeterna sowie u.a. Matthias Goerne und Nadezhda Pavlova "Dido & Aeneas" von Purcell sowie Schostakowitschs Sinfonie Nr. 14 op. 135 aufführen: https://www.salzburgerfestspie…p/musicaeterna-currentzis


    Wagners "Tristan und Isolde" führt Currentzis mit musicAeterna sowie u.a. Andreas Schager und Brigitte Christensen konzertant in Baden-Baden im Rahmen der dortigen Herbstfestspiele am 17. und 20. November 2022 auf: https://www.festspielhaus.de/programm/

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Er scheint an Hamburg einen echten Narren gefressen zu haben.

    Er hat ja auch einen seiner größten Fans hier Grins1 Der will Dich immer wiedersehen!



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

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    Habe heute Tickets für Tristan & Isolde mit dem Dirigenten Teodor Currentzis in Baden Baden am 17.08.22 gebucht.

    Ich glaube, Dir sind die Daten durcheinander gekommen.


    Wagners "Tristan und Isolde" führt Currentzis mit musicAeterna sowie u.a. Andreas Schager und Brigitte Christensen konzertant in Baden-Baden im Rahmen der dortigen Herbstfestspiele am 17. und 20. November 2022 auf: https://www.festspielhaus.de/programm/

    Zitat von KlassikTheo

    Ok ich hatte mich verschrieben, ich habe die konzertante Tristan Aufführung für 17. November 2022 in Baden-Baden gebucht.

  • "http://blogs.nmz.de/badblog/2022/07/27/ich-mache-was-ich-will-currentzis-aendert-orffs-instrumentation-in-salzburg/"


    Zitat aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

    motiaan für die Moderaton

    "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." (Theodor Ludwig Wiesengrund)

    Einmal editiert, zuletzt von motiaan ()

  • Regietheater im Konzertsaal? Owei ...


    Dabei hat schon Mahler an Beethovens Neunter verbessernd gewirkt ...

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

    motiaan für die Moderaton

    Das war aber ganz normal im Netz zu lesen, unter:

    "https://www.der-neue-merker.at/aktuelles.php"

    "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." (Theodor Ludwig Wiesengrund)

    2 Mal editiert, zuletzt von motiaan ()

  • Dabei hat schon Mahler an Beethovens Neunter verbessernd gewirkt ...

    Ja, so wird das immer naserümpfend gesagt: "Er hielt sich wohl für besser als Beethoven!". Mahler hat sich selbst allerdings gegen die Unterstellung der beabsichtigten "Verbesserung" verwahrt. Dass es ihm um etwas anderes ging, kann man vor allem daran sehen, dass er sich auch für seine eigenen Werke einen "nachschaffenden" Dirigenten wünschte, der sie den jeweiligen Aufführungsbedingungen sinnvoll anpasst. Das Thema ist zu komplex, um es in paar Sätzen oder gar mit einem Schlagwort abzuhandeln. Für einen Überblick empfehlenswert ist der Artikel "Mahler als Bearbeiter" von Eike Feß im Mahler-Handbuch.

  • "http://blogs.nmz.de/badblog/2022/07/27/ich-mache-was-ich-will-currentzis-aendert-orffs-instrumentation-in-salzburg/"


    Zitat aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

    motiaan für die Moderaton

    Auch die Zeit hat über die Salzburger Premiere einen anschaulichen und relativ ausführlichen Bericht gebracht, der aber auf Currentzis Bearbeitung des musikalischen Materials nicht eingeht: https://www.zeit.de/2022/31/be…rff-salzburger-festspiele


    Interessanter finde ich allerdings für eine inhaltliche Auseinandersetzung in der Tat den von ira verlinkten Beitrag aus dem "Bad Blog of Musick", einem der (wenn nicht dem) zentralen Publikationsorgane der Neue-Musik-Szene in Deutschland, in dem Leute schreiben, die nicht in erster Linie Rezensenten sind, sondern selbst als Musiktheatermacher tätig (dahiter steht Moritz Eggert).

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Zitat aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

    motiaan für die Moderaton

    Das war aber ganz normal im Netz zu lesen, unter:

    Dies war auch schon vorher zu lesen:

    Helli

  • Bevor man Feinheiten der Instrumentierung bemängelt, sollte man vielleicht erst einmal hervorheben, dass Teodor Currentzis der einzige Dirigent weltweit ist, der Carl Orffs Oratorienoper "De temporum fine comœdia – Das Spiel vom Ende der Zeiten" jemals außerhalb des deutschen Sprachraums aufgeführt hat, nämlich 2007 in Moskau. Nach der Uraufführung am 20. August 1973 im Großen Festspielhaus in Salzburg mit Herbert von Karajan am Pult, August Everding als Regisseur und John Neumeier als Choreograph haben sich - man korrigiere mich, wenn ich etwas übersehen habe - gerade einmal Ferdinand Leiner (1977 in Stuttgart), Rafael Kubelik (1980 in München), Alicja Mounk (1994 in Ulm), Wolfgang Rögner (1999 in Erfurt), Teodor Currentzis (2007 in Moskau) und der Intendant John Dew (2010 in Darmstadt; der/die Dirigent/in dieser Aufführung ist mir nicht bekannt) dieses Werks angenommen. Es ist also ein großes Verdienst der beteiligten Verantwortlichen der Salzburger Festspiele, dass sie dieses Orff-Werk zwar nicht gerade aus der totalen Versenkung, aber immerhin aus einem weitgehenden Schattendasein geholt haben. Weiterhin finde ich großartig, dass Currentzis im Orchestergraben die jungen Musiker des Gustav Mahler Jugendorchesters sitzen hat, die hier im großen Rahmen Festspielluft schnuppern dürfen.


    Es gibt insoweit ein großes Presseecho bis hin zur New York Times, z.T. leider mit Paywall. Hier drei Beispiele ohne Paywall:


    Currentzis und Castellucci: Premiere bei den Salzburger Festspielen
    Teodor Currentzis und Romeo Castellucci triumphieren in Salzburg mit Béla Bartóks „Blaubart“ und einem Endzeit-Oratorium von Carl Orff
    www.sueddeutsche.de


    Bartók und Orff bei den Salzburger Festspielen - ein Abend, der nicht richtig zusammengeht
    Mit einer ungewöhnlich eigenwilligen Kombination beginnen die Salzburger Festspiele ihre Musiktheaterproduktionen. Béla Bartóks einzige Oper „Herzog Blaubarts…
    www.swr.de


    Opernpremiere in Salzburg: Endzeitstimmung und viel Applaus
    Das renommierte Salzburger Festival mutete seinem Publikum schwere Kost zu. Doch das Wagnis ging weitgehend auf. Der Jubel übertönte auch die Kontroverse um…
    www.cz.de

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

    Einmal editiert, zuletzt von music lover ()

  • Danke Dir, lieber Symbol! :cincinbier:

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Danke Dir, lieber Symbol! :cincinbier:


    Danke für die Blumen, aber ich habe hier nichts geschrieben. :versteck1:


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Danke für die Blumen, aber ich habe hier nichts geschrieben.

    Oh, Entschuldigung. Ich meinte natürlich "Danke, lieber Scherzo! :cincinbier: " :versteck1: :versteck1: :versteck1:


    Hier eine Rezension aus der "ZEIT"

    Salzburger Festspiele: Bilderrätsel stapeln | ZEIT ONLINE

    in welcher übrigens behauptet wird, es spiele das "Mahler Chamber Orchestra". Selbstredend ist das Orchester bei dieser Produktion das Gustav Mahler Jugendorchester, siehe z.B. hier:

    Sonderprojekt Salzburger Festspiele 2022 – GUSTAV MAHLER JUGENDORCHESTER (gmjo.at)

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

    Einmal editiert, zuletzt von music lover ()

  • Ja, so wird das immer naserümpfend gesagt: "Er hielt sich wohl für besser als Beethoven!". Mahler hat sich selbst allerdings gegen die Unterstellung der beabsichtigten "Verbesserung" verwahrt. Dass es ihm um etwas anderes ging, kann man vor allem daran sehen, dass er sich auch für seine eigenen Werke einen "nachschaffenden" Dirigenten wünschte, der sie den jeweiligen Aufführungsbedingungen sinnvoll anpasst. Das Thema ist zu komplex, um es in paar Sätzen oder gar mit einem Schlagwort abzuhandeln. Für einen Überblick empfehlenswert ist der Artikel "Mahler als Bearbeiter" von Eike Feß im Mahler-Handbuch.

    Is schon klar ... auch andere lesen schlaue Bücher ... der originale Beipackzettel Mahlers zu seiner Überarbeitung findet sich schon in einem alten Schinken wie dem von Kurt Blaukopf ...

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Is schon klar ... auch andere lesen schlaue Bücher ... der originale Beipackzettel Mahlers zu seiner Überarbeitung findet sich schon in einem alten Schinken wie dem von Kurt Blaukopf ...

    Dann verstehe ich aber erst recht nicht, warum Du schreibst, Mahler habe "an Beethovens Neunter verbessernd gewirkt". Ist aber auch egal.

  • Dann verstehe ich aber erst recht nicht, warum Du schreibst, Mahler habe "an Beethovens Neunter verbessernd gewirkt". Ist aber auch egal.

    Nennt man Ironie.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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