Eben gehört 2021/2022

  • Das mag bei den Variationen vielleicht durchaus zutreffen, aber sonst sehe ich ihn als einer der Modernisten seiner Zeit an.

    So wurde das wohl auch im Kreis der Zweiten Wiener Schule gesehen: Im von Arnold Schönberg geleiteten Verein für musikalische Privataufführungen, der Anfang der 1920er bestand, war Max Reger derjenige Komponist, von dem in den vielen Konzerten die meisten Werke aufgeführt wurden.


    :wink:

    Danke Dir! Das war mir so klar nicht.

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Gern geschehen! Preisfrage: Wer war nach Reger die Nr. 2? Es kommen nur zeitgenössische Komponisten in Frage, also solche, die 1920 noch lebten bzw. damals noch nicht lange tot waren.


    ;)

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Womöglich Richard Strauss? Der war ja auch auf eine doppeldeutige Weise konservativ. Im Alter ging dann die Doppeldeutigkeit verloren ... ;)


    Ich weiß es nicht wirklich, aber weil Du so ein schönes Smiley gemacht hast ...


    :wink:

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Womöglich Richard Strauss?

    Nicht ganz:


    Hier die Reihenfolge, in Klammern zunächst die Zahl der Werke, die in den 113 Konzerten, die vom 29.12.1918 bis zum 5.12.1921 im Verein in Wien aufgeführt wurden (darunter auch Orchesterwerke in Bearbeitungen für kleinere Besetzung) und dann die Zahl der Aufführungen (viele Werke wurden mehrfach aufgeführt):


    1. Max Reger (23 - 61)
    2. Claude Debussy (16 - 43)
    3. Arnold Schönberg (13 - 30)
    4. Béla Bartók (11 - 30)
    5. Maurice Ravel (7 - 21)
    6. Igor Strawinski (7 - 15)
    7. Gustav Mahler (6 - 19)
    8. Alexander Skrjabin (6 - 12)
    9. Josef Matthias Hauer (6 - 9)
    10. Anton Webern (5 - 23)
    11. Alban Berg (4 - 17)
    12. Feruccio Busoni (4 - 13)
    13. Richard Strauss (4 - 9)
    14. Karol Szymanowski (4 - 8 )
    15. Josef Suk (3 - 7)
    16. Alexander Zemlinsky (3 - 7)
    17. Es folgen Werke von weiteren 26 Komponisten


    Zahlen ohne Gewähr. Ich habe diese Statistik eben selbst erstellt. Quelle: Walter Szmolyan: Die Konzerte des Wiener Schönberg-Vereins. Aus: H.-K. Metzger, R. Riehn (Hrsg.): Schönbergs Verein für musikalische Privataufführungen. Musik-Konzepte, München 1984. S. 101ff.


    :wink:


    PS: Quasimodo hat es also getroffen. Gratuliere! :quasi: :cincinsekt: :clap:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Ich vermisse Alexander von Zemlinsky in der Reihe. Der war aber zu dieser Zeit in Prag tätig. Als er nach dem 1.Weltkrieg nach Wien zurück kehren wollte, gab es keine angemessene Stelle für ihn. Verblüffend.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Ich vermisse Alexander von Zemlinsky in der Reihe.

    Den habe ich eben noch nachgetragen. Tatsächlich wurde er nicht so oft aufgeführt wie andere oben Erwähnte. Nur einige Lieder und das 2. Streichquartett.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Interessant - alternativ hätte ich nach Strauss an Schönberg selber gedacht, was auch wesentlich richtiger gewesen wäre. Auch Schönberg hatte ja eine konservativ überreizte Frühphase.


    Zemlinsky ging mir kurz durch den Kopf. Hätte da rein quantativ die Zahl der types reichen können - bezüglich der tokens wäre es ja wurscht ?!


    Quasimodo hat das bessere Zahlenverständnis ...


    Ich gebe mir mal drei von zehn Punkten. Keine Chance auf den Führerschein. 8o


    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Nach langer Zeit bei mir mal wieder Wagner, allerdings ohne Bild.


    Hans Rosbaud dirigiert 'Meistersinger', eine Aufnahme von der RAI Milano (1955) mit Schwarzkopf, Hopf, Edelmann, Unger, Malaniuk, Weber.


    Schwarzkopf und Hopf, immer noch wunderbar, empfinde ich aber trotzdem als nicht mehr ganz so frisch wie in der legendären HvK-Aufnahme aus Bayreuth vier Jahre vorher, aber Rosbaud ist wirklich toll. Das hat alles einen geradezu jugendlich-frechen Zug, der sich um keine Traditionen kümmert, sondern mit einen unglaublichen frischen Drive daherkommt, ein entsprechendes Tempo anschlägt und z.B. durch die Betonung der Blasinstrumente im Vorspiel zum I. Akt gleich eine ganz andere Atmosphäre und Haltung zum Stück deutlich macht. Großartige Aufnahme!


    :wink:Wolfram

  • Hier:



    Georg Friedrich Händel: Orgelkonzerte, op. 4 Nr. 1-3


    Peter Hurford - Orgel


    Concertgebouw Chamber Orchestra

    Joshua Rifkin


    Erfreulich!


    :wink: Agravain

  • Eine Auswahl aus:


    Johann Sebastian Bach

    Achtzehn Choräle von verschiedener Art (Leipziger Choräle)


    James Kibbie

    Silbermann-Orgel in der Kath. Hofkirche Dresden

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Heute mal ein wenig in Erinnerungen geschwelgt.



    Die mit dieser Aufnahme verbundene Hamburger Otello-Serie in der Besetzung habe ich leider nicht erlebt, aber Domingo und auch Milnes noch ein verschiedene Male in der Partie und Inszenierung erlebt. Natürlich stimmlich nicht mehr taufrisch, aber was für große Abende. Domingo war ein wirklich ein außergewöhnlicher Otello und wenn Milnes das Credo sang, stockte einem der Atem. Tempi passati, aber die Aufnahme gibt einen wirklich guten Eindruck dieser beiden großen Sänger und Bühnenpersönlichkeiten wieder. Großes Theater von allen Beteiligten.


    :wink:Wolfram


  • Wolfgang Amadeus Mozart

    Klaviersonaten KV 533/494, 457 & 570

    Fantasie KV 475

    Arthur Schoonderwoerd (Hammerklavier)

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Gestern und heute gehört und gesehen:


    Richard Strauss:

    Burleske d-Moll für Klavier und Orchester



     


    Friedrich Gulda/Anthony Collins/London Symphony Orchestra (1954)

    Yuja Wang/Andris Nelsons/Gewandhausorchester Leipzig (2021, soeben erst veröffentlicht)

    Rudolf Buchbinder/Christoph von Dohnanyi/Wiener Philharmoniker (1977)

    Martha Argerich/Claudio Abbado/Berliner Philharmoniker (1992)


    Ein fulminantes Bravourwerk für Meisterpianistinnen und -pianisten. Meine Lieblingsaufnahme ist nun wegen ihrer für mich unwiderstehlichen Leidenschaft die vom Silvesterkonzert 1992 aus Berlin.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK


  • Anton Bruckner

    Symphonie Nr. 8 & 6

    New Philharmonia Orchestra

    D: Otto Klemperer

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

    2. Partita in d-Moll für Solovioline, BWV 1004



    Linus Roth



    Feine Aufnahme, Bach ohne Geschmacksverstärker, gelöst und schwebend, hervorragend entspektakelt.




    Gruß

    Josquin

  • Bei mir ein weiterer Otello:



    Tolle Aufnahme, aber....

    Vielleicht repräsentiert die Tebaldi für mich am besten die gesamte Aufnahme. Ich knie vor der Schönheit dieser Stimme, ich verliere mich in einzelnen Phrasen, sie berauscht mich immer wieder, ich bewundere ihre technische Qualität, aber am Ende frage ich mich, was ich da nun wirklich gehört habe. Das Drama oder nur den Widerschein davon? Ist es wirklich empfunden oder doch nur die Darstellung einer Empfindung?


    :wink:Wolfram

  • Gerade läuft bei mir hier die erste Symphonie:



    Auf das erste Lauschen scheinen die Wunderdinge zu stimmen, die man sich über Berglunds Sibelius erzählt. Zwar kenne ich schon den späten Zyklus mit dem COE, aber der ist schwerlich repräsentativ (wenn auch sehr, sehr hörenswert).


    EDIT Mod.: Bild gefixt.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

    Einmal editiert, zuletzt von Hueb' ()

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