Eben gehört 2021/2022

  • Bei mir mal wieder ein halber Shakespeare:



    Meine Güte, was war MC in dieser Partie gut! Wie sie die Worte formt, wie sie phrasiert, wie sie die Partie vokal bewältigt - Verdi sollte die Oper in 'Lady Macbeth' umtaufen. ^^


    :wink: Wolfram

  • Hier:



    Johann Sebastian Bach: „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ BWV 3


    Joanne Lynn - Sopran

    Richard Wyn Roberts - Countertenor

    Julian Podger - Tenor

    Gerald Finley - Bass


    The Monteverdi Choir

    The English Baroque Soloists

    Sir John Eliot Gardiner


    :wink: Agravain

  • Der Tag begann mit Beethoven vom Feinsten.


    L. v. Beethoven


    Ouvertüre "Coriolan" op. 62

    Violinkonzert D-Dur op. 61


    Thomas Zehetmair

    Orchestra of the 18th Century

    Frans Brüggen



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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    Hier spielt Zehetmair das Beethoven Konzert live, 2017.


    Er hat eine meist sehr gute Intonation. Und ich meine er hat grosses musikalisches Talent, es gibt wirklich immer wieder sehr schöne Momente. Und er hat bestimmt auch ernsthafte Motivation, aber ich finde er kann sein Talent als Musiker eben auf der Geige nicht so gut umsetzten wie andere. Zu Beginn des ersten Satzes bemerke ich eindeutige virtuose Schwächen. Nicht nur dort, aber besonders im 2. Satz bemerke ich dann folgendes: Die musikalische Linie wird zum Stückwerk, ich vermute, weil Zehetmair den Ton, den man dazu braucht nicht produzieren und durchhalten kann (sustain), der Ton resoniert nicht, er kann keine langatmigen Zusammenhänge damit schaffen. Ausserdem kann er seinen Ton nicht variieren, ausser auf der einen Seite laut mit Vibrato und Kern und auf der andren Seite leise ohne Vibrato und Kern zu spielen. Das reicht aber nicht, um diesem 2. Satz Tiefe und Atmosphäre zu geben. Die Stimmung hat nichts besonderes, auch nicht vom Orchester aus. Bei den Kadenzen (aber auch an anderen Stellen) kommt dann leider wieder die für meine Ohren etwas hysterische Kratzerei zum Vorschein. Meiner Meinung nach sollte eine Kadenz sowohl Virtuosität zeigen, als auch musikalisch zB auch stimmungsmässig einen Bezug zur Komposititon haben. Beides findet mMn bei Zehetmair nicht statt.

  • Die großartige Erste weckte den Wunsch nach mehr ...


    Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73


    Philharmonia Orchestra

    Arturo Toscanini

    live 29. September 1952 Royal Festival Hall, London



    Ist es nicht ein seltsam Ding mit der Größe? Manchmal scheint man sie daran zu erkennen, dass deutlich kleinere Geister sich mit viel vergeblicher Energie daran reiben. Das ist dann das mit der Eiche ... Gerne baute man mal Furtwängler als Antagonisten auf. Dass Toscanini in Bayreuth Fehler in den Orchesterstimmen hörte, die Jahrzehnte lang unentdeckt geblieben waren, steht freilich auf einem anderen Blatt. Viva Toscanini, der alle Anrempelversuche gelassen überstand!


    Gruß

    MB


    :wink:

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    2 Mal editiert, zuletzt von Mauerblümchen ()

  • Hier Musik zum Tage. UA Leipzig, 20. Januar 1726.


    J. S. Bach: "Meine Seufzer, meine Tränen" BWV 13 (Concerto da chiesa)


    Rachel Nicholls, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij

    Bach Collegium Japan

    Masaaki Suzuki



    Gruß

    MB


    :wink:

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  • Christian Ferras und Pierre Barbizet arbeiteten sehr lange zusammen . Im Laufe dieses gemeinsamen Musizierens standen auch die Violinsonaten von Faure auf dem Programm . Bekannt ist wohl vor allem die Aufnahme der beiden Sonaten für die EMI 1964 . Mir persönlich gefallen aber zwei frühere Aufnahmen weit besser . Am audiophilen Klang kann es eher nicht liegen (Mono) , aber sie klingen - für mich - nach "Faure" . Und da hat vielleicht jeder , der sich mit diesem Komponisten befasst hat , eine möglicherweise gar nach Werkart oder Entstehungszeit differenzierte Vorstellung . Meine wird von der Studioeinspielung für den NWDR aus dem November 1953 im Fall der 1.Sonate genau getroffen . Im Netz habe ich die MeloClassic CDs nicht gefunden , aber es gibt sie noch und sie lohnen .

    Christian Ferras Violin Recitals in Hamburg 1951-1964
    Meloclassic CD release 2020: Christian Ferras & Pierre Barbizet Violin Recitals in Hamburg 1951-1964
    www.meloclassic.com

    Die zweite Sonate op.108 hatten die Künstler gerade einen Monat zuvor , im Oktober 1953 , für Decca eingespielt . Die kann man leicht nachhören . ( Als Alternative habe ich noch die Sonaten mit Francescatti / Casadesus - die spielen es zwar anders , aber für mich gleich überzeugend . Guter Ordnung halber sei noch vermeldet , daß Ferras / Barbizet die 1.Sonate op.13 gesondert 1957 für die EMI aufgenommen hatten .

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    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Noch eine Trouvaille aus dem Altenheim - allerdings in Stereo ! Mahler - Sinfonie No.1 - Halle Orchestra - John Barbirolli - 1957 . Wieviel andere ich dafür stehen lasse ....


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Gestern noch:



    Neujahrskonzert 2000

    Riccardo Muti

    Wiener Philharmoniker


    Höhepunkte sind für mich der Walzer "Wein, Weib und Gesang" von Johann Strauß II mit der ausgespielten langen Introduction sowie Josef Strauss´ "Marien-Klänge" Walzer (der 2000 erstmals im Neujahrskonzert erklang). Franz von Suppès Ouvertüre "Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien" hat das Orchester 1999 mit John Eliot Gardiner auf CD veröffentlicht. Dort spielte Franz Bartolomey das Cellosolo, im Neujahrskonzert (das auch auf DVD verfügbar ist) Wolfgang Herzer.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Mahler - Sinfonie No.1 - Halle Orchestra - John Barbirolli - 1957 . Wieviel andere ich dafür stehen lasse ....

    Der B-Major kennt sich aus ... aber das Orchester hat seine Mängel ...


    ... die erste sollte mit der Aufnahme in dieser Box übereinstimmen - ebenfalls Hallé, ebenfalls 1957, oder?



    Gruß

    MB


    :wink:

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    Einmal editiert, zuletzt von Mauerblümchen ()

  • Mahler - Sinfonie No.1 (…) - John Barbirolli

    Ei, das Werk lief hier ebenfalls und auch unter Glorious Johns Fuchtel.

    Ich habe allerdings zu diesem Mitschnitt aus dem Jahr 1959 gegriffen:



    Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1


    The New York Philharmonic Symphony Orchestra

    John Barbirolli

    10.01.1959


    Daran anschließend nun mit denselben Ausführenden:



    Jean Sibelius: Symphonie Nr. 1 e-Moll, op. 39


    :wink: Agravain

  • Ach ja ... nun also die 1980er. Jochum/StaKa Dresden, Celi in Stuttgart und München, Haitink in Wien, Gielen, Wand live mit dem NDR SO ... es bleibt spannend.


    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur


    Staatskapelle Dresden

    Eugen Jochum


       


    Jochums Crescendo=Accelerando-Bruckner. Vom Feinsten, wenn man es so mag. Mich nervt das so langsam. Wie ein schlechter Schaupieler, der den Text in Gestik und Mimik einfach verdoppelt. Menno.


    Immerhin: Zwar deutliche Rücknahme des Tempos beim zweiten Thema im Kopfsatz, dafür blieb Jochum im Trio nahezu im Tempo des Scherzos. Die Dresdener spielen schon klasse, keine Frage. Kein Vergleich zum RSO Köln unter Wand. Aber dieses "Bremsfallschirm raus beim Höhepunkt" ... Mann, lass doch laufen ... da haste alles investiert, um die Steigerung so großartig herauszuarbeiten, und dann dieser Bruch ... das ist ungefähr so, als ob Du kurz vorm Orgasmus an das Gesicht einer bis vor kurzem wichtigen Politikerin denken würdest ... geht gar nicht. Das machst Du höchstens Deiner Partnerin zuliebe. Vielleicht.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich hörte gerade dieses wunderbare Stück und möchte sogleich auf diese Aufnahme aufmerksam machen, sie ist wirklich herrlich.

    Nicht ganz ohne Mängel in der Geige und im Cello, aber es entfaltet sich eine ganz wunderbare Stimmung. Und als dann die Klarinette ihr Solo im 2. Satz mit Vibrato spielte, war die Angelegenheit entschieden. Es muss nicht immer wie aus dem Ei gepellt sein. Musik soll es geben, wie hier.


    Beethoven Septett op 20, The Czech Nonet

    Klarinette - Vaclav Kysivat

    Horn - Vladimira Klanska

    Fagott - Jaroslav Rezac

    Violine - Vaclav Snitil

    Viola - Milan Hermanek

    Cello - Rudolf Lojda

    Kontrabass - Radomir Zalud



  • Bloch: Symphonie in cis-moll


    Gekauft, weil hier gelobt. Bisher erst im ersten Satz, aber gefällt schon mal sehr gut. Es werden ja oft Werke ein bisschen auch gehypet, aber hier bin ich durchaus angetan.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Die Einspielung hatte ich mal lobend erwähnt. Das ist aber schon einige Zeit her. Dalia Atlas ist für ihren Komponisten sehr zu begeistern gewesen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Elgars Klavierquintett hat mir nicht auf Anhieb gefallen. Aber je mehr ich es höre, desto besser gefällt es mir.


    An dieser erfreulichen Entwicklung mag insbesondere auch diese Aufnahme einen Anteil haben, denn die ist meines Erachtens wirklich ausgesprochen gelungen.


    :wink: Agravain

  • Hier wieder Zelenka am Morgen.


    Jan Dismas Zelenka: Sonate für zwei Oboen, Fagott und B. c. Nr. 5 F-Dur

    (aus ZWV 181)


    Heinz Holliger, Maurice Bourgue, Oboe

    Klaus Thunemann, Fagott

    Klaus Stoll, Violone

    Christiane Jaccottet, Cembalo



    Quasi ein Fagottkonzert. Und was für eins.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Einspielung hatte ich mal lobend erwähnt. Das ist aber schon einige Zeit her. Dalia Atlas ist für ihren Komponisten sehr zu begeistern gewesen.

    Auch die anderen Sätze haben mir sehr gut gefallen. Werd ich mir sicher die nächsten Tage nochmals zu Gemüte führen. Sehr klar strukturiert, kein spätromantisches Gewaber oder Mäandrieren wie das immer wieder bei Geheimtips der Fall ist. Das Orchester spielt sehr engagiert, klanglich 1A. Sind die anderen Atlas-Bloch-Scheiben ebenso zu empfehlen? Am Papier lesen sich die Mitwirkenden ja weniger prestigeträchtig.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

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