Meine erste selbst gekaufte Klassik-LP/CD?

Das Forum ist nun wieder online! Für Fragen und Probleme gibt es hier einen neuen Thread.
Neuregistrierungen sind vorübergehend nicht möglich!
  • Meinen ersten CD-Player habe ich Ende 1985 gekauft (Philips CD 150 für 899 DM), und eine CD wollte ich natürlich auch noch mitnehmen. Der örtliche Plattenladen hatte für CDs allerdings nur so ein paar Rahmen zum blättern an der Wand, und eigentlich musste ich dringend zum Bus. Hatte auf Beatles gehofft, aber die sollten enttäuschenderweise ja erst 1987 auf CD erscheinen.
    Da habe ich für 35 Mark noch schnell und relativ wahllos diese erworben:


  • Bei mir war es glaube ich dieses:


    Allerdings damals noch von Philips!


    aber vielleicht auch dieses:




    Beide stehen bei mir weiterhin sehr hoch im Kurs!

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • ...da fällt mir sofort Bruno Walters späte GA der Beethoven-Sinfonien ein: ich weiß noch bis heute den Schweinfurter Laden, in dem mein Papa, neben mir stehend, diese Packung längere Zeit betrachtete, bevor er sie dann (hoff' ich doch mal ;) ) käuflich erwarb. Die nä. 4, 5 Jahre hab' ich diese GA dann vermutl. in etwa so häufig gehört wie sämtliches andere Zeugs aus Papas Klassik - Sammlung zusammengenommen... Heute interessieren mich die Beeth.-Sinfonien von aller 'Populär-Klassik' (zusammen mit Weihn.oratorium u. Messias) am wenigstens, weniger noch als Zar und Zimmermann und Hänsel liebt Gretel - ob's da einen Zusammenhang gibt? Hm....


    An die ersten eigenen Klassik-LPs habe ich Teufel auch null Erinnerung, umso mehr an meine ersten LP-Kassetten = = > >



    Herr Zechlin mag es mit ausgelöst haben, dass mir der Beethoven'sche Klaviersonatenkosmos zum nie nachlassendes Faszinosum geworden ist... Und wer sich noch sehr viel ausgiebiger als ich mit dessen unterschiedlichen Interpretationen befassen mag, der würde wohl nicht direkt einen Fehler machen, wenn er diese Zechlin - Veröffentlichung quasi zum Ausgangspunkt nimmt: Zechlin scheint mir so etwas wie den akustischen Urtext zu bieten, von dem ausgehend sich die unterschiedlichsten Sichtweisen wohl bestens erforschen ließen...


    Anderseits reizen mich heute der Holländer kaum - und auch der Onegin erheblich weniger als die Tschaikovsky-Sinfonien 1, 2 u. 6, dessen Kammermusiken oder auch die Klavierstücke op.72; was wiederum zur Frage führt, inwieweit diese ganz frühen Anschaffungen dafür mit verantwortlich sind...kopfkratz-smiley...


    TCHAIKOVSKY Tschaikowsky EUGEN ONEGIN Bolshoi ROSTROPOVICH 3LP box eurodisc | eBay 


    Von Rostropowitschs Pariser Onegin-Dirigat v. Anfang der 70er habe ich nie und nirgends mitbekommen, dass irgend wer mal empfehlend darauf hingewiesen hätte! Scheint auch nie auf CD gepresst worden zu sein - womöglich kein Zufall! Und Böhms Bayreuther Holländer aus dem letzten Jahr der Everding-Inszenierung (1971)? Ordentlich krachen lässt er es ja - vielleicht zu ordentlich oder so oder wie?? Sehr schade, dass wir nicht wissen können, wie die Aufführung Tage später unter Hans Wallat geklungen hat!! (Böhm, inzwischen ja immerhin 77 u. in jenem Sommer scheints gesundheitlich angeschlagen, hatte nur die ersten beiden Vorstellungen geleitet - die restlichen vier hat dann sein Cover übernommen, eben jener Hans Wallat, dem ich plusminus 20J. drauf eine Handvoll unvergessliche Opernabende an der Rheinoper Düsseldorf/Duisburg verdanke!) Kann zudem gut sein (ist ja nu Jahrzehnte her, dass ich es zuletzt gehört habe!), dass sich Thomas Stewart zwar redlich und stimmschön um seinen Holländer bemüht, ihm aber jegliches wirklich Abgründige fehlt - zudem ist während seines Monologs die Souffleuse derart überdeutlich zu hören, dass es selbst mich (der es eigentlich in aller Regel kultig und erfrischend findet, wenn schön regelmäßig Bühnengeräusche zu vernehmen sind) mehr als etwas genervt hat!


    genug geplauscht - scheen's Wochenend' hier schon mal :) :wink:

    Das Schlimmste ist Konsequenz Bruno Maderna Fleiß ist gefährlich Henning Venske Majo ist ätzend ''Paranoid Park''

  • Meine erste LP war Beethovens Violinkonzert unter André Cluytens mit David Oistrach (EMI/His Master's Voice 1959) - nach wie vor eines meiner geliebtesten Besitztümer.
    Die Platte gibt es noch zu kaufen, allerdings mit einem anderen Cover.

    ______________________


    Homo sum, ergo inscius.

  • Schöner Thread! Danke werter MartinG.


    Meine allererste eigene LP habe ich mir als Dreizehnjähriger/ im Jahr 1967 quasi erspielt:


    Ich habe die "Platte" gegen einen Gutschein über Fr. 20.- eingelöst, den ich anlässlich eines regionalen Klavier-Wettbewerbs der "Jeunesse musicale suisse" mit Rachmaninoff's Prelude cis-moll als 2. Preis gewonnen hatte:


    Es war Schuberts Neunte mit Istvan Kertesz/WPO/Decca


    Man kann sich kaum vorstellen, welch enormen Impact diese phänomenale (für manche Schubertianer sogar beispielhafte) Einspielung der "Himmlischen Längen" bei mir gemacht hat.


    Einige Zeit später leistete ich mir die Aufnahme des Dritten Klavierkonzerts von Rachmaninoff mit Vladimir Ashkenazy/Alceo Galliera/London.


    Diese beiden Scheiben haben mich in meiner Adoleszenz existenziell und nachhaltig geprägt!


    Mit nostalgischem Gruss aus Bern


    Walter

  • In Plattenschrank meiner Eltern gab es keine richtigen Klassik-Platten. Ein paar Sampler ("Klassik Hits 2" von der DGG, irgendwas mit "Halleluja - berühmte Chöre" und eine LP mit einer Auswahl von Brahms Ungarischen Tänzen und Liszts Ungarischen Rhapsodien in Orchesterfassungen), mehr nicht.
    Klassische Musik hat eigentlich nur eine meine Schwestern gehört - sie hatte den deutschsprachigen Richter-Messias, die Brandenburgischen mit Richter, eine Box aus der DGG-Präsent-Reihe mit dem Violinkonzert und dem 1 KK von Tschaikowsky (Karajan) und eine Gesamtaufnahme der Tschaikowsky-Symphonien mit Rostropowitsch am Pult. Meine erste eigene Klassik LP war dann Beethovens 9. Symphonie aus dem 1. Berliner Zyklus. War eine Platte aus der DGG Resonance-Reihe, die ich beim Woolworth in meiner Heimatstadt gekauft habe (die hatten eine Plattenabteilung damals mit immerhin 2 Fächern Klassik-LPs). Das war ungefähr 1982 oder so. Es war diese:



    Die erste CD hab ich so 1988/1990 gekauft: Bibers "Mensa Sonora" mit Goebel und der Musica Antiqua Köln.



    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.


  • Vorher gab es ein paar, irgendwo "abgestaubte" No-Name-Aufnahmen von Beethoven-Sinfonien und Tschaikowskys 1. Klavierkonzert (zu Hause gab es klassische Musik höchstens mal im Fernsehen in Form von 70er-Jahre Operettenverfilmungen), aber das Böhm-Rheingold war die erste vom eigenen Geld gekaufte, kostete mich ein Vermögen damals! Danach Siegfried und Götterdämmerung, die Walküre konnte ich einfach nicht kriegen, die GA war außerhalb jeglicher Möglichkeit; stattdessen gab es mal zu Weihnachten Karajan-Walküre.

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • Zwar haben mir wohlmeinende Tanten und Onkels mitunter Klassikplatten geschenkt, dabei handelte es sich zumeist aber nur um Karajanplunder und Wunschkonzertartiges ... musikalische Kenner gab es in der Familie nicht. Recht häufig fuhr ich mit Bus und Bahn zum Kölner Saturn und stöberte dort in der riesigen Klassik- und Jazz-Abteilung, die es damals Anfang der 80er noch gab, präsentierte meine Auswahl auch gern dem kompetenten Verkaufspersonal, das mich dann in meinem Kaufwunsch entweder bestärkte oder umstimmte. War immer ein netter Zeitvertreib. Tempi passati...


    An den ersten Kauf erinnere ich mich gut und kann die Aufnahme auch heute noch bedenkenlos empfehlen - die Aufmachung der damaligen Doppel-LP war allerdings eine ganz andere.



    Cheers,


    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Ich weiss noch, welche Klassik-LP ich als erstes in der Hand hielt und auch auflegte, da war ich sieben. Die habe ich als Kind unzählige Male gehört.



    Die gehörte zum kleinen Bestand meiner Eltern. Bevor ich selber Klassik LPs kaufte, hatte ich schon mehrere hundert Rock-Scheiben im Regal stehen. Auf einer dreifach Live-LP von Yes ertönte am Anfang der Schluss von Stravinsky's Feuervogel, den ich daraufhin auch komplett haben wollte. Ähnlich nach dem Kennenlernen von Deodato und seiner Version des Beginns von "Also sprach Zarathustra".


     


    Sehr früh angetan war ich auch von Bruckner:



    Und nachdem mir ein älterer Freund Mahler 2 vorgespielt hatte und ich den Film von Ken Russell gesehen hatte, musste es diese sein. Und danach war ich nicht mehr zu bremsen, bis heute.



    Während meiner Promotion bin ich auf dem Weg zur Mensa zweimal täglich bei Zweitausenundeins in der Grindelallee vobeigelaufen. Und sehr, sehr häufig hängen geblieben und mit mindestens einer Platte wieder herausgekommen. Und hier in Stuttgart wohne ich 15 min von einem der besten Second-Hand-Läden weltweit entfernt. :cincinbier:

  • Ob es diegleiche Aufnahme ist?

    Nein, das ist die von 1964.

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Hallo,
    meine erste Aufnahme war 1972 ein Querschnitt durch die Entführung aus dem Serail" von Mozart, günstig war er, kostete nur 10 DM. Er ist immer noch eine meiner Lieblingsplatten, zumal auch immerhin 12 Nummern enthalten sind, die Besetzung stimmt. Rudolf Schock war mir damals zwar ein Begriff. Aber der Star der Aufnahme wurde für mich Gottlob Frick.
    Schöne Grüße
    wegan


    [Blockierte Grafik: https://i.ebayimg.com/00/s/MTAwNlgxMDI0/z/ZFwAAOSw259cPlqA/%24_20.JPG]