• Liebe Freunde des Cellos !


    Da ich seit einiger Zeit ein Faible für das Cello und seine Musik habe, tauchen für mich immer wieder Fragen auf, die ich hier gerne stellen möchte, auch auf die Gefahr hin, dass sie vielleicht banal erscheinen, oder bereits erörtert wurden.


    Meine erste Frage richte ich an Michael, der als Profimusiker wahrscheinlich am besten darüber Bescheid weiß.
    Sollte sich jetzt jemand übergangen fühlen, so tut es mir leid,das liegt mir fern.


    Meine Frage:


    Welche Solo- Werke für Cello gehören zu den Top 5 der am schwierigsten zu spielenden und sind somit eine große Herausforderung auch für die besten Cellisten ?


    Danke Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Zitat

    Welche Solo- Werke für Cello gehören zu den Top 5 der am schwierigsten
    zu spielenden und sind somit eine große Herausforderung auch für die
    besten Cellisten ?

    Meinst Du Cello-Solo oder auch Konzerte mit Orchester, Sonaten mit Klavier etc?
    :wink:

  • Lieber Michael,


    da ich zur Zeit eine große Vorliebe für Cellokonzerte, wie die von Dvorak,Saint-Säens,Raff...... habe, wäre ich dir dankbar, wenn du dein Voting einmal für diese Cellowerke abgeben würdest. Aber es können auch kleinere Stücke sein, die jetzt nicht gerade den Namen" Cellokonzerte" tragen,wie z.B.Kol Nidrei von Bruch oder die Rokoko-Variationen von Tschaikowsky, aber immer mit Orchester.


    Danke Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Also gut, 5 Konzerte, die zum schwierigsten gehören.


    Wobei die Auswahl jetzt spontan ist und jederzeit erweiterbar wäre.


    Dvorak, Saint Saens, Bruch, ja selbst die Rokoko-Variationen bleiben da außen vor.........


    Also nun eine vorläufige Auswahl:


    Britten:Cello Symphony
    Prokofjew: Sinfonisches Konzert
    Schostakowitsch. 2. Cellokonzert
    Khatchaturian: Konzertrhapsodie
    Barber: Cellokonzert


    Diese Werke gehören sicherlich zu den schwierigsten, vor allem der Barber ist sehr gefürchtet.


    Aber TOP5 .......da gibt es natürlich noch mehr.


    :wink:
    Michael

  • Britten:Cello Symphony
    Prokofjew: Sinfonisches Konzert
    Schostakowitsch. 2. Cellokonzert
    Khatchaturian: Konzertrhapsodie
    Barber: Cellokonzert


    Diese Werke gehören sicherlich zu den schwierigsten, vor allem der Barber ist sehr gefürchtet.


    Danke Michael für dein spontanes Top 5-Voting. Ich kenne keines der hier angeführten Cellokonzerte, werde aber demnächst diese Lücke in meinem CD-Regal auffüllen.


    Besonders neugierig hast du mich aber auf Barber's Cellokonzert gemacht, dass ich mir auf Youtube anhörte. Als Laie konnte ich natürlich nicht erkennen, wo die Schwierigkeiten dieses Werkes liegen. Aber ein weiterer Link, den ich hier unbedingt erwähnen möchte, trug dazu bei, doch erahnen zu können, warum dieses Konzert so hohe Ansprüche an einen Cellisten stellt.


    Dieser Link dauert nur 5 Minuten, wo Sol Gabetta packend und aufschlussreich das Schwierige an diesem Cellokonzert erklärt und auch spielerisch vorzeigt.


    "http://www.youtube.com/watch?v=pp3LzR0Yobw"


    Lieber Michael, sollte dir zu diesem Konzert noch etwas Erwähnenswertes einfallen, bitte melde dich. Auch für die Aufzählung weiterer schwieriger Cellokonzerte wäre ich dir dankbar.


    [Blockierte Grafik: http://www.smileygarden.de/smilie/Schleifchen-Girls/smilie_girl_205.gif] Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Hallo Mozartinaa,
    mache doch einen extra thread mit diesem Thema auf, das wäre sinnvoll und lohnend.
    Dann würde das hier nicht so unentdeckt bleiben und andere können sicherlich auch noch viel dazu beitragen.


    :wink:


    Michael


  • mache doch einen extra thread mit diesem Thema auf, das wäre sinnvoll und lohnend.
    Dann würde das hier nicht so unentdeckt bleiben und andere können sicherlich auch noch viel dazu beitragen.


    Muß mal kurz nachfragen. Welches Thema für einen neuen Thread meinst du jetzt genau?
    Nur das Cellokonzert von Barber oder einen Thread , wo generell über schwieriger zu spielende Cellokonzerte ( siehe deine Liste ) gesprochen wird ?


    Liebe Grüße
    Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Welche Solo- Werke für Cello gehören zu den Top 5 der am schwierigsten zu spielenden und sind somit eine große Herausforderung auch für die besten Cellisten ?



    Mit großem Interesse habe ich diesen Dialog verfolgt. Nachdem wir alle nun gelernt haben, dass es mehr als fünf bedeutende Cellosonaten gibt, ist es doch wahrlich sehr erbauend, nun auch von den Konzerten für dieses wunderbare Instrument zu hören.


    Vorausschicken möchte ich, dass ich auf diesem Thema - wie auf vielen anderen - so gut wie gar nicht bewandert bin und darum inständig hoffe, mit meinen folgenden Worten nicht dem Bannstrahl Eurer Verachtung zum Opfer zu fallen.


    Meine Frage gründet auf eine Beobachtung. Fragt man Geiger, welche Konzerte für sie am schwierigsten wären, so antworten sie häufig "Mozart".


    Woran liegt das - und gibt es beim Cello etwas Analoges? Michael als echter und wahrer Künstler kann es bestimmt sagen, und ich freue mich darauf!


    Viele Grüße
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Lieber MB,


    freut mich, dass dich dieses Thema auch interessiert. Ich werde gerne Michaels Vorschlag, einen Thread über schwierige Cellowerke ins Leben zu rufen, beherzigen. Wenn du erlaubst, stelle ich dann deine Frage auch in diesen neuen Faden.


    Bis bald hier in diesem schönen Forum
    Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Eine Frage zur Orientierung auf dem Griffbrett:


    Vorausgeschickt sei: Ich stimme mein Cello zu Hause dergestalt, dass ich das A mit einem Stimmgerät vorgebe, dann die anderen Saiten nach Gehör stimme (und manchmal kurz noch mit dem Stimmgerät nachjustiere, wenn ich finde, da stimmt etwas nicht). Ergebnis ist, dass die Noten immer an derselben Stelle sind. Ich kann mir also merken, wo sich dieser Ton befindet und immer dorthin greifen.


    Nun frage ich mich, was anders wird, wenn ich das A nicht immer in der gleichen Höhe habe – wie es bei mir zu Hause der Fall ist –, sondern ich das A z. B. im Orchester oder bei einem Freund, der ein Klavier zu Hause hat, von einem anderen Instrument abnehme und es z. B. deutlich tiefer liegt. Dann müssten sich doch folgerichtig auch die anderen Töne, z. B. das E auf derselben Saite, verändern und dementsprechend nicht mehr an derselben Stelle liegen, oder?


    Hat das wiederum zur Folge, dass meine derzeitige Vorgehensweise, sich einzuprägen, wo auf dem Griffbrett z. B. das E ist, nicht günstig ist, weil sich diese Stelle bei einer anderen Stimmhöhe verändert? Sollte ich also nicht in absoluten Notenpositionen denken, sondern in relativen Postionen, also in Abständen von den anderen Fingen?


    Im Beispiel und möglichst konkret gefragt. Ich komme aus der ersten, engen Lage auf der A-Saite und möchte in der zweiten Lage ein E spielen. Soll ich dann mit dem vierten Finger dorthin greifen, wo auf dem Griffbrett das E liegt - absolute Position – oder soll ich mich – relativ - an den Fingern in der ersten Lage orientieren, also in der zweiten Lage mit dem zweiten Finger dorthin greifen, wo eben noch mein vierter Finger lag, eben auf das D, weil dann der vierte Finger automatisch zum E findet?


    Versteht ihr meine Frage? Mache ich einen Denkfehler?

  • Nun frage ich mich, was anders wird, wenn ich das A nicht immer in der gleichen Höhe habe – wie es bei mir zu Hause der Fall ist –, sondern ich das A z. B. im Orchester oder bei einem Freund, der ein Klavier zu Hause hat, von einem anderen Instrument abnehme und es z. B. deutlich tiefer liegt. Dann müssten sich doch folgerichtig auch die anderen Töne, z. B. das E auf derselben Saite, verändern und dementsprechend nicht mehr an derselben Stelle liegen, oder?


    Lieber Knulp,


    Du machst in der Tat einen Denkfehler.


    Die tatsächlich auf einer Saite erklingenden Frequenzen hängen von Verhältnissen ab, nicht von Differenzen. Man muss immer "geteilt durch" rechnen, niemals "minus".


    Egal, ob Deine A-Saite nun auf a = 215Hz, 220 Hz oder 225 Hz gestimmt ist: Du erreichst genau dann den um eine Oktave höheren Ton a' (mit der Frequenz 430Hz bzw. 440Hz bzw. 450Hz), wenn Du die effektiv schwingende Saitenlänge halbierst. Bei Zweidritteln hast Du die (reine) Quinte, also e'. Usw.


    Diese Verhältnisse bleiben immer gleich, egal, was die Grundfrequenz Deiner Saite ist. Also sind auch die entsprechenden Töne an derselben Stelle zu greifen - halt relativ zur Stimmtonhöhe des jeweiligen a.


    Klar: Ist das a tiefer, so auch alle anderen Töne :)


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Lieber Mauerblümchen,


    vielen Dank! Das hast du so gut erklärt, dass es mir unmittelbar einleuchtet.


    Ob Fortgeschrittene absolute Positionen oder relativ greifen, interessiert mich aber trotzdem noch. Vielleicht ist der Unterschied auch nur theoretisch und ist es im Spiel so, dass man, wenn man den ersten Ton spielt absolut greift und im Folgenden relativ. Für mich, der ich die erste Lage erst vor nicht allzu langer Zeit verlassen habe, fühlt sich relatives Greifen momentan sicherer an, abgesehen von der vierten Lage, wo ich mich am - wie heißt das den bloß? - an der Rundung unten am Hals, also zum Korpus hin (ich hoffe, unten stimmt, die Cellisten nennen unten ja auch gern oben), orientieren kann.


    :wink: Thomas

  • Hallo Michael,


    durch Zufall stieß ich auf diese sehr interessante Internetseite "http://walterjuist.wa.funpic.de/turina.htm".


    Hut ab, was ich da so über deine berufliche Laufbahn erfahren konnte.[Blockierte Grafik: http://www.smileygarden.de/smilie/Schleifchen-Girls/smilie_girl_133.gif]


    Ein Satz fiel mir besonders in Auge, weil wir ja gerade über schwierge Cellowerke sprechen. Ich zitiere: "Er setzt sich besonders für selten gespielte Werke der Spätromantik und des 20. Jahrhunderts ein"


    Nun würde es mich interessieren,wie du dich für diese Werke einsetzt und ob dein Engagement auch die Früchte trägt, die du dir wünscht.


    [Blockierte Grafik: http://www.smileygarden.de/smilie/Schleifchen-Girls/smilie_girl_205.gif] Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Soeben bestellt.



    Ich würde mir auch gerne deine zweite CD " Der Geigenbauer von Venedig" kaufen, aber da steht : Erhältlich unter Button "Kontakt" und ich finde diesen Knopf zum Bestellen nicht. Kannst du mir bitte dabei helfen ?



    [Blockierte Grafik: http://www.smileygarden.de/smilie/Schleifchen-Girls/smilie_girl_205.gif] Mozartinaa

    " Das Österreichisch klingt wie ein einzig großer Topfenknödel "......Zitat aus der Krimiserie "Bella Block"

  • Zitat

    Erhältlich unter Button "Kontakt" und ich finde diesen Knopf zum Bestellen nicht. Kannst du mir bitte dabei helfen ?

    Komisch, ich finde den auch nicht....Unter Impressum steht die Telefonnr. des Komponisten.
    Rufe Ihn doch einfach an, das sollte kein Problem sein.
    Der Komponist ist ein Kollege und guter Bekannter von mir, bitte bestelle schöne Grüße!


    Und falls es klappt, dann bitte höre Dir die CD erst ab Track 4 an............
    Bezw. spiele ich erst ab Track 4..........davor kommt ein Werk für Heckelphon, an dem ich nicht beteiligt war.


    Dafür gibt es hintendrauf noch die gesammte Aufnahme von "Siddharta" für Cello und Klavier, welche bereits orginal 1996 veröffentlicht wurde.
    Dieses lohnende Werk wurde dann später in der Orchesterfassung von Julius Berger aufgenommen, da hatte ich dann leider nichts mehr zu melden.


    :wink:

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