"Ein Klavier, ein Klavier": Jeden Tag eine Klaviersonate / ein Soloklavierwerk

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  • Für mich ist dies auf jeden Fall eine der eindrucksvollsten Einspielungen der 4 Chopin-Scherzi.


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    29 Jahre alt war der Andalusier Rafael Orozco, als sie entstand. Er erreichte nur das 50. Lebensjahr, sonst hätten wir gewiß noch weitaus mehr hochkarätige Aufnahmen von ihm. Einer aus der Reihe hervorragender Pianisten, die der großen Seuche mit dem kleinen Namen zum Opfer fielen.


    Cheers,

    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Carl Maria v Weber

    Klaviersonate Nr 4 e moll op 70


    Leon Fleisher


    Mir gefallen die ersten beiden Weber Sonaten als Musikstücke sehr viel mehr. Aber sehr gut gespielt von Fleisher finde ich diese hier schon.

  • Pier Paolo Vincenzi

    Weber Sonate Nr 3



    Sehr gut gespielt, mit Flair und viel Gespür für die Lebensfreude Webers Klaviersonaten. Aber im Vergleich zu was in dieser Hinsicht "möglich" ist, fehlt mir etwas Vermeulens Überschwänglichkeit - welche ich allerdings als sehr wohlbemessen und der Musik angepasst empfinde. Vermeulen macht mir also noch ein wenig mehr Spass und Freude.

  • A hard days night ...und ich höre mich weiter in die Preludes von Debussy ein . In der neuen Einspielung von Christopher Howell beeindruckten mich zuletzt die Feuilles Mortes und der General Ed La Vine sehr . Der Mann kann nicht nur alte Briten spielen .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Eigentlich wollte ich heute an dem Nick Cave-Thread schreiben, aber es herrscht dort gerade nicht so viel Ansturm, als dass eine Weiterführung nicht noch warten könnte. ^^ Oder anders ausgedrückt: Was schon tot ist, kann nicht mehr sterben.


    Tot sind auch Schubert und Richter. Deshalb und aus anderen Gründen jetzt dies hier:



    Eine Richter-Sternstunde. Wahrscheinlich werde ich nach der D960 wieder trübsinnig, aber dann habe ich immer noch den Cave mit seinen optimistischen Botschaften. :)

  • Nun zu einem Werk, das ich nur noch selten höre, aber besonders liebe: Schumann - Davidsbündlertänze Op. 6


    Ich höre es nur selten, weil ich Angst habe, dass es sich „abnutzen“ könnte.


    Christian Zacharias ist für mich die Referenzeinspielung. Vor allem auch Pollini und Anda haben brilliante Aufnahmen des Zyklus vorgelegt, aber keiner hat die beiden Seelenzustände Eusebius-Florestan so hervorragend und intensiv herausgearbeitet wie Zacharias. Sein Spiel hat diese außerordentliche Zartheit, aber auch die Spontaneität und Ausgelassenheit, wie besonders in der Nr. 13 (Wild und lustig) zu hören.


    Die Aufnahme ist IMO perfekt; sie versetzt in einen einzigartigen rauschhaften Zustand. Sie ist feurig und leidenschaftlich, zart und introvertiert. Keine Ahnung, ob sie im Stream zu finden ist (ich streame nicht), aber sie ist noch für 'nen Apfel und 'n Ei gebraucht zu bekommen. Ich empfehle sie nachhaltig, sie ist unfassbar schön und beseelt! :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:


  • Ich habe keine Musik hier, die wirklich zum Advent passt. Also denke ich mir, dass Bach immer geht und er sowieso etwas Erbauliches hat, was man in dieser Zeit und in diesem Forum gut gebrauchen kann. :)



    Neuhaus über das, was er an Richters Klavierspiel bewundert: „Das rhythmische Element ist in seinem Spiel so stark ausgeprägt, der Rhythmus ist so logisch, so organisiert, so streng und zugleich so frei und entspringt so vollkommen der Gesamtkonzeption des Werkes (…).“


    Diese Beschreibung finde ich auch in den Bach-Mitschnitten wieder. Die Live-Aufnahmen sind aus 1991 und 1994. Da war Richter schon 76 bzw. 79 Jahre alt. Das ist eigentlich unglaublich, denn die Aufnahmen klingen so frisch und fließend, als hätte ein viel jüngerer Pianist sie gespielt. Sein Spiel wirkt beseelt und verinnerlicht, und da ist immer noch diese Klangschönheit, die ich so liebe.

  • Das ist wirklich eine „coole“ Aufnahme. „Cool“ im Sinne von: Unterkühlt, artifiziell und kristallklar.

    Aber diese Sicht passt IMO gut zu CPE Bach und dessen Extravaganz. Pletnev spielt auf einem modernen Instrument, gestaltet mit Leichtigkeit, Dramatik, Eleganz und einem wunderschönen Klang. Fasziniert mich immer wieder diese Aufnahme.


  • Nach so viel Diskussion ...


    Tekla Bądarzewska-Baranowska: Gebet einer Jungfrau op. 3


    Jenö Jandó, Klavier



    Ich muss Claydermann irgendwie neu bewerten ... Ballade pour Adeline ist vergleichsweise ein ziemlich gehaltvolles Werk.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Beethoven Sonate Nr 18 in Es Dur.

    Könnte für meine Laune heute Mittag noch etwas spritziger sein. Mal sehen, ob ich noch was derartiges finde......

    Aber hier lief sie nun gespielt von Konstantin Scherbakov und sein Beethoven ist immer noch ein Favorit von mir:

  • da sind mindestens 5 verschiedene Akkorde drin... oder 6?

    So ungefähr ... alleine die harmonische Raffinesse, im ersten Takt die Non unverarbeitet stehen zu lassen ... welch harmonisches Wagnis! Und es gibt mindestens einen echten B-Teil zur Pläsier des Hörers.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • da sind mindestens 5 verschiedene Akkorde drin... oder 6?

    C, Dm, G, Es, F, G im Chorus
    Am, Em, F, G, C, Gsus in der Bridge


    macht 9 verschiedene.


    Tja, veglichen mit dem "Gebet" wirkt die "Ballade pour Adeline" schon beinahe wie der "Tristan"... :megalol: :megalol: :megalol:


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Händel auf dem Klavier höre ich eher wenig . Richter/Gavrilov , Eric Heidsieck stehen hier rum . Aber meist - so wie jetzt - greife ich dann zu Vahan Mardirossian . Und werde reich belohnt . 2004 .


    Hörprobe :

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  • Händel auf dem Klavier höre ich eher wenig . Richter/Gavrilov , Eric Heidsieck stehen hier rum . Aber meist - so wie jetzt - greife ich dann zu Vahan Mardirossian

    Oh, der Herr scheint ja einen energisch-robusten Zugriff zu pflegen - das hat was. Händel verirrt sich auch eher selten zu mir, und wenn, dann gespielt von Evgeni Koroliov. Ähnlich stark wie sein Bach.

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    In der letzten Zeit erfreue ich mich zunehmend an der Art, wie Grigori Sokolov mit den Klavierpreziosen von Jean-Philippe Rameau umgeht, die er seit Jahrzehnten immer wieder im Programm hat. Ja, es gibt auch Marcelle Meyer oder Tharaud, aber das hier hat schon eine besondere Klasse - transzendierendes Musizieren.


    Ein besonders starker Auftritt 2012 in Bozen beim Bolzano Festival, bei dem er die komplette Suite in D spielte, wurde erfreulicherweise mitgeschnitten.

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    Cheers,

    Lavine :wink:

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    Oscar Wilde

  • Babayan spielt Scarlatti. Es gibt einfach solche Sternstunden, die größer sind als das, was Menschen mit Worten beschreiben können. Diese Aufnahme gehört für mich dazu.


  • Eine musikalisch wie interpretatorisch schöne, überraschende, lohnende Entdeckung: Die sechs Intermezzi op. 45 von Max Reger. Klingt erst mal wie eine Fortsetzung von Brahms, ist aber weit mehr. Wirft die Frage danach auf, ob es bei Regers Klaviermusik womöglich noch interessante Schätze zu heben gibt.


    Joseph Moog brilliert hier wie auch im monströsen f-moll-Klavierkonzert, ohne freilich an Serkin heranzukommen. Die CD erscheint erst in knapp drei Wochen, die gesamte Einspielung kann aber schon geströmt werden.


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    Einmal editiert, zuletzt von Général Lavine ()

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