Eben gehört und geguckt

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Durch die Geschichte mit dem Spinnfaden entstand aber für mich die Ansicht, dass die Komponisten die Liebe eher der auf Ebene der Physik sieht

    Das rührt an die tiefsten Fragen der Menschheit ... was ist Bewusstsein? Hat es ein biophysikalisches Pendant?


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Das Bewusstsein ist eine untrennbare Eigenschaft der Seele. Alles andere ist Erscheinlichkeit, im Falle des Körpers sogar vergänglich. Aber um nun einem (sicher nicht zielführendem) philosophischen Disput aus dem Weg zu gehen, muss ich doch erinnern, dass es in dieser Abteilung des Forums um Audiovisuelles in Sachen Musik geht.



    Gruß
    Josquin

  • Das Bewusstsein ist eine untrennbare Eigenschaft der Seele. Alles andere ist Erscheinlichkeit, im Falle des Körpers sogar vergänglich.

    Heißt das, Bewußtsein und Seele wären nicht vergänglich? Aber einverstanden: Das ist eine Frage, die hier nicht so recht paßt.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Ja. Ich sage es mal so - mit einem anderen Gedanken. Wie kann es Vergängliches ohne Unendliches geben? Nur weil wir z. Z. und hier in einer begrenzten Welt mit dem Tod vor Augen leben, können wir das Unendliche nicht begreifen. Da wir unser Leben mit der Zeit bemessen, versuchen wir das auch mit der Unendlichkeit und scheitern, denn Unendlichkeit ist ein Zustand. Messiaen hat das hübsch beschrieben in dem Titel seine Quartettes auf das Ende der Zeit. Das Ende der Zeit ist für uns der Tod und demnach der Eintritt unserer Seele in die Unsterblichkeit. Und hier beginnt der Glaube und so bin ich raus aus dem Gespräch...

  • Wie kann es Vergängliches ohne Unendliches geben?

    Warum nicht? Und wer sagt eigentlich, dass es "Zeit" immer gegeben habe und immer geben würde?


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Einojuhani Rautavaara (1928-2016)
    Rasputin



    Matti Salminen, Jorma Hynninen, Jyrki Anttila, Gabriel Suovanen, Jyrki Korhonen, Lilli Paasikivi, Ritva-Lisa Korhonen, Riikka Rantanen, Gabriel Suovanen, Jyrki Korhonen, Lassi Virtanen, Sauli Tiilikainen, Kai Valtonen, Aki Alamikkotervo, Jaako Hietikko, Sari Aittokosi, Tunja Knihtilä, Helena Juntunen, Anna-Kristina Kaapola, Anton Saares, Nina Ahola, Kristina Haartti, Katerina Kerppola, Erja Wimeri, Hannele Aulasvuo, Leena Limatainen, Minna Kesäläinen
    Anne Hierkaranta, Sami Hiltunen, Maiija Kiviluoto, Teemu Kyytinen, Vera Nevanlinna, Valtteri Raekallio, Anne Raudskoski, Sami Vartianinen
    Finnish National Opera Chorus
    Finnish National Opera Orchestra
    Mikko Franck


    Vilppu Kilijunen (Regie)
    AD: Oktober 2003 / Finnish National Opera, Helsinki



    Auch nach wiederholtem Hören gibt es keine Verschleißerscheinungen. Ich bin immer noch baff, welch außerordentlicher Opernkomponist (und auch Librettist) Rautavaara war.



    Gruß
    Josquin

  • Wie kann es Vergängliches ohne Unendliches geben?

    Und wer sagt eigentlich, dass es "Zeit" immer gegeben habe und immer geben würde?

    Fragen, die ich durchaus wichtig finde. Mehr dazu an dieser Stelle nicht. ;)


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Max Reger (1873-1916)
    Orgelwerke op. 52i, 69iii, 80i & 127



    Bernhard Haas



    Aus diesem Schatzkästlein ein paar Orgelwerke. Bernhard Haas' Spiel ist eine Wucht.



    Gruß
    Josquin

  • Nicht eben, aber gestern noch die Aufzeichnung des Konzerts mit Herbert Blomstedt am Pult der Berliner Philharmoniker vom 12.06.2021 in der Digital Concert Hall. Bei mir nur die Vierte von Sibelius und das Interview mit Blomstedt aus diesem Programm. Fand ich höchst beeindruckend. Natürlich auch wegen der schier unfassbaren Vitalität des mittlerweile 94-jährigen Dirigenten. :verbeugung2:

  • Oum Kalthoum fand wohl nur einmal kurz Erwähnung im Jazz thread . Um ihrer Größe gerecht zu werden , kann nur auf wiki und andere Quellen verwiesen werden . Ich kannte dieses überragende Konzert erst nur als audio , aber seit einiger Zeit existiert es als video in der tube . Ich kann jedem nur empfehlen , sich darauf einzulassen .


    Fakarouni - Oum Kalthoum und ihr Al(t)lherrenorchester 1966 https://www.youtube.com/watch?v=Y9wW8QIeBi4

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Midori spielt Bach Violin Solo in Schloss Cöthen.


    Heute sowohl die Sonate Nr 2 in a moll, als auch die Partita Nr 2 in d moll mit ihrer Ciaccona.
    Für mich etwas ganz Besonderes - die Komposition, der Ort, die Musikerin und die Musik, die dann erklingt.



    Ich höre es auf medici.tv

  • Sonate Nr 2 in a moll, als auch die Partita Nr 2 in d moll mit ihrer Ciaccona.

    Für mich etwas ganz Besonderes - die Komposition......

    kommen meinen Löffeln gleichfalls als Mega-Knaller von den Bachschen Soloviolinen-Knallern rüber.....

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Jean Philippe Rameau (1683-1764)
    Platée



    Marcel Beekman, Jeanine de Bique, Cyril Auvity, Marc Mauillon, Edwin Crossley-Mercer, Emmanuelle de Negri, Emilie Renard
    Arnold Schoenberg Chor
    Les Arts Florissants
    William Christie


    Robert Carsen (Regie)
    Gedeon Davey (Ausstattung)




    Diese köstliche Aufnahme der Platée aus dem Theater an der Wien darf man sich wirklich nicht entgehen lassen.


    Platée“ von Jean-Philippe Rameau ist, kurz gesagt, ein durch und durch seltsames Werk ...


    Theater an der Wien zeichnet "Platee" für die Nachwelt auf


    Ausschnitt aus Rameaus Oper Platée mit Marcel Beekman
    Ausschnitt aus Rameaus Oper Platée mit Marcel Beekman


    Gruß
    Josquin

  • haben uns auch aktuellen 3Sat-Holländermitschnitt aus Bayreuth in mehreren Etappen eingeschmissen.......
    danach olle Studio-Konserve nämlicher Mucke

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann


  • (1. + 2. Akt (bis zur großartigen Passacaglia))


    In angemessener Lautstärke über meine HiFi-Anlage. :) :love:



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Was soll ich sagen......ich bin begeistert.


    Bela Bartok
    Viola Konzert


    Antoine Tamestit
    LSO dirigiert von Farncois-Xavier Roth
    Live Konzert 2017-04-23


    medici.tv
    https://www.medici.tv/en/conce…-debussy-bartok-bruckner/


    Wenn man es genauer kennt, geht dieses Werk durch Mark und Bein. Vielleicht muss man es selber spielen, oder sehr oft hören, um es zu erfassen. Aber dann....
    Der erste Satz trügt. Man meint er ist der Längste, der Gewichtigeste, der technisch Schwierigste, der musikalisch Gehaltvollste...aber nein, das ist nicht so. Er klopft einen nur weich. Es kommt der zweite Satz und der ist des Pudels Kern: Elysium. (Tamestit könnte genau das noch ein bisschen "mehr" herausbringen) . Überhaupt sind die Übergänge zwischen den Sätzen mit unter den most delectable musical moments aller Musik überhaupt. ....Es ist auch gar kein Solokonzert, sondern ein Orchesterwerk mit "einsam deklarierender" Bratsche. Und wie immer kommt die Qualität der Komposition erst mit den Musikern zum Vorschein:
    Antoine Tamestit und das LSO spielen hier atemberaubend und Gänsehaut-erzeugend - ich kann mir kaum eine packendere Fassung dieses Werkes vorstellen. Vielleicht noch freier mit den Tempi und Rubati umgehen, so in der Art, wie es Primrose macht.

  • Ziemlich fetzisch ... Luks aeternus.


    Claudio Monteverdi


    Dixit Dominus secondo à 8 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)
    Beatus vir primo à 6 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)
    Sonata sopra 'Sancta Maria ora pro nobis' (aus Vespro della Beata Vergine)
    Laudate pueri primo à 5 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)
    Gloria in excelsis Deo à 7 voci concertato (aus Selva morale e spirituale)


    * * * * *


    Heinrich Franz Ignaz Biber: Missa Salisburgensis à 53 voci


    Collegium vocale 1704
    Collegium 1704
    Václav Luks


    Mitschnitt eines Konzertes aus dem Salzburger Dom vom 27. Juli 2016



    Die Messe erklingt am einkomponierten Orte unter Einbeziehung der vier Pfeileremporen an der Vierung samt den vier Orgeln darauf. Der größte Teil des Apparates hat seinen Platz zwischen Epistel- und Evangelienorgel, also am Übergang von Vierung und Chor.


    Luks wie so oft in hochkonzentrierter, spannend durchorganisierter Wiedergabe, die den großen Klang nicht scheut. Der Raum tut mit reichlichem Nachhall ein Übriges. Ein üppiges Fest für Augen und Ohren.


    Die BluRay ist wohl ein gutes Argument für 5.1. Leider habe ich eine solche Anlage nicht. Spaß gemacht hat es trotzdem.


    Wie viele derart gelungene Aufführungen des Ausnahmewerkes es wohl gibt? Es ist wohl die "Mahler 8" des Barock ... Knaller.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Neu im Regal - und so gut!


    Béla Bartók: A kékszakállú herceg vára (1911)
    (Herzog Blaubarts Burg)


    Herzog Blaubart - Kolos Kováts
    Judith - Sylvia Sass
    London Philharmonic Orchestra
    Sir Georg Solti
    Verfilmung: Miklós Szinetár



    Wow! Unter den Opernfilmen, die ich kenne, ist dies auf Anhieb das gelungenste Exemplar dieser Gattung!


    (Wer verfilmt endlich den Ring? Gerne als Zeichentrick ...?)


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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