Querflöten-Frischlinge

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins hier statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Was schätzt ihr, welches Tempo das auf dem Metronom ist?

    Das ist ca. Viertel = 60.
    Ich habe mal in Spotify ein bisschen quergehört. Die Tempobandbreite reicht von ca. 50 bis ca. 65.
    Wobei Viertel=65 für mich gerade noch akzeptabel ist.


    Beim Selbstspielen muss man ja auch noch berücksichtigen, dass selbst wenn beide Spieler ihren Part in dem angestrebten Tempo können, es immer noch diesen heiklen Stellen gibt, wo beide schnelle Bewegungen parallel spielen müssen. Z.B. Takt 73 - 75 die 16tel-Triolen bzw. 32stel.
    Wenn man da nicht synchron ist, dann klappert es gewaltig und klingt sehr unschön. (Das weiß ich aus eigener Erfahrung :pfeif: ).

    Das merkt man halt erst wenn man zusammenspielt. Vorher denkt man (dachte ich), dass man seinen Part drauf hat.


    Noch ein Tip: Manche Software-Metronome haben ein "Tap" Funktion. Da gibt man nicht das Tempo als Zahl in BPM vor, sondern per Klopfen oder Tippen.
    Damit kann man ganz einfach das Tempo einer Wiedergabe bestimmen: Einfach ein paar Sekunden den Takt "mitklopfen" und das Metronom zeigt einen gemittelten BPM Wert an, der der Klopffrequenz entspricht.

    :wink:

  • Konkret: Ich habe das mal mit einem Flötisten gespielt mit einem Tempo von ca. Viertel = 52-56.

    Das finde ich persönlich zu langsam. Ich tendiere zu Viertel = etwas über 60 - Mitte 60. Darunter wird der Satz für meinen Geschmack arg lang und arg zäh.

    Man zählt also auf einen Schlag zwei Achtel, richtig?

    Grundsätzlich kann man die Viertel in Achtel unterteilen, aber in vielen Fällen, zu denen auch das betreffende Andante gehört, würde ich das vermeiden wollen! Das Denken in kleineren Einheiten hat nämlich durchaus einen Einfluss auf den Charakter der Interpretation; größere Einheiten führen oft zu weniger "Buchstabieren" und zu besserem Fließen der Musik.

    Als ich Ende der 70erJahre mit der Oboe anfing, wurden langsame(re) Sätze, die in Vierteln notiert waren, von Solisten und auch Dirigenten sehr häufig (nahezu gewohnheitsmäßig) in Achtel zerhackt. Mittlerweile ist man weitgehend davon abgekommen - und das hat durchaus gute Gründe!


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Manche Software-Metronome haben ein "Tap" Funktion. Da gibt man nicht das Tempo als Zahl in BPM vor, sondern per Klopfen oder Tippen.
    Damit kann man ganz einfach das Tempo einer Wiedergabe bestimmen: Einfach ein paar Sekunden den Takt "mitklopfen" und das Metronom zeigt einen gemittelten BPM Wert an, der der Klopffrequenz entspricht.

    Ein klasse Tipp, vielen Dank!

    Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen. Arthur Schopenhauer

  • Das finde ich persönlich zu langsam. Ich tendiere zu Viertel = etwas über 60 - Mitte 60. Darunter wird der Satz für meinen Geschmack arg lang und arg zäh.

    Bei dem "lang" stimme ich durchaus zu. Der Satz ist eh überschnittlich lang :schwitz1: .
    Natürlich war bei uns das Tempo nicht nur von musikalischen Aspekten bestimmt, sondern auch von technischen Begrenztheiten ;) .

    Im übrigen sind wir nie so weit gekommen, dass wir gemeint hätten, das wäre vorzeigbar.


    :wink:

  • Das Denken in kleineren Einheiten hat nämlich durchaus einen Einfluss auf den Charakter der Interpretation; größere Einheiten führen oft zu weniger "Buchstabieren" und zu besserem Fließen der Musik.

    Ja, ds leuchtet mir ein. Ich werde das Denken in Vierteln mal ausprobieren. Zumal über meinen Noten der Hinweis meiner Lehrerin "Fließender spielen" steht.

    Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen. Arthur Schopenhauer

  • Natürlich war bei uns das Tempo nicht nur von musikalischen Aspekten bestimmt, sondern auch von technischen Begrenztheiten ;)

    So geht´s mir auch. Den Beginn würde ich gerne schwungvoll und zügig spielen. Aber spätestens ab Takt 21 komme ich dann ins Schleudern.

    Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen. Arthur Schopenhauer

  • Bei Achtel-Takten wird es dann schon etwas anders; so zählt man ab dem 6/8 nur 2 Schläge; also auf die 1 und die 4. Im 9/8 dann 3 und im 12/8 entsprechend 4 Schläge.

    Das kommt aber auch schon auf das Grundtempo an. Z.B. beim 2. Satz der h-moll Sonate Largo e dolce wird keiner auf 1. und 4. zählen, weil das einfach viel zu langsam ist. Da bleiben dann nur die einzelnen Achtel als die Zählzeiten.

    :wink:

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