"Ein Klavier, ein Klavier": Jeden Tag eine Klaviersonate / ein Soloklavierwerk

  • Da hat sich Herbert Schuch ein überzeugendes Programm zusammengestellt , dem die Umsetzung gerecht wird : Invocation . Volltreffer !

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • Schubert running mad.

    Franz Schubert: Klaviersonate Nr. 20 A-Dur D 959

    Andreas Staier, Fortepiano

    Ja, einen 959er hätten manche gerne gehabt. Karajan hatte einen, hat den mit überhöhtem Tempo in den Graben gesetzt (nicht in der Orchestergraben) und bekam einen zweiten geschenkt. Wir müssen uns an Schuberts 959er genügen lassen. Na ja, der 959er schaffte den Sprint von 0 auf 100 km/h nur in 3,7 Sekunden, das ist heute jedes besser motorisierte Elektroauto schneller, vom Zwischensprint beim Überholen auf der Landstraße ganz zu schweigen.

    Aber das Ding (Schubert jetzt) ist schon der Wahnsinn ... vor allem der zweite Satz mit der unschuldigen Überschrift "Andantino". Ja, ja, stille Wasser sind tief.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Bruno Leonardo Gelber ist bereits 82 Jahre alt , aber das seine langjährige Plattenfirma EMI bzw. deren Nachfolgeorganisation noch zu seinen Lebzeiten eine große Werkschau herausbringt , wage ich zu bezweifeln . Eine Reihe von Aufnahme - etwa Liszt h-moll Sonate , Brahms Sonate No.3 , Chopin Sonate No. 2, Schumann Sonate No. 2 - wurden seit ihrer LP - Ausgabe nicht wieder veröffentlicht .Bleibt mir nur , ein wenig aus den Rarissimes zu hören .

    Schumann : Carnaval (1966) und Chopin : Sonate No. 3 (1979) . Nee , an der Qualität kann es nicht liegen .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

    Einmal editiert, zuletzt von Lionel (16. Oktober 2023 um 14:01)

  • Bruno Leonardo Gelber ist bereits 82 Jahre alt , aber das seine langjährige Plattenfirma EMI bzw. deren Nachfolgeorganisation noch zu seinen Lebzeiten eine große Werkschau herausbringt , wage ich zu bezweifeln

    Am sinnvollsten wäre, wenn sich EMI und Denon (mit dem Torso gebliebenen Beethoven-Sonatenzyklus) zusammenraufen könnten, dann könnte eine auch im Umfang ansehnliche Box herauskommen.

    Nee , an der Qualität kann es nicht liegen

    Nee, in der Hochphase des CD-Marktes war die EMI berühmt für die sträfliche Vernachlässigung ihres Backkatalogs, und jetzt ist es für manches zu spät.

  • EMI und Denon (mit dem Torso gebliebenen Beethoven-Sonatenzyklus)

    19 Sonaten , wenn ich richtig gezählt habe , davon 10 Doubletten . Brahms Sonate op.5 und die Händel - Variationen hat er auch bei beiden eingespielt . Da käme schon was zusammen . Obendrein viel Gutes .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • Georges Pludermacher ist einer der Pianisten , die in Deutschland wenig Beachtung fanden . Dabei kann er solch wirklich beachtenswerten Interpretationen wie diese Beethoven CD für sich klingen lassen (1985/87) :

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  • Neulich hörte ich den Ravel von Michel Dalberto in einer Liveaufnahme . Nun den Ravel mit Georges Pludermacher , live 2003 .(Übigens auf einem Instrument von Stephen Paulello , mir bis dato nicht untergekommen ) . Dalberto war Schüler von Perlemuter , Pludermacher von Jacques Fevrier , beide wiederum aus dem Ravel - Umkreis . Auch Pludermacher hat einen "kühlen " Ansatz , eine schöne Ergänzung gerade zu Dalberto .

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  • Hüseyin Sermiet hat - leider , leider - nur einen Teil des Klavierwerks von Ravel eingespielt . Gottseidank ist der Gaspard dabei , von dessen Interpretation beim Queen Elisabrth Competiton Finale1983 auch ein Mitschnitt in der tube zu finden ist .

    Hüseyin Sermet - Ravel - Gaspard de la nuit (Queen Elisabeth Competition Finale 1983)

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  • Übigens auf einem Instrument von Stephen Paulello , mir bis dato nicht untergekommen

    Wer eines Tages seines Steinway D-274 Konzertflügels im Wohnzimmer ob seines schnöden Klangs überdrüssig wird, tauscht ihn gegen einen Paulello SP300. Der hat dann 102 statt 88 Tasten und stattliche 3 Meter Länge.

    Für einen Straßenpreise von ca. 160.000€ bekommt man einiges mehr an "Features".

    Ich würde den ja sofort kaufen, aber wie heisst es bei uns: "Mir könne den net stelle!" :D

    :wink:

  • Ich würde den ja sofort kaufen, aber wie heisst es bei uns: "Mir könne den net stelle!"

    Hochkant wäre noch eine Option , aber ich vermute , du kannst nicht bäuchlings spielen . Ansonsten , vielen Dank für die Informationen . 102 Tasten macht was her . ( Mir waren schon 4 Bass - Saiten eine Herausforderung).

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  • Nun , da ich weiß , welch' Besonderheit erklingt , gab es gleich auch noch die Debussy - Aufnahmen von Georges Pludermacher , live 2003 . Exquisit , dieser Debussy . Natürlich muß er mit 88 Tasten auskommen , da es das Model Paulello SP 300 erst seit 2013 gibt . Aber Pludermacher weiß Debussy zu spielen ,er überzeugt mit dieser Alterseinspielung , und der Klang des Instruments unterstützt seine Herangehensweise . Das kann ich mir aber auch einbilden .Oder es liegt an den Saiten .

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  • Prokofiev :Sonatas 6, 7, 8 . S. Richter !966/70/61 . Das isses.

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  • Erstbegegnung . Bach : Goldberg - Variationen , in der Einspielung durch Vikingur Olaffson . Tja , also ... ich frage mich , ob ich die noch einmal hören muß oder ob sie gleich weiter kann . Ich habe nichts gehört , was diese Interpretation qualifiziert, sich zu meinen bereits vorhandenen zu gesellen . Sehr ordentlich , ja klar , und bestimmt steckt viel Arbeit und Auseinandersetzung darin , aber - just nix , wo was mich irgendwie reizt oder anspricht . Ich lass sie mal hier rumliegen , die Zeit wird die Antwort geben .

    Ich war vorgestern in der ausverkauften Philharmonie (Berlin) und total hingerissen von seiner Interpretation.

    Die Studioaufnahme habe ich noch nicht gehört bisher. Aber meine Begeisterung war so groß, dass ich dort zur Doppel-LP gegriffen habe und mich damit für ein Autogramm angestellt habe. Mal schauen, wie ich sie finde. Vielleicht wäre es auch nicht von Nachteil gewesen, sie am Ende der Tour aufzunehmen? (Aber das wäre marketingtechnisch natürlich völlig kontraproduktiv)

  • Nach der wohlgeordneten und kopfgesteuerten Orgelmusik nun Unkontrollierteres.

    Aleksandr Skrjabin

    Klaviersonate Nr. 7 op. 64 "Weiße Messe"

    Klaviersonate Nr. 8 op. 66

    Igor Zhukov, Klavier

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Schumann :Novelletten op.21 .Michel Block , live 15/9/1980 . Gehört zu den gelungenen Novelletten .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • Muzio Clementi : Sonaten op. 50,3 / 33,1 / 33,3 / 25,5 = die 1. CD aus der Einspielung von Lamar Crowson .1968 . Crowson wußte mit Clementi was anzufangen .

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  • Hier wieder Skrjabin.

    Aleksandr Skrjabin

    Klaviersonate Nr. 5 op. 53

    Klaviersonate Nr. 6 op. 62

    Igor Zhukov, Klavier

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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