Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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  • Charles Kálmán

    17.11.1929 -22.02.2015,


    Sohn von Karl Emmerich Kálmán,


    schrieb lt Wikipedia mehrere Musicals, Operetten und Chansons, dazu Filmmusik.


    Muß zugeben, hatte von ihm bisher nie gehört und nichts von ihm, aber vielleicht war er eins meiner blinden Augen^^.

  • Lieber Lothar!


    Das tut mir recht leid, denn ich habe Charles Kálmán persönlich schon gekannt, bedingt durch Vera Kálmán.


    Er war nicht so bekannt in Europa, doch er schrieb eine Operette die ich senerzeit im Wiener Raimundtheater gesehen habe, und Filmmusik.


    :sparkle:

  • Sir Terry Pratchett, der Erfinder der Scheibenwelt, ist heute gestorben. Er wurde 66 Jahre alt.



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  • Daevid Allen , Mitgründer von Soft Machine und Gong , erlag einem Krebsleiden. 13.1.1938 - 13.3.2015 . RIP

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Oleg Bryjak, Bassbariton von der Düsseldorfer Rheinoper, ist beim heutigen Absturz einer Germanwings-Maschine in Südfrankreich ums Leben gekommen. Er war auf dem Rückweg von einem "Siegfried"-Gastspiel in Barcelona. 2014 sang er den Alberich bei den Bayreuther Festspielen und war für 2016 als Klingsor vorgesehen. Er wurde 54 Jahre alt.

    »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
    Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter

  • Zu den Opfern zählt auch die Altistin Maria Radner.

    »Neulich haben Sie mich gegrüßt und ich hab Sie leider nicht gleich erkannt. Das nächste Mal, wenn ich Sie wieder nicht erkenne, treten Sie mir in den Arsch. Großartiger Jochanaan übrigens, neulich.«
    Hans Knappertsbusch zu Hans Hotter

  • Oleg Bryjak, Bassbariton von der Düsseldorfer Rheinoper, ist beim heutigen Absturz einer Germanwings-Maschine in Südfrankreich ums Leben gekommen. Er war auf dem Rückweg von einem "Siegfried"-Gastspiel in Barcelona. 2014 sang er den Alberich bei den Bayreuther Festspielen und war für 2016 als Klingsor vorgesehen. Er wurde 54 Jahre alt.


    Ich bin sprachlos. Bryak war der erste Alberich, den ich gehört habe (auf CD), im Karlsruher Ring unter Neuhold. Ich fand seine Leistung phänomenal, vergleichbar mit der von Gustav Neidlinger. In tiefer Trauer. ;(

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Hier ein Artikel zum Tod von Bariton Oleg Bryjak und Altistin Maria Radner.
    "http://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=11662&nachricht=Bariton%20Oleg%20Bryjak%20und%20Altistin%20Maria%20Radner%20sterben%20bei%20Flugzeugabsturz

  • Karl Moik ist gestorben.

    immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet...., sie haben "ALT" und "ENTF" gedrückt.

    Darf man das? Ja, wenn man es kann.

  • Im Alter von 70 Jahren ist heute Helmut Dietl gestorben.


    Christian

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • In memoriam Helmut Dietl !


    Unvergesslich wird seine Regiearbeit über die Münchner Schickeria der "Monaco Franze"


    u.a. bleiben.


    R. I. P. +


  • Mich hatte das Interview mit Dietl in der "Zeit" - ich staune, dass das schon 2013 war, die Zeit rennt wirklich! - sehr berührt:
    "http://www.zeit.de/2013/49/interview-regisseur-helmut-dietl-krebs"

    Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."


  • Ich seh im Monaco-Franze eine sehr subtile Meditation darüber, wie jemand aus der Vorstadt scheinbar den Einstieg ins Establishment geschafft hat und dennoch, in einem mittleren Lebensalter der plebeisch-erotischen Jagd (mehr als dem tatsächlichen Erfolg) nachhängt, damit umgeht, Konflikte austrägt. Er gehört eben nicht dazu, verliert darüber sein etabliertes »Spatzl« (Kubitschek), findet es aber letztlich wieder, so wie das »Spatzl« die Liebe ihres hoffnungslos »ewigen Stenz« wieder wertschätzen lernt. Das ist ganz kompliziert, wahrhaftig, bewegend, poetisch, melancholisch, komisch und sehr schön.


    Dietls Arbeiten über die Münchner Schickeria sind vor allem »Kir Royal« oder (Endzeit) »Rossini«.


    Meine Lieblings-Zeile aus »Monaco-Franze«, gesprochen von der unvergleichlichen Erni Singerl, als ihre resolute Figur dem widerstrebenden Herrn Münchinger erneut das Opern-Outfit ins Büro nachtragen muss: »JETZT IS WALKÜRE UND AUS!«


    Danke, Helmut Dietl!

  • Nicht vergessen sei "Der ganz normale Wahnsinn", der sich der Münchner Bohéme widmet, steht gegenüber dem Monaco und Baby Schimmerlos etwas im Schatten, lohnt sich aber gleichfalls sehr. Und die "Münchner Geschichten" mit Therese Giehse müssen selbstverständlich ebenso erwähnt werden.

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • Das Interview mit dem mehr oder weniger Todgeweihten fand ich ebenfalls sehr bewegend und interessant. Für die Fernsehserien bin ich anscheinend zu jung. Ich fand vor ein paar Jahren eine wiederholte Kir-Royal-Folge eher unerträglich. Mit dem Schickimicki-München der 1980er verbindet mich etwa so viel wie mit Dickens' London. Dann lieber Dickens.

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Und Eversack ist Haber Mondgerecht.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Zitat

    Nicht vergessen sei "Der ganz normale Wahnsinn", der sich der Münchner Bohéme widmet, steht gegenüber dem Monaco und Baby Schimmerlos etwas im Schatten, lohnt sich aber gleichfalls sehr. Und die "Münchner Geschichten" mit Therese Giehse müssen selbstverständlich ebenso erwähnt werden.


    Diese beiden Serien würde ich ebenso "Kir Royal" oder "Monaco Franze" vorziehen. Das mag aber Geschmackssache sein; vielleicht wird mein Geschmack deutlicher, wenn ich darauf hinweise, dass ich Franz Xaver Bogner ("Zur Freiheit", "Irgendwie und sowieso", "Café Meineid") dem Helmut Dietl vorziehe. Beide Autoren haben charakteristische Gemeinsamkeiten und doch andere Schwerpunkte. Ich halte Dietl für einen Komödianten quasi im Geiste eines Oscar Wilde, Bogner für einen epischen Urahnen von Oscar Maria Graf.


    Meinem Respekt vor Dietl möge dies keinen Abbruch tun.


    Sollte dieser Beitrag hier am falschen Ort sein - vielleicht auch die vorausgehenden -, hätte ich natürlich nichts dagegen, wenn er in einen neuen oder bereits vorhandenen anderen verschoben wird. :)


    :wink: Wolfgang


    @ audiamus: Eversack ist der andere, also der andere, meine ich, der Ding ... ? Doch, er ist es!


    Zitat

    Dann lieber Dickens.


    Naja ... lieber auch nicht ...

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

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