Eben gehört

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  • Klassiker oder Kultalbum hat inzwischen über die 2.Reihe auf die III.Wahl übergegriffen

    Wohl wahr, allerdings bist du ja nicht gezwungen, diese Superlative ebenso inflationär zu benutzen .... und dann, so denke ich, werden wir hier schon (vielleicht mit ein wenig Zeit) lernen, dein Urteil einzuschätzen ;) :D

  • Hier:


     


    Richard Strauss:
    Salome - Finale
    Vier letzte Lieder*


    Leontyne Price - Sopran


    Boston Symphony Orchestra
    New Philharmonia Orchestra*
    Erich Leinsdorf


    Das ist schon ziemlich großes Kino.


    :wink: Agravain


  • Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)
    Klaviertrios Nr.1 & 2 (op.24 & 36)

    Atos Trio
    CPO, DDD, 2006


    Sehr gut gemachte, rückwärtsgewandte Kleinmeisterromantik, ganz nach meinem Geschmack. :) Ja, das ist dicht dran an Brahms oder Schumann, IMHO jedoch von sehr hörenswerter Machart. Die Kritik war sehr angetan:

    Zitat

    Spiegel Online 02/08: »So wirkt es geradezu mutig, dass sich das junge Atos Trio unlängst Herzogenbergs von Insidern als ›Nischenrepertoire‹ abgehakten Stücke vorgenommen hat. Fulminant zeigen Annette von Hehn (Violine), Stefan Heinemeyer (Cello) und Thomas Hoppe (Klavier) dabei ihr Können. Zarte Übergänge, perfekt Dynamik und überhaupt ein Zusammenspiel wie aus einem Guss machen die Klangarbeit zu einem Erlebnis.«
    klassik-heute.com 02/08: »Trotz der deutlich spürbaren stärkeren Konzentration und Straffung im späteren d-Moll-Trio erscheint das frühere Werk – zumal in dieser Interpretation des fabelhaften Atos-Trios – keinesfalls unfertiger oder gar weniger hörenswert. Die Aufnahmen sind ein origineller und großer Wurf für den doch wenig originellen Tonträgermarkt. Sie sind auch ein leidenschaftliches Plädoyer für Aufführungen dieser Trios im Konzertsaal.«
    WDR 3 Hörzeichen 04/08: »Federleichte Eleganz kann nicht jeder hörbar machen. Das ATOS Trio kann. Die Aufnahme klingt aufregend neu. Der heimliche Meister trifft auf ein fulminantes Ensemble.«


    Die Doppel-CD mit seinen Violinsonaten wird übrigens gerade für 2,99 EUR von jpc verschleudert.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.


  • Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)
    Klaviertrios Nr.1 & 2 (op.24 & 36)
    Atos Trio
    CPO, DDD, 2006


    Leicht unsicher, habe ich soeben mal gesucht und rasch gefunden. Sehr schön!


    Wird heute wieder gehört - zum ersten Mal wohl kaum. Dass ich mich nicht erinnere, belastet mich mittlerweile nicht mehr und es hat auch nichts zu tun mit einem möglichen Desinteresse damals in jüngerer Vergangenheit (1) - es ist eher Selbstschutz!


    (1) Sicher aber hat es etwas mit Tagesverfassung zu tun, mit aktueller Stimmung. Bei den großen Namen und bei Nummern, die ich durch häufiges Hören gut kenne oder gut zu kennen meine, scheint mir das aber fast noch mehr gegeben, habe ich längst den Eindruck. Eine persönliche Erfahrung - oder doch nicht untypisch für den intensiven Konsumenten wertvoller Musik?


    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Hier zunächst Sagenhaftes



    Jean Sibelius: En Saga, op. 9


    Berliner Philharmoniker
    Wilhelm Furtwängler


    und anschließend Gespentisches


    Florent Schmitt: La Palais hanté - Étude symphonique pour Le Palais hanté d‘Edgar Poë, op. 49


    Buffalo Philharmonic Orchestra
    JoAnn Falletta


    :wink: Agravain

  • Hier wieder Brahms.


    Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 op. 68


    Orchestre Révolutionnaire et Romantique
    John Eliot Gardiner



    Gefiel mir sehr gut, doch der langsame Satz war mir zu unruhig. Bei den HIPpen bleibt also Mackerras bei mir vorne. Mal hören, wie Manze das gemacht hat ...


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Wassilij Kalinnikoff (1866-1901)
    Sinfonie Nr. 1
    Czech Philharmonic Orchestra, Kazuki Yamada
    Exton, DDD, 2012


    Bei den Russen geht mir regelmäßig die Varianz der Schreibweisen auf den Senkel, was die Sucherei von Tonträgern und Streams erschwert. So findet man Kalinnikoff, Kalinnikov oder auch Kalinnikow. Was richtig oder in welchem Sprach- und Kulturkreis richtig ist, interessiert mich dabei ehrlich gesagt nicht. Wäre bloß schön, könnten Suchmaschinen damit umgehen...


    Von der 1. Sinfonie gibt es einige Einspielungen. Eigentlich wollte ich Kees Bakels mit dem (sehr guten!) Malaysian PO hören, aber weder finde ich die CD ad hoc, noch funzt seltsamerweise der Stream. Daher diese Aufnahme, mit dem sicher renommierteren Orchester und auf dem für seinen Klang gerühmten Label Exton. Der Dirigent ist mir allerdings bisher leider unbekannt.


    Die Sinfonie ist meiner Ansicht nach sehr hörenswert. Sie wirkt auf mich "typisch russisch", melodiös, "satt" und klangverliebt. Melodiöser Fluss und eine "typisch russische" Grundstimmung - im Hellen wie im Düsteren - prägen das Werk. Große Experimentierfreude im Strukturellen oder der Orchestration sollte man nicht erwarten. Diese braucht es für meinen Geschmack aber auch nicht, um Freude an diesem Werk zu haben. Besonders gefallen hat mir der 2. Satz. Es wird aber nicht bei diesem einen Hördurchgang bleiben, da bin ich mir sicher.


    Wikipedia beschreibt seine Tonsprache IMHO sehr treffend:

    Zitat

    Obwohl sich als Vorbilder Pjotr Tschaikowski und Alexander Borodin erkennen lassen, besitzt seine Musik einen durchaus eigenständigen Charakter. Kalinnikows Begabung kommt vor allem in seiner sehr einfallsreichen und eingängigen Melodik zum Tragen. Seine Orchestration ist stets farbig und voll klingend. Bei seinen größer angelegten Werken legte er Wert auf eine intensive zyklische Verknüpfung der einzelnen Sätze. Besonders fällt auf, dass seine Musik eine ungemein positive Grundstimmung besitzt und geradezu optimistisch wirkt, obwohl sie im Angesicht seiner unheilbaren Krankheit entstand. Zu Lebzeiten fand Kalinnikow einige Beachtung und wurde von bedeutenden Musikern wie Sergei Rachmaninow und Fjodor Schaljapin geschätzt. Nach seinem Tode ließ seine Bekanntheit deutlich nach. Anfang der 1950er Jahre erlebte Kalinnikow jedoch eine Renaissance, da seine Musik in vielerlei Hinsicht mit der staatlich geforderten Ästhetik des Sozialistischen Realismus übereinstimmte.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

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  • Mal hören, wie Manze das gemacht hat ...

    Dessen Gesamtschau aus Helsinki empfand ich als sehr gelungen. "Mehr" kann man in diesem bestens bestellten Feld eigentlich nicht wollen. :)
    :cincinbier:

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  • Wassilij Kalinnikoff (1866-1901)
    Sinfonie Nr. 1


    Von der 1. Sinfonie gibt es einige Einspielungen. Eigentlich wollte ich Kees Bakels mit dem (sehr guten!) Malaysian PO hören, aber weder finde ich die CD ad hoc, noch funzt seltsamerweise der Stream. [...]


    Die Bakels-Aufnahme mit den Sinfonien Nr. 1 & 2 von Kalinnikov gibt es als Stream z. B. bei:
    qobuz, idagio und auch bei Spotify


    Bei qobuz und Spotify wird der Komponistenname am Ende mit "v" und bei idagio mit "w" geschrieben, wobei ich als Suchbegriff in der Suchmaschine die Schreibweise "Kalinnikov" wählte und dennoch auch idagio mit der anderen Schreibweise als Suchergebnis erschien.


    Diese Werke könnte ich mir auch mal anhören, weil der Komponist bis jetzt absolutes Neuland für mich ist. Danke für den Tipp.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Die Bakels-Aufnahme mit den Sinfonien Nr. 1 & 2 von Kalinnikov gibt es als Stream z. B. bei:
    qobuz, idagio und auch bei Spotify


    Bei qobuz und Spotify wird der Komponistenname am Ende mit "v" und bei idagio mit "w" geschrieben, wobei ich als Suchbegriff in der Suchmaschine die Schreibweise "Kalinnikov" wählte und dennoch auch idagio mit der anderen Schreibweise als Suchergebnis erschien.


    Diese Werke könnte ich mir auch mal anhören, weil der Komponist bis jetzt absolutes Neuland für mich ist. Danke für den Tipp.

    Grob gesagt: Kalinnikow ist die deutsche, Kalinnikov die englische und Kalinnikoff die französische Umschrift, im Original liest sich der Name Калинников. Seine beiden Sinfonien sind wunderschöne Musik, ganz exquisit z.B. der langsame Satz der Ersten. Wenn man abseits der ohnehin bekannten Namen von Sinfonikern der russischen Spät- bzw. Nationalromantik nach Hörenswertem sucht, dann ist Kalinnikow eine der ersten Adressen. David Hurwitz hat zu diesem Thema mal ein Video aufgenommen, dessen Auswahl ich im Wesentlichen unterschreiben würde: https://www.youtube.com/watch?v=wAed5WauphQ

  • Ja, der langsame Satz ist toll.
    Amazon bietet ja auch Bakels im Stream - nur funktioniert dieser zZ (bei mir) nicht.


    :cincinbier:

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  • Ich habe Kalinnikov mit dieser Naxos-Einspielung kennen gelernt und kann mich nicht beschweren.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Hier:



    British Music for Strings III - British Women Composers


    Ethel Smyth: Suite for Strings, op. 1a
    Susan Spain-Dunk: Suite for String Orchestra, „Lament“ for String Orchestra
    Constance Warren: „Heather Hill“ for String Orchestra
    Ruth Gipps: „Gringlemire Garden - An Impression for String Orchestra, op. 39“


    Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
    Douglas Bostock


    Auch der dritte Teil dieser von Douglas Bostock initiierten und durchweg verdienstvollen Serie bei cpo gefällt mir sehr gut. Lauter ausgegrabene, durchweg ganz entzückende Kompositionen für Streicher, die mir bislang samt und sonders unbekannt waren. Mehr davon!


    :wink: Agravain

  • Dessen Gesamtschau aus Helsinki empfand ich als sehr gelungen. "Mehr" kann man in diesem bestens bestellten Feld eiB]gentlich nicht wollen. :)
    :cincinbier:

    Hmmm ... ich fand's nicht ganz so spannend ...


    Johannes Brahms


    Haydn-Variationen op. 56a
    Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68


    Helsingborg Symphony Orchestra
    Andrew Manze



    Ganz schön flott. Manze entfaltete mit seinen Helsingborgern ein hohes Maß kinetischer Energien, bei dem ich mich bisweilen fragte: Warum eigentlich? Hektik ohne Grund. Bin nicht so ganz überzeugt, so "anders" das Spiel auch wirken mag.


    Gerade bei den Haydn-Variationen: Was haben Abbado (die Dresdener Aufnahme reicht) oder Harnoncourt dort an Reichtümern freigelegt ...


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich seh grad das Cover und denke : wer ist bloß dieser - kann ich kaum lesen - Brahms ? Na , der große Manze wird's schon wissen .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Bruno Maderna (1920-1973)
    Antichi Maestri
    Trascrizioni per orchestra


    Giovanni Gabrieli (1554-1612)
    Canzone a tre cori
    Ottaviano Petrucci (1466-1539)
    Due Suites da “Odhecaton”
    Giovanni Legrenzi (1626-1690)
    La Basadonna
    Girolamo Frescobaldi (1583-1643)
    Tre pezzi per orchestra da camera
    Lodovico Grossi da Viadana (ca. 1560-1627)
    Le sinfonie
    Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736)
    Palestrina-Konzert



    Orchestra della Svizzera italiana
    Renato Rivolta




    Gruß
    Josquin

  • Hier Kernhörrepertoire.


     


    Jean Sibelius: Kullervo, op. 7


    Monica Groop - Mezzosopran
    Peter Mattei - Bariton


    London Symphony Chorus
    London Symphony Orchestra
    Sir Colin Davis


    :wink: Agravain

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