Eben gehört 2019/2020

  • Manuel de Falla : Al amor brujo & Noches en los jardines de Espana & tres danzos aus "El sombrero de tres picos"

    Orquesta Filarmónica de Gran Canaria , Adrian Leaper

    Manuel de Falla (1876-1946) war und ist vielleicht vor allen anderen spanischen Komponisten DER Nationalkomponist seines Heimatlandes, welches er 1939 Richtung Argentinien verließ. Dort verstarb er 1946 auch, da er über die Folgen des 2.Weltkrieges nicht hinweg kam, auch wenn sein Heimatland nicht direkt ins Geschehen einbezogen war.

    Die hier eingespielten Werke sind seine wichtigsten orchestralen Werke. Es fehlt auch nur noch "Homenajes" aus dem Jahre 1926.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Muss man mögen... :|

    Das Werk oder die Interpretation? Oder beides?

    (Hatte die CD-Box schon mal kurz in der Hand, konnte mich aber nicht zum Kauf entschließen.)

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Das Werk oder die Interpretation? Oder beides?

    (Hatte die CD-Box schon mal kurz in der Hand, konnte mich aber nicht zum Kauf entschließen.)

    :wink:

    Sagen wir mal: beides teilweise. An das Gebrüll bei Wagner werde ich mich nie gewöhnen. Beim Finale des 1. Aktes z.B. habe ich kaum mehr etwas herausgehört. Könnte aber auch an Billys Dirigat liegen (obwohl ich diesen sonst sehr gut und klar finde). Anderes gefällt mir gut, die Vorspiele z.B. Bei den Sängern dito: hervorragend Falk Struckmann als Heinrich: starke Stimme, hervorragende Verständlichkeit. Letztes geht mir wiederun beim Telramund, doch die wichtigere Rolle als der Heinrich!, eindeutig ab. Robert Hayward hat einen sehr starken Akzent und lallt. :(

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Robert Hayward hat einen sehr starken Akzent und lallt. :(

    Könnte man auch als rollengerecht bezeichnen: Telramund als Suffkopp, der es nicht so klarkriegt... :tee1: Und Wagner ohne Gebrüll ist wie, ähm... :versteck1:

    Wie auch immer: Keine Kaufempfehlung also. Danke!

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Aber im Ernst: In Sachen Lohengrin ist die diskografische Frage sehr einfach. Die Aufnahme mit Kempe muss sein, wegen ihrer "Rundheit". Die Abläufe, die Balancen, das ist schon großes Kino. Leider ist Lohengrin selbst nicht ideal besetzt. - Dazu dann eine Aufnahme in bester Klangtechnik, welche die Details im Orchester perfekt abbildet - sowohl die Flageolett-Klänge im Vorspiel zum 1. Aufzug als auch die verschiedenen Tutti-Kombinationen im herrlichen Vorspiel zum 3. Aufzug. Ich mag sehr den Bayreuther Live-Mitschnitt mit Peter Schneider am Pult. Dazu Ausschnitte mit Sandor Konya und die Gralserzählung mit Björling. - Was noch? Völker, Lehmann?

    Gruß
    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Angesichts der neuen Fußnote MBs erscheint Händels "La Resurezzione" auch in anderem Licht :D .
    Höre gerade einen Mitschnitt aus dem Jahre 2010 mit Vaclav Luks- und bin ganz schwer begeistert:

    Händel: "La Resurrezione"
    In allen Aufnahmen, die ich kenne, fehlt irgendwas, mal sind sie zu fitzlich, weil ja Frühwerk, manchmal zu wenig dramatisch...weil ja Frühwerk.
    Luks gelingt hier Händel. Fett und genau gleichermaßen, emotional und konstruiert ohne Widerspruch.
    Im Frühwerk schon dramatisch und emotional "übergriffig".
    Alles, was Händels Musik ausmacht, ist 1707 schon da.

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire

  • Bin ja bei Wagner nur rudimentär ausgerüstet und kann daher kaum vergleichen, aber aufgrund der Komplexität ist für mich Durchhörbarkeit Trumpf. Das finde ich z B. bei Karajans Ring exemplarisch gegeben (allerdings: Studioaufnahme).

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Hier:

    Sir Edward Elgar: Klavierquintett a-Moll, op. 84 (orchestriert von Donald Fraser)

    English Symphony Orchestra
    English Chamber Orchestra
    Kenneth Woods

    Well, das ist nix für Orthodoxe. Elgars spätes Klavierquintett zeichnet sich schließlich gerade dadurch aus, dass es ein Klavierquintett und kein Orchesterwerk ist. Die Brinkwells-Kompositionen sind ja im Œuvre Elgars u.a. darum besonders, weil sie sich vom Orchester ins Intime zurückziehen und in eine neue Phase der Musiksprache Elgars zu weisen scheinen. Bedingt durch den Tod seiner Frau Alice aber, ist es zu einer Ausdifferenzierung dieser Phase nicht mehr gekommen. Die Rekonstruktion der dritten Symphonie durch Anthony Payne lässt immerhin vorsichtig ahnen, wo die Reise hätte hingegen können.

    Man könnte nun also hingehen und argumentieren, hier sei hier im Grunde gegen Elgar orchestriert worden. Aber, was soll‘s. Bach hat ja auch nicht ahnen können, dass seine Kompositionen für Orgel (und andere) dereinst für Orchester transkribiert werden würden. Unter anderem auch von Elgar. Und was für großartige Orchestrierungen sind da zum Teil herausgekommen! Wood, Stokowski, Elgar, Respighi, Reger, Raff, Schönberg...

    Hier ist es nicht anders. Donald Frasers süffige und durchaus stilsichere Transkription des Klavierquintetts wirkt, als handele es sich um Elgars „Symphonie Nr. 2a“. Und das ist ein überzeugendes Ergebnis, eines das sich - insbesondere im (ohnehin schon) wunderbaren zweiten Satz - wirklich hören lassen kann.

    Ich ärgere mich nicht, die Aufnahme gehört zu haben. Im Gegenteil.

    :wink: Agravain

  • Brahms-Glanert: Vier Präludien und Ernste Gesänge
    basierend auf Brahms' Op. 121 arrangiert für Bariton und Orchester durch Detlev Glanert (2004/05)
    Michael Nagy (Bariton)
    Detlev Glanert: Weites Land (2013)
    Johannes Brahms: Klarinettensonate f-Moll Op. 120/1
    arrangiert für Klarinette und Orchester durch Luciano Berio (1986)
    Kari Kriikku (Klarinette)
    Helsinki Philharmonic Orchestra, Olari Elts

    Johannes Brahms: Sonate für Klarinette und Klavier f-Moll Op. 120/1
    Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Christoph Berner (Klavier)

    Zu Opus 120/1. Die Klarinettenparts sind in beiden Werken (nahezu?) identisch. Dennoch ist es vielleicht nicht gerecht, bei diesen unterschiedlichen Settings das Klarinettenspiel zu vergleichen. Ich tue es trotzdem. Mir gefällt das Spiel von Kriikku außerordentlich gut. Es ist ist weicher, klingt entspannter. Und insbesondere beim Andante un poco adagio auch intimer, romantischer. Aber wie gesagt...

    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga

    Ich lieb‘ den Schlaf, doch mehr noch: Stein zu sein.
    Wenn ringsum nur Schande herrscht und nur Zerstören,
    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Hier heute früh:

    George Frideric Handel: Coronation Anthems HWV 258 - 261

    The Choir of New College,Oxford
    The King's Consort

    Robert King

    Nach wie vor die in meinen Ohren überzeugendste Aufnahme der "Coronation Anthems" Ausführlicher HIER.

    :wink: Agravain

  • Albert Dietrich : Sinfonie d-moll , op.20 Oldenburgisches Staatsorchester , Alexander Rumpf

    Anschließend :

    Joseph Joachim Raff : Sinfonie Nr.3, "Im Walde" , op.153 Bamberger Symphoniker , Hans Stadlmair

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Um die Symphonien von Max Bruch war es lange ruhig, zwei GA aus den 80ern und frühen 90ern von James Conlon und Kurt Masur, das war's. Schon deshalb dürfte die neue Einspielung von cpo Interesse wecken. Dazu wurde mit den Bamberger Symphoniker ein Orchester gewonnen, das m.E. ideal für diese Musik ist. Newcomer Robert Trevino geht die Sache etwas ruhiger an als die Kollegen, was dem romantischen Duktus dieser Musik nur entgegenkommt. Ich habe jetzt die verschiedenen Aufnahmen nicht im direkten Vergleich gehört und habe derzeit auch gar keine Lust, die alten Einspielungen noch einmal aufzulegen. Lieber höre ich die neuen noch einmal. Der umtriebige Meiernberg meint übrigens dazu: Trevino lässt sich deutlich mehr Zeit als Masur, packt kräftig zu und setzt deutliche Akzente in der aufblühenden romantischen Tonsprache Bruchs. Da ist Masurs Lesart doch distanzierter und "belangloser".

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Coronation Anthems HWV 258 - 261

    Ich hab mich gerade echt verlesen und noch ein zweites und drittes Mal hingeguckt... :versteck1:
    Sind das diese psychischen Schäden, von denen jetzt alle reden? :D

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Um die Symphonien von Max Bruch war es lange ruhig, zwei GA aus den 80ern und frühen 90ern von James Conlon und Kurt Masur, das war's.

    Das ist nicht richtig. Hier gibt es ebenfalls alle drei Sinfonien plus das Violinkonzert, dem Konzertstück für Violine und Orchester und fünf Schwedische Tänze

    Neue Philharmonie Westfalen, Johannes Wildner + Ursula Schoch (Violine)

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Um die Symphonien von Max Bruch war es lange ruhig, zwei GA aus den 80ern und frühen 90ern von James Conlon und Kurt Masur, das war's. Schon deshalb dürfte die neue Einspielung von cpo Interesse wecken. Dazu wurde mit den Bamberger Symphoniker ein Orchester gewonnen, das m.E. ideal für diese Musik ist.

    Ich habe James Conlon und Johannes Wildner vorliegen, Masur hatte ich mal, aber dann verkauft. sie war mir einfach nur langweilig gewesen. Ich habe mit Masur grundsätzlich so meine Probleme, ähnlich geht es mir mit Celibidache oder Thielemann.


    Schon deshalb dürfte die neue Einspielung von cpo Interesse wecken. Dazu wurde mit den Bamberger Symphoniker ein Orchester gewonnen, das m.E. ideal für diese Musik ist. Newcomer Robert Trevino geht die Sache etwas ruhiger an als die Kollegen, was dem romantischen Duktus dieser Musik nur entgegenkommt.

    Ob ich mir wirklich bei Bruch noch eine weitere GA hinlegen würde, muss ich echt bezweifeln. Ich muss zugeben, dass mir der Name Robert Trevino völlig unbekannt war. Nun habe ich mal seine Homepage besucht, damit ich mal im Ansatz was mit ihm anfangen kann. Das scheint mir ein interessanter Dirigent für die Zukunft zu sein.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Zu Aufnahmen mit den Sinfonien von Max Bruch:
    In den späten 1990er Jahren machte Richard Hickox Aufnahmen der Sinfonien Nr. 1 & 3 sowie der Violinkonzerte Nr. 2 & 3 mit Lydia Mordkovitch als Solistin und jeweils mit dem London Symphony Orchestra, erschienen bei Chandos, siehe hier. Vielleicht war geplant, dass zumindest noch die 2. Sinfonie evtl. gekoppelt mit einem weiteren Werk für Violine und Orchester - Violinkonzert Nr. 1 und/oder Schottische Fantasie? folgen sollten. Richard Hickox starb 2008 und vielleicht standen diese Werke noch auf seiner To-Do-Liste, die er leider nicht mehr realisieren konnte.

    Wobei es Bruchs Violinkonzert Nr. 1 bereits in zwei verschiedenen Aufnahmen beim Chandos-Label gibt:
    und

    All diese Aufnahmen kenne ich nicht aber soweit ich gesehen habe gibt es diese im Strom.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Wie hat Dir die Dietrichsymphonie gefallen?

    Es war ja keine Erstbegegnung mit ihr, dafür ein Wiederhören. Da ich mich gerne im "Moll-Bereich" aufhalte, ist das schon mal ein erster Pluspunkt. Insgesamt eine mMn sehr gelungene Einspielung. Wer mit Brahms und Gernsheim klarkommt, wird mit Dietrich keine Probleme haben. Dabei möchte ich aber auch auf das Cellokonzert hinweisen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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