Eben gehört 2019/2020

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    Anton Webern : Orchesterwerke ("Im Sommerwind", "Passacaglia,op.1, Six Orchestral Pieces,op.6, Five Orchestral Pieces,op.10, Symphony,op.21, Concerto,op.24, Variations,op.30)


    Staatskapelle Dresden , Giuseppe Sinopoli

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • naja, eben...schon seit Tagen:
    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=474259


    und werde nicht fertig damit.
    Finde den Mitschnitt soviel vielsagender als jeden Herreweghe....der sich dann in Schönem genügt....-Bachs Musik aber viel mehr ist, wie ich finde.


    Macht mich fix und fertig, was ich da höre und sprachlos.

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire

  • und jetzt ganz historisch unterwegs mit Mengelberg:


    Unglaublich spannend, auf Stuhlkante, gar nirgends ein "Ländlern"....ich kenne keine "HIP"- Aufnahme, die so nahe dran wäre....und Temporückungen dienten, dem Werk nahezukommen.
    Nein, das ist erstaunlich hart musiziert und unsentimental, flüssiger in kleinem Hinhalten.
    Der zweite Satz schneller als der erste....einfach richtig erfühlt.



    Kenne die Aufnahmen schon sehr lange....und schätze Schubert nicht sehr.


    Diese Aufnahmen aber sind die vielleicht wichtigsten Schubertscher Musik, die je entstanden. Für mich jedenfalls.
    Das ganze Gedöns um das Innere Schuberts Musik spielt keine Rolle, die Musik geht einfach, spricht durch sich selbst.
    Das ganze Geschwurbel eines Fischer- Dieskau muss nicht sein, Schubert nahezukommen.
    Recht krass hier und auf Tempo reduziert, auch im Sinne, es freizulassen....ich wüsste niemanden heute, keinen Holliger oder Jüngeren, auch Manacorda nicht, der derart wach an diese Musik ginge.
    Um im Gehen deutlich zu machen, was Schubert sagt, statt es umgekehrt zu versuchen.
    Mengelberg scheint nicht zu interpretieren, sondern eben: Laufenzulassen und auf Zentren hingedacht, Ohne das ganze Verquaste.


    Für mich, der ich Schubert nicht besonders mag, eine Jahrhundertaufnahme.
    Differenzierter und das auch hörbar, trotz des Alters der Aufnahme, als in den meisten jüngeren. Den meisten? Allen?
    Naja, ich will ja nicht provozieren.....nö, nie.

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire

  • Unglaublich spannend, auf Stuhlkante, gar nirgends ein "Ländlern"....ich kenne keine "HIP"- Aufnahme, die so nahe dran wäre....und Temporückungen dienten, dem Werk nahezukommen.
    Nein, das ist erstaunlich hart musiziert und unsentimental, flüssiger in kleinem Hinhalten.
    Der zweite Satz schneller als der erste....einfach richtig erfühlt.

    magst Du noch anfügen, um welche Symphonie es ging?

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Herreweghe....der sich dann in Schönem genügt....

    Quis habet aures audiendi audiat. (Bewährtes Asterix-Latein)


    Nebenbei gesagt ist das unkundige Gesabbel der Moderatorin kaum zu ertragen - nicht nur zitiert sie den Text falsch, sie schwafelt auch etwas von "Engelschor". Ach ja ...


    Wenigstens den Eingangschor habe ich mir mal gegeben. Weich, mit Trauermiene. Der Akzent liegt im B-Teil bisweilen auf repetierten Tönen, die das antiphonische Geschehen bei Savall überlagern ... mit dieser Auffassung dürfte er ziemlich alleine dastehen. Interessant, mal diese Töne so bohrend, insistierend zu hören, aber sind die Töne wirklich wichtiger als der antiphonische Rest? Schön finde ich, dass der cantus firmus nicht rausgedonnert wird, sondern nur ein Faden im Ganzen ist.


    Man mag vieles gegen Herreweghes Aufnahmen (welche denn konkret?) einwenden - ich höre da nicht nur "Schönes". Der wesentliche Aspekt der Herrewegheschen Wiedergaben der Bachschen Vokalwerke ist mir - und man verzeihe mir die unvermeidliche Verallgemeinerung, die im Einzelfall falsch sein muss -, dass Herreweghe das zentrale heilsgeschichtliche Drama, das zentrale Heilsereignis überhaupt, nicht zu einer sozialarbeiterkompatiblen Betroffenheitsschau verwinzigt, sondern Räume schafft, damit das Werk seine Spiritualität und die Transzendenz seiner Botschaft entfalten kann.


    Die Botschaft ist größer als der Berichterstatter Matthäus, größer als der Komponist, größer als die Interpreten und größer als der Hörer. Jede Reduktion auf individuelle Befindlichkeiten, und seien sie noch so empathisch-sympathisch (sympathisch gelesen als "mit-leidend"), steht der Botschaft im Weg, macht den Filter Botschaft -> Werk -> Interpret -> Hörer enger. "Das geht meiner Seele nah" ist bei weitem nicht der wichtigste Satz des Karfreitagsgeschehens, auch wenn er eine individuelle Wahrheit tragen mag. "Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen" aus dem Munde eines römischen Hauptmanns kommt meiner Sicht auf Botschaft und Werk wesentlich näher. Und bei Herreweghe höre ich das, bilde es mir jedenfalls ein. Zumindest fällt es mir bei ihm deutlich leichter, als wenn mir jemand beim Singen und Spielen dauernd von seiner individuellen Anteilnahme erzählen will, anstelle die Botschaft so gut er kann zu vermitteln.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Georges Onslow : Sinfonien Nr.1 & 3 : NDR-Radiophilharmonie , Johannes Goritzki

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Etienne Nicolas Mehul : Sinfonien Nr.1, g-moll & 2, D-Dur : Le Musiciens du Louvre , Marc Minkowski AD: 1989


    Das sind ganz hervorragende Einspielungen, die auch nach fast 25 Jahren immer noch so frisch ankommen, als wären sie gestern eingespielt worden.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Können tun die das schon. Haben ganz schön Routine mit dem Kram. Hamse bestimmt viel geübt, damit das so klappen tut. ;)


    J. S. Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068


    Le Concert des Nations
    Jordi Savall



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Ferruccio Busoni : Turandot-Suite, op. 41 Hong Kong Philharmonic Orchestra, Samuel Wong


    Das sind erfreuliche Einspielungen, die man bei einem eher unbekannten Orchester und Dirigenten nicht unbedingt erwarten würde.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Hier ein Mercedes unter den Händel-Aufnahmen:



    Georg Friedrich Händel: Israel in Egypt HWV 54


    Nancy Argenta, Sopran
    Emily van Evera, Sopran
    Timothy Wilson, Countertenor
    Anthony Rolfe Johnson, Tenor
    David Thomas, Bass
    Jeremy White, Bass


    Tavener Choir
    Tavener Players
    Andrew Parrott


    :wink: Agravain

  • Das ist feine Musik am Samstagmorgen - trotz des letzten Werkes!


    Luigi Boccherini


    Quintett für Gitarre und Streichquartett Nr. 4 D-Dur G 448 "Fandango-Quintett"
    Sinfonie d-moll op. 37 Nr. 3 G 517
    Sinfonie A-Dur op. 35 Nr. 3 G 511
    Streichquintett C-dur op. 30 Nr. 6 G 324 "La musica notturna delle strade di Madrid"


    Rolf Lislevand, Gitarre
    Le Concert des Nations
    Jordi Savall



    Der Anfang des Streichquintetts ist irre ... wer würde da auf Boccherini tippen? GIlt auch für weitere Stellen ...


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hatte die Ehre - die Ehre ! - mit Hans Hotter als Falstaff . Da die Müllabfuhr wegen der Terminverschiebung heute am frühen Morgen durchs Gäßchen donnerte und die Tonnen leerte , muß bei mir eine Assoziation zu Falstaff entstanden sein . Und da fiel die Wahl auf die vor 81 Jahren ( 9.April 1939 ) entstandene Aufnahme mit Hans Weisbach und den Kräften des Reichssenders Leipzig .


    https://www.youtube.com/watch?v=eBw1HKikeoQ

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"


  • Ruperto Chapi y Lorente : Sinfonie d-moll & Fantasia musica Orquesta de la Comunidad de madrid , José Ramón Encinar AD: 2007


    Ich denke mal, dass niemand den Komponisten Ruperto Chapi y Lorente (1851 - 1909) kennen wird. Ich auch nicht, aber es gibt immerhin eine CD mit zweien seiner Werke. Die Sinfonie hier ist eine Weltersteinspielung, und damit erst recht ein Stück absolutes Neuland für mich. Ich habe die CD vor Jahren schon mal gehört, aber dann ist sie in der Menge meiner CDs untergegangen. Heute habe ich sie mal wieder ausgegraben.


    Vor allem als Komponist von "Zarzueleas" (ist ein spanisches Musiktheater in der Tradition der französischen Opera comique) bekannt geworden, schrieb er auch Orchesterwerke, eine Sinfonie, dazu Opern und Kammermusik. Beide auf dieser CD befindlichen Werke wurden 1879 geschrieben. Sie enthalten erstaunlich wenige "typische" spanische Einflüsse, die aber trotzdem durchaus erkennbar sind. Bei der "Fanatsia morisca" vor allem ganz deutlich im 3.Satz "Serenata". Das ist wirklich klar erkennbare spanische Musik, die man heute so noch hören kann. Hier habe ich das Bild fast vor meinen Augen. Das ist einfach "nur schön", man fühlt sich sofort wieder Mitten in Spanien. Chapi stammt es der Region Alicante. Dort habe ich selbst mehrere Male gespielt, auch in einer Banda de musica bei den Osterfeiern dort. Mein Bezug zu dieser Musik ist also durchaus eng und liegt mir auch sehr am Herzen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Bei mir Schubert bei strahlendem Sonnenschein.



    Klaviertrio D. 929
    Stuttgarter Klaviertrio



    Ich habe keine andren Aufnahmen, aber wenn mich Musik dermaßen anmacht hat das meist auch was damit zu tun daß sie verdammt gut interpretiert ist - auch wenn ich sowas nicht weiter begründen kann. Vermute ich hier einfach auch mal.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Angeregt durch Boccherini und Arriaga stand mir der Sinn nach spanischer Musik, wie sie Ravel bietet ... und Debussy traf den Ton auch nicht schlecht. Oder das Klischee.


    Claude Debussy

    - Ibéria

    Maurice Ravel

    - Alborada del gracioso
    - Rapsodie espagnole



    Gruß
    MB


    :wink: -

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Die nächsten anderthalb Stunden vertreibe ich mir erneut mit Spätromantischem:


     
     


    John Knowles Paine: Shakesspeare‘s Tempest - Symphonic Poem, op. 31
    Ulster Orchestra
    JoAnn Faletta


    Jean Sibelius: En Saga, op. 9
    Berliner Philharmoniker
    Wilhelm Furtwängler


    Erkki Melartin: Traumgesicht, op. 70
    Finnish Radio Symphony Orchestra
    Hannu Lintu


    Albert Roussel: Résurrection, op. 4
    Orchestre du Capitole de Toulouse
    Michel Plasson


    :wink: Agravain


  • Antonin Dvorak : Slawische Tänze, op.46 & op.72 : Ungarisches Staatsorchester, Adam Fischer AD: 1988


    Weiter ging es mit den "Slawischen Tänzen, hier mit Adam Fischer am Dirigentenpult, der nicht, wie sein Bruder, mit eigenen Arrangements und "Specials" aufwartet..

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Mannmannmann. The fastest Rhenish Kopfsatz ever?


    Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 "Rheinische"


    London Philharmonic Orchestra
    Sir Adrian Boult



    Ich mag's ja manchmal gerne hart am Wind, aber das ist mir zu viel ...


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Sir Hamilton Harty ; An Irish Symphony & With the Wild Geese & In Ireland AD: 1996


    National SO of Ireland , Proinssias O'Duinn


    Für mich nach wie vor einer der besten CDs des Jahres 2000 (da wurde sie veröffentlicht). Sie hat mir besser als jene unter Bryden Thomson gefallen.


    Damit hat mich meine Reise inzwischen nach Nordirland gebracht. Allerdings sind alle Werke in England erst geschrieben worden.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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