Vorbereitung auf Konzerte - Ansprüche von und an Profimusiker

  • Es ist leider oft sogar nur so möglich, weil vor allem bei Opernorchestern die Dichte des Spielplans nichts anderes zulässt.

    Sorry, aber da muß ich widersprechen.
    Gut, vor fast 30 Jahren,als ich in Profi-Orchestern angefangen habe, da gab es noch alte Recken,die sich geschickt
    verstecken konnten.Aber heute haben wir alle-jedenfalls in meiner Band- den Anspruch, alles so gut wie möglich und ohne
    Fuckeln zu spielen.
    Ausgenommen bestimmte Opern von R.S. natürlich,in denen man wirklich nur mit fakes durchkommt.
    Und damit meine ich nicht Salome, da kann man jede Note runterdrücken.
    Aber bei Elektra wird es sehr eng......

    Es wird sehr negativ aufgenommen, wenn jemand öfters schlampig spielt.
    Das hat erst vor wenigen Jahren einen Cellisten bei uns seinen Job in der Probezeit gekostet.
    Er hat daraus gelernt und ist jetzt in einem sehr guten anderen Orchester mit bestandener Probezeit.

    Ich bin schon der Meinung,dass sich der Anspruch sehr verändert hat und gebe natürlich zu,
    dass ein sehr guter Blattspieler dann im Vorteil ist gegenüber anderen,welche alles stundenlang zu Hause üben.

    Ich habe viele Kollegen, welche wirklich alles penibel zu Hause üben und schon Wochen vorher die
    ausliegenden Übekopien mitnehmen..

    Und ich mache mir seit Jahrzehnten einen Spaß daraus-falls gesund natürlich- einfach zum Dienst zu gehen und das Zeug zu spielen.
    Da habe ich Glück.
    Könnte ich das nicht-und vielleicht werde ich es auch nicht mehr können-dann werde auch ich üben.

    Und in jedem anderen Orchester,wo ich mal Aushilfe gespielt habe, war es wie bei uns:
    Und zwar so, dass sich die Kollegen am Pult fast immer versuchen,sich gegenseitig zu zeigen,wo es lang läuft.

    ich will damit sagen, dass die Zeiten,wo sich Tuttispieler geschickt verstecken,zu einem sehr großen Teil vorbei sind.
    Ich habe solch etwas,wie schon gesagt,vor langer Zeit noch erlebt,aber die Zeiten haben sich geändert und mit Ihnen auch der Anspruch.

  • PS bedenkend, daß ich auf der Bühne nur noch ca allerhöchstens 80% dessen hinkriege, was zuhause komplett sicher funktioniert hat, wäre es fahrlässig, mit weniger als 120% Beherrschung des Stückes auf die Bühne zu gehen... das sind so Prozentrechnungen...

    Das ist mein Credo ,seit ich diese Einstellung beim Amadeus-Quartett gelernt habe.Da waren es sogar 150%.

    Deshalb ist auch mein letztes Probespiel gescheitert,da ich Zeitbedingt aus dem Dienst heraus nur in der Lage war,annähernd 100% zu erreichen,
    von denen dann beim Probespiel nur noch 50% übrig waren.Ich hätte es besser wissen sollen,wollte aber mit dem Kopf durch die Wand in dieser Situation....
    Fehler.

  • Es ist überall gleich. Du entscheidest Dich für Familie, Hobbies, etc.. Verstehe ich gut, tue ich auch. Aber man kann die Entscheidung auch anders treffen.

    Das ist zutreffend.
    Wir haben ja unser "Turina Quartett" und versuchen immer-falls ich mal wieder spielen werde- auf einem für uns obszön hohen Niveau zu spielen.
    Obszön deshalb,weil der Anspruch,den wir haben,so gut wie nicht zu erreichen ist neben unserer täglichen Arbeit im Orchester.
    Aber der Anspruch bleibt,ohne den geht es überhaupt nicht!
    Das wäre nur gepflegte Hausmusik.

    Und vor vielen Jahren hat sich dann unser wirklich toller Bratschist dazu entschlossen,sich und seiner Frau einen Hund anzuschaffen.
    Und das war es dann, denn der Köter war dann immer wichtiger in der knappen Probezeit,welche wir zwischen den Diensten halt nur haben.

    Wir haben dann leider viele Bratschisten ausprobieren müssen,bis wir endlich eine ideale Neubesetzung fanden.
    Und nun falle ich seit vier Jahren aus.
    Tatsächlich warten die Kollegen darauf, dass ich wieder gesund werde und spielen nicht mit anderen Cellisten.
    Das berührt mich sehr!

  • Und ich mache mir seit Jahrzehnten einen Spaß daraus-falls gesund natürlich- einfach zum Dienst zu gehen und das Zeug zu spielen.

    bewundernswert, wenn man das kann.

    von denen dann beim Probespiel nur noch 50% übrig ware

    Dass man offensichtlich sehr gut im Orchester (und anderen Kooperationen) spielen kann, obwohl man unter den speziellen Bedingungen eines Vorspieles erhebliche Einbussen hat, finde ich interessant.

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Dass man offensichtlich sehr gut im Orchester (und anderen Kooperationen) spielen kann, obwohl man unter den speziellen Bedingungen eines Vorspieles erhebliche Einbussen hat, finde ich interessant.

    Ein Probespiel ist so gut wie immer ein Gang zum Schafott.
    Die Umstände sind grausam und man steht unter einem Druck,den man in einem Konzert so nicht hat.

    Ich kann mir den Vergleich erlauben,denn ich habe z.B.in der Philharmonie St.Petersburg, am ungarischen Rundfunk und in einigen der großen Säle
    Japans solistisch gespielt.
    Klar,DAS war auch Stress,aber ein anderer,möglicherweise positiverer.
    In St.Petersburg begann ich schwach,war nervös und habe mich dann in den knapp zwei Stunden gesteigert.
    Und war dann am Schluß dermaßen selbstsicher, daß ich-was mir heute völlig abwegig erscheint- ein Werk als zweite Zugabe spielte,
    welches ich 4 Jahre nicht mehr gespielt hatte und auch die Noten nicht dabei hatte.
    Ich war so voller Adrenalin und aufgeputscht, dass ich den 3.Satz der Schostakowitsch-Sonate dann auswendig und ungeübt spielte,und dies soll der beste Teil des Konzertes gewesen sein....Ich habe die Aufnahme,und es stimmt kurioserweise.
    Allerdings hatte ich die Sonate schon vorher sehr oft aufgeführt und konnte daher noch ziemlich viel abrufen.

    Das russische Publikum ist sehr,sehr fair!
    Man darf patzen,und ich habe am Anfang massiv gepatzt!
    Aber falls man sich dann steigert,dann geht dieses Publikum mit und die Patzer am Anfang sind vergessen.
    So war das.

    Bei einem Probespiel aber entscheidet sich alles in Sekunden,und jeder Aspirant weiß,auf welche Fehler geachtet wird.
    Welche dann auch meist prompt passieren.
    Und ich muß darüber hinaus hinzufügen,dass es sich bei meinem letzten Probespiel um ein Probespiel vor dem eigenen Laden handelte,um eine
    Stelle offiziell zu bekommen,welche ich 17 Jahre kommissarisch erfolgreich innehatte.Denn so ist das Prozedere in deutschen Orchestern.
    Anderswo undenkbar.
    Entwürdigend!

    Es ist eine schreckliche Situation.
    Bei einem Konzert habe ich IMMER im Hinterkopf, dass es NUR um die Musik geht und nicht um mich,denn ich bin nur der Interpret!
    Das sollte sich jeder klarmachen,das ist mit das wichtigste überhaupt,um die Nerven zu bewahren.

    In einem Probespiel geht es aber NUR um MICH.
    Klar wird gesagt, man solle einfach Musik machen und an den Rest nicht denken.
    Da haben wir aber alle mal gelacht, denn dies ist nur Wunschdenken.
    Die Wirklichkeit sieht anders aus.

    Das einzige, was man dagegen machen kann, ist, so viele Probespiele wie möglich hintereinander zu haben,so dass es einem irgendwann egal wird.
    Klar gibt es auch immer wieder Leute,die gleich beim ersten Probespiel den Jackpot knacken oder Leute,die Nerven wie Stahl haben.
    Diese Leute sind aber die Ausnahme.

    Es gibt da ein Video vom Tschaikowsky Wettbewerb,wo ein Pianist in der Vorrunde den Saal betritt, sich an's Klavier setzt,aufsteht und wieder rausgeht.
    So in etwa fühlt man sich auch beim Probespiel, und das ist etwas völlig anderes als ein Konzert.
    Wettbewerbe übrigens auch, ich hasse diesen Zirkus und habe Ihn selber erlebt.
    Vier mal ein vierter Platz.
    Damit kann ich mir den Popo abwischen,es ist zum Glück alles vorbei.........

  • bewundernswert, wenn man das kann.

    Danke,aber ob ich das jemals wieder kann,das ist ungewiss.
    Und manchmal ist es auch gar nicht solch ein großer Vorteil.
    Jedenfalls muß man aufpassen, nicht zu verschlampen.
    Und um dagegen anzugehen ist Kammermusik in der Freizeit unabdingbar.

    Allerdings kommt man ohne diese Gabe z.B.in britischen Orchestern nicht weit.
    Die sind nämlich die absoluten Weltmeister darin und haben das von früh auf gelernt.
    Was die dort für Fähigkeiten haben, das ist irre.

    Das gibt es so in deutschen Orchestern zwar bei einzelnen Mitgliedern,aber nicht als ganzes.
    Jedenfalls nicht mit dieser Präzision.

  • Vielen Dank, Michael !

    Ich wollte nur auf diese Aussage von Dir aufmerksam machen:

    Ich war so voller Adrenalin und aufgeputscht, dass ich den 3.Satz der Schostakowitsch-Sonate dann auswendig und ungeübt spielte,und dies soll der beste Teil des Konzertes gewesen sein....Ich habe die Aufnahme,und es stimmt kurioserweise.

    Das passt genau zu dem, was ich zum Thema gesagt habe. Die Vorbereitung auf das Werk war hier nicht da, aber es machte nichts.

    Übrigens besteht m E die Vorbereitung eines Konzertes nicht nur aus Vorbereitung auf das spezielle Stück. Wenn man fit auf seinem Instrument ist, ist das bei Orchesterdiensten etwa 90% der Miete.
    Bei Kammermusik und Solo muss man sich natürlich prozentual mehr mit dem Werk beschäftigen. Aber das wichtigste bleibt mE immer die technische Beherrschung des eigenen Instruments.

    Man kann bei Nervosität nicht in Ensemble-Proben Rückhalt suchen, sondern nur in den eigenen technischen Fertigkeiten. Man wird ja nicht nervös, weil man vielleicht nicht mit dem Cello perfekt zusammenspielen wird, sondern weil man Schiss vor einem Lagenwechsel oder einer bestimmten schwierigen Stelle in der eigenen Stimme hat. Und dass man das Team dadurch hängenlässt. Oder ist das bei anderen hier nicht so?

  • Das passt genau zu dem, was ich zum Thema gesagt habe. Die Vorbereitung auf das Werk war hier nicht da, aber es machte nichts.

    Hallo Rosamunde,
    danke für deine Antwort!
    Es gibt durchaus einen Unterschied:
    Ich hatte das Werk zwar vier Jahre nicht gespielt, aber davor sehr,sehr häufig über 15 Jahre.
    Auch in meinem Examen.

    Und da sind halt die 150% wieder,von denen ich dann 1995 in St.Petersburg noch vielleicht 80-90% abrufen konnte.
    Der dann völlig entspannten Situation am Ende des Konzertes geschuldet und mit dem Pianisten-der kurioserweise seine Noten dabei hatte warum auch immer- ,mit dem ich die Jahre vorher dieses Werk bis zum Äußersten geprobt und aufgeführt hatte.
    Es war halt eben nicht unvorbereitet, aber ich kann es heute nicht mehr glauben,dass ich den Mut hatte,es einfach auswendig zu spielen nach all den Jahren.

    Es war ein ganz besonderer Moment,denn in diesem langsamen Satz gibt es eine Stelle,zu der Ivan Monighetti einst mal gesagt hat,daß es die Hoffnung auf ein besseres Leben wäre,aber NACH dem Tode.
    Und das war der Saal,in dem Schostakowitsch quasi zuhause war, und das Publikum kannte natürlich jede Note.

    Und bei dieser Stelle hat der ganze Saal hörbar AUSGEATMET.Es war ein unglaubliches Erlebniss und ich bin
    sehr dankbar, daß ich das erleben durfte.
    Ich werde dies niemals vergessen,sowas erlebt man nur einmal im Leben.

  • Man kann bei Nervosität nicht in Ensemble-Proben Rückhalt suchen, sondern nur in den eigenen technischen Fertigkeiten. Man wird ja nicht nervös, weil man vielleicht nicht mit dem Cello perfekt zusammenspielen wird, sondern weil man Schiss vor einem Lagenwechsel oder einer bestimmten schwierigen Stelle in der eigenen Stimme hat. Und dass man das Team dadurch hängenlässt. Oder ist das bei anderen hier nicht so?

    Hallo Rosamunde,
    ich kenne es eigentlich nur so,daß ich etwas zuhause durchaus ordentlich kann,einen schwierigen Lagenwechsel z.B. .
    Aber der funktioniert dann blöderweise in der Quartettprobe nicht mehr,was an vielen Faktoren liegen kann.
    Das geht unsere Primaria übrigens nicht anders.Und die ist Konzertmeisterin.

    Und dafür sind dann die Proben unersetzlich.
    Man benötigt vielleicht eine Zehntelsekunde mehr Luft zur Ausführung, oder im Zusammenspiel erweist sich der zuhause ausgetüftelte Fingersatz
    als nicht praktikabel.

    Ich habe oft,zuletzt beim Mozart Klarinettenquintett, Sicherheit bei einem gemeinen Lagenwechsel nur dadurch erhalten,daß wir im Ensemble
    uns mit dieser Stelle auseinandergesetzt haben, bis eine schöne gemeinsame Basis für meinen Lagenwechsel da war.
    Und dann hat diese Stelle wunderbar und vor allem ZUSAMMEN geklappt,ganz harmonisch im Zusammenspiel.
    Diese dann erreichte Leichtigkeit war die schwere Arbeit von allen und nicht nur von mir alleine.
    Diese Stelle ist übrigens gefürchtet bei allen Cellisten, im Grunde ist mir nur Clemens Hagen bekannt,der das einfach mal so spielt,wie es sein soll.
    Aber er ist eine Ausnahme.

    Und jeder Kollege im Quartett hat solch eine problematische Stelle in jedem Werk.
    Und dafür sind Proben da.
    Ich liebe diese Proben,denn für mich ist immer der Weg das Ziel.
    Und dieser Weg ist für mich,und sicherlich auch für meine Quartettkollegen,das,um was es uns geht.
    Dieses Eindringen in Verästelungen,das ausforschen von diversen Möglichkeiten etc. ,das ist es,was für uns wichtig ist am Quartettspielen.
    Die Konzerte danach sind zwar-meistens- schön,aber darum geht es uns nicht in erster Linie.

    Aber gehen wir nicht weiter in's Detail, denn das wird dann sehr ausufernd,das fängt bei der Intonation an und hört dort noch lange nicht auf.
    Über die Ausführung von Triolen kann man z.B. alt werden,sehr alt.
    Aber das ist ja klar.


  • Elly Ney hat auch einmal gepatzt, in Freiburg. Sie hat einfach nochmal begonnen.

    Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

    Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!

  • Zwischen man "habe immer und überall sein Bestes zu geben" und man "müsse" das tun, scheint mir kein bemerkenswerter Unterschied zu bestehen.


    Der bemerkenswerte Unterschied besteht darin, dass das Erstgenannte ein Ideal gewesen ist, das mir vorgelebt worden ist. Zum Ideal gehört es, dass man es mitunter nicht erreicht, auch wenn man es erstrebenswert finden mag. Das bedeutet aber nicht, dass es eine gute Idee wäre, das Ideal fallenzulassen.

    Etwas ganz anderes ist es, Leuten vorzuschreiben, dass sie etwas tun "müssen". Das liegt mir fern. Und deswegen habe ich es auch nicht geschrieben.

    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Elly Ney hat auch einmal gepatzt, in Freiburg. Sie hat einfach nochmal begonnen.

    Ja und?
    Das war "nur" ein Konzert.
    Da darf man das,wenn es denn sein muß.
    Ist mir übrigens auch schon passiert, aber ich wiederhole jetzt nicht nochmal meine Ausführung über den Unterschied zwischen einem Konzert und einem Probespiel.

    Barenboim hat übrigens bei einem Probespiel für Violine an der Staatsoper Berlin einen Aspiranten bereits beim Einstimmen nach Hause geschickt.
    Also noch vor seinem Vortrag.

    Elly Ney hätte ganz woanders noch mal von vorne beginnen sollen,bevor es zu spät war.
    Aber das ist ein anderes Thema.

  • Ja und?Das war "nur" ein Konzert.
    Da darf man das,wenn es denn sein muß.
    Ist mir übrigens auch schon passiert, aber ich wiederhole jetzt nicht nochmal meine Ausführung über den Unterschied zwischen einem Konzert und einem Probespiel.

    Barenboim hat übrigens bei einem Probespiel für Violine an der Staatsoper Berlin einen Aspiranten bereits beim Einstimmen nach Hause geschickt.
    Also noch vor seinem Vortrag.

    Elly Ney hätte ganz woanders noch mal von vorne beginnen sollen,bevor es zu spät war.
    Aber das ist ein anderes Thema.

    Eben, man darf es und es ist auch keine Schande, denn ein Künstler ist keine Maschine. Heute werden Fehler allerdings kaum noch verziehen.

    Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

    Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!

  • Heute werden Fehler allerdings kaum noch verziehen.

    Heute gibts doch üblicherweise freundlichen Applaus und Jubel, sogar bei Künstlern, die man früher mit Buhorkanen von der Bühne gefegt hätte.

    Wegen der im Mai 2023 in Kraft getretenen Forenregeln beteilige ich mich in diesem Forum nicht mehr (sondern schreibe unter demselben Pseudonym in einem anderen Forum), bin aber hier per PN weiterhin erreichbar.

  • Bei einem Konzert habe ich IMMER im Hinterkopf, dass es NUR um die Musik geht und nicht um mich,denn ich bin nur der Interpret!
    Das sollte sich jeder klarmachen,das ist mit das wichtigste überhaupt,um die Nerven zu bewahren.

    Danke für den Tip. Wenns halt öfter mal klappen würde...

    größten Respekt an alle, die das schaffen.
    Ich wäre froh, wenn ich allein zu Haus vorm Mikro alles spielen könnte, was ich EIGENTLICH in der einsamen Durchdringung eines Werkes ganz klar habe... und dann auch noch in so einer Situation wie einem klassischen Konzert... da muss ich passen, so sehr ich mir das in einem versponnenen Winkel meiner Seele bedauern mag...

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Heute gibts doch üblicherweise freundlichen Applaus und Jubel, sogar bei Künstlern, die man früher mit Buhorkanen von der Bühne gefegt hätte.

    was genau soll uns das jetzt sagen?

    PS zu behaupten, daß im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit jedes Momentes die Ansprüche an technische Perfektion NICHT gestiegen seien, verrät eine ziemlich arrogante Konsumentenhaltung ein ziemliches Maß an Unkenntnis der Produktionsbedingungen der "hehren" Kunst.... (wobei nicht auszuschließen ist,dass der Vorwurf mich genauso trifft...)

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

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