Niels Wilhelm Gade (1817-1890): Im Gefolge Mendelssohns; die Sinfonien und weitere Werke

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Niels Wilhelm Gade (1817-1890): Im Gefolge Mendelssohns; die Sinfonien und weitere Werke

    Aus dem Barockbereich hierher verschoben.
    AlexanderK, Moderation


    Hallo zusammen,

    Niels Wilhelm Gade (1817-1890)
    Symphonien Nr.1-8
    + Violinkonzert op. 56; Korsfarerne op. 50
    Kurt Westi, Marianne Rorholm, Ulrik Cold, Anton Kontra, Stockholm Sinfonietta, Malmö Symphony Orchestra, Aarhus Symphony Orchestra, Neeme Järvi, Paavo Järvi, Frans Rasmussen
    BIS, DDD, 1986-1994
    5 CDs


    Ich höre zur Zeit die Sinfonien von Niels Wilhelm Gade, in der Deutung unter Järvi. Die acht Sinfonien entstanden in einem Zeitraum von knapp 30 Jahren. Die musikalische Nähe zum Mentor Mendelssohn ist in meinen Ohren unüberhörbar. Vielmehr noch scheint mir allerdings an vielen Stellen der Geist Beethoven spürbar. Gades Musik orientiert sich dabei stärker an der Wiener Klassik, als an den dramatischeren Strömungen der Kompositionszeit, á la Brahms oder Schumann und ihrer Kollegen. Seine Sinfonien wollen vor allem gefallen und unterhalten, weniger aufrütteln. Und genau das tun sie für mein Empfinden auf hohem Niveau, auch wenn man ihnen ankreiden mag, zeitbezogen nicht besonders innovativ gewesen zu sein. Man mag weiterhin bemängeln, dass die Werke - nacheinander gehört - vielleicht zu wenig abwechslungsreich sind. Mir fällt jedenfalls eine Unterscheidung schwer, mit Ausnahme der Nr. 5, mit ihrem dominanten Klavierpart. Zur Musik passt der interpretatorische Ansatz aus Stockholm, der auf lichte Lebendigkeit ganz ohne romantische Schwere setzt, sehr gut, denke ich. Auch klanglich ist alles in Ordnung, bei diesen ca. 30 Jahre alten Aufnahmen, die BIS in eine preisgünstige 5-CD-Box packt. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass manche Hörer die Järvi-Einspielungen nicht so hoch schätzen, wie die bei Chandos entstandenen Alternativaufnahmen unter Hogwood. Diesbezüglich kann ich mir - in Unkenntnis der Hogwood-Deutungen - schwerlich vorstellen, dass diesen Werken in anderen Interpretationen wesentlich neue odere andere Eindrücke abzuringen sind.


    Viele Grüße

    Frank

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • @Moderation:
    Danke für's verschieben!


    @all:
    Natürlich interessieren mich eure Eindrücke zu seinen Sinfonien und ihren Einspielungen. :)


    :cincinbier:

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  • Seine Sinfonien kenne ich nicht. Aber, wie vermutlich viel andere Klarinettespielende, kenne und schätze ich seine Fantasiestücke op. 43 für Klarinette und Klavier. Sie sind nicht allzu schwer zu spielen und immer wieder schön hervorzuholen. Aufnahmen kenn ich leider nicht.
    Neulich spielte ich sie mit einem befreundeten Russen als Klavierpartner. Er meinte, dass er den nordlänischen Charakter schätze. Mir persönlich fällt es eher schwer, das spezifisch Nordische herauszuhören.


    Hudebux

  • Lieber Frank,


    Deinen Beitrag für Niels Gade in allen Ehren.
    Ich hatte meine Eindrücke zu den Sinfonien auch bei Tamino geäußert ... heute und hier nur soviel: Ich hatte mich von den 3 BIS-CD´s, die ich mit N.Järvi als 3 Einzel-CD´s hatte, wieder über EBAY getrennt.
    :( Das war und ist einfach nicht meine Musik !
    Zu brav, zu seicht, zu langweilig - hat mich einfach gar nicht angesprochen ...


    Du weisst ja, :D bei mir muss man mit "mehr" auffahren !

    ______________


    Gruß aus Bonn


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    ja, kann mir denken, dass Du zu einer solchen Einschätzung kommen würdest.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

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    - H. W. M.

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