Eben gehört

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  • Nun habe ich heute morgen Gilels mit Brahms Klavierkonzert No 2 gehört. Während ich die Aufnahme mit Jochum länger kenne, war mir die mit Reiner neu.

    Die mit Reiner kannte ich auch noch nicht, und das war auch besser so, wie ich mich eben vergewissert habe. Gilels bleibt mit diesem glatten Durchmarsch nach meinem Empfinden deutlich hinter seinen Möglichkeiten. Vielleicht bewusst, weil Reiner ("we do not repeat for soloists") sein Tempo unerbittlich durchgesetzt hat?
    Als Beispiel für die Glätte mag man den pianistischen Höhepunkt im ersten Satz bei 6:52 ansehen. Da fehlen doch einige Ecken und Kanten.


    Um den Bogen zu Monique de la Bruchollerie zurückzuspannen...

    Kein einziger Verspieler im ersten halsbrecherischen Solo

    hier jede Menge Verspieler bei Gilels, besonders in der Jochum-Aufnahme. Ich dachte bisher das geht gar nicht anders, zumindest ab einem gewissen Tempo.

  • Klemperer & WDR live in Köln mit Geza Anda
    Brahms Klavierkonzert No 2.


    Fantastisch

    In der Tat! Auch in dieser vom Doc persönlich empfohlenen Box zu haben:



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Weichgeklopft durch das fantastische Brahms KK2, wirkte die 4. Bruckner überwältigend auf mich. Eine sehr gute Programm-Zusammenstellung. Das Hornsolo/Thema gleich nach dem Ende des Brahms kommt als sehr besonders an.....
    Fabelhaft.


    Klemperer & WDR 1954 in Köln.


  • Da beginne ich doch gleich mit der neuen GA:



    Johann Sebastian Bach
    Triosonaten BWV 525-530
    Präludien & Fugen, Fantaisie & Fuge
    Marie-Claire Alain (Orgel)

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Hier ein weiteres Brahms Klavierkonzert Nr 2.
    Diesmal Caudio Arrau mit Haitink & Concertgebouw.
    Diese Version würde ich dann zum Üben von Notendiktaten vorschlagen. Mit anderen Worten: zum Mitschreiben langsam. Ich empfinde sie nicht nur im objektiven Tempo, sondern auch im musikalischen Ansatz als "ausbuchstabiert".
    Der 3. Satz ist allerdings überraschend extrovertiert, was mir dann entsprechend gut gefällt. Ich sagte schon einmal an anderer Stelle, dass ich Brahms selten als introvertiert emfinde. Es gibt hier und da eine Passage, die ich mir introvertiert vorstelle, aber ansonsten ist seine Musik für mich sehr nach aussen gerichtet. Wie dem auch sei, Arrau und Haitink sind mir tendenziell zu ausbuchstabiert im Ansatz. Besonders auffällig ist es für mich auf der CD bei 8:10, 10:36, 15:25, 16:40, 18:10.



    Es fällt mir aber auch besonders im 2.Satz auf. Hier empfehle ich im Gegensatz einfach den 2. Satz von Schuricht/Backhaus zu hören - das Orchester rauscht und peitscht an das Klavier, wie eine starke Brandung an einen Felsen. Ein "guter" Brahms weckt bei mir Assoziationen von Wellen, Brandung, stillen Seen, Regentropfen usw....interessanterweise heisst es auf Englisch "bodies of water". Nicht Wasserfläche. Bodies haben natürlich sehr viel mehr Dimension und Dynamik als Flächen. Brahms hat für mich ausser dem Erdigen, Bodenständigen, sehr viel "Wasserdynamik". Exemplarisch dafür dieser Schuricht/Backhaus 2. Satz im Dialog zwischen Klavier und Orchester. Einzigartig gut gelungen, finde ich.


  • :wink:


    Gestern nach 2 Jahren mal wieder in meinem liebsten Plattenladen gewesen. Dabei die französische Originalausgabe von Sviatoslav Richters Recital im Palais de Chaillot, Okotber 1961 gefunden. Gerade die A-Seite gehört, die Haydn-Sonate Es-Dur, Hob. XVI:49. Superbe!


    Gruß, Frank


  • Gustav Mahler : Sinfonie Nr.7 AD: 1984


    Chicago SO , Claudio Abbado


    Nach langer Zeit mal wieder die Siebte von Mahler unter Claudio Abbado. Der Eine mag Abbados Mahler, der Andere nicht. Jedem das Seine, es gibt ja eine Menge Einspielungen von dem Werk.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Heute das letzte, 5. Klavierkonzert.


    Zimermans vorsichtigerer Zugang wird hervorragend von Rattles Dirigat gespiegelt. Alles sehr feinsinnig und austariert. Allerdings kein Vergleich zur Bernstein-Aufnahme.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...


  • Trumpet Concertos - en route to romanticism AD: 2006


    Sinfonietta Schaffhausen , Paul K. Haug - Solist : Claude Rippas (Trompete)


    Hier werden vier Werke für Trompete und Orchester vorgestellt : Zwei Klassiker des Repertoires (J.Haydn-Trompetenkonzert und das Hummel-Trompetenkonzert) und zwei eher selten gespielte Werke kombiniert (Otto Nicolais Trompetenkonzert und Oscar Böhmes Trompetenkonzert). Solist ist der Schweizer Trompeter Claude Rippas. Er spielte u.a. im Musikkollegium Winterthur, dem SO des BR, den Münchner Philharmonikern und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Von 1972 bis 2009 war er auch als Dozent und zum Schluss auch als Professor an der Musikhochschule Zürich tätig.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Johann Sebastian Bach
    Präludien & Fugen, Fantaisie & Fuge, Toccata & Fuge
    Marie-Claire Alain (Orgel)

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Shostakovich plays Shostakovich - mit Weinberg & Kogan . Lohnt stets , wenn möglich das Original zu hören . Wie andere es machen , kann man immer noch vergleichen .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Fabelhaft.

    Schön, das die Klemp Aufnahmen aus den 50igern (ab 1954) so gut ankommen.
    Danke fürs Bemühen, ich habe sie früher angeboten wie "sauer Bier" aber keiner wollt es hören.
    Steter Tropfen höhlt den Stein vielleicht doch.


    wenn möglich das Original zu hören

    Naja, als Original kann man diese 10te wohl kaum bezeichnen. Da fehlen so ca. 100 Leute an Orchester.. Aber ne Offenbarung ist die Version allemal.
    Gruß aus dem Urlaub

    Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)

  • Schön, das die Klemp Aufnahmen aus den 50igern (ab 1954) so gut ankommen.
    Danke fürs Bemühen, ich habe sie früher angeboten wie "sauer Bier" aber keiner wollt es hören.
    Steter Tropfen höhlt den Stein vielleicht doch.

    Mal was neues ausprobieren muss schon sein, sonst rostet man doch ein. Bei mir auch Neugier und ständige Suche nach "Schönheit", selbst wenn es OT klingt. Ohne Spotify ging das allerdimgs alles nicht.
    Schönen Urlaub weiterhin !
    :cincinsekt:


  • Georg Ph. Telemann : Bläserkonzerte, Vol.1


    La Stagnione Frankfurt (1-13, 18-21) & Camerata Köln (14-17), Michael Schneider


    Das ist nicht unbedingt mein Repertoire, aber als JPC Teile davon zu Gunsten der Komplett-Box verramscht hat habe ich dann doch einige CDs davon gekauft.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Volkmar Andreae : Sinfonie in F-Dur, Li-Tai-Pe, op 37 & Concertino für Oboe und Orchester, op. 42


    Bournemouth SO, Marc Andreae Solist: John Anderson (Oboe) & Benjamin Hulett (Tenor)


    Ein recht interessanter Komponist aus der Schweiz, den man vor allem als langjähirgen Chef des Tonhalle-Orchesters Zürich und Spezialist für Bruckner kennen dürfte.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Johann Sebastian Bach
    8 kleine Präludien & Fugen BWV 553-560,
    Fantaisien/Toccaten/Präludien & Fuge
    Marie-Claire Alain (Orgel)

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

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