Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

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  • Dr.Wolfgang Hobohm, einer der Wichtigsten, wenn es um die Erforschung Georg Ph. Telemanns ging, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Er war auch für die Magedburger Telemannpflege und Konzerte verantwortlich. Er war Mitgründer der Interantionalen Telemann-Gesellschaft EV und der "Mitteldeutschen Barock-Gesellschaft EV.
    Eine wichtige Stimme, die fehlen wird!

  • Hertha Töpper gestorben

    Hallo,
    die große Opernsängerin Hertha Töpper ist im Alter von fast 96 Jahren verstorben. Sie hatte in den 50-70 Jahren eine lange Karriere. Ich erinnere mich besonders an sie als Begleiterin im Lucia-di Lammermoor-Querschnitt an der Seite von Erika Köth, als Frau Larina im Eugen Onegin habe ich sie vor ein paar Tagen erst gehört (die Olga in dieser Oper sang sie auch): Eurodisc hat Aufnahmen von Verdi herausgebracht. Sie singt dort Ulrica und Eboli. Ich habe auch eine Aufnahme mit ihr als Meg Page. Kennt jemand sie als Amneris oder Azucena??
    Schöne Grüße
    wegan

  • Ich kenne Hertha Töpper natürlich als Bach-Interpretin: mit Karl Richter hat sie diverse Kantaten eingesungen, dazu die vier großen Vokalwerke. Ihre Tätigkeit als Opernsängerin ist mir nicht so präsent.


    RIP

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Offenbar ist der Jazztrompeter Wallace Roney heute verstorben. Man kann das auch bereits in Wikipedia Deutschland und USA lesen. Mehr Informationen habe ich noch nicht. Sollte das stimmen, wurde er nur 59 Jahre alt.


    Sein Stil war eine Mischung aus den Stilen von Miles Davis (jenen, aus der Zeit um 1955/65 herum) und Clifford Brown. Er spielte mit u.a. Herbie Hancock, Philly Joe Jones, Elvin Jones, McCoy Tyner, Tony Williams, Kenny Barron, und 1991 beim legendären Auftritt von Miles Davis beim Montreux Jazz Festival mit. Er galt Danke seines stark an Miles Davis erinnernden Trompetenton so etwas wie sein Nachfolger.


    RIP Mr.Roney


    https://heavy.com/entertainment/2020/03/wallace-roney-dead/


    Er starb offenbar am Corona-Virus.....

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Ich kannte Hertha Töpper dem Namen nach, habe sie mit den Bach-Aufnahmen von Karl Richter verbunden - da dürfte sie heute noch am präsentesten sein - und mit dem Ensemble der Münchner Oper in den 1950er und 1960er Jahren, mit den kleinen Nebenrollen in Wagner-Opern und ihrer Paraderolle, dem Oktavian. Wie gesagt, dem Namen nach, bewusst gehört hatte ich sie da nie. Wem es ebenso geht und wer die Opernsängerin Hertha Töpper kennen lernen will oder sich aus traurigem Anlass wieder an sie erinnern, kann das wie ich finde sehr gut mit dem Interview tun, das August Everding für seine Sendereihe "Da capo" mit ihr geführt hat:
    https://www.youtube.com/watch?v=wXoB9MBj3DU

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • München blieb wohl das Zentrum ihres künstlerischen Lebens. Und sie ist wohl wirklich heute v.a. als Oratorien-Sängerin bekannt. So geht es mir auch. In meinem Regal befindet sich nämlich sonst nur der Octavian und die legendäre Aufnahme des Blaubarts von Bartok mit FiDi unter Friscay. Aber sie hat auch relativ viel Verdi gesungen, auch französische Oper und mit Sicherheit gibt es auch einige Mozart-Aufnahmen mit ihr.


    Mit u.a. Mödl sang sie dann auch die Brangäne, was wohl nicht unbedingt 'ne kleine Nebenrolle ist. ;)


    :wink: Wolfram

  • Aber sie hat auch relativ viel Verdi gesungen, auch französische Oper und mit Sicherheit gibt es auch einige Mozart-Aufnahmen mit ihr.

    In dem verlinkten Interview sagt sie, man würde ja mit zunehmendem Alter immer jünger auf der Bühne, erst kommt zum Beispiel die Marcellina und wenn man als Mezzo dann älter wird, stattdessen der Cherubino. Na, ob man das so verallgemeinern kann? ;) Als Cherubino hat sie Ferenc Fricsay 1960 in seiner Studio-Aufnahme von Mozarts "Figaro" besetzt. Das ist, wenn ich recht gesehen habe, allerdings ihre eigene Mozart-Aufnahme. Vielleicht gibt es aber auch noch irgendwo eine Live-Dorabella oder eine Dame in der "Zauberflöte"...
    Die großen französischen und italienischen Rollen hat sie zwar in München alle gesungen, wurde dafür aber nicht unbedingt ins Aufnahmestudio geholt.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Die großen französischen und italienischen Rollen hat sie zwar in München alle gesungen, wurde dafür aber nicht unbedingt ins Aufnahmestudio geholt.

    Zum Glück waren aber die Firmen damals noch eher interessiert bzw. gab es noch einen Markt, so dass es wenigstens Einzelaufnahmen der Arien gibt, vielleicht liegen sie auch in großen Querschnitten auf Deutsch vor. Amneris oder Eboli, Dalila und wohl auch Carmen.


    Die Töpper sang halt in einer Zeit des Übermaßes an großen Stimmen und die Labels nahmen für ihre GA's wohl nur die, die sich entsprechend verkauften. Wie so viele andere stand sie im Schatten der drei, vier Großen, sprich der Gewinnversprechendsten. Nach dem Motto: Warum sollen wir sie als Eboli besetzen, da haben wir genug, wenn sie bei Bach doch so gut ist. ^^


    Aber sie selber hat durch das Beharren auf München wohl auch selber dazu beigetragen.


    Aber sei's wie es sei, die Töpper hatte eine wunderbare, warme leuchtende Stimme, die in bestimmten Partien (hier kann ich nur von denen sprechen, die ich kenne) sehr ausdrucksvoll und eindringlich war.


    :wink: Wolfram

  • Aber sei's wie es sei, die Töpper hatte eine wunderbare, warme leuchtende Stimme, die in bestimmten Partien (hier kann ich nur von denen sprechen, die ich kenne) sehr ausdrucksvoll und eindringlich war.

    Ganz großartig finde ich sie in Pfitzners etwas unglücklich betitelter Eichendorff-Kantate (Link zu Amazon funktioniert leider vorne und hinten nicht :schimpf1: ).


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Immerhin gibt es bei YouTube die einzelnen Teile:

    Danke fürs Einstellen!


    (Warum allerdings der Titel unglücklich gewählt sein soll, erschließt sich mir nicht, aber das gehört hier wohl auch nicht hin.)

    Ich selber habe mit dem Titel kein Problem, aber....


    .....in der Tat handelt es sich um ein ganz anderes Thema. Und zwar um eines, an dessen Diskussion, wenn sie denn jemals hier im Forum stattfinden sollte, ich mich ganz sicher nicht beteiligen werde.


    Zurück zu Hertha Töpper: Sie verkörpert(e) einen etwas altmodischen, aber trotzdem auf meine Ohren ungemein faszinierend wirkenden Gesangsstil. Und in dem Interview mit dem von mir ebenfalls äußerst geschätzten August Everding (dessen von mir noch zu Gymnasialzeiten in München erlebte Parsifal-Inszenierung einen unauslöschlichen Eindruck auf mich hinterlassen hat) macht sie zudem einen sehr sympathischen Eindruck.


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • https://www.zuercher-presse.co…cKDvZ2vYh4Z7qWVsKwidPNIgk


    Star Wars-Schauspieler Andre Jack am Corona-Virus verstorben. Er wurde 76 Jahre alt. RIP

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • In dem verlinkten Interview sagt sie, man würde ja mit zunehmendem Alter immer jünger auf der Bühne, erst kommt zum Beispiel die Marcellina und wenn man als Mezzo dann älter wird, stattdessen der Cherubino. Na, ob man das so verallgemeinern kann? ;) Als Cherubino hat sie Ferenc Fricsay 1960 in seiner Studio-Aufnahme von Mozarts "Figaro" besetzt. Das ist, wenn ich recht gesehen habe, allerdings ihre eigene Mozart-Aufnahme. Vielleicht gibt es aber auch noch irgendwo eine Live-Dorabella oder eine Dame in der "Zauberflöte"...Die großen französischen und italienischen Rollen hat sie zwar in München alle gesungen, wurde dafür aber nicht unbedingt ins Aufnahmestudio geholt.

    Bei Walhall gibt es eine Aufnahme mit ihr als Dorabella in Cosi fan tutte- deutsch gesungen. Mit dabei sind Annelies Kupper, Erika Köth,
    Horst Günter, Rudolf Schock und Walter Berry. Bei documents ist die Aufnahme in einer Mozart-Box von Rudolf Schock enthalten.


    Schöne Grüße
    wegan

  • Ein weiteres Opfer von Covid-19: Ellis Marsalis ist 85-jähirg in New Orleans gestorben, der 'Patriarch' der Marsalis Family. Vor wenigen Monaten stand er noch auf der Bühne.


    https://www.nytimes.com/2020/0…-marsalis-dead-virus.html


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • Ein weiteres Opfer von Covid-19: Ellis Marsalis ist 85-jähirg in New Orleans gestorben, der 'Patriarch' der Marsalis Family. Vor wenigen Monaten stand er noch auf der Bühne.

    Oh !! RIP !! Ein ganz wichtiger Musiker und Pädagoge. Davon habe ich noch nichts gelesen. Danke für die traurige Info

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Ebenfalls ist der Gitarrist John "Bucky" Pizzarelli verstorben. Er wurde 94 Jahre alt. Er war ein ganz großer Könner der siebenseitigen Gitarre. Sein Sohn John,jr. wurde ebenfalls ein exzellenter Gitarrist und Sänger im Jazzbereich.


    https://www.njarts.net/music/l…ky-pizzarelli-dies-at-94/

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Die Schauspielerin und Autorin Barbara Rütting ist im Alter von 92 Jahren verstorben.

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

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