Teodor Currentzis

  • Das GMJO hat gleich zwei Kritiken auf Facebook gepostet, wo das Orchester als Mahler Chamber Orchestra bezeichnet wurde. Unter anderem die achso qualitative Zeit. Dabei sollte man meinen, bekommen Musikjournalisten die Programme gratis. Erinnert mich ein bisschen an eine Kritik von Sinkovics in der Wiener Presse, wo er schrieb, er hat sich zwar den zweiten Teil von Ma Vlast unter Harnoncourt nicht mehr angehört, weil er zum Zug musste, er war aber sicher genauso schlecht wie der erste.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Unter anderem die achso qualitative Zeit.

    Dazu kann ich eine Geschichte erzählen. Wenn das hier zu sehr OT sein sollte, kann die Moderation das gern löschen oder verschieben.


    Ich war bei einer Autorenlesung von Judith Hermann, die anlässlich des Erscheinens ihres Buchs "Alice" stattfand und von einem "ZEIT"-Literaturkritiker moderiert wurde. Bevor Judith Herrmann zu Wort kam, laberte er vollkommen wirres Zeug, unerträgliche Minuten dümmerlichstes, pseudo-intellektuelles Geschwätz. Wie reagierte Judith Hermann? Sie sagte: "Ich habe kein Wort verstanden, aber ich erzähle Ihnen einfach mal, worum es in meinem neuen Buch geht". Lachen im Publikum. Dann sprach sie und legte u.a. dar, dass "Alice" nicht ein Buch über den Tod ist, sondern über die Lebenden, nämlich über den Umgang der Lebenden mit dem Tod eines geliebten Menschen. Dann kam der Teil, in dem der ZEIT-Kritiker Judith Hermann Fragen stellte, und er fragte sie immer nur Dinge wie "Warum haben Sie denn ein Buch über den Tod geschrieben?" und "Dieses Buch über den Tod ist ja ..." und "Wenn man schon ein Buch über den Tod schreibt, dann ...". Irgendwann platzte Judith Hermann der Kragen und sie sagte, dass dieser Kritiker ja wohl ihr Buch überhaupt nicht verstanden hat und dass sie bereits mehrfach gesagt hat, dass "Alice" kein Buch über den Tod ist. Der ZEIT-Journalist saß irgendwann nur noch da wie ein Häufchen Elend, weil deutlich wurde, dass er dieser intellektuell brillianten und in ihren Aussagen auch sehr eindeutigen Autorin überhaupt nicht gewachsen ist.


    Von daher verwundert es nicht, dass eine Musikkritikerin der "ZEIT" nicht den Unterschied zwischen dem Mahler Chamber Orchestra und dem Gustav Mahler Jugendorchester kennt und dass diese "Verwechslung" erst dann korrigiert wird, nachdem Musikkenner (wenn ich so unbescheiden sein darf: auch ich, denn ich habe dies der ZEIT-ONLINE-Redaktion sogleich geschrieben) und das Gustav Mahler Jugendorchester auf seiner Facebook-Seite dies im Internet aufgespießt haben.

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Danke dem Musikliebhaber für die Überbringung.

    Gruß in die Schweiz, lieber Walter :cincinsekt:

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Teodor Currentzis hat ein neues Orchester gegründet. Es besteht aus 112 Musikerinnen und Musikern aus 28 Nationen, die er aus verschiedenen Orchestern sowie aus der freien Szene rekrutiert hat. Der Name des Orchesters: Utopia.

    Stardirigent Currentzis gründet internationales Orchester "Utopia"
    Der Dirigent will sich mit dem Symphonieorchester-Projekt mit Musikern aus aller Welt auf die "Suche nach dem wahren Geist des Musikwerks" begeben
    www.derstandard.at


    Das statement von Currentzis: »Ein lang gehegter Traum wird wahr – nicht nur für mich, sondern für eine große Gruppe von meisterhaften Musikern aus der ganzen Welt, die gemeinsam ohne Kompromisse den perfekten Klang suchen«.

    (Quelle: https://www.elbphilharmonie.de…a-teodor-currentzis/19167)


    Die Gründungstournee dieses Orchesters hat folgende Daten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    5. Oktober 2022 Laeiszhalle Hamburg

    7. Oktober 2022 Wien Konzerthaus

    9. Oktober 2022 Wien Konzerthaus

    11. Oktober 2022 Berlin Philharmonie


    Wie ich neulich bereits mal erwähnte, scheint Currentzis einen völligen Narren an Hamburg gefressen zu haben. Kaum ein Projekt, an dem Hamburg nicht beteiligt wäre. Und dann gastiert er mit seinem neuen Orchester gleich zu Anfang hier. Das Gründungskonzert findet vor meiner Haustür statt. Wahnsinn...

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Teodor Currentzis auf Servus TV: Sprechen über das Unaussprechliche
    Der in die Kritik geratene Stardirigent schweigt weiter zum Ukraine-Krieg, beschwört aber die Demokratie
    www.derstandard.at


    Die SZ schreibt zu diesem Interview (leider nur "reduced"):

    "Endlich spricht der Dirigent Currentzis. Nur worüber?"

    "Zu den Aufgaben eines Interviewers gehört eigentlich das hartnäckige Nachfragen"


    von Moritz Baumsteiger


    Salzburger Festspiele: Wo Teodor Currentzis endlich sprechen will
    Dirigent Teodor Currentzis soll bei Servus TV nach der Kritik wegen Kreml-Nähe sein Schweigen brechen. Doch derInterviewer fragt ihn nichts.
    www.sueddeutsche.de

    "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." (Theodor Ludwig Wiesengrund)

  • Teodor Currentzis steht ja heftig in der Kritik wegen seiner personalen und finanziellen Verbindungen zur russischen Führungsschicht und mit ihm stehen die Salzburger Festspiele in der Kritik, die mit ihm weiter arbeiten, als wäre nichts geschehen, während viele andere große und einflussreiche Kulturinstitutionen zu regierungsnahen russischen Musikerinnen und Musikern demonstrativ auf Distanz gehen. Also erwartet man irgendeine Stellungnahme von Currentzis zu den Vorwürfen und zu seinen Verbindungen in die russische Führungsschicht. Dass die, die klare Stellungnahme zur Kritik und die kritische Auseinandersetzung, nun gerade ausgerechnet bei Servus TV laufen sollte, war nun wirklich nicht zu erwarten – oder anders gewendet: Dass Currentzis und die Festspiele diesen Kanal wählen, ist auch eine Art der Öffentlichkeitsarbeit und der Reaktion auf die Vorwürfe.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Hinterhäuser hat vor einigen Tagen ein Interview im Ö1-Mittagsjournal gegeben, dass vor "Finger in den Ohren, wir sind Künstler und sonst nix" nur so strotzte.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Aktuelle Meldung: François-Xavier Roth wird Nachfolger von Teodor Currentzis als Chefdirigent und Künstlerischer Leiters beim SWR-Symphonieorchester, ab der Spielzeit 2024/25.

    Vgl. dort:

    Natürlich wird gleich spekuliert:

    Ich gehe davon aus, dass ihm [Currentzis] seine zu engen Verbindungen zur russischen Führungsschicht zum Verhängnis geworden sind. Ein Künstler, der gleichzeitig Gelder von kremlnahen Einrichtungen und vom deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekommt und jeweils als Aushängeschild fungiert, den Imageschaden möchte niemand haben. Das wäre zumindest meine Erklärung.

    Dagegen spricht, was in der Süddeutschen Zeitung zu lesen istt:

    Zitat von Egbert Tholl

    Currentzis' Vertrag war im vergangenen Jahr um drei Jahre bis 2024 verlängert worden. Offenbar war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass es danach keine weitere Verlängerung mehr geben wird. Die Entscheidung fiel mithin lange vor Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine und steht in keinem Zusammenhang mit den finanziellen Verbindungen, die Currentzis über sein Ensemble MusicAeterna nach Russland unterhält.

    Quelle:

    François-Xavier Roth löst 2025 Teodor Currentzis als Chef beim SWR ab
    François-Xavier Roth löst 2025 Teodor Currentzis als Chefdirigent des SWR-Symphonieorchesters ab
    www.sueddeutsche.de


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Auch wenn es so scheint, dass eine Vertragsverlängerung über 2024 hinaus schon länger nicht zur Debatte steht, so wird es dem SWR nur so recht sein, dass er sich jetzt auch offiziell von Currentzis löst.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Unabhängig von etwaigen Finanzierungen, fand ich das Utopia-Geschwurbel schon sehr pathetisch und auch ein bisschen überdemonstrativ. Das hat sehr gemenschelt. WENN (! WENN !) es stimmt, dass da erst wieder auch russisches Geld geflossen ist, dasavouiert sich Currentzis immer mehr selbst.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • dass da erst wieder auch russisches Geld geflossen ist

    Soviel ich weiß, wird Utopia finanziell getragen von der Kunst und Kultur DM Privatstiftung, einer in Österreich (um genau zu sein: in Elsbethen-Glasenbach) ansässigen Privatstiftung. Was mag "DM" bedeuten? Man wird fündig, wenn man sich den Namen der drei Vorstandsmitglieder anschaut: Walter Bachinger, Volker Viechtbauer und Dietrich Mateschitz. Letzterer ist bekanntlich ein Unternehmer, der zu 49 Prozent an der Red Bull GmbH beteiligt ist.


    Diesen Finanzierungsweg, den Currentzis für sein neues Orchester gefunden hat, mag so mancher nun auch wieder mit lautem Aufschrei beklagen ("Wie kann er nur!!!"). Ausgerechnet Red Bull ("schlimm!!!").


    Was das alles allerdings mit "russischem Geld" zu tun haben soll, müsstest Du mir aber mal genauer erklären. Wer bringt solche Gerüchte auf? Und wenn dies schon geschieht, dann mögen bitte Ross und Reiter genannt werden, statt nur nebulöse Andeutungen in die Welt zu setzen wie ein Louwrens Langevoort in dem in #911 verlinkten Artikel. Durch wen sollen für was "russische Gelder" geflossen sein? Und was sind überhaupt "russische Gelder"? Sollten z.B. Kirill Petrenko oder Semyon Bychkov eine kleine Spende für dieses Orchester geleistet haben, was ich nicht ausschließen möchte, sind das dann "russische Gelder"?


    Utopia ist übrigens ein Orchester, in dem Musiker aus der Ukraine und aus Russland gemeinsam musizieren. Neben Musikern aus 26 anderen Ländern, u.a. Armenien, Australien, China, Israel, Österreich, den USA und Deutschland. Es gibt schlechtere Ideen in diesen Zeiten, als dass Ukrainer und Russen gemeinsam musizieren. Ein Daniel Barenboim würde für solch ein Orchesterprojekt gefeiert werden.


    In drei Stunden werde ich dieses neue Orchester live erleben. Ich freue mich darauf.

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Hier eine Rezension des Gründungskonzerts von Utopia in Luxemburg am 4. Oktober 2022:

    Teodor Currentzis: erstes Konzert mit Utopia
    Teodor Currentzis dirigiert zum ersten Mal sein Utopia Orchester in Luxemburg. Die Diskussionen um seine Person beendet er damit aber nicht.
    www.sueddeutsche.de


    Ich habe heute Abend das zweite Konzert dieses neu gegründeten Orchesters (alles andere als ein Nachwuchsorchester: allein neun (!!) Konzertmeister von europäischen Spitzenorchestern wirken in den ersten und zweiten Geigen mit; Konzertmeisterinnen des Orchesters sind Ji Yoon Lee von der Staatskapelle Berlin und Olga Volkova von musicAeterna) in der Hamburger Laeiszhalle erlebt. Und ich muss mich erst einmal sammeln.


    Wie kann es nur sein, dass ein erst vor wenigen Tagen aus Musikern von absoluten Weltklasseorchestern (z.B. dem Concertgebouworkest Amsterdam, um nur ein einziges zu nennen) zusammengestelltes Orchester klingt, als spielten sie schon seit Ewigkeiten zusammen?


    Und wie herrlich der Empfang für dieses Orchester, als es das Podium betrat. Großer Applaus des Hamburger Publikums. Jedoch gab es endgültig kein Halten mehr, als Teodor Currentzis auf die Bühne kam. Ich weiß: Normalerweise macht man so etwas nicht. Zwei Minuten lang donnernder Beifall und Bravo-Rufe, bevor überhaupt der erste Ton erklingt. Aber hier war das geradezu eine Demonstration für den Dirigenten. Das Hamburger Publikum stellte unmissverständlich klar, welche Haltung es zu Teodor Currentzis hat. Aber was heißt überhaupt "Hamburger" Publikum? Die reizende Dame neben mir war aus Holland, neben ihr saßen zwei beinharte Currentzis-Fans aus Braunschweig. In der Pause hörte man alle möglichen Sprachen. Hier fand sich ein internationales Publikum zusammen, denn ursprünglich war ja dieses heutige Hamburger Konzert als Gründungskonzert vorgesehen. Bis dann die Luxemburger, wo das Orchester eine Woche lang probte, mit dem Termin vom 4. Oktober dem Hamburger Konzert zuvor kamen. Da waren aber die Tickets der internationalen Fangemeinde für Hamburg schon gebucht.


    Strawinskys "Feuervogel"-Suite (Fassung 1945), Ravels zweite Suite aus "Daphnis et Chloé", Ravels "La Valse" und als Zugabe Ravels "Boléro" gerieten zu einem triumphalen Klangspektakel. Am meisten blieb mir der Mund bei "Daphnis et Chloé" vor Staunen offen, wie solche Klangwunder überhaupt möglich sind. Aber auch bei jedem anderen Werk des Abends gab es eine Kombination von Mucksmäuschenstille während der Aufführung und Fassungslosigkeit ob des eben Gehörten, als sich die Konzentration nach dem Schlussakkord löste. Standing ovations nach "La Valse" und nach dem "Boléro" für dieses faszinierende Orchester, dessen Mitglieder allesamt strahlende Gesichter hatten. Und standing ovations für den Dirigenten - aber das ist in Hamburg ja schon geradezu normal, wenn der Dirigent Teodor Currentzis heißt.


    Heute Abend hat Currentzis (wieder einmal) demonstriert bekommen, wo er seine Freunde hat. Dass sein Publikum in Hamburg, in Stuttgart, in Salzburg, in Wien und in Luzern ihn liebt, weiß er. Ebenso in Baden-Baden, in Bremen und vielen weiteren Städten. Wenn die Kölner ihn nicht wollen - prima, dann wird ja ein Konzerttermin im Januar 2023 mit dem Symphonieorchester des SWR frei. Buchen Sie einen weiteren Currentzis-Auftritt im Januar 2023, Herr Lieben-Seutter! ;)

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

    2 Mal editiert, zuletzt von music lover ()

  • Ich freue mich, dass Dir das Konzert gefallen hat (ganz ehrlich gemeint, ohne Ironie), aber ich bin immer gegen Generalisierungen:

    Dass das Publikum in Hamburg, in Stuttgart, in Salzburg, in Wien und in Luzern ihn liebt, weiß er.

    Zumindest für Wien weiß ich, dass es hier auch einige Currentzis-Nicht-Fans gibt. Ich bin nicht Teil des Wiener Publikums, dass ihn "liebt".

  • Ich freue mich, dass Dir das Konzert gefallen hat (ganz ehrlich gemeint, ohne Ironie)

    Danke Dir! :cincinbier:

    Ich bin nicht Teil des Wiener Publikums, dass ihn "liebt".

    Mag sein. Aber es spricht für sich, dass Utopia in Wien sogar zwei Konzerte gibt. Dort hat er eine große Fangemeinde.


    Du hast aber recht, ich war sprachlich unpräzise. Deshalb editiere ich meinen obigen Beitrag in "dass sein Publikum in..." statt "dass das Publikum in...". Einverstanden, lieber sadko?

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • :cincinbier:

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Ich finde den Personenkult, der um Currentzis (auch hier) getrieben wird, befremdlich. Ob das Publikum ihn liebt, ist aus meiner Sicht musikalisch vollkommen irrelevant. Das Publikum liebt auch Andrė Rieu. Aber Currentzis ist schlichtweg einer der besten und inspirierendsten Musiker unserer Zeit. Und deswegen lasse ich mir keine Gelegenheit entgehen ihm und seinen musikalischen Projekten zu lauschen.

    ...auf Pfaden, die kein Sünder findet...

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