Leider soeben verstorben - Der Nekrologthread

  • im Nekrologfaden gleich wieder CD-Hinweise zu 'schalten' muss nun viell. auch nicht sein - eigentlich.....


    andrerseits ist im gestrigen Gespräch beim DLF-Musikjournal (zwischen Raoul Mörchen und Maja Ellmenreich) nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass das (seit 1998 jährlich an einem verlängerten Juni-Wochenende stattfindende) Kammermusikfest 'Spannungen' in Heimbach/Nordeifel das Lieblingskind und die Herzensangelegenheit von Lars Vogt gewesen ist!


    hab eben nachgesehen: seinen allerersten Klavierabend in Heimbach (1997) hatte L. V. mit zweimal Brahms (op.39 u. op.10) begonnen - und das allerletzte von (u. a.) ihm dort dargebotene Werk ist am 26.06.22. wiederum Brahms gewesen, sein drittes Klavierquartett op.60!**


    m. E. also Anlass genug, um auf diese Wiederveröffentlichung hinzuweisen...



    < - zusammen mit L. V. spielen Julia Fischer, Tatjana Masurenko und Gustav Rivinius (op. 25, Mitschnitt v. 18.06.2001) resp. Antje Weithaas, Kim Kashkashian und (noch ein früh Verstorbener - 55jährig im April 2004) Boris Pergamenschikow (op.60, 12.06.1999)


    Diverse Einzel-CDs mit Mitschnitten aus Heimbach sind ja lange Jahre (nach meinen Erkundungen jedenfalls) gestrichen gewesen - inzwischen sind wenigstens eine Handvoll davon wieder erhältlich . . .


    EDIT in Abänderung seines Programms sendet der DLF am ko. SO ab 21.05h die Aufzeichnung eben jenes Konzertes!!** (vor der Pause gab's v. Georges Aperghis irgend was für Marimba und Klavier, anschließend Beethovens Streichquartett op.18,4)

    Alexa, was ist ein gerechter Lohn? 'Das weiß ich leider nicht!' Peter Kessen 'Disruptor Amazon'

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott'

    Werner Schneyder

    Fleiß ist gefährlich Henning Venske 'Inventur'

    2 Mal editiert, zuletzt von wes.walldorff ()

  • Marian Talaba (1977–2022)

    Wie rumänische Medien melden (siehe "A mai dispărut un mare român: Marian Talabă – cântăreț de operă, originar din Cupca Bucovinei"), auch schon in englischer Sprache zu lesen ist (siehe "Obituary: Tenor Marian Talaba Dies at 45") und mir heute gerüchtehalber erzählt wurde, aber noch nicht von der Wiener Staatsoper bestätigt wurde, ist der aus Rumänien stammende Tenor Marian Talaba (geboren 1977; von 2004 bis 2016 im Ensemble der Wiener Staatsoper) plötzlich verstorben.


    Ich habe ihn oft gehört; seine beste Rolle war der Grigori in Boris Godunov. Als Einspringer rettete er so manche Vorstellung (zum Beispiel 2011 die Tosca als Ersatz für Shicoff).


    RIP

    Einmal editiert, zuletzt von Sadko ()

  • Es sei darauf hingewiesen, dass Marian Talaba zwar ein ethnischer Rumäne war aber nicht aus Rumänien stammte, da er aus Cupca Bucovinei war, einem Dorf der Nordbukowina, das sich auf dem Gebiet der Ukraine befindet.

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Lieber Philbert! Vielen Dank für die Korrektur. Das war mir neu, und es ist mein Fehler, dass ich das nicht genauer recherchiert habe (was ja dank Google leicht gewesen wäre). Ich habe den obenstehenden Beitrag soeben ediert.

  • Lars Vogt ist gestorben

    Was um alles in der Welt... =O


    Traurig, sehr traurig... Schlecht2

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Live-Ticker: Die Queen ist tot - Königin Elizabeth stirbt mit 96 Jahren
    Hier finden Sie alle News rund um die besorgniserregenden Nachrichten zum Gesundheitszustand der Queen
    www.rtl.de


    Die Queen ist tot.


    RIP Königin Elizabeth II

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Tja, sehr traurig, wirklich sehr traurig.


    "Peppermint Petty" alias Liz Truss muss ihr wohl den Rest an Lebenswillen, dieses Land zu regieren, genommen haben.

    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)

  • Mal sehen wer die Krönungsoper schreibt. Britten gibt es keinen, und weder Charles I. noch Charles II. sind wirklich gute Sujets...

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • Das TV ist voll von Nachrufen, erfreulich liebenswürdig sind BBC und CNN.

    Voller Pathos dröhnt dagegen das deutsche Staatsfernsehen, natürlich mit alten Beiträgen von Seelmann Eggebert, die anscheinend eilends zusammen geschustert wurden.

    Und wenn der denn von der "Schmach des Onkels" redet, der diese über das Königreich brachte oder von ihrer "Reise zu den Untertanen", dann bin ich im Geiste bei Büchern wie "Wann kommen endlich die Deutschen wieder." So ein Titel aus den 30igern über eine Reise zu den ehemaligen Kolonien.

    So kommt beim Zuhören, sehen mag ich den Schmus nicht, mir der Verdacht, dass wir Deutschen die Queen deshalb so sehr liebten, weil wir mit Willem II und seinen Nachkommen nur Vollversager vorzuweisen haben und Söder als Ludwig II geht auch nicht, Söder kann schwimmen!

    Willem II Nachkommen, die es kaum in die BUNTE bringen. und das will schon was heißen, denn die nehmen sogar Oliver Pocher.


    So wurde die Queen eben unsere Ersatzkaiserin. Und das ist nun vorbei.

    Gruß aus Kiel


    Und nun zeigen wir den Limies mal, wie man trauert.

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)

  • Voller Pathos dröhnt dagegen das deutsche Staatsfernsehen, natürlich mit alten Beiträgen von Seelmann Eggebert, die anscheinend eilends zusammen geschustert wurden.

    Die lagen bestimmt schon jahrelang fix und fertig in der Schublade und wurden nur auf die Schnelle aktualisiert.

    Und wenn der denn von der "Schmach des Onkels" redet, der diese über das Königreich brachte oder von ihrer "Reise zu den Untertanen",

    Also bitte. Was gibt es da zu stänkern? Es ist ja nicht Herr Seelmann Eggebert, der sich diese Begriffe zu eigen macht, sondern er spricht aus der Zeit heraus. Natürlich war das für das britische Königshaus damals eine Schmach, und was für eine und natürlich auch für die Briten und die Reise der jungen Königin ging eben zu ihren Untertanen, zu was denn sonst?

  • Ich habe da etwas die Übersicht verloren: wer wird denn jetzt König:in?


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

    Einmal editiert, zuletzt von maticus ()

  • dass wir Deutschen die Queen deshalb so sehr liebten

    Tun "wir Deutschen" das? Ich nicht. Ich bin weder Brite noch Mornarchist.


    Respekt vor einer Lebensleistung, die vor allem darin besteht, die eigene Persönlichkeit derart im Amt aufgehen zu lassen, und das über sieben Jahrzehnte und durch extrem schwierige Zeiten: ja, auf jeden Fall. Das hat was. Das hat sogar etwas Enormes.


    Aber "lieben?" Nein, jedenfalls in meinem Falle geht das entschieden zu weit.


    Daß es wohl ein sanftes Ende war, das gönne ich ihr von Herzen, und ein sanftes Ende verbunden mit einem sinnvollen, gelungenen Leben: auch eine Art Krönung.


    RIP, Elisabeth.

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • So schnell?


    maticus

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    Einmal editiert, zuletzt von maticus ()

  • So schnell? Ehrlich gesagt dachte ich, dass Charles übersprungen und einer seiner Söhne mit Lady Di den Kelch bekommen würde. Aber da hatte ich wohl was falsches abgespeichert.


    maticus

    Da hätte er vorab den Thronverzicht erklären müssen, ansonsten geht das nach dem Act of Settlement von 1707

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • So schnell?

    Passiert automatisch beim Tod der Monarchin. Ist ja alles genau geregelt.

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Tun "wir Deutschen" das? Ich nicht. Ich bin weder Brite noch Mornarchist.


    Respekt vor einer Lebensleistung, die vor allem darin besteht, die eigene Persönlichkeit derart im Amt aufgehen zu lassen, und das über sieben Jahrzehnte und durch extrem schwierige Zeiten: ja, auf jeden Fall. Das hat was. Das hat sogar etwas Enormes.


    Aber "lieben?" Nein, jedenfalls in meinem Falle geht das entschieden zu weit.


    Daß es wohl ein sanftes Ende war, das gönne ich ihr von Herzen, und ein sanftes Ende verbunden mit einem sinnvollen, gelungenen Leben: auch eine Art Krönung.

    Dem kann ich mich zu hundert Prozent anschließen.


    Ich habs überhaupt nicht mit dem Adel und dem ganzen Popanz drumherum. Doch vor allem diese gnadenlose Disziplin, ihr Amt noch zwei Tage vor ihrem Tode auszuüben, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, das ist dann doch beeindruckend. Ich dachte, sie würde das Alter ihrer Mutter noch toppen. Es ging dann doch schneller als erwartet.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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