Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

  • Hier ein vor vier Monaten mit ihr geführtes Interview:


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    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Und hier noch ein Interview, das Gabriele Lechner drei Wochen(!) vor ihrem Tod dem Bariton Bernhard Hansky gab:


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    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Solch ein früher Tod ist immer besonders traurig. 61 Jahre - mein Gott, das ist doch noch kein Alter!


    Ich habe Gabriele Lechner in der Rolle der Mutter in Humperdincks "Hänsel und Gretel" kennen gelernt. Es ist eine Rolle, in der eine Sängerin nur schwer beeindrucken kann, böse, keifend, nervig. Erst später habe ich die Geschichte von ihrem sensationellen Einspringen für Margaret Price in Wien gehört/gelesen und davon, dass Gabriele Lechner einmal eine gefeierte Primadonna im italienischen Fach gewesen ist bevor sie zur bösen Stiefmutter wurde.


    Der Titel des Nachrufes, den Stimmenliebhaber oben eingestellt hat, ist ja bezeichnend. Es ist diese eine Geschichte, die immer mit Gabriele Lechner verbunden wird, Wiener Staatsoper 1986, "Un ballo in maschera", Claudio Abbado am Pult, Luciano Pavarotti als Riccardo, Live-Fernsehübertragung, Margaret Price fällt aus, Gabriele Lechner spingt ein, damals 25 Jahre alt und in Graz engagiert. Es ist der Abend ihres Lebens:

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    Es war und es blieb der eine Abend ihres Lebens. Eine große Karriere hat Gabriele Lechner dann doch nicht gemacht. Das Publikum muss sie geliebt haben, aber außerhalb von ihrer Heimatstadt Wien und von Zürich, wohin sie 1991 von Alexander Pereira mit vielen anderen Wiener Kräften ins Ensemble geholt wurde, bekam man davon nicht viel mit. In den frühen Naxos-Jahren sang sie den Sopran-Part in Beethovens Neunter mit dem Orchester aus Zagreb, die einzigen Opernaufnahmen nach dem Mitschnitt des legendären Einspringens im "Maskenball" sind eine Aufseherin in "Elektra" bei den Salzburger Festpielen unter Claudio Abbado und die erwähnte Mutter in "Hänsel und Gretel" aus dem Opernhaus Zürich. Dafür hat Gabriele Lechner in den letzten zwei Jahrzehnten als Gesangsprofessorin an der Wiener Musikhochschule ihre Spuren hinterlassen.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • In dem Gespräch mit René Rumpold - danke vielmals für den Hinweis! - hat Gabriele Lechner ein bißchen durchblicken lassen, warum sie nicht die ganz große Karriere gemacht hat. Offenbar mußte sie sich sehr um ihre Mutter kümmern und nahm deshalb mit 42 die Chance wahr, als Professorin in Wien in die Pädagogik einzusteigen und die Bühne sein zu lassen, wo ihr die Regisseure zunehmend auch nicht mehr behagten.

    ______________________


    Homo sum, ergo inscius.

  • Christine McVie, née Perfect, * 12.07.1943, † 30.11.2022


    Bevor sie die "Sängerin von Fleetwood Mac" wurde, war sie Keyboarderin und Sängerin von Chicken Shack und unter eigener Regie.


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    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • Langhoff, Lechner, Hörbiger, Enzensberger - 60, 61, in den Achtzigern, in den Neunzigern - welche Zeitspanne ausgereicht hat für ein erfülltes Leben können wir nie sagen. Nur, dass sie alle fehlen werden, weil sie das kulturelle Leben im deutschsprachigen Raum so sehr auf ihre Weise belebt haben, weil sie Zeichen gesetzt haben, wie nur sie es vielleicht konnten, weil die Kultur hier ohne sie ärmer geworden ist.


    R.I.P.

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Der deutsche Charaktertenor und Schauspieler Uwe Schönbeck ist gestern im Alter von 63 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Der gebürtige Essener war viele Jahre lang Ensemblemitglied in Bern. Er gastierte u.a. in mehreren Rollen (darunter als Frosch) an der Komischen Oper Berlin.


    Nachruf auf Uwe Schönbeck: Ein Original der Berner Kultur, eine Wucht | Berner Oberländer (berneroberlaender.ch)

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Wie auf SpiegelOnline zu lesen, verstarb schon am 4.12. Manuel Göttsching, einer der Pioniere der deutschen elektronischen Musik.

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • In Wiesbaden starb der Studienleiter Christoph Stiller unmittelbar vor einer "Hänsel und Gretel"-Vorstellung, die er leiten sollte:

    Hessisches Staatstheater Wiesbaden - Wir trauern um Christoph Stiller

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • Die britische Modeschöpferin Vivienne Westwood ist im Alter von 81 Jahren gestorben.


    R.I.P.

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Die Schriftstellerin Sibylle Mulot ist verstorben:


    Schriftstellerin: Sibylle Mulot ist tot
    Die Schriftstellerin und Übersetzerin Sibylle Mulot starb bereits am 28. Dezember, wie der Diogenes-Verlag mitteilte. Sie wurde 72 Jahre alt.
    www.ksta.de

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Bitte in diesem Thread nur über das Ableben von Personen des kulturellen Lebens berichten. Politische und religiöse Persönlichkeiten haben hier nichts zu suchen. Außerdem wird über deren Ableben sowieso breit berichtet.

    Die Moderation.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Ich habe das zu respektieren und tu das auch.


    Das heißt nicht, daß ich mit der Löschung meines Beitrages einverstanden bin. Er war nicht löschenswert, finde ich. Egal


    Ihr hat ja auch einen undankbaren Job.


    Zeit, auch mal danke zu sagen.


    Löscht weniger, diskutiert mehr...


    :cincinsekt:. Auf die Mods :)


    Und Euch ein einfacheres 2023!

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Liebe Forianer

    da die Bewertung der Leistungen des verstorbenen Joseph Ratzinger je nach Standpunkt sehr unterschiedlich ausfällt (Stichwort: Aufklärung von Mißbrauchsfällen), hält die Moderation es für nicht geboten, dies hier zu diskutieren. Wir danken für Euer Verständnis.

    Euch allen ein gutes neues Jahr.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

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