Eben gehört 2021/2022


  • ...

    Im Gegensatz dazu besitze ich von dem Konzertstück op. 79 bereits ausreichend Spitzenaufnahmen, z.B. von Friedrich Gulda.

    ... dass die beiden Klavierkonzerte ein solches Schattendasein fristen, finde ich dennoch sehr bedauerlich. Sie müssen, um zur Wirkung zu gelangen, allerdings extrem gut gespielt werden, nicht nur virtuos und mit absoluter manueller Überlegenheit, sondern inspiriert, geistreich, mit Spielwitz und Einfallsreichtum. ...

    Kennt Ihr die?


    Nikolai Demidenko, Scottish Chamber Orchestra, Sir Charles Mackerras


    Mir gefällt sie sehr gut, pianistisch wie im Orchester sehr lebendig, wobei auch ich op. 79 den beiden Klavierkonzerten vorziehe.

  • Hideyo Harada spielt die Kreisleriana, eine meiner Lieblingskompositionen Schumanns:



    Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

    Cato der Ältere

  • Marwood kriegt deshalb von mir bei den Sonaten den Preis

    Die Aufnahmen habe ich mir angehört , und spontan entstand ein Plan :

    Ich habe mir einen 3-Sonaten-Mix gemacht : Die 1. mit Kaplan / Kuerti , die 2. mit Marwood / Madzar , und die 3. mit meinen zweiten Siegern , Tetzlaff / Vogt . Ich finde , das hat was . Probier's mal aus !

    Überhaupt ist Ughi mir ein Begriff, obwohl ich nicht sagen könnte woher

    Vielleicht doch von Bach ? Mußte ich jetzt hören . Ich habe die remasterte Sonart - Ausgabe , da hat Ughi mitgewirkt .

    "The available masters have been slightly corrected in order to remove a few minor post-production technical imperfections and to reduce the noise present. All the acoustic properties of the recording sites, the original sound and the artist's musical intentions have been kept absolutely unchanged, except for "Ciaccona" where the artist has requested slight modifications." So steht es im Booklet . Klingt toll bei mir .

    Sony , als Inhaber der RCA-Rechte , hat eine eigene Neuausgabe gemacht ( und außerdem eine Ughi Box , die aber schon wieder vergriffen ist ). Über den Sony - Klang vermag ich nichts zu sagen , obschon die alten RCA - CDs auch nicht schlecht klangen .Aufgenommen wurde im April , Juni und September 1991 .




    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Das Geburtstagkind:


    Wolfgang Amadé Mozart

    Symphonie Nr.25 g-moll KV 183

    Symphonie Nr.26 Es-Dur KV 184

    Symphonie Nr.27 G-Dur KV 199


    Concentus musicus Wien

    Nikolaus Harnoncourt

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Überhaupt ist Ughi mir ein Begriff, obwohl ich nicht sagen könnte woher

    Vielleicht doch von Bach ? Mußte ich jetzt hören . Ich habe die remasterte Sonart - Ausgabe , da hat Ughi mitgewirkt .

    Ich kenne bis jetzt nur seine d moll Partita und habe auch nur weiteren Zugang zu a moll und E Dur, welche ich noch nicht bewusst angehört habe.

    Seine d moll gehört zu meiner Kategorie "squeaky clean", in der sich bis jetzt nur noch Ehnes und Martzy befinden. "Squeaky clean" in Sachen Klang, Intonation und Artikulation und es soll positiv gemeint sein.

    Allerdings schaffen es mMn weder Martzy noch Ughi für die jeweiligen d moll Stücke einen Tanzcharakter zu finden. Sie scheinen einen extrovertierten, virtuosen Charakter für den grossen Konzertsaal anzupeilen, welchen sie auch mit ihrem Klang und ihrer Technik einwandfrei verteidigen können. Das ist sehr hörenswert und in sich selbst ein ästhetischer Genuss für mich.


    Besonders die C Dur Fuge von Martzy grenzt an ein 8. Weltwunder, denn sie spielt sie mehr oder weniger legato durch, trotz Akkorde.....eigentlich eine geigerische Unmöglichkeit. Dabei bleibt aber wegen des soliden Bogenstrichs, den Martzy und auch Ughi ( d moll) mehr oder weniger durchgehend beibehalten, etwas Wichtiges unbeachtet - und ich meine das ist das natürliche Atmen während des Tanzens...anders kann ich es nicht beschreiben. Es wird alles zu solide, bekommt zu viel Gravität, verliert den Schwung. Und damit wird auch die Möglichkeit, den Tänzen unterschiedliche Charaktere zu geben, der klanglichen Brillianz und der extrovertierten Virtuosität geopfert. Unmusikalisch ist es aber auch wieder nicht, das könnte ich nicht behaupten. Es gibt schon auch Nuancen und interessante Wendungen, gerade das Ende seiner ansonsten stabilen Chaconne ist bei Ughi überraschend zärtlich und metrisch frei gestaltet. Nur haben beide für mich nicht das ideale Gleichgewicht zwischen Gravität und Tanz gefunden. James Ehnes dagegen schafft es, ohne den Kern seines Tons aufzugeben.


    Aber das ist ein abendfüllendes Thema.

  • Weiter mit dem Geburtstagskind, nun mit Mozart durch das Jahr 1774:


    im April: Symphonie Nr.29 A-Dur KV 201

    im Mai: Symphonie Nr. 30 D-Dur KV 202

    im Juni: Fagottkonzert B-Dur KV 191

    im November: Symphonie Nr. 28 C-Dur KV 200


    Orchestra Mozart, Claudio Abbado

    Mozarteumorchester Salzburg, Dietrich Fischer-Dieskau

    Dietmar Zeman, Wiener Philharmoniker, Karl Böhm

    hr-Symphonieorchester, Bejun Mehta

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Nun wieder Violine solo.


    J. S. Bach: Partita h-Moll für Violine solo BWV 1002


    Arthur Grumiaux, Violine (Stradivari, 1727, "Général Dupont")

    Itzhak Perlman, Violine (Guarneri del Gesù, 1743, "Ex Sauret")


     


    Milstein.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • und auch bei verschiedenen Streaming-Anbietern verfügbar, z. B. hier

    (AD: 13. März 1989 [Dvorak] & 30. Oktober 1989 [Janacek], Masonic Auditorium, Cleveland)


    Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 6 D-Dur, op. 60

    Leos Janacek: Taras Bulba


    Cleveland Orchestra

    Christoph von Dohnanyi


    Diese Aufnahme war damals Anfang der 1990er Jahre meine Erstbegegnung mit beiden Werken und bis heute finde ich die Interpretationen überzeugend und ist vielleicht durchaus typisch für Dohnanyi, weil die Interpretationen klar und analytisch sind aber vor allem bei Dvořák auch das melodische Moment zur Geltung kommt.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Don Juan


    nein, nicht vom Richardl, sondern richtig fetzig:



    "Im Augenblick sehe ich gerade wie Scarpia / Ruggero Raimondi umgemurxt wird, und überlege ob ich einen Schokoladenkuchen essen soll?" oper337

  • Hieraus



    Die Achte, aber nur Agagio und Finale heute.


    Unvergleichlich für mich bis heute, wobei ich auch andre,weniger extreme Interpretationen zu andren Zeiten sehr mag, von Karajan über Wand bis Abbado.


    Aber dies hier... Da rieseln die Schauer über den Rücken, wenn man die Zeit sich nehmen kann und mag...


    Exzeptionell, magisch, betörend.



    :fee:

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Hier wieder Händel am Morgen.


    Georg Friedrich Händel: Concerto grosso F-Dur op. 6 Nr. 2


    Handel and Haydn Society

    Christopher Hogwood



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Igor Strawinsky, Der Feuervogel (1910), Aufnahme von 1961 mit dem Columbia Symphony Orchestra, am Pult der Komponist. Tolle Aufnahme, sehr durchsichtig, präzise und ausdrucksstark.


    Die 22-CD-Box gibt's derzeit gebraucht für 17 + 3 Euro :huh:

  • Szell und das Cleveland Orchestra waren eine feste Größe , und Robert Schumann mutmaßlich der Lieblingskomponist vom Budapester Geörgy . Und so gibt es die Studioaufnahmen der Sinfonien , bei denen die 1958 aufgenommen 2.Sinfonie vielleicht primus inter pares ist . Die Berliner Philharmoniker kommen in der Live-Aufnahme von 1969 da nicht mit . Für mich aber die überzeugendste und mitreissendste Interpretation , die Szell und den Clevelandern gelang , stammt aus dem Konzert im Kursaal Teatro in Lugano am 31/5/1957 . Welch Glücksfall , daß dieses Konzert überliefert ist !


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Robert Schumann (1810-1856)

    Sonaten für Violine & Klavier Nr.1-3

    Isabelle Faust, Silke Avenhaus

    CPO, DDD, 99


    Ich habe diese CD, oben wurde sie bereits gehört, seit gefühlten Ewigkeiten in der Sammlung. Auffällig lang ist auch die Dauer, für die CPO diese im Katalog hält. Leider sind mir Schumanns Violinsonaten deutlich weniger geläufig, als diejenigen Brahms' oder von Beethoven. Daher greife ich diese Anregung gerne auf. Mein Eindruck: großartige Musik!


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

    Einmal editiert, zuletzt von Hueb' ()

  • Karl Amadeus Hartmann (1905-1963)

    Violinkonzert "Concerto funebre"

    + Symphonie Nr. 4; Kammerkonzert für Klarinette, Streichquartett, Orchester

    Isabelle Faust, Paul Meyer, Münchener Kammerorchester, Christoph Poppen

    ECM, DDD, 1999


    Ich bleibe bei Frau Faust und wende mich dieser feinen Aufnahme mit Werken von Karl Amadeus Hartmann zu.

    Leider scheint die Verfügbarkeit seiner Werke auf Tonträger eher rückläufig, denn zunehmend. Das einigermaßen populäre "Concerto funebre" ist aber immerhin in gleich mehreren Versionen verfügbar, selbst wenn die o. g. und via Stream gehörte Einspielung gestrichen scheint.

    Zitat von G. Fischer in Scala Nr. 6/00

    »Das Violinkonzert ›Concerto funebre‹ ist eines der Schlüsselwerke Hartmanns. In dem aber Momente der Hoffnung beschworen werden, die Isabelle Faust mit größter Klarheit und zupackender Klangentfaltung vorantreibt. Von ähnlichen scharfkantigen Kontrastwerten lebt die in den 40ern geschriebene 4. Symphonie, vom Münchener Kammerorchester mit temperamentvollem Zug und präzisem Sinn für die konstruktivistische Struktur ausgespielt. Die Entdeckung in diesem Hartmann-Porträt ist aber das Kammerkonzert (1930), in dem Paul Meyers Klarinette zwischen ungarischem Elan und osteuropäischer Melancholie sinnlich-intensiv wandert.«

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

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  • Neben der Aufnahme des Uraufführung des Violinkonzerts von Schumann vom 26/11/1937 mit Kulenkampff und Böhm sowie der schon angesprochenen mit Ughi und Sawallisch höre ich noch gern den Mitschnitt eines Konzerts aus dem Jahr 1960 mit Ida Haendel als Solistin und Lorin Maazel als Dirigenten des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters . Er kursierte schon lange , und ihm wurde nachgesagt , man würde bei der Begleitung hören können , daß Maazel von der Geige her käme ( Doppelbegabung ! ) . Aber das möge doch jeder selber entscheiden , denn eigenes Urteil ist besser als Nachgelesenes . Als CD und auch durch die tube erhältlich .


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    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Der Busoni kam heute orchestral.


    Ferruccio Busoni


    Lustspiel-Ouvertüre op. 38

    Tanzwalzer op. 53

    Rondo Arlecchinesco op. 46


    NDR Sinfonieorchester

    Werner Andreas Albert



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Nun wieder B5.


    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur


    Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks

    Günter Wand

    live Musikhalle Hamburg Oktober 1989



    Man könnte glatt den begründeten Anfangsverdacht schöpfen, die besten Aufnahmen Wands seien die in Hamburg und Lübeck entstandenen Live-Mitschnitte. - Orchestral ist das für meine ahnungslose Einschätzung eine Liga oberhalb der Studioaufnahme des Werkes mit dem RSO Köln.


    Noch ein Wort zu umgebungsgeräuschdämmenden Bluetooth-Kopfhörern: Ich habe diese Aufnahme mit einer Lautstärke gehört, bei der ich am Schluss gerade so nicht herunterregeln musste. Die beste Ehefrau von allen hört gleichzeitig mit dem Momentum 3 "ihre" Musik. Geht.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

    Einmal editiert, zuletzt von Mauerblümchen ()

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