"Ein Klavier, ein Klavier": Jeden Tag eine Klaviersonate / ein Soloklavierwerk

  • Dieser Tage auch gehört:

    Ludwig van Beethoven:

    Klaviersonate Nr. 5 c-Moll op. 10/1

    Konstantin Lifschitz

    Live aufgenommen in der Universität Hong Kong. Lifschitz spielt unverschämt rhetorisch frei, ich finde das spannend und originell "anders". Bavouzet hat im Zuge seiner Gesamtaufnahme zu dieser Sonate Beethovens WoO 52 und eine erweiterte Fassung des Finalsatzes hinzugefügt, Lifschitz "kontert" mit der sogar direkten Einflechtung von Beethovens Allegretto WoO 53 als 3. Satz der Konzertinterpretation, als seiner Meinung nach hier passende Ergänzung.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Gestern noch:

    Dora Deliyska:

    Études & Préludes

    Ein von der Pianistin neu zusammengestellter Zyklus aus 12 Etüden (Ligeti, Debussy, Chopin, nach Intervallen geordnet) und 12 Präludien (Chopin, Debussy, Kapustin, nach Komponisten geordnet), die einen eigenen großen facettenreichen Bogen spannen. Die Pianistin spielt am Bösendorfer Flügel meinem Hörempfinden nach keineswegs kühl, sondern gerade auch emotional ganz stark.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Roberto Prosseda spielt Klavierwerke von Charles Gounod:


    Wer meint, der emotionale Ambitus Mendelssohns Lieder ohne Worte wäre etwas eng, sollte mal hier reinhören! Klassizismus in Pastellfarben, von Mauve bis Magenta! Mir gefällt es natürlich trotzdem. Ab und zu blitzt auch ein bisschen Chopin oder Schubert (v.a. in der vierhändigen Sonate) auf, aber ohne jegliche Reizharmonik.

    Nachtrag: die vierhändige Sonate ist wirklich sehr schön.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Ich mache mal mit Anatoly Vedernikov und Prokofiev hier weiter . Vedernikov war Assistent von Prokofiev und stand ihm nahe . So befanden sich einige der 24 erhaltenen Seiten des geplanten Klavierkonzerts No.6 in seinem Besitz . Was nicht unbedingt verwundert , war doch dieses Konzert für 2 Klaviere intendiert , und als Pianisten hatte Prokofiev an Vedernikov und Richter gedacht . Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden allerdings weder das Bach-Konzert BWV 1061 noch die Sonate für 2 Kaviere von Bartok aufgenommen . Aber sie hatten immer schon gemeinsam musiziert . - Das Solo - Klavierwerk von Prokofiev ist bei mir überwiegend in den Händen von Richter und Sandor - leider hat Vedernikov außer den Sonaten 5 & 7 nur kleinere Werke aufgenommen . Heute nun op.4 , 5 & 12 . Und als Bonus die Suggestion Diabolique , es gibt nicht viel Filmmaterial mit ihm .

    Prokofiev op 4 No.4 Suggestion Diabolique - Vedernikov at home

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Und landete doch bei Richter , Diese Zusammenstellung der Prokofiev - Kriegs - Trilogie ist für mich in den Interpretationen singulär , obwohl die Richter - Spezialisten - wie etwa music lover - gewiß noch andere Deutungen des Meisters benennen können . Hier stammt die 6. vom 2/5/1966 , die 7. vom 10/5/1970 ,

    und die 8. vom 17/4/1961 .

    2016 merkte ich dazu an (und es hat immer noch Bestand) :

    Zu dieser Richter-Einspielung der Prokofiev Sonaten 6,7 & 8 (mit einem in meinen Augen überaus gelungenen CD Cover ) habe ich mal in Heimarbeit eine Alternative erstellt, damit ich nicht nur Richter höre. Sie besteht aus einer 6. mit Van Cliburn (Rundfunkmitschnitt eines Recitals am 21/6/1965 in Leningrad ), einer 7. mit Samson Francois vom 20.1.64 in Paris ... sowie einer 8. mit Youri Egorov aus einem Konzert am 9/2/81 in Amsterdam (hier nachzuhören :"

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    " ).

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Vedernikov höre ich mit Brahms sehr gern , und die 3 . Sonate hat mich erneut bestätigt .

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Für mich eine der schönsten CDs von Anatoly Vedernikov : Mit diesen Schubert , Schumann und Brahms - Interpretationen hat er mich .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Eine vom Parnass : 10 Intermezzi von Brahms mit Glenn Gould . Unverhandelbar .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Bei mir läuft aus dieser Walter Gieseking-Box:

    Schubert: Impromptu Nr. 4 aus op. 90

    Schubert: Impromptu Nr. 3 aus op. 142

    Schumann: Sechs Stücke aus "Album für die Jugend" op. 68

    Brahms: Acht Klavierstücke op. 76

    Scriabin: 24 Préludes op. 11

    rec. 1955

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

  • Am einem sonnigen Donnerstag Nachmittag:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Gruß aus Kiel

    "Mann, Mann, Mann, hier ist was los!"

    (Schäffer)

  • Nachdem in der ARD-Audiothek die rbb-Blindverkostung zum Thema Goldberg-Variationen wieder aufgetaucht ist, habe ich mal überprüft, was mir denn eigentlich am besten gefällt.

    Diese war ja leider nicht in der Sendung - aber für mich bleibt es der eindeutige Favorit. Kempff werde ich mir noch kaufen (der auch nicht in der Sendung vorkam).

    Mit Gould bin ich irgendwie durch :|

  • Liszt : 12 Etudes d'execution trancendante . Kennengelernt in der 59er Einspielung , mittlerweile mag ich die Aufnahme aus 1963 mehr . Lazar Berman ist nicht perfekt , und es gibt viele andere Einspielungen , aber diese hat für mich Charakter und Persönlichkeit . Bei Berman denke ich immer gleich Chiffra und Ogdon hinzu . Ausgestorben .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Claudio Arrau vielleicht noch?

    Nee , das ist wieder eine andere Unter- Abteilung , mit Bolet und Bulva .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Hinweis auf eine extrem souveräne und überzeugende Interpretation

    Das schafften alle der sechs Genannten . Nur finde ich , daß sich jeweils drei "ähndeln" , so vom Typ / Ansatz . Aber ist egal , ich finde sie alle gut .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Liszt : 12 Etudes d'execution trancendante

    Die unglaublichste, durch nichts und niemanden zu übertreffende Aufführung dieser Etüden hat für mich Daniil Trifonov in diesem Live-Mitschnitt aus Lyon vom 7. November 2014 abgeliefert:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Diesen faszinierenden Live-Mitschnitt ziehe ich nicht nur allen Cziffras, Bolets, Bermans etc. vor, sondern auch Trifonovs eigener Studio-Einspielung. Die ist zwar exzellent, aber nicht so sehr der Wahnsinn wie diese Live-Performance.

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

    Einmal editiert, zuletzt von music lover (25. März 2023 um 21:24)

  • Eigentlich wollte ich heute Vormittag was anderes machen :tee1: , aber jetzt habt Ihr mich gepackt...

    Nur mal eben reingehört in "Mazeppa" mit Trifonov (ab 8:12 min. des YouTube-Videos), und schon komme ich nicht mehr los von dieser unglaublichen Pianistik. Ich werde mir wohl oder übel den ganzen Mitschnitt anhören. Und vermutlich ein zweites und drittes Mal...

    Bei Trifonovs Live-Performance kommen angesichts des Höllenritts, den er vornimmt, durchaus ein paar kleinere Fehlgriffe vor, aber das hält sich in Grenzen und ist völlig unbedeutend bei dem Feuer, das er hier entfacht. Ich wüsste auf Anhieb keine pianistische Leistung der letzten zehn Jahre, die mich mehr beeindruckt hat als diese Liszt-Aufführung, durch die ich überhaupt erst auf Trifonov aufmerksam wurde und infolgedessen hier im Forum den Thread über ihn eröffnete.

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!