Meine erste selbst gekaufte Klassik-LP/CD?

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  • Was wir gerade neu haben oder neu hören, schreiben wir ja regelmäßig...


    Doch womit fing das alles an?


    Mein Vater hat vor allem Chopin gehört, als ich klein war - und mich hat das zunehmend beeindruckt.
    Mit 7 wollte ich deswegen auch unbedingt ans Klavier - und wenig später sah ich in unserem örtlichen Radio&Fernseh-Geschäft die Sektion mit Klassik-LPs für 5 DM. Vom Label SASTRUPHON aus Neckargmünd.
    Pianisten/Hochschulprofessoren wie Richard Laugs, Robert Alexander Bohnke, Klaus Hellweg... (oder auch Mozart mit Elinor Schmitt, über die ich im Internet rein gar nichts finde, außer dieser Platte).
    Und: Julian von Karolyi! - auch Hochschulprofessor, der aber immerhin schon etwas Karriere bei EMI/Electrola hinter sich gehabt hatte.


    So viel habe ich damals von diesem Label gekauft und kennen gelernt - aber mit dieser Platte ging das alles los.



    Und wenn ich ich seine As-Dur-Polonaise heute höre, so ist das zwar alles andere als eine Referenz - aber keine andere andere Aufnahme kommt mir so vertraut und natürlich vor wie diese :)

  • Gar nicht einmal so leicht zu beantworten, welches meine erste selbst gekaufte Klassik-LP war, weil eben schon so lange her. ^^


    Eine LP war es jedenfalls, CD war damals nur eine reine nichtssagende Buchstabenkombination. 1977 starb die Callas und durch sie entdeckte ich mehr oder weniger langsam die klassische Musik. Von daher war eine Callas-Compilation der EMI meine erste, wovon ich allerdings kein Bild finden kann. Kurz danach entdeckte ich allerdings auf einem Flohmarkt diese hier:



    Und beide dudelten dann bei mir quasi Tag und Nacht, um den aufblühenden Suchtfaktor Callas zu befriedigen. :D Viel Geld für weitere LP's hatte ich damals nicht. Irgendwann, nach langem Sparen, kam dann die erste GA, ich glaube es war der 'Ballo', hinzu. Natürlich auch mit Callas.


    Gerade die abgebildete Aufnahme halte ich in hohen Ehren, nun natürlich als CD, aber nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern auch, weil Callas hier teilweise einen Maßstab gesetzt hat, an dem sich nachfolgende Sängerinnen immer noch messen lassen müssen.


    :wink: Wolfram


  • Fasziniert von der Beschreibung von Bachs Passion in einem Buch kaufte ich zunächst die 4 LPs, 1 1/2 Jahre später kam erst der Plattenspieler, um sie überhaupt abzuhören. Ein wahrlich prägendes Ereignis. Für mich gibt es kein berührenderes Werk.



    Gruß
    Josquin


  • Deine Melodie


    Gekauft am CD-Stand einer Tankstelle in unserem Ort, muß 1988 gewesen sein. Einen CD-Player hatten wir erst Monate später. Die mag ich heute noch - besonders Smetanas Tábor finde ich immer noch sehr gelungen. Kaufgrund war die Tannhäuser-Ouvertüre.

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Ich weiss nicht mehr, welche meine erste selbst gekaufte war. Wir haben als Kinder oft Platten geschenkt bekommen. Ich weiss noch welches mein erstes Geschenk dieser Art war, welches ich im Alter von 4 zu Weihnachten bekam.
    Ich durfte dann dafür auch den Plattenspieler bedienen, wann immer ich wollte. Wahrscheinlich stand meine Oma dabei ganz entspannt hinter mir :D .



  • Meine allererste Klassik-LP (andere LPs hatte ich natürlich schon mehr als 10 Jahre vorher) war Tschaikowkis Pathetique mit den Berliner Philharmonikern unter Karajan, ich glaube es war 1988. (Ich glaube, es war wohl die gleiche Aufnahme wie auf der CD in der Karajan-Edition.) Die habe ich damals rauf und runter gehört, und jedesmal gefiel sie mir besser. Seitdem höre ich nahezu ausschließlich Klassik. Ich hatte kurz danach noch eine weitere LP mit Schwanensee o. ä. gekauft, die dann beim zweiten (oder so) Rausziehen aus der Hülle schon einen hörbaren Kratzer hatte, was mich dazu veranlasste, mir meinen ersten CD-Spieler zuzulegen. Dann ging es richtig los...


    Vielleicht ist es diese?



    Das Cover war aber ein anderes, so ein altmodisches "Gemälde" oder so.



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Das Cover war aber ein anderes, so ein altmodisches "Gemälde" oder so.

    Vielleicht diese?


    DG 2543 049


    Die Einspielung ist 1977 entstanden.

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Vielleicht diese?

    Nein, dieses Cover ist es auch nicht. Es war keine LP aus der Karajan-Edition, ich meine nur (aus meiner jetzigen Erinnerung heraus), dass es die gleiche Aufnahme wie aus der K-Edition war, weil ich mir später die CD daraus gekauft hatte. Aber das Cover der LP hatte keinen "Rand", eher nur Bild, natürlich mit gelbem DG-Symbol und weiteren Beschriftungen. Soweit ich es in Erinnerung habe, war das Bild ziemlich düster, so Brauntöne. Ich weiss aber nicht mehr, was dargestellt wurde. Habe die LP leider nicht hier.


    maticus


    P.S. Ich erinnere mich noch... es war eine Woche "Pfingstferien", sowas gab es damals noch. Die ganze Woche hörte ich nur voller Begeisterung diese LP, nebenbei beschäftigte ich mit einem extra-langen Topologie-Übungszettel.


    P.P.S. Es ist wahrscheinlich diese hier, 1981 veröffentlicht: https://www.discogs.com/de/Pet…3%A9tique/release/4164998


    Doch ein wenig anders, als ich dachte. Aber ich glaube, dass ist das Cover. Ob es diegleiche Aufnahme ist?

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  • Ah, schöner Thread.


    Bei mir war es diese:


    The Three Tenors in Concert (1990)



    Musikal. Leitung: Zubin Mehta.


    Darauf folgten dann meine ersten Klassik-Live-Konzerte: "Die Drei Tenöre" - und später dann noch mal "Plácido Domingo" (separat). :)

    "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)

  • Meine ersten Klassik-LPs, die ich hörte und selbst abspielen durfte, waren die meiner Eltern. So Ende der 50er-Jahre, als ich 9-10 Jahre alt war, hörte ich mit Begeisterung die 5. und 6. von Beethovn mit Furtwängler, und auch die Pathétique von Tschaikowsky. Wer da dirigierte, weiß ich nicht mehr, aber ich erinnere mich noch genau, dass am Beginn der Durchführung immer die Nadel hüpfte und dadurch 1-2 Takte fehlten. Noch heute gehört das in meinen Ohren zum Stück dazu und es klingt dann fast komisch, wenn an der Stelle „zusätzliche“ Takte auftauchen.
    Größer wurde ich vor allem mit Beethoven . Wann ich meine erste LP selbst kaufte, weiß ich nicht mehr, da ich damals sehr knapp gehalten wurde mit Taschengeld und 25 DM für eine Scheibe nicht zu schaffen waren.
    Aber ich erinnere mich an die erste geschenkte LP, die dann mein Eigentum war, und das war diese hier, wenn auch das Cover anders aussah und vor allem das Wort STEREO in leuchtend roten Buchstaben in der Mitte prangte (damals ging es ja erst los mit dieser Technik):


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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber ich glaube es war diese:



    Aus mit ist später kein Karajan Fan geworden. Aber die Aufnahme hat mich insofern geprägt, als ich mich mit Harnoncourt bei den früheren Mozart Symphonien schwer tue.


    Bei Karajan klingt diese Musik viel eleganter. Der leuchtende Klang der A-Dur Symphonie hat mich tief beeindruckt. Die Rhythmen der B-Dur Symphonie finde ich bis heute wunderbar originell. Auch wenn ich die Aufnahme lange nicht gehört habe, glaube ich, dass sie mir heute noch gefallen würde.


    Viele Grüße


    Pizzicato :wink:

  • Meine "Erste":


    H.v.K., Berliner Philharmoniker: Gustav Holst - The planets



    PS: Erstaunlich viel H.v.K. unter den "Ersten".

    Mit herzlichen Grüßen


    Mercurio

  • Moin,


    meine erst war ein Sonderangebot und sah spannend aus. Villa-Lobos kannte ich vom Namen her aus dem Gitarrenunterricht. Die Musik war damals wie heute eine Enttäuschung, das ist einfach nicht meine Richtung. Heitor Villa-Lobos, Klavierwerke, Nelson Freire.


    Die erste auf Ziel gekaufte CD waren Debussys Preludes mit Walter Gieseking.

    Schöne Grüße, Helli



    Immer cool bleiben.

  • LPs habe ich keine mehr selbst gekauft; meine Eltern hatten eine Anzahl LPs, allerdings eine eher zufällige Auswahl. Ursprünglich eher von Wunschkonzert, Operettenquerschnitten, Opernchören dominiert, dann auch mit einigen Klassikern aus Sinfonie und Konzert. Etwa gleichzeitig mit meinem beginnenden Interesse an Klassik war mein Vater in der Situation fachfremd Musikunterricht geben zu müssen und hat wohl auch daher einen Schwung LP gekauft.
    Etwa eine Handvoll aus dieser Billigreihe (die hatten teils einen üblen Höhenschlag, wenn ich recht erinnere und ich konnte eigentlich auch nicht ausreichend Englisch
    [Blockierte Grafik: https://img.discogs.com/O4LLCbNzBuu7flYtH-Qnw-y2UB4=/fit-in/600x613/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-5322868-1458328836-7867.jpeg.jpg]


    Ebenso MCs, wobei zwei regelmäßig auf längeren Autofahrten liefen (Dvoraks 9. und Tschaikowskys b-moll-Konzert). Das waren schon ein paar Dutzend Scheiben, die kann ich nicht alle aufzählen. Ein paar MC (damals aus praktischen Gründen LPs vorgezogen) habe ich dann selber gekauft. Ich erinnere mich noch an Tripel/Doppelkonzert unter Fricsay (DG resonance), Beethovens Violinkonzert mit Ulf Hoelscher, Mozarts 40+41 mit Klemperer (aus einer günstigen EMI-Reihe mit hauptsächlich "weißen" Covern). Es war aber (ca. 1987/88) absehbar, dass die CD das neue Medium sein würde. Mein Bruder und ich betrieben Lobbyarbeit, so dass dann kurz vor Weihnachten 1988 ein CD-Spieler für die Familienstereoanlage gekauft wurde. Meine erste selbstgekaufte CD kaufte ich einige Wochen vorher im Spätherbst, es war Beethovens 3.+4. Konzert mit Ashkenazy/Solti in der "Decca Ovation"-Reihe. Besitze ich heute noch und schätze zumindest die Interpretation des 3. Konzerts.


    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Ich muss zugeben, dass ich es nicht mehr wirklich weiß. Es waren noch Platten gewesen, also die komischen, relativ großen, runden Dinger, die man noch nach einer Spielhälfte umdrehen musste. Ich weiß noch, dass in den Anfängen eine Platte mit den fünf Elgar-Märschen (mit Solti war das gewesen), eine Grieg-Platte mit diversen Orchesterwerken (mit u.a. Leoanrd Bernstein und seinem NYPO, Eugene Ormandy, George Szell), dann noch eine Grieg-Platte (mir Richard Kraus und Heinrich Steiner als Dirigenten), Richard Strauss ("Also, sprach Zarathstra" mit Sir Georg Solti und dem Bolero und Debussy, alles auch unter Solti). Eine Platte mit amerikanischen Komponisten (mit dabei u.a. William Russos Werk "Street Music", was Seiji Ozawa dirigiert hat). Eine LP mit Werken russischer Komponisten, ebenfalls unter Sir Georg Solti. Etwas später dann die LP mit Werken Bernsteins ("Slava", Divertimento for Orchestra", "On the Town", "A Musical Toast", "Facimile"; dirigiert von Bernstein selbst).


    Cover suche ich jetzt nicht heraus. Die LPs habe ich zur eigenen Überraschung noch da (bis auf die Elgar-LP). Einen Teil davon habe ich später auf CD nachgekauft.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Es waren noch Platten gewesen, also die komischen, relativ großen, runden Dinger, die man noch nach einer Spielhälfte umdrehen musste.

    Meine Eltern hatten sogar noch zwei Schellack-Platten: Hallelujah aus Händels Messias und Film-Musik von "From Here to Eternity". Ich kniete mich einmal versehentlich auf das gefütterte Sammel-Album mit Klarsicht-Hüllen, worin alles gesammelt war, und es machte vernehmlich "Knacks". Da war es aus mit "Hallelujah" und es kamen etwas rauhere Töne aus der Küche... :alte1:

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Meine erste Platte, d. h. gleich deren 5:



    Silvio Varviso habe ich damals oft in Stuttgart, wo ich in den 1970ern wohnte, erlebt.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Nach dem ich LA TRAVIATA zum ersten mal zu den Maifestspielen sah, kaufte ich mir diese LP.....aber ohne das Warner Label....sondern mit dem von Cetra.



    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Silvio Varviso habe ich damals oft in Stuttgart, wo ich in den 1970ern wohnte, erlebt.

    Wahrscheinlich waren wir da oft in derselben Aufführung.... hatte ja auch im Wieland-Wagner-Thread darüber geschrieben.
    :cincinbier:

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Nachdem ich mit ca 11 Jahren über alte Mono-Platten meiner Großmutter auf Mozart gestoßen war und mit 12 über meinen V ater, den ich damals kennenlernte, auf Beethoven gebracht wurde, war meine erste selbstgekaufte LP, tadaa:
    Beethovens 6te mit Karajan und den Berlinern, damals unter "hundert Meisterwerke" von der DG verramscht für ca 10 DM, mit einem Ölgemälde der Frau des Dirigenten als Cover.


    Meine allerste eigene Erwerbung eine ganze Zeit vorher war aber eine MC mit: Mozart, Klavierkonzerte Nr.26 und 17, Geza Anda und das Mozarteum-Orchester.


    PS, alles zurück: es war, im Pausenfoyer der Philharmonie, wo ich mit meinem Stiefvater, einem damals aufstrebenden SPD-Politiker, Brahms´ 2.Symphonie + Violinkonzert erleben durfte, eine LP aus diesen Pausen-Foyer-LP-Ständen, die es immer gab: Haydn, Symphonie mit dem Paukenschlag. Ich war auf jeden Fall noch in der Grundschule, also muss es um 1980 rum gewesen sein.

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht