Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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  • Ich stimme liebend gerne Carsten und Michael zu, besonders im Bezug auf Norwegen. Irgendwie hat mich das mehr geschockt als die Amy Winehouse-Geschichte, obwohl ich ihre Musik immer mochte.

  • Beide Empfindungen sind für mich schwer zu vergleichen: In die Trauer über die Toten in Norwegen mischen sich Wut und Entsetzen über den feigen Anschlag. Über Amy Winehouses Tod bin ich auf andere Weise traurig - über eine junge Künstlerin mit toller Stimme, Ausstrahlung und - Carsten hat`s schon geschrieben - wirklich Soul im Singen, die das Leben mit bzw. nach dem Erfolg nicht gepackt hat.


    Federica

  • In die Trauer über die Toten in Norwegen mischen sich Wut und Entsetzen über den feigen Anschlag.

    So geht es mir auch. Ich kann es gar nicht fassen, wieviel Unglück dieser Mensch über so viele andere Menschen gebracht hat.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Ich habe mir eben das erste Mal in meinem Leben eine Amy Winehouse-CD aufgelegt - ihr Debütalbum "Frank" wurde uns mal geschenkt (und ist in den Untiefen des Regals verschwunden). Und was höre ich? Das zweite Stück "You sent me flying/Cherry", als dessen Autoren "Winehouse, Felix Howard/Winehouse, Remi" angegeben werden, ist ab 0:49 min. eine Coverversion des Jazzstandards "Lullaby of Birdland", welcher 1952 von George Shearing komponiert wurde und auch Eingang in den vokalen Jazz fand (Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald). Dies wird ja gar nicht mal groß verheimlicht, denn Amy Winehouse singt bei 0:34 min. ausdrücklich "I sang a Lullaby of Birdland every night". Nur warum wird George Shearing dann nicht als Komponist angegeben? Warum tut man so, als habe man dieses Stück vollständig selbst komponiert? Die (ketzerische) Frage, warum man heutzutage Millionen scheffeln kann, indem man unter einen Jazzstandard ein bisschen Drum'n'Bass legt und einen neuen Text dazu schreibt, stelle ich ja gar nicht erst :hide:

  • Ich habe mir eben das erste Mal in meinem Leben eine Amy Winehouse-CD aufgelegt - ihr Debütalbum "Frank" wurde uns mal geschenkt (und ist in den Untiefen des Regals verschwunden). Und was höre ich? Das zweite Stück "You sent me flying/Cherry", als dessen Autoren "Winehouse, Felix Howard/Winehouse, Remi" angegeben werden, ist ab 0:49 min. eine Coverversion des Jazzstandards "Lullaby of Birdland", welcher 1952 von George Shearing komponiert wurde und auch Eingang in den vokalen Jazz fand (Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald).


    Ich höre es eher im October song:


    "Today my bird flew away",


    und mit dem "bird"-Motiv wird im Text weiter gespielt:


    "I sung a lullaby of bird land everynight
    [..]
    Ava was the morning, now she's gone,
    she's reborn like Sarah Vaughan
    [...]"


    Ein "Song im Song" - und in Text und Musik doch eigentlich genau als Zitat gekennzeichnet.

  • Verstorben ist Michael Cacoyannis, der u.a. im Film "Alexis Sorbas" Regie geführt hat. Der 1922 geborene Cacoyannis erzielte 1962 seinen ersten internationalen Erfolg mit "Elektra" und wurde fünfmal für den Oscar nominiert. Weitere Filme: "Die Trojanerinnen" mit Katherine Hepburn und Vanessa Redgrave, "Iphigenie" (mit Irene Papas) und "Der Kirschgarten" mit Alan Bates und Charlotte Rampling 1999.



    :wink:

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Ich höre es eher im October song


    Ist das der "October song"? Okay - aber auch bei dem lese ich nichts von einer Autorenschaft George Shearings. Als Autoren sind dort angegeben: Matt Rowe, Stefan Skarbek, Amy Winehouse.

  • Michael Cacoyannis, bekannt als der Regisseur von "Alexis Sorbas", starb 89-jährig, gestern Montag 25.7.2011, in Athen an den Folgen eines Herzinfarkts.


    Cacoyannis arbeitete mit prominenten Schauspielerinnen wie Melina Mercouri, Irene Papas, Candice Bergen und Katherine Hepburn zusammen. Berühmtheit erlangte er 1964 mit "Alexis Sorbas" nach dem Roman von Nikos Katzantzakis mit Anthony Quinn. Der Film gilt als einer der erfolgreichsten aller Zeiten. Er wurde für sieben Oscars nominiert und gewann deren drei.


    R.I.P.+

  • Schon am 15. Juli ist der amerikanische Bariton Cornell MacNeil im 89. Lebensjahr verstorben.


    MacNeil sang fast 30 Jahre lang an der Met, hauptsächlich in italienischen Opern von Verdi und Puccini. Mit der Rolle des Scarpia verabschiedete er sich 1987 offiziell von der Bühne. Auch an den europäischen Bühnen war er präsent, so auch an der Wiener Staatsoper.


    Es existieren zahlreiche Operngesamtaufnahmen mit Cornell MacNeil, u.a. diese "Aida" unter Karajan:




    :wink:

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Verstorben ist Michael Cacoyannis, der u.a. im Film "Alexis Sorbas" Regie geführt hat. Der 1922 geborene Cacoyannis erzielte 1962 seinen ersten internationalen Erfolg mit "Elektra" und wurde fünfmal für den Oscar nominiert. Weitere Filme: "Die Trojanerinnen" mit Katherine Hepburn und Vanessa Redgrave, "Iphigenie" (mit Irene Papas) und "Der Kirschgarten" mit Alan Bates und Charlotte Rampling 1999.


    Ich kenne sein Elektra. Ein toller Film. Auch Iphigenie gefiel mir, allerdings ist es ewig her, seit ich ihn das letzte Mal sah. RIP MC



    jd :(

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

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    Jean Paul

  • Das glaube ich, bei aller Wertschätzung, eher nicht. Und wenn, dann höchstens wegen des allzu frühen Todes.


    Ich glaube, auch bei aller Wertschätzung, dass sich der Mainstreamerfolg auch vor allem durch die ganzen Skandale erhalten hat. Die Stimme war zweifellos beeindruckend, ich fand diese sehr eigene Art zu singen sehr ausdrucksvoll und die Kombi mit den "Dap Kings" war letztlich ein Glücksgriff, der "back to black" ermöglich hat. "Frank" war jedoch nicht wirklich der große kommerzielle Erfolg, das zweite Album schon, aber vermutlich wäre das schnell wieder aus den Charts gerauscht und Kennern vorbehalten gewesen, die musikalische Sternstunden unter den Top 10 in den popcharts wertschätzen können...
    Ich halte es ja für ziemlich wahrscheinlich, dass sie neben der drogensucht ne heftige Borderlinestörung hatte. Aber nun:


    R.I.P.


    "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
    "
    , David Hurwitz

  • Bereits am 4.Juli verstarb in Stuttgart Gerhard UNGER im 95.Lebensjahr. Unger war der bis heute unübertroffene König der Spiel- und Charaktertenöre - weil er eigentlich gar kein solcher, sondern ein großartiger lyrischer Tenor war (der sogar das hohe D singen konnte). Unvergessen sein David, sein Pedrillo, seine Lortzing-Rollen usw. usw. Ich habe ihn immer als eine Art Gegenstück zu Fritz Wunderlich empfunden: ein unverwechselbares, ausgesprochen sympathisches Timbre und ein großartiger Sänger und Gestalter. R.I.P.

    ______________________


    Homo sum, ergo inscius.

  • Sorry, ich war kaum im Forum und hab dann nicht daran gedacht, obwohl ich es sehr früh gehört habe.
    Für meine heutige Heimatstadt war Emmerich Smola von immenser Bedeutung als einer, der es geschafft hat den Menschen hier (leichte) klassische Musik näherzubringen. Auch wenn es Kultur immer noch schwer hat, wenn man von Jazz absieht, hat er viele Spuren hinterlassen. Ich selbst kenne ihn leider nur aus dem Radio.


    LG, Kermit

    Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.

  • Emmerich Smola

    Heute wiederholt SWR-TV anlässlich des Todes von Emmerich Smola den Film SMOLA - DIE LEGENDE von 10:45 - 11:45 h.


    Derselbe Sender bringt am 29.08. von 18:45-19:15 h die Smola gewidmete Sendung BEKANNT IM LAND.

  • Was für ein Tag, der leider zum hiesig aktuellen Gewitterwetter passt:


    Erst stirbt Jerry Leiber, der Texter von Elvis-Klassikern wie JAILHOUSE ROCK und HOUND DOG


    und jetzt auch noch Vicco von Bülow, genannt LORIOT.


    Er war zwar letzthin nicht mehr sehr aktiv, aber ich fühle buchstäblich das Niveau deutschen Humors mehrere Etagen weiter sinken, denn jetzt haben wir nur noch sogenannte Comedians.


    :cry: Rideamus

  • Loriot

    Ja, gestern, am 22. August verstarb leider im Alter von 87 Jahren Loriot / Victor von Bülow, ein Allround-Talent, das sich als Karikaturist, Humorist, Schauspieler und als Regisseur auch von Opern unvergessen bleibt. Noch mehr als seine Filme hat mich sein damals bei Radio Bremen entstandenes Fernseh-Schaffen begeistert. Ebenso seine humorvolle Erläuterung von Wagners Ring:


    "Give me all you've got, then crescendo!" Leonard Bernstein

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