Vivaldis Violinkonzerte, immer das Gleiche oder aufregende Vielfalt?

  • Vivaldis Violinkonzerte, immer das Gleiche oder aufregende Vielfalt?

    «Vivaldi hat nicht 500 Konzerte geschrieben, sondern 500 Mal dasselbe Konzert.» So verspottete der 200 Jahre später lebende Berufskollege Igor Strawinsky den venezianischen Barock-Komponisten und Geiger Antonio Vivaldi.


    Dass es genau 500 Konzerte sind, für alle möglichen Instrumente, das könnte nur die Musikwissenschaft und neuer Forschergeist beantworten.




    Vivaldi ist aber vor allem wegen seiner Violinkonzerte «Die vier Jahreszeiten» heute allgemein bekannt. Von Vivaldi sind rund 250 weitere Violinkonzerte erhalten, davon 100 in Alternativfassungen (so der Vivaldiforscher Olivier Fouré). Auch wann sie zeitlich entstanden sind, und in welcher Abfolge, ist in der Vivaldi-Forschung nicht eindeutig, es fehlen viele Quellen.


    Dass Vivaldi einen eigenen Stil kultiviert hat und meist auch gut erkennbar ist, spricht das für das Urteil von Strawinsky? Oder liebt Ihr dieses oder jenes Vivaldi-Konzert, gerade weil es anders ist und etwas Eigenes hat, mehr als andere?


    Stimmt also das Diktum von Strawinsky oder haben wir Gegenbeispiele?

  • Hallo Toni,


    Wer die Vielfalt in Vivaldis Violinkonzerten sucht, dem sei diese Aufnahme sehr empfohlen, Harmonie Universelle "12 Concerti Per Violini":



    Gruß, Frank

  • «Vivaldi hat nicht 500 Konzerte geschrieben, sondern 500 Mal dasselbe Konzert.» So verspottete der 200 Jahre später lebende Berufskollege Igor Strawinsky


    Stimmt also das Diktum von Strawinsky oder haben wir Gegenbeispiele?


    Ach ja ...


    ... ein ähnliches Bonmot ist ja von Pfitzner überliefert, der sinngemäß gesagt haben soll, dass Bruckner neunmal dieselbe Sinfonie komponiert habe. - Mal abgesehen von Nr. 0 und 00 genügt bereits ein sehr oberflächlicher Vergleich von Nr. 4 mit Nr. 5 (oder Nr. 7 mit Nr. 8), um zu erkennen, dass Pfitzner daneben lag. Wenngleich der Sinn seiner Worte schon klar zu sein scheint: Streben nach dem, das größer ist als wir; Finalform mit Schlussapotheose; Ausweitung der Sonatenhauptsätze auf die heilige Dreizahl der Themen usw.


    Genauso könnte man Haydn vorwerfen, dass er für London zwölfmal dieselbe Sinfonie komponiert hätte. Oder über sechzigmal dasselbe Streichquartett.


    Um etwas zur Vielfalt der Vivaldischen Concerti zu sagen, müsste man ja eine repräsentative Auswahl dieser Werke kennen, sagen wir 10 bis 20 Prozent, verteilt über die Schaffenszeit des "Prete rosso". Kannte Strawinsky eine solche Auswahl?


    Alleine mit näherer Kenntnis der vier Konzerte in den "Stagioni" sieht man, dass Vivaldi dort in jedem Konzert individuelle Lösungen fand, die beileibe nicht einfach so andernorts wiederverwertbar waren. Der Hund, der Zephyr, die Vogelstimmen, das Gewitter, ... lauter singuläre Passagen.


    Ohne eine repräsentative Auswahl bei Vivaldi zu kennen: Haben diejenigen, die Vivaldi, Haydn, Bruckner die Komposition des ewig Gleichen vorwerfen. nicht das Wesentliche dieser Werke übersehen?


    Gru0
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Mit den informativen Grundsatzüberlegungen von Mauerblümchen stimme ich voll überein. Es wäre eine gar enge Sicht, diesen etwas "tendenziösen" Aussagen von Kollegenkomponisten zuzustimmen.


    Schön wäre es, wenn - z.B. hier - einzelne Konzerte von Vivaldi hervorgehoben und in ihrer Eigenart näher charakterisiert werden. Klar, ganz nach persönlichen Vorlieben. Aber auch zusätzlich zu den bekannten "Le quattro Stagioni", die dank ihrer Titel und den ihnen vorangestellten Sonetten ihre charakteristischen Eigenarten gut hör- und erkennbar machen.


    Gruss
    Toni

  • Harmonie Universelle "12 Concerti Per Violini":


    Handelt es sich bei der erwähnten Aufnahme um folgende CD bei Harmonie Universelle:


    [Blockierte Grafik: https://img.discogs.com/G_BgO00KvBvVSDpD-AJWr9EEXzA=/fit-in/600x524/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-12087421-1528044944-2185.jpeg.jpg]



    In dieser Aufnahme geht es vor allem um frühe Konzerte des jugendlichen Vivaldi. Wunderschön und sogar nicht mal immer nur dreisätzig, z.B. RV 175. Später wird ja die Dreisätzigkeit der concerti zu einem Markenzeichen Vivaldis.


    Persönlich mag ich auf dieser CD (Solist Florian Deuter) das Konzert B-Dur RV 381 sehr. Vivaldi verwendet dieses Konzert auch wieder, etwas weniger virtuos, bei der Veröffentlichung seiner Sammlung La Stravaganza, als op 4 Nr. 1. Dieser Drive im ersten Satz ist mitreissend, hat, so glaube ich, auch den jungen Bach mitgerissen, sodass er das Stück für Cembalo bearbeitete.


    Gruss auf Weiteres
    Toni

  • Hallo Toni,
    Ja, genau diese. Da sind einige herausragende Stücke, vor allem auch die, die Du genannt hast. Die Vielfalt zeigt sich allein schon auf dieser Doppel-CD.
    Gruß, Frank

  • Ein besonderes Violinkonzert trotz fehlender Saite

    Wann genau und unter welchen Umständen das Concerto d-moll RV 243 mit dem Titel "Senza Cantin" entstanden ist, kann wohl kaum genau gesagt werden. Ob Vivaldi mal die Saiten zum Wechseln ausgegangen sind, ob seine E-Saite mal wieder riss? Man darf fantasieren.


    Aber es lohnt sich, dieses eher unbekannte Violinkonzert etwas genauer anzusehen. Seine Besonderheit: die Geige spielt nie auf der obersten Saite, der e-Seite oder eben der Cantin (der Sängerin-Saite). Die Geige schränkt also ihr Singen bewusst ein und kommt trotzdem wunderschön zur Geltung.


    SATZ 1 (ALLEGRO)

    Das Konzert beginnt in der dunklen Tonart d-Moll. Repetitive Floskeln reihen sich aneinander, erzählt wird eher Dunkles. Dann der Einsatz der Geige, ebenfalls mit sich wiederholenden Figuren bringt sie ruhig, nicht blendend dominierend, sondern eher diskret, ihre Stimme ein. Als würde sie sich zurückziehen, überlässt sie dann die Musik wieder dem Ripieno des Orchesters. Die Geige bleibt bei ihren schattigen Klangfiguren, wechselt sich ab mit dem Spiel des Orchesters und eilt einem eher resignierenden Schluss des Orchesters entgegen.


    SATZ 2 (ANDANTE MOLTO)


    Vivaldis Mittelsätze führen oft ganz kurz in eine neue andere Welt, als wollten sie uns aus dem Alltag entführen. Auch in diesem Konzert beginnt die Geige eine Melodie zu singen, immer auf der etwas melancholisch klingenden hohen Lage der A-Saite. Sinnierend und etwas traurig spielt die Geige ihren entrückten Gesang.


    SATZ 3 (ALLEGRO)


    Rhythmisch entschlossen und tänzerisch aufstampfend beginnt das Orchester, die Geige steigt mit ein, in diesen dunklen Wirbeltanz, mit neuer Scordatur, die G-Saite auf A gestimmt. Aber so ganz aufhellen will sich die Stimmung nicht. Bis zum Schluss nicht! Energisch treibt die Musik voran. Immer diskret virtuos steht die Geige im Zentrum, Figurationen und eine Art kurze Kadenz am Schluss aber beweisen: Sie könnte mehr.


    Ich kenne zwei Aufnahmen dieses Konzertes, eine von Anton Steck, aufgenommen 2006, die andere von Giuliano Carmignola, eingespielt 2012.


    Spannendes Hören, falls ihr Zugang zu diesen Aufnahmen habt!


    Gruss
    Toni

  • Hier eine weitere Empfehlung, ein Violinkonzert von Vivaldi zu hören:


    ANTONIO VIVALDI: CONCERTO ES-DUR RV 254


    SATZ 1 (ALLEGRO)


    Das Konzert beginnt mit einem beharrlichen Rhythmus im Orchester, von Geigeneinwürfen unterbrochen. Schliesslich übernimmt die Geige die Führung, selbstbewusst und mit einer Melodie, die sie genüsslich weiterführt, bis dass der Rhythmus des Orchester-Tuttis sich wieder einmischt. Danach aber legt die Geige los, virtuose Bariolage-Passagen zeigen, wer dominiert, und was der Geiger kann, dann folgt wieder das Rhythmus-Tutti, doch dann zeigt die Geige im nächsten Soloteil, was Doppelgriffe können, alles leicht und spielerisch, reine Lebensfreude. Kurzes Schlusstutti, als zöge sich das Orchester zurück.


    SATZ 2 (LARGO)


    Spannung im Orchester wird aufgebaut, die Bässe drängen sich vor, mit langsamen Aufwärtspassagen übernimmt dann die Violine friedlich und melodiös, als wolle sie von Liebe und schönen Gefühlen erzählen? Man folge ihr einfach, sie nimmt einen mit, das Orchester begleitet mit diskretem Akkordspiel. Am Schluss werfen sich die Bässe nochmals gewichtig ein… als wollten sie Einhalt gebieten.


    SATZ 3 (ALLEGRO)


    Auch hier treiben die Bässe voran, in schnellem regelmässigen Piano. Dann reisst die Geige das Zepter wieder in ihre Hand. Es geht schliesslich um sie. In wilder Lust eilt sie vorwärts, nur kurz dazwischen wieder zurücksinnierend an das Largo. Aber sofort drängt sie weiter, überstrahlt und überzeugt die knappen Orchestertuttis. Es geht schliesslich um die Geige, sie darf zeigen, was sie kann. Und Allegro kommt ja von Allegria, Freude. Und Freude macht stark.



    Hier noch eine empfehlenswerte Aufnahme dieses Konzertes:



    Gruss
    Toni

  • Was für ein zweiter Satz: Concerto e-moll RV 278!!!

    Vivaldi kann immer wieder überraschen. Ein Konzert, das Carmignola 2004 erstmals eingespielt hat und das Fabio Biondi 2017 auch für die Vivaldi-Edition von "naive" eingespielt hat, liess mich beim Wiederhören erneut aufhorchen. Gleich ein magischer Moment nach stürmischem Beginn! Und dann der zweite Satz: total berührend.
    Meine Empfehlung also: nochmals hören, vor allem Carmignolas Interpretation. Aber es gibt jetzt auch auf Youtube eine Live-Interpretation von Midori Seiler mit dem Bremer Barockorchester. Das Konzert e-moll RV 278 scheint bei den Interpreten an Interesse zu gewinnen. Und wir Hörende lassen uns mitreissen.


    Hier eine Hörhilfe dieses Konzertes, die ich kürzlich für meine Homepage "unbekannte Violinkonzerte" erarbeitet habe:



    SATZ 1 (ALLEGRO MOLTO- ANDANTINO)



    Wie ein wilder Sturm rast ein Streichertutti auf die Hörenden zu, um sofort einzuhalten: Die Seufzermotive eines Andantino-Einschubs lösen sofort andere Emotionen aus. Nochmals der Sturm, erst danach ein fast tänzerisches Ausklingen dieses Gefühlskontrastes. Der e-moll-Sturm aber ist weiter präsent, kommt wieder und schliesst das erste Tutti ab. Der Solist meldet sich mit einer schmerzvollen Kantilene, überdeckt dann seine Emotionen hinter virtuoser Geigenbrillanz: grosse Sprünge, Sechzehntelfiguren, Springbögen und rhythmische Unruhe. Nach einem brillant-wilden Lauf der Geige fällt das stürmische Tutti wieder ein. Doch der Solist steigert sich weiter in fast bizarre Spielereien, ohne eine latente Verzweiflung verbergen zu können. Wieder das stürmische Ritornell-Tutti, das aber nach kurzem Stocken zu erlahmen droht. Mit einem wilden Lauf tritt die Geige wieder in den Vordergrund und beherrscht mit ihrer waghalsigen, virtuosen und rhythmisch abwechslungsreichen Rhetorik die Szene, bis zum erwarteten und ohne Überraschung schliessenden Tutti.


    SATZ 2 (LARGO)


    Erstaunlicher Beginn: Vivaldi schreibt lange geheimnisvolle Streicherakkorde, die harmonisch ungewohnte Gänge gehen. Ein Bassrhythmus liegt allem zugrunde, je nach Interpretation fast eine Art Toten-Konduktus. Es folgen Seufzermotive, das Tutti zieht sich zurück und überlässt der Geige den Klagegesang. Es folgt, was Hörende bei Vivaldi immer wieder in Bann zieht: eine Solomelodie über verschwindend leiser Begleitung, inniger als Operngesang, nur die Geige kann so klagen und gleichzeitig zum Weinen schön trösten. Einfach innerlich Mitsingen, und sich der Geige überlassen. Das Orchester beschliesst die Szene, in Ruhe verklingend.


    SATZ 3 (ALLEGRO)


    Wieder stürmische e-moll Stimmung wie im ersten Satz, aber jetzt von den Bratschen und Bässen rhythmisch vorangetrieben.
    Ein ruhiger Mittelteil der Oberstimmen unterbricht kurz die vorwärtsdrängende Dynamik. Der erste Soloteil der Geige fügt sich mit energischen Sechzehntel-Figuren in diese heftige Dynamik ein, jetzt mit ihrer abwechslungsreichen und für die Zeit innovativen Violintechnik: höchste Tonlage, Grosse Sprünge, feine Sechzehntelpassagen, Läufe, Trillerverzierungen und Doppelgriffe.
    Das Tutti treibt die atemlose Dynamik weiter. Das mittlere Soloteil bringt zwischendurch etwas Ruhe, auch wenn der rhythmische Drive durchzieht. Das Schlusssolo der Geige zeigt auch ihre melodiösen Möglichkeiten, im Kontrast zu wilden Springbögen und zur Atemlosigkeit des Satzes. Den Charakter dieses Satzes könnte man heute wohl mit dem Wort Stress überschreiben. Das Tutti schliesst wie üblich mit dem Anfangs-Ritornello.




    Lieber Gruss an alle Vivaldi-Fans
    Toni Bernet

  • Concerto G-Dur RV 314



    Vivaldi komponierte dieses agile, schwungvolle und doch auch lyrische Violinkonzert G-Dur ausdrücklich dem Geiger Johann Georg Pisendel («per Monsieur Pisendel»), der während eines längeren Vendedig-Aufenthalts mit Vivaldi freundschaftlich verbunden war. Musik verbindet Freundschaft, könnte man als Motto über dieses Konzert schreiben. Pisendel kopierte im Gegenzug verschiedene Vivaldi-Konzerte, um sie bei seiner Heimkehr nach Dresden mit dem dortigen berühmten Hoforchester aufzuführen. RV 314 gehört zu diesen Violinkonzerten und stammt wohl aus den Jahren 1716/17, der mittleren Periode von Vivaldis Schaffen.


    Satz 1 Allegro


    Ein typisches Vivaldisches Ritornell-Thema reisst uns sofort mit. Es besteht aus einem anpackenden, schwungvollen Kurzmotiv, dessen leise Wiederholung und entschiedene Fortführung zu einem überraschen chromatischen Passage führt, die zum ersten Violinsolo überleitet. Bereits hier konnte Pisendel seine Schnelligkeit bei Sechzehntelläufen, seine weiten Bogensprünge und Doppelgrifftechnik demonstrieren. Dann tritt wieder das Ritornell-Thema dazwischen, bis die Geige im zweiten Solo mit schnellsten Triolen wieder loslegt und erst bei der Überleitung zum dritten Ritornell (in E-Dur dieses Mal) eine ruhige chromatische Übergangsphrase spielt. Auf liegenden Streicherbegleitung setzt die Geige zum dritten Solo an, hier jetzt mit einer lyrisch gesanglichen Adagio-Phrase. Dann folgt nochmals das Ritornell-Thema und führt lebensfreudig zum Schluss.



    Satz 2 Adagio (cantabile)


    Für den Mittelsatz dieses G-Dur-Konzertes sind zwei Versionen vorhanden. Zum einen ein Adagio cantbile, eine Art Sonatenmittelsatz mit Wiederholungen und blosser Generalbassbegleitung. Zum andern ein bezauberndes Adagio (RV 314a) mit Pizzicato-Begleitung der Streicher, über der eine dieser wunderschönen lyrischen Arienmelodien Vivaldis aufblüht und mit ihren Verzierungen in Schönheit fast erstirbt.



    Satz 3 Allegro


    Wieder ein fast simples, abfallendes Ritornell-Motiv, das von leisen vibrierenden Achtelnoten-Skalen, die sich bis in pianissimo zurückziehen, beantwortet wird. Das anschliessende Violinsolo geht wieder seine eigenen virtuosen Wege. Im nächsten Tutti wird das abfallende Ritornell-Motiv umgedreht und verläuft aufwärts, ohne seinen Charakter zu verlieren. Das zweite harmonisch interessante Solo der Geige führt dann zu einem Tutti, das ganz aus den Achtel-Skalen besteht, die jetzt wie elektrisierend wirken und von den Sechzehnteln der Solovioline noch mehr unter Strom gesetzt werden. Nach kurzem Stocken übernimmt wieder die Geige und lässt ihre Triolenläufe durch die unterschiedlichsten Harmonien und chromatischen Passagen irren, bis dann das Aufwärts-Ritornellthema unterbricht (auch die Bratschen spielen ab jetzt aufwärts, als letzte, wie ein Blick auf ein Detail der Partitur belegt). Mit Schwung geht’s dann schnell zum wirkungsvollen Schluss.

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