• Da bin ich ganz bei Deiner Einschätzung, Maurice. Und Dein Satz, dass es nur selten was bringt, wenn Elternteile oder Lehrer sich zu lange im Umfeld der jungen Musiker aufhalten, ist ebenso ganz meine Erfahrung. Das gilt natürlich für viele Bereiche des Lebens wie Sport und andere auch. Natürlich ist es so, dass man in jungen Jahren im gut geförderten Umfeld viel lernt, aber zu reifen beginnt man, wenn man sich löst... Bei diesen Gedanken denke ich besonders an Hesses "Steppenwolf", den ich genau aus diesen Gedanken heraus als Jugendlicher mit Sehnsucht zur Eigengestaltung des Lebens verschlungen habe.

    Der große Erfolg der Motis liegt bestimmt auch an dem Umstand, dass eine solch zierlich wirkende junge Frau relativ große Töne auf der Trompete spielt. Das hat ja definitiv was. Sie spielt ja auch wirklich gut und mit tollem Jazzgefühl, aber ich meine auch, dass man von einem Superstar natürlich (noch!?) nicht sprechen kann. Muss aber auch nicht. Die Starkultur kann ich definitiv genießen, was wäre die Jazzmusik für mich ohne Lester Young und Charles Mingus; aber die "starlose" lebendige Jazzmusik hat auch etwas.

    Das für mich Tolle an der Strömung um den "Chamorro-Clan" ist, dass das gute jazzige Musik ist und viel Freude vermittelt, möglicherweise auch viele neue junge Talente ansteckt. Wie gesagt, hier in meiner Gegend erlebe ich so etwas nicht, vielleicht etwas akademischer ansatzweise in Köln.

    Uwe

    Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.

  • Der große Erfolg der Motis liegt bestimmt auch an dem Umstand, dass eine solch zierlich wirkende junge Frau relativ große Töne auf der Trompete spielt. Das hat ja definitiv was. Sie spielt ja auch wirklich gut und mit tollem Jazzgefühl, aber ich meine auch, dass man von einem Superstar natürlich (noch!?) nicht sprechen kann. Muss aber auch nicht.

    Nun, das ist überhaupt nicht so verwunderlich. Es kommt auf die Ausbildung, aber eben auch auf das Equipment an. Mit einem tiefen Kessel kann man das recht einfach erreichen, auch als Frau. Dazu die passnede Trompete (die ich bei ihr nicht identifizieren kann, aber vermutlich wird es eine der spanischen Nobelmarke Stomvi sein). Die Motis hat keine Starallüren, das finde ich sehr erfreulich. Damit punktet sie vermutlich mehr als mit ihrem Trompetenspiel. Das finde ich oftmals zu langweilig. Es ist besser geworden die letzten Jahre.

    Ich vergleiche das gerne mit ihren Kolleginnen , etwa Bria Skonberg, der blutjungen Summer Camargo, die in den USA an der berühmten Juilliard School of Music studiert und von Wynton Marsalis sehr unterstützt wird. Beide Trompeterinnen sind sehr flexibel, Bria singt auch, daher ist der Vergleich ganz gut. Man sollte Marla Dixon und Shaye Cohn nicht vergessen, die in New Orleans spielen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Vielleicht mal drei Infos zusammen:

    Gestern wäre Clark Terry, der großartige Trompeter und Flügelhornist, 100 Jahre alt geworden. Immerhin hatte er 97 Lenze geschafft.

    Am 15.12.1943 verstarb der großartige Thomas "Fats" Faller mit nur 39 Jahren.

    Am 15.12.1944 verschwand die Bigband-Legende Glenn Miller mit dem Flugzeug über dem Ärmelkanal. Er war damals der populärste Bigband-Leader vermutlich der ganzen Welt gewesen. Sein Programm gab es sogar mit der berühmten "Ilse" über den BBC in Deutschland zu hören. Hier sprach er sogar auf Deutsch direkt an die deutschen Truppen, sich zu ergeben und den Kampf einzustellen. Noch heute gibt es zwei "Miller-Orchester", eines in den USA und eines in Europa (noch immer von Wil Salden geleitet), die offiziell auch die Original-Arrangements spielen dürfen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Der Altsaxophonist und Flötist Jeff Clayton (1954-2020) ist verstorben. Er wurde 66 Jahre alt nur. Sein Bruder John Clayton spielte einige Jahre Bass bei Count Basie in den späten 1970-er Jahren. Beide gründeten zusammen das exzellente Clayton/Hamilton-Orchestra mit dem Drummer Jeff Hamilton zusammen.

    Jeff spielte mit Steve Wonder, Kenny Rogers, Michael Jackson und Madonna im Pop-Bereich, aber auch mit Frank Sinatra, Sammy Davis,jr., Ella Fitzgerald, Woody Herman, Lionel Hampton und auch in der Basie-Band (unter der Leitung von Thad Jones, also irgendwann um 1985 bis 1986 herum. Allerdings war er nicht auf der Platte dabei damals). Später noch in der unter Gene Harris stehenden Philip Morris Superband (1989-1991.

    Von der Bigband gibt es wohl 8 CD-Aufnahmen mit ihm.

    RIP , Jeff Clayton

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • https://www.nytimes.com/2021/01/08/art…e1_gOCQe5-sNh_s

    Gene Wright, der Bassist des legendären Dave Brubeck Quartetts von 1958-1968, starb im Alter von 97 Jahren bereits am 30.12.2020. Er war der einzige schwarze Musiker, der zum Quartett gehörte, und war Nachfolger des ebenfalls schwarzen Bassisten Joe Benjamin (der 1970-1974 mit Duke Ellington spielen sollte).

    Wright spielte kurze Zeit auch in der Basie Bigband von 1948-1949, als Nachfolger von Walter Page, der nach dem Kriege erneut bei Basie spielte einige Zeit lang.

    Ich habe ihn vor vielen Jahren mit einer All Star-Band in der Alten Oper Frankfurt erleben dürfen.

    RIP Mr.Wright !!!

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • https://www.udiscovermusic.com/news/milford-g…4WBsRFR2iqpHP8Y

    Der Jazz-Drummer Milford Graves ist im Alter von 79 Jahren am 13.02.2021 verstorben.

    Er spielte 1968 mit Albert Ayler zusammen auf John Coltranes Beerdigung, mit Miriam und Hugh Masekela, Archie Shepp, Steve Lacy, dem New York Art Quintet, Dave Murray, Peter Brötzmann, u.v.a.

    RIP Mr. Graves

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Ully Buri, eine Künstlerin, die ich sehr, sehr schätze, hat eine neue Website:

    https://www.ullyburi.de/

    Da man sich vor Wochen ja noch so intensiv über Keith Jarrett ausgetauscht bzw. ihn hier öfter mal gehört hat, dachte ich, es könnte vielleicht ganz passend sein: In ihrem Portfolio befinden sich u. a. folgende Kunstwerke: „Köln Konzert“, „Tribute to K.J.“ (I + II), „Jazz“ (I – VII).

    Ully Buris Kunstwerke lernte ich durch die "Art Abstract"-Wandkalender kennen, die ich mir einige Jahre lang gekauft hatte. Habe sie übrigens noch immer, weil sie so tolle Poster beinhalten. Eines ihrer Motive/ Poster habe ich mir bereits vor Jahren einrahmen lassen. :love:

    Ist auch eher zur Info. :wink: Wusste nicht so recht, in welchem Thread ich es posten sollte, da "Kunst" und (u. a.) "Jazz" ...

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Der Jazz-Bassist James Leary III ist verstorben. Er spielte u.a. 15 Jahre in der Count Basie-Band, aber auch mit Dizzy Gillespie, Earl Hines, Bobby Hutcherson, Nancy Wilson, Max Roach. Auch mit dem berühmten Arthur Fiedler und seiner Boston Pops spielte er immer mal wieder. Er wurde 74 Jahre alt (04.06.1946 geboren).

    RIP Mr. Leary :verbeugung1:

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Der Pianist Freddie Redd ist amm 17.03.2021 im Alter von 92 Jahren verstorben

    https://www.nytimes.com/2021/03/30/art…rbS_yCMTJeGdZ9k

    Leider habe ich nur diese eine Quelle, und man muss sich dort anmelden, aber als Nachrichtenübermittlung reicht es aus.

    Er spielte mit Tiny Grimes, Cootie Williams, Oscar Peetiford, Art Blakey, bevor 1957 für Savoy die ersten eigenen Einspielungen enstanden sind. Später gab es Einspielungen mit Rolf Ericson, Art Farmer, Tommy Potter, immer wieder mit eigenen Bands und im Trio. Er lebt einige Jahre in Europa, konnte aber niemals einen echten Durchbruch erreichen. Als Komponist war er auch in Erscheinung getreten. Ein sehr unterschätzter Musiker, meiner Meinung nach.

    Ich hatte letztes Jahr auf ihn hingewiesen, als ich mich durch den Hard Bop gehört hatte. Daher verweise ich auch jetzt wieder auf diese schöne Box:

    Ruhe in Frieden bei Deinen ganzen Freunden des Hard Bop, lieber Freddie !!

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • "Eben gehört und geguckt", sozusagen:

    "Bessie" (2016)

    https://www.moviepilot.de/movies/blue-goose-hollow

    Dieser Film über Bessie Smith, mit Queen Latifah in der Titelrolle, hat mich sehr beeindruckt. :thumbup: Ich hatte vor einiger Zeit mal gepostet, dass ich mir diesen Film gern anschauen würde. Damals konnte man den Film noch nicht "kaufen". Nun schon. Ich habe ihn jedenfalls auf meinem Rechner gesehen, also keine App runtergeladen oder so etwas. Da es hierzu keine DVD gibt, kann ich leider auch kein Bild einstellen. Queen Latifah singt hier selbst und das macht sie, wie ich finde, ganz großartig! 8) Ich kenne jetzt ihre Geschichte nur grob und habe nie eine Biographie über Bessie Smith gelesen (bislang lediglich etwas über sie im "Berendt/Huesmann"-Buch gelesen) und ich las in den Kritiken, das das ein oder andere hinzugedichtet worden sein soll, was ja aber bei Hollywood-Filmen eh immer der Fall ist. Dennoch: ich fand den Film sehr sehenswert. Ein Portrait über eine beeindruckende Sängerin, dessen Höhen und Tiefen im Leben auf schonungslose Art und Weise dargestellt werden.

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Ich habe mal eine Frage zum "altersbedingten Leistungsabbau" bei Bläsern:

    Bläser deshalb, weil hier ja nicht nur Fingerfertigkeit, sondern auch Kondition gefragt ist.

    Gibt es diesbezüglich auch "Positiv"-Beispiele? Also Bläser, die im Alter kaum nachgelassen haben?

    Also, mir fällt da nur Sonny Rollins ein. Ich habe mal auf Youtube ein Konzertausschnitt gesehen, das nur ca. 10 Jahre alt war. Da war er schon knapp 80 Jahre alt. Ich war verblüfft darüber, wie gut er noch spielen konnte.

    Aber ich bin ja auch nur ein Jazz-Newbie und kann diesbezüglich ja noch nicht so mitreden.

    Ich hoffe, die Frage ist okay ... sonst bitte melden. Kann den Beitrag natürlich auch löschen.
    Andererseits ist er eher positiv gemeint, also nach dem Motto: "Das kann man im hohen Alter noch alles leisten ...".

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Ich habe mal eine Frage zum "altersbedingten Leistungsabbau" bei Bläsern:

    Bläser deshalb, weil hier ja nicht nur Fingerfertigkeit, sondern auch Kondition gefragt ist.

    Gibt es diesbezüglich auch "Positiv"-Beispiele? Also Bläser, die im Alter kaum nachgelassen haben?

    Du musst unterscheiden zwischen HOLZbläsern und BLECHbläsern, denn das sind gravierende Unterschiede.

    Wir Blechbläser haben, je nachdem, wie gut die Ausbildung war, unseren Zenit mit Mitte 30, danach geht es, physisch gesehen, abwärts. Man kann diesen Prozess verlangsamen, aber nur sehr sehr wenige Blechbläser können ihn aufhalten. Dann kommt die geistige Frische dazu, das eigentlich einzige Manko, was ALLEN Musikern zum Problem werden könnte.

    Positive Beispiele gibt es genug. Bei den Trompeten wären das Lionel Forbes, der mit 102 Jahren (!!!) der älteste Trompeter der Welt war, der noch Auftritte spielte, wenn auch im Rollstuhl. Natürlich war er da nicht mehr so fit wie mit 30, 50 oder 70, aber man konnte sich es anhören ohne davon zu laufen.

    Doc Severinsen, der einer der weltbesten Jazztrompeter ist, spielt mit über 90 Jahren noch unglaublich gut, Arturo Sandoval mit über 70 Jahren ebenfalls. Doc Cheatham habe ich über 80-jährig noch live in Frankfurt gesehen und gehört, er hatte den ganzen Abend keinen Kiekser von sich gegeben, sein Ton war kristallklar und souverän.

    Der Solo-Trompeter des Chicago SO, Adolphe "Bud" Herseth hatte über 50 Jahre diese Position im Orchester mit dem besten Blechsatz der Klassik inne. Er spielte auf seiner Abschiedstournee (die auch in Deutschland Station machte) noch das Solo im Mahlers 5.Sinfonie unter Daniel Barenboim.

    Bei den Saxophonisten gab es etwa Benny Waters, Benny Carter und einen Tenoristen, die mit über 90 Jahren hervorragend Live-Konzerte spielten, letzterer ging mit 102 Jahren (!!) noch auf Welttournee mit der Harlem Blues & Jazz Band. Auch er saß im Rollstuhl. Leider ist mir der Name entfallen. Er spielte bereits Mitte der 1940-er Jahre in der ersten reinen Bop-Bigband unter Billy Eckstine mit.

    Du findest für alle Musiker Hörbeispiele auf Youube. Eines der schönsten Videos sende ich aber, weil eigentlich zwei Generationen zusammen spielten, und beide sind wirklich noch fit wie junge Musiker:

    https://www.youtube.com/watch?v=s53B0PyAEOE

    Es sind die bereits erwähnten Doc Severinsen und Arturo Sandoval. Es ist ein Stück aus der mexikanischen Musiktradition, mit freien Improvisationen dazwischen. Als Info: Rafael Mendez war einer der besten Trompeter Mitte der 1950-er Jahre gewesen. Das Stück dürfte hier fast allen gefallen, weil es auch von ganz hervorragenden Musikern gespielt wird. Teilweise recht frei, dann wieder eng ans klassische Gerüst angelehnt. Man sollte dazu sagen, dass sowohl Severinsen als auch Sandoval Klassik spielen konnten, wenn sie es denn wollten. Gegen die Werbeunterbrechungen kann ich leider nichts machen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Der Jazz-Trompeter Victor Paz ist leider im Alter von 89 Jahren verstorben. Er spielte vor allem im Latin Jazz-Bereich mit so ziemlich allen wichtigen Musikern, etwa mit Dizzy Gillespie, Eddie Palmieri, u.v.a Er war in dieser Ecke vermutlich DER Lead-Trompeter überhaupt gewesen. Er wirkte auch 1978 bei einem Konzert Benny Goodmans in der Carnegie Hall mit.

    https://spainsnews.com/trumpeter-viti…IBQjpbITxU_qNOE

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Maurice:
    Lieben Dank für deinen Beitrag und für den Link!

    Ja, ist wirklich erstaunlich, was man da sieht bzw. hört. :thumbup:

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Maurice:
    Lieben Dank für deinen Beitrag und für den Link!

    Kein Thema.

    Ich habe Sandoval live erlebt. Er saß vor dem Konzert neben mir am Tisch, ein total sympathischer Mensch, überhaupt nicht arrogant, das Konzert war ebenfalls hervorragend gewesen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Ich habe Sandoval live erlebt. Er saß vor dem Konzert neben mir am Tisch, ein total sympathischer Mensch, überhaupt nicht arrogant, das Konzert war ebenfalls hervorragend gewesen.

    Das kann ich mir gut vorstellen. Er wirkt wirklich sehr sympathisch. 8)

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Der Jazz-Posaunist Curtis Fuller ist im Alter von 86 Jahren gestern verstorben.

    Er spielte mit Art Blakey, Count Basie, Bud Powell, John Coltrane, Jimmy Smith, Lee Morgan, Dizzy Gillespie, Art Farmer/Benny Golson, Gil Evans, Miles Davis, u.v.a.

    RIP Mr. Fuller

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Vergangenen Monat fragte Newbie nach "altersbedingtem Abbau bei Bläsern".

    Dazu viel mir ein verspätetes Interview mit Peter Brötzmann ein, das anläßlich seines 80.Geburtstages irgendwo stand (leider habe ich den Link verschludert)...

    Er sagte, er habe COPD in einer milden Form, und sein Arzt habe ihm aber geraten, unbedingt weiterzuspielen, da nur dies (und Brötzmann bläst ja hochenergetisch) seine Lunge überhaupt noch in Form halten würde ; unterließe er das regelmäßige Spiel habe er ernsthafte Probleme zu erwarten...

    Also spielt der Peter nun regelmäßig, da coronabedingt auftrittsberaubt, stundenlang im Keller. Möge ein Tonband mitlaufen, er hat ja einige sehr, sehr schöne (und brötzuntypisch sensible!) Soloaufnahmen gemacht...


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Hier ist es ja ziemlich ruhig geworden. Nun, ich habe keine gute Nachricht zu verkünden, auch wenn es hier nur wenige Fans des mehr klassischen Jazz gibt.

    Der Bassist Vic(tor) Pitt (1941-2021), der von 1959 bis 1978 der Band von Kenny Ball und anschließend von 1978 bis 2007 der Band von Chris Barber angehört hat, ist verstorben. Er konnte aber auch den modernen Jazz spielen, etwa 1976 auf einer Europa-Tournee mit dem Pianisten John Lewis. 1983 spielte er auch mit Dr.John (sogar auch auf einem Album zu hören). 2007 zog er sich von der Szene zurück. In den Print-Medien steht noch nichts drin, ich habe es von einem Ex-Barber-Mitglied erfahren.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!