Eben gehört 2021/2022

  • Sind die anderen Atlas-Bloch-Scheiben ebenso zu empfehlen? Am Papier lesen sich die Mitwirkenden ja weniger prestigeträchtig.

    Ich kann ja nur von MEINER Meinung schreiben. Die muss nicht unbedingt deckungsgleich sein (wie etwa bei Haydn/Fey). Ich selbst bin damit sehr zufrieden. Das eine Orchester hat Atlas selbst gegründet, sie wird also wissen, wen sie sich da geholt hat. Bei den Slowaken weißt Du selbst, dass sie durchaus in der Lage sind, so etwas durchaus zu können.


    Es gibt übrigens mit den Slowaken die cis-moll-Sinfonie auf einer alten Marco Polo-Scheibe. Durch diese Aufnahme bin ich überhaupt zu Bloch gekommen. Das mag kein Kriterium sein, aber Böhm unter den den Berlinern haben mir lange Zeit mal den Zugang zu Mozart verbaut. Es geht also durchaus auch "prominent daneben". Versuche es mal.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • B003TLRK5A


    Das ist auch so zwei CDs, die ich nicht mehr missen möchte.



    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Am Wochenende habe ich hieraus die 39 gehört, aber das hat mich nicht so begeistert. Da gefällt mir meine CD von Mackerras mit dem Scottisch Chamber Orchestra besser.

    Viele Grüße, Michael

  • Jean Sibelius (1865-1957)

    Symphonien Nr. 5, op. 82

    Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

    DGG, ADD, 1964-1975


    Jean Sibelius (1865-1957)

    Symphonien Nr. 5, op. 82

    BBC Philharmonic Orchestra, John Storgards

    Chandos, DDD, 2012/2013


    Zunächst HvK, der für viele bei Sibelius ein Maßstab ist. Danach John Storgards. Karajan erscheint mir in der Tat sehr überzeugend, kraftvoll und gleichzeitig ungeheuer schön gespielt. Dagegen wirkt Storgards auf mich einen Hauch weniger beseelt und etwas nüchterner, wenn auch keineswegs unbeteiligt oder langweilig. Der Guardian war mit seiner Gesamteinspielung nicht so ganz einverstanden, was bemerkenswert ist, tendieren die Briten doch dazu, ihre Interpreten eher etwas zu pushen (andere Bewertungen). Der Rezensent lobt aber den Entwicklungsbogen im 1. Satz der 5., was ich unterstreichen möchte. Denn mir scheint, dass Storgards insgesamt den großen Bogen, den Spannungsverlauf des Werks, sehr gut hinbekommt. Aber es gibt ja unzählige Aufnahmen dieses Werks und dieser Werke, aus denen man sich seine Version(en) heraussuchen kann. :)


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Gestern noch, eine vor einiger Zeit von einem versierten Capriccioso empfohlene damals spottbillige CD (vielen Dank für diesen tollen Tipp!):



    La Lucrezia

    Georg Friedrich Händel

    6 Italienische Kantaten

    Sonia Prina, La Sfera Armoniosa, Ltg. Mike Fentrass


    Dolce pur d'amor l'affanno HWV 109a

    Siete rose rugiadose HWV 162

    Qualor crudele HWV 151

    Fra pensieri quel pensiero HWV 115

    Stanco di piu soffrire HWV 167a

    La Lucrezia HWV 145


    Ludi Musici, aufgenommen 11/2008 in Haarlem (NL)


    Empfindsame, verinnerlichte bis leidenschaftliche "Opern-Soloszenen" um unglückliche oder sehnsüchtige Liebe, bis zu den emotionalen und (gesellschaftlichen Zwängen geschuldeten) furchtbaren Nachwirkungen einer Vergewaltigung. Speziell dieses "La Lucrezia" geht schon extrem unter die Haut.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK


  • Am Wochenende habe ich hieraus die 39 gehört, aber das hat mich nicht so begeistert. Da gefällt mir meine CD von Mackerras mit dem Scottisch Chamber Orchestra besser.

    Geht mir genauso. Viele neue Veröffentlichungen haben viel Rums und Dynamik - sind mir aber oft viel zu schnell und zu effekthascherisch. Bei Mozarts letzten Sinfonien bleibt Mackerras mit dem SCO mein Maß der Dinge.

  • Jean Sibelius (1865-1957)

    Symphonien Nr. 5, op. 82

    BBC Philharmonic Orchestra, John Storgards

    Chandos, DDD, 2012/2013

    So auch fast hier, aber die Vierte.


    Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63


    BBC Philharmonic Orchestra

    John Storgårds



    Sehr fein imho. Ich mag es ja, wenn der langsame Satz nicht larmoyant vorgetragen wird. Und der Schluss des Finales wird fast ohne Ritardando gespielt, wie von Sibelius gewünscht. Das ist selten ...


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Nun wieder B-Dur.


    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur


    Radio-Sinfonieorchester Stuttgart

    Sergiu Celibidache

    live 26. November 1981



    Ein Dokument aus der Zeit, als Celi schon Chef in München war. Wenn ich es richtig sehe, war dies seine letze Stuttgarter Aufführung. Um das Äußerste zu benennen - die Tempi der ersten beiden Sätze klingen schon sehr nach dem Münchener Stil, doch die Akustik am Gasteig kann man hier freilich nicht verantwortlich machen ... langsam? Vielleicht eher: sehr gelassen, jedenfalls im Kopfsatz. Und über dem zweiten Satz steht ja ausdrücklich "sehr langsam". Auch bei Celi ist das zweite Thema im Kopfsatz deutlich langsamer als das erste, auch das Trio ist langsamer als das Scherzo.


    HvK/Berlin: 20:44/21:25/13:43/24:41 = 80:33

    Celi/Stuttgart: 21:45/23:09/13:35/24:45 = 83:14


    Man sieht schon: Erster und zweiter Satz sind wirklich vergleichsweise langsam; HvK war ja kein Hektiker bei der Fünften. Im Scherzo und Finale stellt sich ein "Normal"-Gefühl ein. Tatsächlich hat mich das Finale mit Abstand am meisten überzeugt. Um dieses herrlich offen ausgebreiteten Satzes finde ich die Aufnahme hörenswert.Beim Rest muss ich nochmal hören ... Celi was special.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier:


     


    Mario Castelnuovo-Tedesco:

    The Merchant of Venice, op. 46

    Antony and Cleopatra, op. 134


    West Australian Symphony Orchestra

    Andrew Penny


    :wink: Agravain

  • Finale.


    Jan Dismas Zelenka: Sonate für zwei Oboen, Fagott und B. c. Nr. 6 c-Moll

    (aus ZWV 181)


    Heinz Holliger, Maurice Bourgue, Oboe

    Klaus Thunemann, Fagott

    Klaus Stoll, Violone

    Christiane Jaccottet, Cembalo



    Eine herrliche Sammlung, großartig gespielt.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich höre Stimmen ! Der Niederländische Kammer Chor unter der Leitung von Uwe Gronostay singt Bruckner und Reger . Schöne Einstimmung auf den Tag .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Hier wieder der Böhme.


    Jan Dismas Zelenka: Missa Nativitatis Domini D-Dur ZWV 8


    Barbora Sojková, Sopran

    Marketá Cukrová, Alt

    Tomáš Král, Bass

    Musica Florea

    Marek Štryncl



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier:


       


    Ralph Vaughan Williams:

    The Solent

    Royal Liverpool Philharmonic Orchestra

    Paul Daniel


    The House of Life

    Benjamin Luxon - Bariton

    David Willison - Klavier


    In the Fen Country

    BBC Symphony Orchestra

    Sir Charles Groves


    :wink: Agravain

  • Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.


    Jan Dismas Zelenka


    Confitebor tibi Domine ZWV 71

    Beatus vir ZWV 75

    Laudate pueri Dominum ZWV 82

    In exitu Israel ZWV 83

    Magnificat ZWV 83


    Lenka Cafourková Ďuricová (S), David Erler (A), Tobias Hunger (T), Lisandro Abadie (B)

    Ensemble Inégal

    Prague Baroque Soloists

    Adam Viktora



    Gruß

    MB


    :wink:



    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Nun nochmal das Geworfensein der einsamen Geige.


    J. S. Bach: Sonate Nr. 1 g-Moll für Violine solo BWV 1001


    Lucy van Dael, nicht näher bezeichnete "Baroque Violin"

    Aufnahme 1996



    Hmmjaaaaa ... das klingt vergleichsweise ziemlich karg; eher so wie eine Bleistiftskizze. Nicht uninteressant, aber wenig werbend und verbindlich.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich habe auch gerade Bachs 1. Sonate (BWV 1001) gehört und zwar mit Anna Göckel (Obwohl der Name es nicht vermuten lässt, eine Französin). Es ist ihre erste CD. Ich hab's mit der Neuaufnahme von Julia Fischer und der mit Zehetmair verglichen und ich wäre hin und hergerissen, wenn ich mich entscheiden müsste. Warum unsere Rosamunde so heftig, ja quasi rufschädigend Anstoss am Spiel Zehetmairs nimmt, versteh ich nicht so recht.



  • Ein Stellvertreter-Krieg. - Van Cliburn gewann als Amerikaner den hochheiligen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb, so geschehen zu Moskau im April 1958 ... das ist quasi die Landung auf dem Roten Platz, um in der Bilderwelt eines Bayerischen Ministerpräsidenten zu bleiben.


    P. I. Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23


    Van Cliburn, Klavier

    RCA Symphony Orchestra

    Kirill Kondrashin



    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Warum unsere Rosamunde so heftig, ja quasi rufschädigend Anstoss am Spiel Zehetmairs nimmt, versteh ich nicht so recht.

    Rufschädigend? Entschuldigung......dann bin ich eventuell zu weit gegangen. Das möchte ich natürlich nicht. Bei seinem Beethoven habe ich auch nette Sachen über sein Spiel gesagt.

    Ich dachte ich hätte es ausserdem etwas begründet, warum ich seine erste Sonate nicht mag. Die technischen Schwierigkeiten, die er meiner Meinung nach hat, kann man eventuell nicht erkennen, wenn man selber nicht Geige spielt. Man kann auch eventuell das Kratzen und die fehlende Resonanz nicht auf jedem Lautsprecher hören. Ich habe ganz fiese nearfield Lautsrpecher - man hört wirklich alles. Wenn ich weiter weg von ihnen gehe, dann ist es auch nicht so offensichtich. Ausserdem - er spielt in einer sehr halligen Kirche. Da kann man sich allerhand an Klangunschönheiten leisten. Ich höre sie dennoch, zB sein fehlendes Vibrato, seine harten Akkorde usw, Mittel, welche aber mMn nach nicht aus interpretatorischen Gründen angewendet werden, sondern zu denen es aus technischen Gründen kommt. Aber wer weiss, ich muss ja glücklicherweise nicht Recht haben, sondern schreibe nur meine Meinung.

    Ob man seine Interpretation als überdreht empfindet oder nicht, ist natürlich sowieso Ansichtssache.

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