Eben gehört

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Hier



    Charles Gounod: Messe solenelle de Saint Cécile


    Irmgard Seefried - Sopran
    Gerhard Stolze - Tenor
    Hermann Uhde - Bass


    Tschechischer Sängerchor Prag
    Tschechische Philharmonie Prag
    Igor Markevitch


    Schon ein sehr süffiges Stück geistlicher Musik. Hätte ich gern mal gesungen.


    :wink: Agravain

  • Ausdrücklich empfehlen kann ich auch sein Klavierquartett in B-Dur, das fast noch mehr Klangsinn erkennen lässt als das frühere Quintett. Auch in diesem Fall ist es seltsam, dass das Werk nicht bekannter ist.


    Die Kammermusikplatte schlechthin in Sachen Saint-Saëns aber ist diese:


    Vor allem Leuten, die mit der ersten Cellosonate fremdeln, zu empfehlen :)

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • So etwa wie sein Septett in Es Dur? Für Trompete , Kontrabass, Streichquartett und Klavier. Kennst Du das? Sternstunde der Kammermusikliteratur 8o .

    Zwar verstehe ich die Frage nicht recht in dem von Dir offensichtlich wahrgenommenen Kontext und Frank heiße ich auch nicht. :P Dennoch: :thumbup: Ich kenne diese geniale Nummer seit über vierzig Jahren, habe sie x-mal gehört und - erst in den letzten Jahren - vier oder fünf CDs besorgt. Davor war es Rundfunk und Tonband. Maurice André spielt für mich das berückendste Trio im zweiten Satz, aber andere Einspielungen sind sogar noch besser insgesamt - auch was den Trompetenpart anbelangt.


    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Hier wieder Heinichen.


    Johann David Heinichen


    Serenata di Moritzburg Seibel 204
    Sonata A-Dur Seibel 208
    Konzertsatz c-Moll Seibel 240


    Musica Antiqua Köln
    Reinhard Goebel



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Danke für die Hinweise in Sachen der Kammermusik von Saint-Saens. Sein Klavierquartett sowie das Septett rücken damit auf der Hörliste ganz weit nach vorne. :)


    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Zwar verstehe ich die Frage nicht recht in dem von Dir offensichtlich wahrgenommenen Kontext

    vielleicht tu ich dem Stück Unrecht....ich hab es mal gespielt und fand es nicht so toll. Ich nehme deine Freude daran aber als Inspiration, es mir erneut anzuhören. Vielleicht geht mir ja ein Licht auf.
    Du sprichts von bestimmten Einspielungen ... damit ich nicht lange suchen muss: welche gefallen dir denn? Dann fange ich damti an.
    Danke!
    :wink:

  • Lieber Wolfgang,


    tatsächlich eine sehr schöne Musik, wenn Sie mit Emphase und Begeisterung gesungen wird. Meistens kommt ja bei all den forte-fortissimo-Angaben in der Partitur nur rohe Kraft zum Einsatz. Und dafür ist diese Musik eigentlich echt zu schade, ich denke an einige sehr gelungene Aufführungen mit dieser wundervollen Musik gerne zurück .... habe erst gestern einem Freund von der ersten Aufführung mit meinem Mitsingen im Chor - in Jerusalem - vorgeschwärmt ....


    Aber auch zwei meiner Münchner Aufführungen waren ziemlich schön ... eine hat es sogar ganz nach youtube geschafft ....


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • vielleicht tu ich dem Stück Unrecht....ich hab es mal gespielt und fand es nicht so toll. Ich nehme deine Freude daran aber als Inspiration, es mir erneut anzuhören. Vielleicht geht mir ja ein Licht auf.
    Du sprichts von bestimmten Einspielungen ... damit ich nicht lange suchen muss: welche gefallen dir denn? Dann fange ich damti an.
    Danke!
    :wink:

    Ach so, die Sternstunde war Ironie. :(


    Meine Frau sagt immer und hat leider denn doch oft Recht damit: Du willst immer Ironiker sein, aber wehe, andere sind mal ironisch, ohne es dreimal anzukündigen.


    Doch, ich mag die Nummer sehr - und das ist sicher auch auf die frühe und lange Inkubationszeit zurückzuführen. Es belastet mich hier keineswegs - generell gilt solches freilich nicht -, dass die Musik trocken klassizistisch daherkommt, dass sie vielleicht etwas Kunstgewerbliches an sich hat etc. Du siehst: Ich nehme Kritikpunkte schon mal vorweg. :)


    Aber es ist ein unverwechselbarer Ton mit einer wunderbar melodischen Eingängigkeit und einem aristokratischen Glanz, Dinge, die mich oft, aber hier eben nicht gleichgültig lassen. Saint-Saens scheint mir hier eine echte, auch sehr französische Begabung zu sein. Bekenntnismusiker in allen Schattierungen des Begriffs ist er hingegen gewiss nicht.


    Gefallen tun mir eigentlich fast alle Einspielungen, die ich kenne. Hier zwei Möglichkeiten - die erste würde ich bevorzugen, die zweite ist jene mit André:



    Hab Dank für Dein Interesse! Bekehren will ich Dich nicht - Du hast ja auch einen ganz anderen musikalischen Erfahrungshintergrund, der Dich in eine solidere Beurteilungsposition setzt - und der Dich vielleicht auch anfälliger macht für scheinbar unbeirrbare Urteile. Vielleicht - ich weiß es nicht und es steht mir auch nicht an, dies zu beurteilen. Dass ich Dich wirklich nicht bekehren will, liegt darin begründet, dass wir es eben gerade nicht mit etwas Bekenntnishaftem zu tun haben, das man nachdrücklich verteidigen müsste. Nein, das ist Unterhaltungsmusik - für mich vom Feinsten - und insofern viel eher für Geschmäcklertum geschaffen als - was weiß ich - Beethoven oder Pettersson ...


    :wink: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Meine Frau sagt immer und hat leider denn doch oft Recht damit: Du willst immer Ironiker sein, aber wehe, andere sind mal ironisch, ohne es dreimal anzukündigen.

    :) Selbstironie ist auch gut.


    Danke für die Rückmeldung - höre ich mir nachher an. Ich habe das Stück einfach als seltsam leer in Erinnerung. Was die Tormpete da soll, war einer meiner Gedanken damals. Mal sehen, wie ich es heute finde.
    :wink:

  • Ich habe oben mehr geschrieben, als Du mittlerweile lesen konntest, Rosamunde. Ja - es mag sein, dass diese Musik nahe am Leeren steht - ich will dies gar nicht weit weg schieben ...


    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Ich mag das Septett aber die späten Bläsersonaten, v.a. die für Klarinette, sind ganz andere Kaliber. Von Bekenntnismusik würde ich auch da nicht sprechen, aber das ist Klassizismus in seiner funkelndsten und großartigsten Form.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Hier nochmals ob des großen Erfolges:


    Camille Saint-Saëns: Klavierquintett a-Moll op. 14 (1855)


    Guillaume Bellom, Klavier
    Quatuor Girard
    Live-Aufnahme



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ausdrücklich empfehlen kann ich auch sein Klavierquartett in B-Dur

    ... kommt ...


    Camille Saint-Saëns: Klavierquartett B-Dur op. 41


    Schubert Ensemble



    Ja ... zurzeit sagt mir das Klavierquintett noch eher zu ... aber danke für den Tipp!


    Der Komponist zitiert in zwei Sätzen die erste Zeile des Chorals "Wie schön leucht' uns der Morgenstern". Zufall?


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Heute eher leichte Muse


    Ferde Grofe
    Grand Canyon Suite
    Mississippi Suite
    Eastman-Rochester Orchestra
    Howard Hanson



    Jaques Offenbach
    Gaite Parisienne
    Boston Pops
    Arthur Fiedler



    Ja, der Arthur weiss wie man den Offenbach zündet. Toller Sound. Meine Platte stammt aus Uruguay und hat ein anderes Cover. Das Original war den Südamerikanern vielleicht zu aufreizend. ;)

  • Hier:



    Richard Strauss: Vier letzte Lieder


    Lise Davidsen - Sopran


    Philharmonia Orchestra
    Esa-Pekka Salonen


    Die Stimme selbst ist mir vielleicht einen Tuck zu üppig, aber dennoch ist das schön gesungen und überzeugend gestaltet.


    :wink: Agravain

  • Von Norrington wird gerade so einiges geschrieben.


    Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68


    London Classical Players
    Sir Roger Norrington



    Etwas hölzern mMn.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Joseph Haydn: Die Schöpfung Hob. XXI:2

    Ich liebe ja Bernsteins bajuwarische Aufnahme vollkommen grenzenlos. Klar: Die ist nicht historisierend musiziert. Wenn es hip sein sollte, dann habe ich mich bislang bei Sir John Eliot Gardiner recht wohlgefühlt. Nun höre ich diese hier von Christie, dem ich nicht uneingeschränkt gewogen bin, und muss sagen: Die ist ein Knaller! Mein neuer Favorit neben „Lennie“.


    Wenn Agravain die Lesart von Leonard Bernstein hinsichtlich der "Schöpfung" so euphorisch erwähnt, motiviert mich dies, in meine "Auszüge"-CD (ausgewählte Arien und Chöre) auch mal reinzuhören:


  • Camille Saint-Saens (1835-1921)
    Klavierquartett op. 41
    Schubert Ensemble
    Chandos, DDD, 2015



    Camille Saint-Saens (1835-1921)
    Klavierquartett op. 41
    Cristina Ortiz, Fine Arts Quartet
    Naxos, DDD, 2012


    Ich habe gestern diese beiden Einspielungen gehört. Die Aufnahmen sehe ich durchaus auf Augenhöhe und ich kann keiner klar den Vorzug geben. Die Besprechungen zur Naxos-Produktion waren überwiegend hervorragend. Ähnliches gilt für das Schubert-Ensemble: KLICK (Booklet).
    Das Werk an sich begeistert mich jedoch weniger als das Klavierquintett op. 14, obwohl es durchaus hörenswert ist und mir - verglichen mit den Cellosonaten Saint-Saens' - auch griffiger und leichter zu erinnern scheint.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

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