Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

  • Christian Burchard, der Gründer und langjährige Seele von "Embryo" und Multiinstrumentalist, ist gestern im Alter von 71 Jahren verstorben.


    Rest in Peace .. or in Music?

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Hugh Masekela ist im Alter von 78 Jahren verstorben:
    "http://www.spiegel.de/kultur/musik/hugh-masekela-suedafrikanische-jazzlegende-ist-tot-a-1189298.html

  • Paul Bocuse, ruhe in Frieden!

    Die Ikone der Nouvelle Cuisine ist von uns gegangen, in angemessenem Alter, füge ich hinzu und dennoch, die Welt ist ärmer geworden! Paul Bocuse hat ja die Nouvelle Cuisine nicht erfunden, aber er hat deren Prinzipien in einem fantastischen Koch(lehr)buch zusammengefasst und verbreitet.


    Ein grosser Koch ist von uns gegangen!
    Voller Trauer, Der Eisbär


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    Auf diesen Beitrag hin entwickelte sich eine Diskussion um J. S. Bach, die hier off-topic war. Auf Initiative von Gurnemanz findet Ihr sie jetzt an folgender Stelle:


    Johann Sebastian Bach - hat er "revolutioniert" und "popularisiert"? "Der größte Aufklärer der Musikgeschichte"?



    Für die Moderation:


    Amaryllis

  • Mark E.Smith ist tot . Er wurde 60 Jahre alt . Der Gründer der Band 'The Fall' - und eigentlich das einzige Mitglied , auf über 60 Alben hat er es gebracht - war eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten . Seine Bedeutung für die populäre Musik unserer Zeit ist noch nicht einzuschätzen . RIP .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Wird sie wohl auch nie sein, einzuschätzen, die Bedeutung des Mark E Smith. Einer der ganz Großen, und zwar auf eine So-Nebenbei-Weise... Traurig.


    Und dann guck ich mal in diesen von mir sonst kaum besuchten Thread rein und der Christian Burchard von Embryo ist auch tot :(


    Das beste, herzumwühlendste Konzert meines Lebens war ein Konzert von Embryo, muß 1984 etwa gewesen sein, in der Fabrik in Hamburg. Viereinhalb unfaßbar Stunden Musik, die ich einfach nicht beschreiben kann.


    Danke an beide, Mark und Christian, daß sie da waren und mein bescheidenes Leben derart bereichert haben... Zwei so dermaßen verschiedene Leute in einem Satz würdigen zu können (müssen), das geht nur hier.


    Scheiß Abend heute. Man fühlt sich ja immer einsamer wenn die Wichtigen alle wegsterben. Ich gewöhne mich da nicht wirkli dran.


    LG

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Die Autorin Ursula K. Le Guin ist mit 88 Jahren in Portland gestorben. The Left Hand of Darkness ist vielleicht der beste Science-Fiction-Roman, der mir je untergekommen ist.


    Hier ein Nachruf in der Rheinischen Post.

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • Beim Überarbeiten des Historischen Kalenders lese ich eben, dass schon vor einem Jahr der britische Rockmusiker John Wetton im Alter von 67 Jahren an Krebs gestorben ist. Er war der Sänger und Bassist der wichtigsten und innovativsten Besetzung von King Crimson. Er war ein exzellenter Bassgitarrist und in der Lage, seiner Basslinie extrem gegenläufige Stimmen zu singen; ich habe das kaum glauben können, bis ich die Live-Aufnahmen jener Zeit gehört habe. Nach dem Auseinanderfallen von King Crimson hatte er mit den Bands UK und Asia großen kommerziellen Erfolg; an das progressive Spiel der King-Crimson-Zeit hat er allerdings nie wieder anknüpfen können oder wollen.


     

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • Nach dem Auseinanderfallen von King Crimson hatte er mit den Bands UK und Asia großen kommerziellen Erfolg; an das progressive Spiel der King-Crimson-Zeit hat er allerdings nie wieder anknüpfen können oder wollen.

    Da muss ich jetzt doch partiell widersprechen. Die Band UK war sicher nicht kommerziell erfolgreicher als King Crimson, eher noch mehr ein Geheimtipp damals. Und das was Wetton auf den beiden UK LPs gemeinsam mit Eddie Jobson und wechselnden Mitspielern (Bruford, Holdsworth, Bozzio) an progressiver Rockmusik ablieferte, war vom Allerfeinsten. Ich kann das inzwischen tatsächlich besser hören als die KC Scheiben aus der Zeit.


    "In the dead of night" von der ersten und "The only thing she needs" von der zweiten Scheibe sind für mich mit zwei der besten Stücke der gesamtem Ära.


    Das was Du schreibst trifft dann aber leider völlig auf die nachfolgende Asia-Epoche zurück, das ist Stadionrock der ödesten Sorte, das konnte Journey dann besser.


     

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Ja, Du hast recht, UK waren, vor allem in der Erstbesetzung, sicher kein Kommerz-Projekt. Danger Money fällt da schon etwas ab; aber was ich über Wettons Gesangs-/Bass-Kombination gesagt habe, trifft für UK in der Tat auch noch zu. In the Dead of Night ist ein Beispiel dafür, ein anderes Caesar's Palace Blues, eins der vermutlich seltenen Rockstücke für ein Trio aus Geige, Bass/Gesang und Schlagzeug (zumindest in der Live-Version). Die Band litt für mein Gefühl aber arg unter Eddie Jobsons Hang zum Bombast. Asia, eine Band großer Namen (Wetton, Howe, Downes, Palmer), war seinerzeit eine große Enttäuschung für mich.

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • nun ist er auch von uns gegangen (Vor ca. einem Jahr, aber nun wissen wir es!)

    John Wetton, den ich als Bassist bei "Mogul Thrash" erstmals hörte,- das ist die Band, die James Litherland gründete, nachdem er bei Colosseum seinen Job als Guitarrist an den Nagel hängte,- Elegy.
    Wetton, der die absterbende "Family" nochmal mit "Fearless" belebte, der dann bei Fripp sowohl als Sänger- Starless - und Bassist fast schon berühmt wurde, hat sich wohl den vielen Krankheiten, die sein Alkoholismus auslöste, ergeben müssen.


    Schade.
    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)

  • Asia, eine Band großer Namen (Wetton, Howe, Downes, Palmer), war seinerzeit eine große Enttäuschung für mich.

    Nicht nur für Dich: Platte gekauft, Platte gehört, Platte verkauft.


    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • John Wetton

    War schon vorher bekannt:


    31.01.2017


    ;(

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Der russische Pianist Igor Zhukov ist am 26. Januar in Moskau gestorben. Er wurde 81 Jahre alt (nicht 80 Jahre, wie man in mehreren Interneteinträgen zu lesen bekommt. Zhukov war Jahrgang 1936).


    https://slippedisc.com/2018/01…dable-russian-pianist-80/


    http://www.mvdaily.com/articles/z/i/igor-zhukov.htm

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • Der Hazz-Gitarrist Coco Schumann (1924-2018) gestern ist Alter von 92 Jahren verstorben. Er überlebte die Nazi-Zeit nach Aufenthalten in den KZs Theresienstadt (1943) und ab September 1944 in Auschwitz-Birkenau. Noch im Januar 1945 kam er in ein Nebenlager des KZs Dachau.


    Ab 1945 spielte er viel mit Helmut Zacharias, 1950 wanderte er mit seiner Frau nach Australien aus.


    http://www.spiegel.de/kultur/m…er-ist-tot-a-1190343.html

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Der isländische Komponist Johann Johannsson wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Sehr tragisch, seine Filmmusiken für die Filme von Denis Villeneuve (Arrival, Sicario) waren wirklich individuell und haben sich abgesetzt vom üblichen Einheitsklangbrei aus Hollywood. Auch war er bei der DG unter Vertrag und hat erst kürzlich ein Album veröffentlicht.

    „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams

  • Gestern ist der Jazz-Violinist Didier Lockwood 62jährig gestorben.
    Am Samstag war er noch auf der Bühne gestanden.

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Oh Mann, das erschüttert mich jetzt aber tief! Ich habe ihn zweimal live erleben können; beide Konzerte gehören zum großartigsten, was ich an Jazzkonzerten erlebt habe!


    Das ist dann wohl sein Vermächtnis:


    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

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