Kultur vs. Corona - Die Alternativen zum Live-Event

  • maticus:
    Ich werde mir später noch das Gohrisch-Konzert anschauen.


    Und ja, mich hat der A. Mazza beim Audi-Konzert ebenfalls ziemlich genervt (und vorgestern auch schon). Maximilian Hornung fand ich aber großartig. :thumbup:

    Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb' entzunden, hast mich in eine beßre Welt entrückt!“ („An die Musik“, Franz Schubert)



  • Ich bin scheinbar nicht die Einzige, die Maximilian Hornung großartig fand ...

    Ich fand das Konzert auch sehr gut. Besonders die Kadenz und das Finale.


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Nachdem das Rossini-Festival in Bad Wildbad aus bekannten Gründen dieses Jahr auch ausfallen muss, haben die Organisatoren dieser Veranstaltung das Rossini Digital Festival ins Leben gerufen. Ab heute bis zum 26.7.2020 kommen da insbesondere einige selten gespielte Werke, wohl allesamt Aufzeichnungen vergangener Festivals, zur (virtuellen) Aufführung: https://www.bad-wildbad.de/rossini/spielplan/

    Viele Grüße aus Sachsen
    Andrea

  • Also entweder bin ich zu dämlich, um ein Video aufzurufen, oder es liegt ein technisches Problem vor.
    Wenn ich auf den Link aus meinem vorherigen Beitrag gehe, komme ich nur auf kostenpflichtige Angebote, obwohl die Videos im jeweiligen Zeitraum kostenlos sein sollten.
    Ist es jemandem von euch gelungen, hier eine oder mehrere Aufführungen zu sehen oder hattet ihr die gleichen Probleme?

    Viele Grüße aus Sachsen
    Andrea

  • Die Deutsche Rossini Gesellschaft sagt, es ist etwas kompliziert aber es geht. Die Videos sind kostenpflichtig zum Tarif 0 €

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Das New Yorker Jack Quartet ist eines der führenden Formationen für Neue Musik, sozusagen die Ardittis der USA. Ein komplettes Konzert aus der Londoner Wigmore Hall von 2016 kann man hier hören und sehen.


    Unter dem Titel Ancient and Modern werden Bearbeitungen von alter Musik (Machaut, Gesualdo und Rodericus) Kompositionen von John Zorn, Caroline Shaw und Helmut Lachemann gegenübergestellt. Spannend.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Habe es gerade auch schon im entsprechenden Werk-Thread im Opernforum gepostet, aber vielleicht auch noch mal an dieser Stelle: 2013 komplettierte die Nürnberger Pocket Opera Company Richard Wagners Singspiel-Fragment "Männerlist größer als Frauenlist oder Die glückliche Bärenfamilie" und brachte es in einem Zirkuszelt zur Uraufführung. Am kommenden Samstag 25. Juli um 20:15 Uhr gibt es die Aufzeichnung von damals als Stream auf YouTube zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=YEqIe62Bi3s


    DiO

    "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

  • Ich hoffe, ich bin in diesem Thread richtig.


    Es geht zwar nicht um ein Konzert, aber um eine "BR Kultur"-Talksendung zum Thema "Kulur vs. Corona":


    „... Eine Sendung als Festival-Ersatz über die Menschlichkeit in der Corona-Krise und die Haltung der Kunstschaffenden. ...“


    Humanitas.Mensch – Zerstört Corona die Kultur?

    https://www.br.de/kultur/richa…sch-talk-sendung-100.html


    Gäste:
    Alexander Liebreich (Dirigent und Künstlerischer Leiter Richard-Strauss-Festival)
    Nomi Baumgartl (Fotografin/ Eagle Wings Foundation)
    Maximilian Hornung (Cellist)
    Sarah Romberger (Mezzosopranistin)


    Moderation: Dietlinde Behncke (Kulturmanagerin und Head of Communications des Richard-Strauss-Festivals unter dem Dach der GaPa Kultur gGmbH i.Gr.)

    Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb' entzunden, hast mich in eine beßre Welt entrückt!“ („An die Musik“, Franz Schubert)



  • Am 09.10.20, 20.30 Uhr, gibt' s folgenden Live-Stream aus der Wigmore Hall:


    https://www.youtube.com/watch?v=8Y8FKtdVvHc


    Frank Peter Zimmermann & Martin Helmchen - Live from Wigmore Hall
    Ludwig van Beethoven (1770-1827)
    Violin Sonata No. 1 in D Op. 12 No. 1
    Violin Sonata No. 2 in A Op. 12 No. 2
    Violin Sonata No. 4 in A minor Op. 23
    Violin Sonata No. 5 in F Op. 24 'Spring'


    :sofa2:


    https://wigmore-hall.org.uk/lo…pc3Rlbi9saXZlLXN0cmVhbQ==

    Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb' entzunden, hast mich in eine beßre Welt entrückt!“ („An die Musik“, Franz Schubert)



  • Der neue Boris Godunow aus dem Opernhaus Zürich in der Regie von Barry Kosky vom 26.-28.9. im Stream – leider nur so kurz, so dass ich selbst es wahrscheinlich gar nicht sehen kann, weil ich Samstag nicht kann und Sonntag in der DOB in der Walküre sitze... :(

  • Der neue Boris Godunow aus dem Opernhaus Zürich in der Regie von Barry Kosky vom 26.-28.9. im Stream – leider nur so kurz, so dass ich selbst es wahrscheinlich gar nicht sehen kann, weil ich Samstag nicht kann und Sonntag in der DOB in der Walküre sitze... :(

    Heute Abend noch bis 0.00 Uhr – dann kann ich es doch noch sehen! 8o

  • "Cancelled Concert

    Due to travel restrictions, Frank Peter Zimmermann (violin) and Martin Helmchen (piano) are no longer able to take part in the above concert. The concert has therefore been postponed and will be rescheduled in due course. There will be no replacement."


    :/

    Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb' entzunden, hast mich in eine beßre Welt entrückt!“ („An die Musik“, Franz Schubert)



  • Morgen, am 13. November, um 20 Uhr wird es in der DCH eine Live-Übertragung mit den Philharmonikern unter Petrenko geben mit Schostakowitsch VIII (natürlich ohne Publikum): https://www.digitalconcerthall.com/de/concert/54006. Frei ist es leider nicht, man braucht ein Ticket.


    Das scheint relativ kurzfristig angesetzt worden zu sein und ich bin erstaunt, dass das in der momentanen Situation geht. Ich bin vor allem gespannt, wie sie das mit den Abständen hinbekommen. Die Achte ist ja ziemlich groß besetzt und bei den letzten Konzerten mit Publikum waren unter Ausnutzung der Chorplätze nur max. 64 Musiker möglich, wenn ich mich recht erinnere.

  • Hier kurz meine Eindrücke dieser wirklich beeindruckenden Aufführung. Im Vorgespräch hat Petrenko die Achte auf der Höhe von Mahler verortet. Und diese Einschätzung von ihm war dann auch zu hören. Selten habe ich eine Aufführung der Achten gehört, bei der man die Schönheiten dieser Musik so wahrnehmen konnte: der gedeckte Streicherklang bei den Inseln der (Fast-)Stille im ersten und vierten Satz, Wollenwebers wunderbares Englischhorn-Solo nach dem Zusammenbruch im ersten Satz, überhaupt die vielen spannungsgeladenen Piano- und Pianissimo-Stellen. Dabei – wie oft bei Petrenko – eine absolute Ökonomie bei der Vorbereitung und Ausgestaltung der klanglichen Eruptionen im ersten, am Anfang des vierten und dann nochmal im fünften Satz, die dann wirklich mit voller Wucht kamen. Dabei vermeidet er weitgehend die zugespitzten Schrillheiten in den Bläsern, die man von russischen Aufnahmen kennt, spart sie sich zumindest auf für die Momente, in denen er sie von Schostakowitsch tatsächlich intendiert sieht, also vor allem im dritten Satz mit dem harten, trockenen Einsatz der Bratschen, der sich auf die übrigen Streicher überträgt und der zirkushaften Trompete im Mittelteil. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir die besondere Dramaturgie dieser Symphonie jemals so eingeleuchtet hat wie in dieser Aufführung.


    Die Streicher saßen tatsächlich in Standardabständen, die Bläser etwas weiter und das Schlagzeug dann auf den Chorplätzen. Vielleicht wurden ja Schnelltests angewendet, um das so zu ermöglichen.


    Nachher um 12 Uhr ist die Aufführung nochmal zu sehen. Später wird sie im Archiv verfügbar sein.

  • Ist hier eigentlich schon auf Hope@Home hingewiesen worden?


    Schon während des ersten deutschen "Lockdown" im März/April hatte der Geiger Daniel Hope in seinem Berliner Wohnzimmer Musiker empfangen und mit ihnen musiziert und das bei Arte.tv im Internet gestreamt (hatte ich seinerzeit nicht mitbekommen).


    Seit dem 2. November läuft nun eine Neuauflage unter dem Titel Hope@Home - Next Generation. Der Fokus liegt dabei auf Nachwuchskünstlern einerseits und selbständigen Musikern andererseits (wobei das eine das andere ja nicht ausschließt). Das ganze läuft täglich live um 19:00 Uhr und kann als video on demand abgerufen werden. Derzeit sind alle Folgen der zweiten Serie noch abrufbar (die erste Folge bis 31.01.2021).


    Das ganze ist zum einen eine recht unterhaltsame Sache, aber es wird auch verdammt gute Musik gespielt; überwiegend von den Gästen, aber Daniel Hope spielt auch immer mindestens eine Nummer mit, oft mal eben kurzfristig für diesen Abend arrangiert; denn es beschränkt sich nicht auf Künstler der "klassischen" Musik (auch wenn sie den Löwenanteil ausmachen), es gibt auch Jazz, Pop, Weltmusik, und was für Sparten noch so alles kursieren. Gelegentlich sind auch bekannte Größen dabei; die bringen dann einen Nachwuchskünstler mit. So z.B. Thomas Hampson, Max Mutzke (ja, der!), Zakir Hussein, Till Brönner und andere.


    Dazwischen kleine Gespräche des Gastgebers mit den Gästen; da wiederholt sich natürlich vieles, wird aber eh kurz gehalten. Ich habe inzwischen alle Folgen seit 02.11. gesehen und gucke jetzt jeden Abend zeitversetzt. Immer eine gute halbe Stunde (manchmal fast eine ganze).


    Ist ein ganz schöner Einsatz eines arrivierten Künstlers (der übrigens einen großartigen Geigenton hat!) in einer Zeit, wo die Kultur ziemlich darnieder liegt.


    Ach ja: ist ein internationales Format, es wird englisch gesprochen.


    Hier gucken und hören: https://www.arte.tv/de/videos/…ope-home-next-generation/

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

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