Eben gehört

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  • Willst du uns mitteilen, dass man diese herrlichen Sonaten und Partiten für Violine solo von JSB nur hören soll, wenn man allein ist? Weil sie für dich fürchterlich sind? Oder du sie akustisch nicht teilen willst? Da facht der Staunmann und Wunde laiert sich.

    Nein, viel einfacher: Letzbor hat sie bei sich zuhause eingespielt - und es sind Solowerke... 8)

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul


  • Gustav Mahler (1860-1911)
    Sinfonie Nr. 5
    Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Hans Rosbaud
    SWR Classic, ADD, 1951


    Klanglich erstaunlich gutes Mono. Musikalisch (natürlich) nüchterner als Lennie - und vielleicht gerade deswegen (achtung, vermeintlicher Widerspruch!) emotionaler. Auf mich wirkt Rosbauds Ansatz authentischer, echter, mehr bei der Musik - und dadurch bewegender. Da ist weniger Lennie drin (klar). Den jpc-Jubeltext kann ich leider nicht einordnen. Dafür höre ich Mahler zu selten und trotz der Vielzahl von Aufnahmen seiner Sinfonien in meiner Sammlung kann ich nicht beurteilen, welcher Rang Rosbaud in der nicht gerade kleinen Mahler-Diskographie zukommt. Unabhängig davon scheint mir das eine sehr hörenswerte Interpretation. Diese Besprechung erscheint mir übrigens als treffend.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Bruckner , Sinfonie No.3 .Was Karl Böhm mit den Wienern eingespielt hat ,gefällt mir auch heut noch sehr gut .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Die Wiener Philharmoniker haben 1965 , 5 Jahre vor der Aufnahme der 3.Sinfonie von Bruckner mit Böhm , das Werk mit Carl Schuricht eingespielt . Dieser benutzte die Ausgabe 1890 , während Böhm die 1889 Version (Nowak) dirigierte . Zeitlich sind sie nah beieinander , wobei Schuricht im 1.Satz knapp 3 Minuten schneller ist , aber das gleicht sich bei den anderen Sätzen wieder aus , so dass übers Ganze eine Differenz unter 1 Minute bleibt . Viel interessanter sind die Differenzen in Klang und Ausdruck . Auch Schurichts Auffassung gefällt mir gut , und für mich gehören beide unbedingt in den Bestand meiner Dritten .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Der unfassbare WAM:



    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Einige Ouvertüren



    Norwegian National Opera Orchestra
    Rinaldo Alessandrini




    Gruß
    Josquin

  • bzw. bzw. hier (gehört per Stream in der Koppelung "Billy the Kid" & "Statements for Orchestra")
    (AD: November 1958, Walthamstow Assembly Hall, London


    Billy the Kid, Suite
    Statements for Orchestra


    London Symphony Orchestra
    Aaron Copland

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • bzw. bzw. hier
    (AD: August 2008, Sala São Paulo, Brasilien)


    Sinfonie "Mathis der Maler"
    Noblissima Visione
    Symphonische Metamorphosen über Themen von Carl Maria von Weber


    São Paulo Symphony Orchestra
    John Neschling


    Für sich betrachtet sind das ohne Zweifel gute bis sehr gute Aufnahmen. Das Orchester spielt tadellos und klanglich bleiben auch keine Wünsche offen. Aber für mich reicht die Aufnahme nicht ganz an Bernsteins Interpretationen mit dem Israel Philharmonic Orchestra (DGG) heran, weil Bernstein die Extreme voll ausspielen lässt.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Wanted! Alive!

    Wo ist er nur? Ich empfing ein Signal im Schlaf, das kometengleich in mein Sensorium einschlug. Daraufhin durchkämmte ich das Forum, aktuelle Spuren waren nicht zu finden. Auf der Suche fiel mir – so ganz en passant – auf, dass demletzt nicht nur seine Beiträge zahlenmäßig abnahmen. Nein, auch der Eigenanteil innerhalb seiner Mitteilungen wurde immer geringer, bis nur noch ein einzelnes, so vereinzeltes Zitat im leeren digitalen Raume stand. Ohne jegliche gedankliche Verankerung…


    Klemp!


    Er ist müde, gar erschöpft! So die spontane Eingebung. Immer diese laute Musik. Und dann auch noch der anstrengende Sport dazu, um diese Musik nicht nur akustisch, sondern i-wie auch physisch-rhythmisch zu verarbeiten. Actio gleich Reactio. Er ist Naturwissenschaftler, er kann nicht anders. So die logische Erklärung.


    Ein bekennender Kriegelianer ist er auch.


    Der Doc kann seine Feder beim Schreibakt so leicht führen, dass er ab und an sogar die Schwerkraft zu überwinden vermag. Auch theoretisch weiß er, wie das geht! Im Sonnenlicht, bei günstigen Verhältnissen und Prämissen, kann diese Feder den Schatten einer feinen Klinge werfen. Ich selbst habe ihn gespürt.


    Ruhe er sich aus. Fünf Viertelstunden Schlaf am Stück, mit frischen Kräften wieder ran ans Schreibzeug, ran ans Werk. Ran an Thomas Pynchon und die vielen anderen herrlichen Dinge da draußen.


    Ich höre solange diese Musik. In der Hoffnung, dass sie ihn erreicht, ihn ruft:





    Anton Bruckner
    Sinfonie Nr. 4 mit b-major
    WDR Sinfonieorchester Köln
    Otto „Ol‘ Klemp“ Klemperer


    Gesendet von einem empathischen Geist, der unerkannt bleiben möchte…

    "You speak treason" - "Fluently"
    "You've come to Nottingham once too often!" - "When this is over my friend, there'll be no need for me to come again!"

  • Das ist sein Freund hier im Forum, der b-major, mit dem er ab und an diese Sinfonie hört. Muss man hier immer alles ausexplizieren?

    "You speak treason" - "Fluently"
    "You've come to Nottingham once too often!" - "When this is over my friend, there'll be no need for me to come again!"

  • Muss man hier immer alles ausexplizieren?

    Das war mein Einsatz: Nein, muss man nicht. Man hatte es verstanden, denn die Sinfonie ist nicht in b-major. Man hat artistic license in einem Kulturforum und, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf, du machts einigen Gebrauch davon, zu unserem Vorteil. We are amused. Aber eins geht mir zu weit: Schwerkraft kann theoretisch noch nicht überwunden werden. Das ist ja eins unserer hervorstechenden Probleme beim ad astra und so.....

  • Muss man hier immer alles ausexplizieren?

    Ich denke doch, dass sich ein Elementarteilchen mit dem Motto "alles kann, nichts muss" eventuell identifizieren könnte.


    Gruß
    MB


    :verbeugung2:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich denke doch, dass sich ein Elementarteilchen mit dem Motto "alles kann, nichts muss" eventuell identifizieren könnte.

    Angeblich inzwischen nicht mehr nur Elementarteilchen. Und ich habe manchmal den Eindruck es gibt sogar Personen, die nach diesem Motto leben.

  • Otto „Ol‘ Klemp“ Klemperer

    Danke für Blumen, aber es muss korrekterweise "Old Klemp" heißen, so jedenfalls sein Spitzname beim Philharmonia Orchestra.
    Momentan mache ich Musikpause und lese lieber.
    Gruß aus Kiel

    Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)


  • Anton Bruckner
    Symphonie Nr.3
    Wiener Philharmoniker


    Christian Thielemann


    Das Thielemann langweilig ist kann ich in keiner Weise nachvollziehen, das Gegenteil ist der Fall.
    Man merkt das er bei Maestro Karajan viel mitgenommen hat und das ist sehr gut.
    Er braucht sich nach Dresden keine Sorgen über seine Zukunft zu machen.


    LG Dirigent :wink:

    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)


  • Anton Bruckner
    Symphonie Nr.9
    Wiener Philharmoniker


    Herbert von Karajan


    LG Dirigent :wink:

    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)

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