Eben gehört 2021/2022

  • Wieder eine Nummer vorgerückt . Alles Gute allen . Und nachdem der zurückgelassene Kreislauf und die kostenlose Karussellfahrt sich synchronisierten , galt es zu entscheiden , mit welchen Klängen das neue Glück im neuen Spiel untermalt werden sollte . Strauss / Krauss und die Neujahrskonzerte sind der Klassiker , und ein Mozart Streichquintett wäre die würdevolle Weihe - aber mir kam etwas völlig anderes in den Sinn und zu Ohren . Die erste Bearbeitung der Kunst der Fuge für 2 Klaviere stammt von Richard Buhlig , der sie mit seinem Partner Wesley Kuhnle auch sogleich einspielte . (1935/38) . Kurz darauf - 1937 - erschien die Fassung von Erich Schwebsch . 1994 spielte das Duo Milette Alexander und Frank Daykin das Werk ein . Klare Sache , und so wünsch' ich mir auch das Jahr .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Ein gesundes neues Jahr wünsche ich allen.

    Zu Jahresbeginn schon der erste Ohrwurm: "Ich will nur dir zu Ehren leben" - die Tenor Arie in der 4. Kantate des BWV 248, Weihnachtsoratorium. Für mich einer der absoluten Höhepunkte des Oratoriums.


    Wunderlich mit Richter finde ich toll, aber heute musste etwas Schlankeres sein. Also meine abgespeckte Alternative: Hans Peter Blochwitz mit Gardiner. Die gesamte Einspielung finde ich fantastisch gut, vom Orchester wie von allen Sängern. Aber heute nur die eine Arie in Dauerschleife.


  • Hier nun Musik aus der Feder des „charming brute“ in unterschiedlichen Annäherungen.


       


    Georg Friedrich Händel:

    Concerto a due cori F-Dur HWV 333

    English Chamber Orchestra

    Karl Richter


    Musick for the Royal Fireworks (Version 1749) HWV 351

    The English Concert

    Trevor Pinnock


    Messiah HWV 56 - Part I

    Jennifer Vyvyan - Sopran

    Monica Sinclair - Alt

    Jon Vickers - Tenor

    Giorgio Tozzi - Bass

    Royal Philharmonic Orchestra and Chorus

    Sir Thomas Beecham


    :wink: Agravain








  • In der Wiener Konzertpause und danach:


    J. S. Bach


    "Herr Gott, dich loben wir" BWV 16

    "Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm" BWV 171


    Charles Humphries, David Taylor, James Gilchrist, Peter Harvey (BWV 16)

    Ruth Holton, Lucy Ballard, James Gilchrist, Peter Harvey (BWV 171)


    Monteverdi Choir

    English Baroque Soloists

    John Eliot Gardiner


     


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Nach den schönen Bildern aus Wien ließ ich mir noch gefallen, wie Ravel hinter die Masken schaute und die Fratzen entdeckte.


    Maurice Ravel: La Valse


    Boston Symphony Orchestra

    Charles Munch


    London Symphony Orchestra

    Pierre Monteux


     


    Der Schluss gerät bei Munch zur Apokalypse. Wahnsinn.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier lief:



    Jean Sibelius: Kullervo, op. 7


    Lili Paasikivi - Sopran

    Tommi Hakela - Bariton


    YL Male Voice Choir

    Minnesota Orchestra

    Osmo Vänskä


    :wink: Agravain

  • Nun anderes aus Österreich.


    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur


    Berliner Philharmoniker

    Wilhelm Furtwängler

    live 1942



    Ein wenig überdreht, wie manchmal bei Bruckner mit Fu. Alles andere als langweilig, vielleicht nicht unbedingt selig machend.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Bald ist wieder Champignons League.


    Georg Friedrich Händel: Coronation Anthems HWV 258-261


    The Choir of New College, Oxford

    The King's Consort


    Robert King



    Staatstragende Sache, das. Da ist mir so etwas Subversives wie "La Valse" allemal lieber. Aber ich sehe ein, dass man Letzteres wiederum schlecht zu einer Krönung spielen kann.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier wieder Schubertsche Traumwanderungen der Seele.


    Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956


    Panochovo kvarteto

    Mirel Iancovici, Violoncello



    Ebenfalls wunderbar! Ich muss unbedingt ihre Dvorak-Aufnahmen nochmal hören.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier:



    Aaron Copland:

    Appalachian Spring

    The Tender Land: Suite


    Morton Gould:

    Fall River Legend*

    Boston Symphony Orchestra

    Aaron Copland

    Morton Gould*


    :wink: Agravain






  • Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956


    Panochovo kvarteto

    Mirel Iancovici, Violoncello

    Ich folge ja ein wenig euren Schubert- und inzwischen auch Dvořak-Wanderungen ein wenig. Hier war ich doch - im Vergleich mit ABQ/Schiff und Pavel-Haas-Quartett/Ishizaka (wow!) - etwas enttäuscht. Lau irgendwie, im Vergleich jedenfalls.

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • "Herr Gott, wir danken dir, dass deine Gütigkeit in der vergangnen Zeit das ganze Land und unsre werte Stadt vor Teurung, Pestilenz und Krieg behütet hat".

    - naja, das hat im letzten Jahr ja nicht so wirklich geklappt ;)


    Heute Nachmittag eine der Bach-Kantaten zum Tage:


    Johann Sebastian Bach

    Singet dem Herrn ein neues Lied! BWV 190


    Stefan Kahle, Christoph Genz, Matthias Weichert

    Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester Leipzig

    Georg Christoph Biller


    Eine sehr gelungene Aufnahme! Angemessene Tempi, ein schlanker, ausgesprochen durchhörbarer Chorklang, gute Solisten, die Stimme von Stefan Kahle liebe ich ohnehin - nur mit dem gleichförmigen, bräsigen Orchesterspiel (explizit in der Arie Nr.3) bin ich hier überhaupt nicht einverstanden. Zum Vergleich werde ich mir später mal die Aufnahme aus Gardiners Cantata Pilgrimage anhören.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

    2 Mal editiert, zuletzt von Cherubino ()

  • Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956


    Panochovo kvarteto

    Mirel Iancovici, Violoncello

    Ich folge ja ein wenig euren Schubert- und inzwischen auch Dvořak-Wanderungen ein wenig. Hier war ich doch - im Vergleich mit ABQ/Schiff und Pavel-Haas-Quartett/Ishizaka (wow!) - etwas enttäuscht. Lau irgendwie, im Vergleich jedenfalls.

    Ja, definitiv ein Zugang, der diametral zu, sagen wir, und ich bitte, die entsetzlichen Pauschalierungen zu entschuldigen, extremisierenden Zugängen wie von den Hagens (nicht gerade bei D 956, aber sonst bisweilen ... z. B. bei D 804) oder den Emersons positioniert ist. Ich finde das unglaublich stimmig. Ja, es ist nicht fetzig, es ist nicht spektakulär, trotzdem mag ich das ...

    "Herr Gott, wir danken dir, dass deine Gütigkeit in der vergangnen Zeit das ganze Land und unsre werte Stadt vor Teurung, Pestilenz und Krieg behütet hat".

    - naja, das hat im letzten Jahr ja nicht so wirklich geklappt

    Mit der Pestilenz aber schon ... ;) ... ansonsten kann man nur sagen: Geschichte wiederholt sich.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Diese:



    Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9

    Utah Symphony Orchestra, Leitung: Maurice Abravanel


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • 2022 jährt sich der Geburtstag von Ralph Vaughan Williams zum 150. Mal. Entsprechend konzentriert möchte ich mich im Verlauf des Jahres durch sein Œuvre hören (und lesen).

    Ich hoffe natürlich auf interessante CD-Veröffentlichungen. Vielleicht schaffe ich es ja auch, hier den ein oder anderen Faden zu Werken RVWs zu platzieren.

    Zunächst möchte ich das Festjahr aber mit einer meiner liebsten seiner Kompositionen begrüßen:



    Ralph Vaughan Williams: A Sea Symphony


    Joan Rogers - Sopran

    William Shimell - Bariton


    Royal Liverpool Philharmonic Orchestra & Choir

    Vernon Handley


    Großartig.


    :wink: Agravain

  • Mit der Pestilenz aber schon ... ;) ... ansonsten kann man nur sagen: Geschichte wiederholt sich.

    Mit der Pestilenz hat es geklappt, allerdings! ^^ Mit dem Behüten "vor Teurung, Pestilenz und Krieg" hat es nicht so gut geklappt...

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ja, definitiv ein Zugang, der diametral zu, sagen wir, und ich bitte, die entsetzlichen Pauschalierungen zu entschuldigen, extremisierenden Zugängen wie von den Hagens (nicht gerade bei D 956, aber sonst bisweilen ... z. B. bei D 804) oder den Emersons positioniert ist. Ich finde das unglaublich stimmig. Ja, es ist nicht fetzig, es ist nicht spektakulär, trotzdem mag ich das ...

    Ich glaube das höre ich völlig anders. Ausdrucksstark oder musikalisch tiefgehend würde ich nicht gleichsetzen mit "extremisierend". "Extremisieren" würde ich mit "überreizen" gleichsetzen. In dem Sinne extremisiert Hagen mMn nicht, sondern variiert den Ausdruck jenseits der Dynamikunterschiede, was Panocha für meine Ohren eben nicht tut. Es reicht mir nicht, wenn jedes piano in allen Sätzen gleich klingt. Oder wenn es keine ordentlichen Artikulationsunterschiede gibt, die einer Passage Bedeutung geben. Wie bei Panocha in der 1. Geige am Anfang des 2. Satzes im Quintett, wo alles verschwimmt und "beschönigt" wird, was den besonderen Grundcharakter der Melodie ausmacht: Der punktierte Rhythmus und der Vorschlag sind beide extrem wichtig - wenn man die verschluckt, hat man was verloren. Man hat eine Chance verschenkt, die Schönhiet und Besonderheit der Komposition darzustellen. Und Entschuldigung, falls ich etwas Offensichtliches sage, aber ich meine gerade im Quintett hat jeder Satz als Komposition einen ganz anderen Charakter. Die Unterschiede sind viel grösser, als bei D804. Im D804 gibt es eine subtile Entwicklung durch die Sätze hindurch, welche eine Geschichte erzählt, es ist ein Lied, meine ich. Beim Quintett ist es ganz anders gelagert. Das alles mekrt man bei Panchova aber mMn nicht. Es ist für mich alles gleich.

  • Ach, Mist! Da würde ich eigentlich gern mithören, hab aber gerade was von einem anderen Insulaner in der Player gesteckt:



    Arnold Bax: Symphonie Nr. 4

    Royal Scottish National Orchestra, Leitung: David Lloyd-Jones


    Die bei mir am seltensten und wenigsten erhörte Bax-Symphonie. Da sie gerade läuft, fragts in mir: Warum nur?


    RVW’s Sea Symphony kommt dann morgen (oder nachher noch … ?)


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

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