ZITATERATEN: Konzert und Oper (ohne Komponisten über Komponisten)

  • Auf Kna hätte man natürlich auch früher kommen können, spätestens hier:

    Fritz Steinbach hielt Busch für seinen besten Schüler und A für einen hoffnungslosen Fall.

    Grins2

    Ich denke mir mal was Neues aus (wobei das aufschreiben sicher wieder länger dauern wird als die Lösung...)

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Hier ein Tristan-Ausschnitt aus dieser Zeit mit Lorenz und Flagstad

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    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Auf Kna hätte man natürlich auch früher kommen können, spätestens hier:

    Fritz Steinbach hielt Busch für seinen besten Schüler und A für einen hoffnungslosen Fall.

    Grins2

    Als man Kna indessen mal auf seine Tempi bei Brahms ansprach, meinte er: „Die habe ich alle von Fritz Steinbach gelernt…“

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Noch eine Geschichte aus Knas Züricher Zeit. Es gab Walküre, und Wotan Andreas Boehm setzte beim Abschied zwei Takte zu früh ein. Kna ging nachher auf ihn zu: "Was war denn da los?" "Herr Doktor, Sie haben mir den Einsatz nicht gegeben!" Da war sogar Kna mal sprachlos...

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Ein junger Geiger (nennen wir ihn B, denn A war immer ein Anderer...), der bereits einen Vertrag für eine feste Stelle bei der Staatskapelle Dresden in der Tasche hatte, musste an die Front ziehen. Eine gegnerische Kugel zerfetzte ihm eine Hand, die dortan steif blieb und das Weitergeigen unmöglich machte. Was tun? Die Musikalität war geblieben und ein bissl Stimme war auch da, wobei nicht so viel, dass es für das erste Fach reichen würde, aber es gibt in der Oper schließlich auch noch andere Fächer. Immerhin sang er mit dieser eher bescheidenen Stimme am Anfang seiner Karriere auch Partien wie Stewa, Camille de Rosillon und Ernesto in "Don Pasquale" - später nicht mehr.

    In der Stadt C entwickelte sich B erstaunlicherweise zu einem führenden Interpreten der Werkes des bedeutendsten Musiksohnes der Stadt. Andererseits war er dort auch die Zweit-Besetzung für den "Siegfried"-Mime. als die Premiere kam, fuhr B nach C, um der Premiere als Zuschauer beizuwohnen. Als er ankam, wartete der Intendant schon ungeduldig auf ihn, schüttelte ihm erregt die Hand und sagte: "Ich zähle heute auf Sie!" - B erwiderte, dass er am Ende bei Applaus sein Bestes geben und seine Hände nicht schonen würde. "Was?", entgegnete der Intendant entgeistert. "Haben Sie denn mein Telegramm nicht erhalten? sie müssen heute Singen!" Nun ja, das Telegramm war erst angekommen, nachdem B zu Hause losgefahren war.

    Nach ein paar Jahren wollte B in die Hauptstadt D und sang dort am Opernhaus E dem berühmten Intendanten A vor. Pflichtstück: Pedrillo-Arie. Obwohl er diese Rolle schon auf der Bühne gesungen hatte schmiss er vor Aufregung fürchterlich. A bestellte B anschließend in sein Zimmer. B trat ein und begann sich für seine Leistung zu entschuldigen, bis A ihn unterbrach: "Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, ich habe Sie in C in mehreren Vorstellungen erelbt, Sie sind engagiert."

    A besetzte B in zahlreichen Opern, den Anfang machte eine (bei A!) Doppelrolle in der Oper F des Komponisten G. Andererseits besetzte ihn A bei seiner Inszenierung der Oper H des Komponisten J kurioserweise mit drei(!) der vier Diener-Rollen. Die vierte kam erst ein paar Jahre später dazu. Letztere Inszenierung gehört zu denen, die A mit B auch verfilmte. Dazu gehört auch seine berühmteste Rolle: den K im Bühnenwerk L des Komponisten J (ja, den hatten wir gerade schon). Durch die Nahaufnahmen bemerkte A, dass das, was bei B auf der Bühne funktionierte, vor der Kamera nicht funktionierte, nämlich eine künstliche Glatze. Daraufhin wurde B geschoren. Als B spätabends nach Hause kam und seine Frau schon schlief, legte er sich schweigend neben sie ins Ehebett. Als die Frau am nächsten Morgen erwachte und sich zu ihrem Mann dreht, schrie sie vor Schreck auf, als sie entdeckte, dass plötzlich ein Glatzkopf neben ihr im Bett lag.

    Ein Sängerkollege, der mit B häufig auf der Bühne stand und hier anonym bleiben soll, hat mir eine Geschichte erzählt, die rein faktisch einer Überprüfung zwar nicht ganz standhält, für die aber gilt: "Se non è vero, è ben trovato":

    B erhielt aufgrund seiner Verdienste und Erfolge als Protagonist von A am Opernhaus E in D den Nationalpreis, und zwar gemeinsam mit den berühmtesten Sängern des Landes, nämlich dem Tenor M und dem Bass(bariton) N. Nach der Zeremonie befanden sich die drei Sänger in einem separierten Raum, als B plötzlich loszulachen begann. M und N fragten B, was er denn plötzlich hätte, und B antwortete: "Ja, mit EUREN Stimmen den Nationalpreis zu erhalten, ist keine Kunst. Mit MEINER Stimme den Nationalpreis zu erhalten, DAS ist eine Kunst!"

    Wer A war muss ich, glaube ich, nicht fragen, aber wer war B?

    Welche Stadt C und welcher bedeutende Sohn dieser Stadt sind gemeint?

    Welches von A gegründete Opernhaus E in der Hauptstadt D ist gemeint?

    Um welche heute (und im Original) so nicht übliche Doppelrolle in der Oper F des Komponisten G handelt es sich? Sie wurde ebenso verfilmt wie die Oper H des Komponisten J und die Oper L des Komponisten J - in letzterer trat B 369 Mal in der Rolle K auf.

    Wer waren die beiden berühmten Sänger des betreffenden Landes, nämlich der Tenor M und der Bass(bariton) N?

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • M und N sind sicher Schreier und Adam. Die DVD vom „Hoffmann“ (H) habe ich, steht aber im anderen Zimmer und ich liege schon im Bett…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Dann mache ich wohl weiter:

    Bringen wir eine Geschichte, die heute nicht mehr möglich wäre, obwohl es sooo lange nicht her ist, dass sie sich zugetragen hat. Ein großes Opernhaus (A), Premiere des Stückes B von Komponist C. Ein alter Haudegen als Regisseur (D) inszeniert in einer von einem Licht-Künstler (E) kreierten Bühnensituation, die ungewöhnlich ist, aber großen Beifall findet. Nach dem Schlussvorhang standen einige der Beteiligten hinter der Bühne, nur einer fehlt: Tenor F. Er war sehr verstimmt in seiner Garderobe verschwunden und weigerte sich zur Premierenfeier zu kommen. Intendant G: "Geht voraus, wir kommen nach!" Und wirklich, keine 10 Minuten später erschienen ein strahlender F und ein zufriedener G auf der Feier. Natürlich waren alle begierig zu erfahren, was gewesen war. G: "F war beleidigt, weil sich Sopranistin H auf der Bühne nicht richtig von ihm küssen lassen wollte. Kein Wunder, erstens ist F fast doppelt so alt wie sie und zweitens hat H einen neuen Lover..." "Aber wie haben Sie es geschafft, F zu beruhigen?" G: "Mit einer kleinen Notlüge... Ich habe F gefragt, ob er denn nicht gewusst habe, dass H lesbisch ist."

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