Eben gehört 2021/2022

  • Am 19. Juni 1899 wohnte der englische Komponist Sir Charles Hubert Parry der Uraufführung von Elgars „Enigma Variations“ bei. Am folgenden Tag traf er den Dirigenten Landon Ronald und erzählte ihm: „Ich hörte gestern die ‚Enigma‘ Variationen von einem Mr. Elgar unter Richter. Es das beste Werk, das ich seit Jahren gehört habe. Achten Sie auf die Musik dieses Mannes. Er hat etwas zu sagen und weiß, wie er es sagen kann.“



    Edward Elgar: Variations on an Original Theme („Enigma“), op. 36


    The Philadelphia Orchestra
    Eugene Ormandy


    :wink: Agravain

  • Franz Schubert, Schauspielmusik zu "Rosamunde":



    Wer das Stück nicht kennt: Die Prinzessin Rosamunde wird lange Zeit um ihren Herrschaftsanspruch betrogen, besteigt aber am Ende den Thron und umgibt sich fortan nur noch mit Getreuen :D .

    So ein Zufall aber auch :D :thumbup:

  • Dieser Tage gab es Äußerungen zu Iván vs. Ádám bei Mahler. Hörn wir mal rein.


    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur


    Budapest Festival Orchestra
    Iván Fischer



    Eine tolle Aufnahme, nur im Finale fehlt mir ein wenig die Durchzugskraft. Meine Favoriten bleiben Bruno Walter (1961), Bernstein/Concertgebouw und Gielen.



    Gruß


    MB



    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Für Edward Elgar lag „Cockaigne“ - das Schlaraffenland - in „London Town“. Wie er sich die so benamste Konzertouvertüre vorstellte, schrieb er seinem Freund August Jaeger (dem „Nimrod“ der „Enigma Variationen“): „Cheerful & Londony - stout and steaky“. Entsprechend saftig, sinnlich und lebensfroh kommt sie seit nunmehr 120 Jahren daher.
    Solti liegt das.



    Edward Elgar: Cockaigne (In London Town), op. 40


    London Philharmonic Orchestra
    Sir Georg Solti


    Im Anschluss dann ein weiteres musikalisches London-Bild:



    Ralph Vaughan Williams: A London Symphony


    The Queen‘s Hall Orchestra
    Sir Henry Wood


    Großartig!


    :wink: Agravain

  • Nun der andere Fischer.


    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur


    Düsseldorfer Symphoniker
    Ádám Fischer



    Wirklich gut. Besser als Iván ...? Ach, falsche Fragekategorie ... Ádám scheint nicht alles zu geben ... bleibt innerhalb eines nichtexhibitionistischen Gefühlsradius. Geschmackssache.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Zdenek Fibich (1850-1900)
    Orchesterwerke Vol. 5
    Symphonie Nr. 3 e-moll op. 53; Sarka-Ouvertüre op. 51; TheTempest-Ouvertüre zum 3. Akt op. 50; Trauermarsch aus The Bride of Messina op. 18
    Janacek Philharmonic Ostrava, Marek Stilec

    Naxos, DDD, 2019


    Kein ganz so großer Wurf, aber schön und "schmerzfrei" anzuhörende Musik liefert dieser böhmische "Kleinmeister" allemal. Qualitativ bewegt sich das mAn durchaus auf dem Niveau der weniger populären Dvorak-Sinfonien. Danke an Naxos für diese feine Serie, die musikalisch und klanglich gelungen ist.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Hilary Hahn spielt Bach seit sie 9 Jahre alt ist, angeblich jeden Tag, an dem sie überhaupt spielt. Diese Vertrautheit hört man m.E.



  • Anton Bruckner
    Symphonie Nr. 8
    The Philharmonic Symphony Orchestra
    D: Carlos Païta

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Jetzt Mainstream:



    Antonin Dvorak (1841-1904)
    Klavierquintett op. 81
    Boris Giltburg, Pavel Haas Quartet

    Supraphon, DDD, 2017


    Eine ungeheuer gefühlvolle, zutiefst berührende Einspielung. Hier passt von vorne bis hinten einfach alles. Schwung, Esprit, Ausdruck. Boris Giltburg spielt hinreißend und das Pavel Haas-Quartett steht ihm keinen Millimeter nach. Eine Insel-Aufnahme. Ich bin begeistert! :)


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

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  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Klaviersonaten KV 279-281
    Arthur Schoonderwoerd (Tangentenflügel)

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul


  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Klaviersonaten KV 282-284
    Arthur Schoonderwoerd (Tangentenflügel)

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Hier Wässriges.



    Alexander von Zemlinsky: Die Seejungfrau


    Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
    Vasily Petrenko


    Potzstern.


    :wink: Agravain

  • Von den 6 Symphonien Joseph Laubers ist gerade die 2. Folge mit den Symphonien 3 und 6 erschienen. Das Warten auf diese CD verkürzt mit der 1. Symphonie, die mir bei jedem Hören besser gefällt.



  • Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    Die Kunst der Fuge BWV 1080 für 4 Saxophone
    Berliner Saxophonquartett

    CPO, DDD, 90


    Bach läuft bei mir nicht so häufig. Diese Klarheit in der Struktur hat ihre ganz eigene, besondere Schönheit. Zudem beruhigt mich das irgendwie. :D Was zum erden, wenn man mal zu viel Richard Strauss oder andere, hochkalorische Spätromantik gehört hat. :D
    Weiträumiger, etwas halliger Raum, bei trotzdem guter Fokussierung der Instrumente, die mit ihren unterschiedlichen Klangfarben sehr schön differenziert aufgezeichnet wurden. Die CPO-Produktion war eine der wenigen MDG-Aufnahmen des Labels. Gibt es ebenfalls auf Doppel-LP (180g), die hier noch eingeschweißt herumlungert.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

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  • Gustav Mahler (1860-1911)
    Symphonie Nr. 7
    Tonhalle-Orchester Zürich, David Zinman

    RCA, DDD, 2008


    IMHO eine weitere sehr gute Aufnahme, die - verglichen mit Petrenko und dem Bayerischen Staatsorchester - mir etwas pauschaler, oberflächlicher erscheint. Zinman hält die Untiefen etwas mehr auf Distanz, als sich da mit voller Wucht hineinzustürzen :D . Die Klangqualität und die transparente Auffächerung des Klangkörpers hat mir sehr gut gefallen.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

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  • Beethoven Sinfonie Nr 6


    Giovanni Antonini
    Kammerorchester Basel



    Eine ganz wunderbare Aufnahme, voller Musizier- und Lebensfreude, mit Leichtigkeit und Schwung, aber dennoch hohem künstlerischem Anspruch und Tiefgang. Vor Antonini war die 6. nicht einer meiner liebsten Beethoven Sinfonien, aber nun ist sie es. Das Oboensolo im 3. Satz ist herrlich.

  • War das nicht der, der die Hauptrolle in "Die nackte Kanone" gespielt hat? :D



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Johann Sebastian Bach
    Das Wohltemperierte Clavier - Teil 1 & 2 BWV 846-893
    Walter Gieseking (Klavier)
    rec. 1950

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

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    Jean Paul

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