Eben gehört und geguckt

  • Zitat von Rosamunde

    bist du ein Nachkomme von dem aus Boccanegra? *

    LG Maria Grins1

    Hallo Maria,.........

    Ja, somit bist du meine Tochter! ;)

    LG Jacopo Fiesco

    * Simon Boccanegra ist eine meiner absoluten Lieblingsopern! Grins2

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Über einige Tage verteilt gab es bei mir Donizetti - Anna Bolena.

    Ich kannte diese Oper nicht, mir ist aber die Handlung und der geschichtliche Hintergrund vertraut. Vielleicht lag es an der Produktion, aber ich würde das Werk irgendwo zwischen langweilig und zu flach ansiedeln. Die Musik passt mMn oftmals nicht zur Tragik, oder geht nicht weit genug in die Tiefe. Bolena sowieso, aber Jane Seymour ist ja in einer sehr verhängnisvollen Dynamik gefangen. Aber vielleicht liegt der Fehler bei mir. Ich werde mir auf jeden Fall weitere Produktionen ansehen oder auch Aufnahmen anhören und eventuell meine Meinung ändern.

    Zu den Sängern auf dieser DVD würde ich sagen, dass mich Garanca und Kulman sängerisch sehr beeindrucken, emotional aber nicht ausreichend mitnehmen. Vielleicht lag das aber an meiner eigenen Stimmung. Garanca ist wunderbar anzusehen, eine Schönheit. Meli als Percy war auch zufriedenstellend, obwohl er mich auch eher kalt lässt. Von D'Arcangelo als Herny würde ich dasselbe sagen. Netrebkos Intonation wurde leider im Laufe des Abends zunehmend unsauberer, ich würde sagen ab etwa der Hälfte. Sehr schade, denn ihre Stimme mag ich an sich sehr und ihre Bühnenpräsenz und Schauspielgabe gefällt mir auch.

    Evelino Pido

    Wiener Staatsoper

    Anna Netrebko

    Ildebrando D'Arcangelo

    Elena Garanca

    Elisabeth Kulman

    Francesco Meli

  • Ich habe ein paar Aufführungen dieser Produktion im Haus am Ring miterlebt (unter anderem die Premiere) und kann deinen Eindruck aus meiner Erinnerung teilweise bestätigen.

    Netrebko (die ich - unabhängig von ihrer angeblichen oder echten Nähe zu Putin und Co - nicht wirklich schätze) habe ich davor und auch danach nie so gut gehört, Garanca ist für mich immer ein (sehr gut bis perfekt) singender Eisberg. Kulman schaffte es damals in jeder Vorstellung, dass nach der kurzen Arie des Pagen mehr als bloß freundlich applaudiert wurde.

    Einmal editiert, zuletzt von brunello (18. Mai 2023 um 10:57)

  • Interessant, lieber brunello, gestern Abend lief bei mir Anna Bolena mit Netrebko aus der MET. Ich meine, dass sie dort besser intoniert hat, obwohl für meine Ohren immer noch nicht korrekt genug. Eine Aufführung von Oktober 2011.

  • Giacomo Puccini (1858-1924)

    Tosca


    Malin Byström, Joshua Guerrero, Gevorg Hakobyan, Martijn Sanders, Federico de Michelis

    Chorus of the Dutch National Opera

    Netherlands Philharmonic Orchestra

    Lorenzo Viotti

    Regie: Barrie Kosky


    Tosca geht immer! Orchestral und vom Gesang eine sehr zufriedenstellende Darbietung. Das Bühnenbild ist eigentlich karg. Das Agieren der Sänger allerdings nicht - und für die Aufführung hervorstehend. Der 1. Akt ist ein in schwarz gehülltes Schauspiel mit geschickt kontrastierenden Requisiten. Das Finale diese Aktes ist unerwartet das eigentlich optische (und mit viel Applaus bedachte) Highlight der Inszenierung. Der 2. Akt spielt in der Küche von Scarpia - es gibt viel Blut. Sushi-Messer sollte man als Bösewicht nicht einfach so hängen lassen. Der letzte Akt ist der schwächste. Warum öffnet sich die Tür zum Sturz so gottgewollt selbstständig? Insgesamt doch eine empfehlenswerte und unterhaltsame Aufführung.


    Gruß

    Josquin

  • Gaetano Donizetti: Maria Stuarda

    Joyce di Donato, Elza van den Heever, Matthew Polenzani, Joshua Hopkins, Matthew Rose, Metropolitan Opera Orchestra, Maurizio Benini

    Vorbereitung für unseren Besuch von Maria Stuarda am 28.05.2023 in Amsterdam

    Gelungene Regie von David McVicar

    Auch tolle Bildregie der Disk - bringt die Protagonisten mit deren Emotionen sehr gut ins Bild - perfekt: Joyce di Donato und Joshua Hopkins. Ton in Ordnung - jedoch (insb. per Kopfhörer) recht schwankend.

    Maurizio Benini und das Orchester mehr als nur solide. Empfehlung

  • Hierzu ein Literaturhinweis - vor kurzem kam ein Buch von Barrie Kosky auf den Markt, in dem er die Regieentscheidungen unter anderem bei Eugen Onegin, den Meistersingern, Salome und Tosca genau erläutert.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Hierzu ein Literaturhinweis - vor kurzem kam ein Buch von Barrie Kosky auf den Markt, in dem er die Regieentscheidungen unter anderem bei Eugen Onegin, den Meistersingern, Salome und Tosca genau erläutert.

    Barrie Koskys Buch wurde - an einem Sonntag - vor einigen Wochen in der KOB vor geneigtem Publikum präsentiert ...

    Mein Brägen wird höchstwahrscheinlich im Spätsommer sich das reinziehn ...

    ... könnte möglicherweise was fürs Stammbuch der RT-Phoben sein ... Grins2

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Mit zwei Intermezzi:

    Kaija Saariaho: L'Amour de loin

    Jaufré Rudel, Prince de Bleye - Gerald Finley

    Clémence, Comtesse de Tripoli - Dawn Upshaw

    Le Pèlerin - Monica Groop

    Finnish National Opera Orchestra & Chorus

    Esa-Pekka Salonen

    Stage Director: Peter Sellars

    Unendlicher Klangzauber, der nach Auflösung in der Ewigkeit strebt.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich habe im Jahr 2000 bei den Salzburger Festspielen die Uraufführungsinszenierung von Peter Sellars gesehen, ebenfalls mit Dawn Upshaw in der Hauptrolle, aber mit dem SWR-Sinfonieorchester unter Kent Nagano.

    Man hatte damals die gesamte Bühne der Felsenreitschule in ein Wasserbassin von ca. 5-10 cm Höhe verwandelt, in dem die Sänger:innen waten mussten.

    Es war insgesamt eine unwahrscheinlich eindrucksvolle Aufführung.

    Es gab damals auch ein Künstlergespräch mit Nagano, dem Librettisten Amin Maalouf und der Komponistin, das ich besuchte.

    Es ist unvorstellbar, dass Kaija Saariaho so plötzlich und tragisch sterben musste. Auf Facebook ist von der Familie ein Statement veröffentlicht worden, worin die Umstände der Erkrankung erklärt werden (Glioblastom) und auch, dass sie ihre unheilbare Krankheit vor der Öffentlichkeit stets geheimgehalten hat und in den 2 verbliebenen Jahren nach Feststellung der Tumorerkrankung trotz der schrecklichen Situation noch mit voller Energie gelebt hat (“she fought daily to both slow its growth and live fully”).

    R.I.P.

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Jung, virtuos, Starpianist: Jan Lisiecki - "Der Jüngste unter den Großen"

    Jung, virtuos, Starpianist: Jan Lisiecki – DW – 08.04.2023
    Mit neun Jahren gab er sein Konzertdebüt – und erspielte sich schnell den Ruf eines "Wunderkindes". Heute zählt der Kanadier Jan Lisiecki zu den jüngsten der…
    www.dw.com

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Jung, virtuos, Starpianist: Jan Lisiecki - "Der Jüngste unter den Großen"

    Hm, der Name sagt mir was, aber erlebt habe ich den jungen Pianisten noch nicht. Im April 2024 ist er in Mannheim angekündigt, als Solist in gleich zwei Prokofjew-Klavierkonzerten (Nr. 1 und 4).

    6. Akademiekonzert 23/24 - Musikalische Akademie

    Merke ich mir mal vor...

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Gestern endlich gesehen und gehört (gibt´s wohl nicht auf DVD, daher die 3sat Aufnahme):

    1736 - Alexander's Feast - Handel
    Nikolaus Harnoncourt Concentus Musicus Wien Nikolaus Harnon
    www.youtube.com

    Georg Friedrich Händel:

    Alexander´s Feast HWV 75

    Dorothea Röschmann, Michael Schade, Gerald Finley

    Arnold Schönberg Chor

    Concentus Musicus Wien

    Nikolaus Harnoncourt

    Aufgenommen am 7.12.2001 im Benediktinerstift Melk

    Für mich eine optimale Interpretation des Werks. Dorothea Röschmann singt berückend schön, alles andere stimmt für mich auch. Habe diese Aufzeichnung seinerzeit aufgenommen, in der youtube Version ist leider die Einleitung ausgespart, in der Harnoncourt eine kurze Werkeinführung gibt.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Heute zufällig auf Youtube entdeckt und gleich geschaut:

    Jan Lisiecki plays Chopin - Nocturnes and Etudes

    Teatro Sannazaro, Neapel (25.03.2023)

    Näheres dazu:

    "Deutsche Grammophon feiert den "World Piano Day" mit einem großen virtuellen internationalen Festival der Klaviermusik".

    Deutsche Grammophon feiert den »World Piano Day« mit einem großen virtuellen internationalen Festival der Klaviermusik
    Eine abwechslungsreiche Compilation auf YouTube sowie ein Probemonat abendfüllender Konzerte auf STAGE+, frei zugänglich mit dem Promocode
    www.deutschegrammophon.com

    Es ist genau dasselbe Programm, das ich am 04.06.23 in Bielefeld erleben durfte: :)

    Etüde in C-Dur op. 10 Nr. 1

    Nocturne in c-Moll op. post.

    Etüde in a-Moll op. 10 Nr. 2

    Nocturne in E-Dur op. 62 Nr. 2

    Etüde in E-Dur op. 10 Nr. 3

    Etüde in cis-Moll op. 10 Nr. 4

    Nocturne in cis-Moll op. 27 Nr. 1

    Nocturne in Des-Dur op. 27 Nr. 2

    Etüde in Ges-Dur op. 10 Nr. 5

    Etüde in es-Moll op. 10 Nr. 6

    Nocturne in Es-Dur op. 9 Nr. 2

    Nocturne in c-Moll op. 48 Nr. 1

    Nocturne in g-Moll op. 15 Nr. 3

    Etüde in C-Dur op. 10 Nr. 7

    Nocturne in F-Dur op. 15 Nr .1

    Etüde in F-Dur op. 10 Nr. 8

    Etüde in f-Moll op. 10 Nr. 9

    Nocturne in b-Moll op. 9 Nr. 1

    Etüde in As-Dur op. 10 Nr. 10

    Nocturne in As-Dur op. 32 Nr. 2

    Etüde in Es-Dur op. 10 Nr.11

    Nocturne in cis-Moll op. post.

    Etüde in c-Moll op. 10 Nr. 12

    Zugabe:

    Ignacy Jan Paderewski: Miscellanea, op. 16

    :fee:

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Schostakowitsch - Die Nase

    Gennady Rozhdestvensky

    Moscow Chamber Opera Theatre

    Directed by Boris Pokrovsky

    Platon Kuzmich Kovalyov - Eduard Akimov

    The Nose - Alexander Lomonosov

    Ivan Yakovlevich, a barber - Valery Belykh

    Praskovia Osipovna, the barber's wife - Nina Sasulova

    Local Policeman - Boris Tarkhov

    Ivan, Kovalyov's footman - Boris Druzhinin

    Doctor - Ashot Sarkisov

    Soloists, Chorus and Orchestra of the Moscow Chamber Opera Theatre

    Vorher Gogols Nase gelesen:

  • Sieht jemand gerade den Elias auf 3sat, das Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals?

    Ich finde die Aufführung ziemlich gemütlich und brav ...

    (Der Pauker ist wohl noch derselbe wie zu Zeiten des seligen Günter Wand.)

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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