Heute und demnächst im Stream / im Internet

  • Über den 2018er "Lohengrin" gibt es hier im Forum einen ganzen eigenen Thread.

    oh! Da muss ich doch mal hinschauen.


    Freut mich sehr, dass er Dir auch gefällt!
    Auch die Inszenierung?


    Anja Harteros? Gefällt mir sehr!


    Nelsons habe ich vor einiger Zeit in London mit Lohengrin erlebt. Not bad.....aber man wurde nicht so herrlich bezirzt und überrollt wie hier.


    Bei Thielemann werden die Wagnerschen Grenzen gesprengt. Es wird alles immer noch weiter ausgekostet als man zu hoffen wagte. Und so bleibt nichts zu wünschen übrig, Ob es eine Stille ist, oder ein Tosen, oder ein Rubato, oder ein Englischhorn Solo. Und bei dieser Inszenierung ist endlich auch mal das Sängerensemble einheitlich Spitzenniveau. (Was ja leider bei dem Bayreuther Tristan so schade ist.)


    Schon allein wie hier der Text behandelt wird - die Silben- und Konsonantenbetonungen, der doch so wichtige Sprachrhythmus, die Nuancen in der musikalischen Begleitung des Textes..... da könnte man so viel darüber sagen, man würde nicht fertig werden.



    :wink:

  • Auch die Inszenierung?

    weiterhin sehr auf den Lohengrin von Neuenfels fixiert, aber Umsetzung von Brautgemachszene kam richtig cool rüber .. :thumbup:

    Anja Harteros? Gefällt mir sehr!

    Mir auch, sowie Titelpartie...

    Bei Thielemann werden die Wagnerschen Grenzen gesprengt.

    Bin zwar nicht der große Thielemann-Fan, aber dieser Lohengrin-Mitschnitt kommt mir neben Bayreuther Tristan- Mitschnitten und Parsifal-String vom 23.03.13 aus Salzburg als bisher fetzigsten Wagnereien Thielemanns rüber. Vor 2 Jahren haben wir uns Tristan in Bayreuth sogar mal richtig live reingezogen, dabei vieles - vor allem im 2. Akt .- vom Orchester höchst fein und subtil .. .

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Bin zwar nicht der große Thielemann-Fan, aber dieser Lohengrin-Mitschnitt kommt mir neben Bayreuther Tristan- Mitschnitten und Parsifal-String vom 23.03.13 aus Salzburg als bisher fetzigsten Wagnereien Thielemanns rüber. Vor 2 Jahren haben wir uns Tristan in Bayreuth sogar mal richtig live reingezogen, dabei vieles - vor allem im 2. Akt .- vom Orchester höchst fein und subtil .. .

    :thumbup: War der Tristan live in der "Premierenwoche" ?

  • oh! Da muss ich doch mal hinschauen.

    Tu das! Bitte sehr, hier der Link:
    Zur Lohengrin-Premiere 2018 der Bayreuther Festspiele


    Und hier haben wir über die Premiere von 2010 geredet, die ich gerade zum Zehnjährigen wieder-gehört habe:
    Wagner: "Lohengrin" - Bayreuther Festspiele, 25.07.2010

    Freut mich sehr, dass er Dir auch gefällt!
    Auch die Inszenierung?

    Die habe ich nie wirklich gesehen, mir reicht da das Kopfkino. ;)

    Anja Harteros? Gefällt mir sehr!

    Von Anja Harteros hatte ich mir viel versprochen, als ich die Aufführung am Radio verfolgt habe, die Sängerin genießt ja geradezu Kultstatus und hat eine veritable Fan-Gemeinde. Ich kann das nicht so recht nachvollziehen und ich fand sie auch in dieser Aufführung eher "in Ordnung" als mehr, wobei man sicher auch die Anspannung der Eröffnungspremiere und die unmenschliche Hitze unter Perücke und Kostüm im Scheinwerferlicht berücksichtigen muss. Mit der Harteros tue ich mich schwer: Es gibt so viele so kundige Opern-Leidenschaftliche, die von hier vollkommen verzeubert sind, da muss irgendetwas an dieser Frau und ihrem Singen sein, aber ich finde es einfach nicht, so oft ich auch suche. Mir ging das selbst dann so, als ich Anja Harteros tatsächlich ein Mal live erlebt habe - als Tosca: Ich saß in diesem Opernhaus und habe darauf gewartet verzeubert zu werden - und alles, was ich hörte, war eine gute Sängerin mit einer routinierten Darstellung. Und dann kam der zweite Akt und an seinem Ende das berühmte Gebet: "Vissi d´arte, vissi d´amore"... und da war er plötzlich, der Zauber, die Welt steht still, es gibt nur noch mich und diesen Klang...
    Also, kurz gesagt: Ich habe nicht eine Meinung zu Anja Harteros, sondern sehr viele sehr unterschiedliche.

    Nelsons habe ich vor einiger Zeit in London mit Lohengrin erlebt. Not bad.....aber man wurde nicht so herrlich bezirzt und überrollt wie hier.


    Bei Thielemann werden die Wagnerschen Grenzen gesprengt. Es wird alles immer noch weiter ausgekostet als man zu hoffen wagte. Und so bleibt nichts zu wünschen übrig, Ob es eine Stille ist, oder ein Tosen, oder ein Rubato, oder ein Englischhorn Solo. Und bei dieser Inszenierung ist endlich auch mal das Sängerensemble einheitlich Spitzenniveau. (Was ja leider bei dem Bayreuther Tristan so schade ist.)

    Christian Thielemann hat mich mit seinen Wagner-Aufführungen aus Bayreuth immer überzeugt und oft begeistert, am meisten mit seinem 2012er "Holländer". Auch seinen "Lohengrin" dort fand ich toll (die Tempodramaturgie, die Steigerungen, diese unendliche Ruhe) - genauso wie den von Andris Nelsons. Ich höre da keinen qualitativen Unterschied.
    (Ich muss allerdings sagen, dass ich, wenn ich so darüber nachdenke, mich an überhaupt kein verkorkstes "Lohengrin"-Dirigat erinnern kann...)

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Kann man irgendwo hineinhören? Es müsste sich mindestens ein Wunder ereignet haben, wenn Thielemann, der gegenwärtig langweiligste und hochgepushteste Dirigent des deutschen Fachs, so großartig dirigiert. Da gibts viele viel bessere Kollegen: Semjon Bychkov, Michael Boder, Peter Schneider, Adam Fischer und viele mehr.
    Vorm Thielemann lauf ich regelmäßig davon, und ich kenne viele, die das ebenso halten.

  • Im Diskussionsfaden zum Werk habe ich gestern schon auf die "Cosi fan tutte"-Premiere hingewiesen, die ich aus Salzburg am Fernsehen verfolgt habe, hier passt es mindestens genauso gut hin. Die kompletten Opernproduktionen der diesjährigen Salzburger Festspiele mit der Konzentration auf die beiden Hausgötter/Lokalmatadore


    https://www.youtube.com/watch?v=AhoT3IWIvzo
    "Elektra" von Richard Strauss mit Ausrine Stundyte, Asmik Grigorian, Tanja Arinae Baumgartner, Franz Möst dirigiert



    https://www.youtube.com/watch?v=f7R1i_Akmqs
    "Cosi fan tutte" von Mozart mit Elsa Dreisig, Marianne Crebassa, Bogdan Volkov, André Schuen, Joana Mallwitz dirigiert

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Kann man irgendwo hineinhören?

    Kann man:
    https://www.youtube.com/watch?…94bqn7RtQfRAkCH6&index=36


    Und zur Ergänzung gibt es auch noch die Wiederaufnahme von 2019, ebenfalls mit Thielemann am Pult, aber veränderter Besetzung: Statt Anja Harteros und Piotr Beczala sangen Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt in den Hauptrollen:
    https://www.youtube.com/watch?…94bqn7RtQfRAkCH6&index=37

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • die Tempodramaturgie,

    gutes Wort - ich suchte nach einem passendem. Die ist so irre gut in diesem Lohengrin!

    genauso wie den von Andris Nelsons. Ich höre da keinen qualitativen Unterschied.

    Ich erinnere mich an die Männer- Chorszene in London, im 2.Akt. Alle standen diagonal an der Rampe und brüllten wie besessen vor Begeisterung über den Graben weg. Es kamen auch gewisse Gesten vor.... ungemein wirkungsvoll insgesamt. Der Covent Garden Chor ist sehr gut und die Akustik natürlich einfacher zu manövrieren als in Bayreuth.



    danke für die Links!

  • Es müsste sich mindestens ein Wunder ereignet haben, wenn Thielemann, der gegenwärtig langweiligste und hochgepushteste Dirigent des deutschen Fachs, so großartig dirigiert

    Wann hast Du ihn denn zum letzten Mal gehört und mit welchem Programm? falls es eine Aufnahme war, welche?


    Möchtest Du einen Link zu einem Wagner oder Strauss einstellen, für den Du Dich begeistern kannst?

  • Ich bin übrigens noch begeisterter mit der DG Aufnahme und Inszenierung https://bayreuth.dg-stage.com/
    als mit der Premiere in 2018. Besonders Harteros scheint mir überzeugender. Im 3. Akt wirklich Spitze. Kann es sein, dass die DG Aufnahme nicht von der Premiere stammt? Die Chöre auch besser zusammen mit dem Orchester, aber dafür leider etwas an klanglicher Dimension und Wucht eingebüsst. Swings and roundabouts.
    Aber es kann mich auch meine Erinnerung ganz und gar täuschen.

  • War der Tristan live in der "Premierenwoche" ?

    Premiere war am 07.08.15. davon hatten wir uns Audio- und Videomitschnitt reingezogen . live haben wir uns den Bayreuth-Tristan 2018 gegönnt..

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Ich bin übrigens noch begeisterter mit der DG Aufnahme und Inszenierung bayreuth.dg-stage.com/
    als mit der Premiere in 2018. Besonders Harteros scheint mir überzeugender. Im 3. Akt wirklich Spitze. Kann es sein, dass die DG Aufnahme nicht von der Premiere stammt?

    Kann es vielleicht sein, dass die DVD aus mehreren Aufführungen zusammengeschnitten wurde, eventuell sogar mit Nachaufnahmen und Nachbereitungen?


    Die ersten Videoaufzeichnungen aus Bayreuth in den frühen 1990er Jahren (der "Ring" von Barenboim und Kupfer, der "Tristan" von Barenboim und Müller) wurden sogar vor dem Beginn der eigentlichen Festspiele im leeren Festspielhaus aufgezeichnet, sicher mit entsprechenden Schnitten und Wiederholungen.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Premiere war am 07.08.15. davon hatten wir uns Audio- und Videomitschnitt reingezogen . live haben wir uns den Bayreuth-Tristan 2018 gegönnt..

    War die Neuproduktion des "Tristan" 2015 nicht die Eröffnungspremiere? Dann müsste Premiere wie immer am 25. Juli (2015) gewesen sein.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • War die Neuproduktion des "Tristan" 2015 nicht die Eröffnungspremiere? Dann müsste Premiere wie immer am 25. Juli (2015) gewesen sein.

    ups .. da hab ich wohl Datum verkackt ?(

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Premiere war am 07.08.15. davon hatten wir uns Audio- und Videomitschnitt reingezogen . live haben wir uns den Bayreuth-Tristan 2018 gegönnt..

    Ja, Premiere war 2015, aber ich meinte, ob ihr in der ersten Vorstellung in 2018 wart, oder erst im August?

    Kann es vielleicht sein, dass die DVD aus mehreren Aufführungen zusammengeschnitten wurde, eventuell sogar mit Nachaufnahmen und Nachbereitungen?

    Hab ich mich auch schon gefragt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann haben wir es damals in Covent Garden so gemacht. Man musste immer 2 mal aufpassen, dass man sich nicht daneben benahm, besonders weil die Bratschen im Blickwinkel einer Dirigentenkamera sassen. Also bei Vor-und Zwischenspielen auf die Stuhlkante vorrutschen, ausnahmsweise mal denselben Strich wie der Stimmführer machen, nicht mit dem Pultnachbarn flirten usw. Man wurde dann aussergewöhnlich gefordert. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir auch nie die Premiere aufgenommen, aber solche Details können mir auch entfallen sein :rolleyes: .

  • Hab ich mich auch schon gefragt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann haben wir es damals in Covent Garden so gemacht. Man musste immer 2 mal aufpassen, dass man sich nicht daneben benahm, besonders weil die Bratschen im Blickwinkel einer Dirigentenkamera sassen. Also bei Vor-und Zwischenspielen auf die Stuhlkante vorrutschen, ausnahmsweise mal denselben Strich wie der Stimmführer machen, nicht mit dem Pultnachbarn flirten usw. Man wurde dann aussergewöhnlich gefordert. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir auch nie die Premiere aufgenommen, aber solche Details können mir auch entfallen sein .

    Ich glaube, so ist es sehr üblich bei solchen Veröffentlichungen - allerdings kann es auch gut sein, dass inzwischen Schnelligkeit und Sparsamkeit wichtiger genommen wird als Makellosigkeit und Dauerhaftigkeit. Dann könnte man die Fernsehaufzeichnung einer Aufführung auch direkt als DVD verwenden.


    Diese "Probleme" haben die Musiker im unsichtbaren Bayreuther Graben ja nicht. :D Aber das heißt, wenn man ein paar Aufnahmen aus dem Londoner Covent Garden aufmerksam anguckt, kann man jetzt wissen, wie du aussiehst? :P ;)

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ja, klar. Ich bin da hinten der Fettsack mit dem Bart :P

    Mein Gott, und ich habe immer gedacht, das wäre Pavarotti! :ohnmacht1:

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Entschuldigung, da sind die Pferde mit mir durchgegangen. Ehrlich gesagt, weiss ich es nicht. Ich hab mich auf einem entdeckt.... aber ich hab mir auch nur eins angesehen. Ich glaube La Traviata? Bin mir aber nicht sicher.


    :verbeugung2:

  • Die Traviata, mit der die Gheorghiu 1994 ihren Durchbruch hatte? Mit Lopardo, Nucci und Solti?

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!