Scalas „die 300 besten Klassik Aufnahmen des Jahrhunderts“ retrospektiv

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  • Scalas „die 300 besten Klassik Aufnahmen des Jahrhunderts“ retrospektiv

    Scala, das wissen die Älteren unter uns, weiß also das gesamte Forum, war eine Zeitschrift für Klassische Musik, die vor rund zwanzig Jahren für einige Jahre Unterhaltungstexte über klassische Musik produzierte und mich damals durchaus ansprach. Zwischen meinen CD-Führern (gibt es heute auch nicht mehr, aber die Älteren unter uns …) fand ich einen damals offenbar einer Ausgabe beiliegenden „Grosser Sonderteil“. Nicht weniger als die 300 besten Klassik Aufnahmen des Jahrhunderts werden versprochen – gemeint ist das vergangene, „68 Seiten purer Genuss“. Beim Blättern dachte ich: Ganz interessant, müsste man mal mit heutigen Ohren durchhören, habe ich prompt getan, könnte man auch Stück für Stück im Forum tun. Daher:


    Der Reihe nach werde ich immer wieder einmal dieScala-Empfehlungen kurz vorstellen und in der empfohlenen Aufnahme anhören (manchmal nicht komplett, das weiß ich jetzt schon, habe auch nicht auf alles Zugriff). Das Ganze hat nicht den Hauch von Wissenschaftlichkeit und ich würde mich deutlich übernehmen, wollte ich etwas Kluges oder auch nur Informatives zu allem beitragen. Daher ohne Anspruch salopp und unterhaltsam. Scala halt.


    Jeder von euch ist herzlich eingeladen, beizusteuern. Bin gespannt (auch darüber, wie lange ich das durchziehe). Jedenfalls höre ich viel mehr, als ich in Eben gehört poste. So gesehen …


    Die „300 besten Klassik Aufnahmen des Jahrhunderts“ sind in Gruppen sortiert und darin jeweils alphabetisch gereiht:


    1. Top 50 Sinfonien

    2. Top 50 Orchesterwerke

    3. Top 50 Oper

    4. Top 20 Vokalwerke

    5. Top 20 Lied

    6. Top 30 Kammermusik

    7. Top. 50 Klavier

    8. Top 20 Orgel

    9. Top 20 Filmmusik


    Ich schreite entsprechend voran.

  • Empfehlung Sinfonien 1:

    C. P. E. Bach, Vier Orchester-Sinfonien,

    Haenchen, Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach, 1987



    Die erste Überraschung. Das nicht etwa, weil Aho, Arne und Atterberg oder die Doctor Atomic Symphony fehlten (wie gesagt: alphabetisch), sondern weil mir Sinfonien von C. P. E. Bach unter der Überschrift „Beste Sinfonie-Aufnahmen“ nicht eingefallen wären. Als Gründe für die Auswahl werden genannt: stürmende, drängene Wechsel, schroffe Dynamik, delikate Bläserstimmen, originell und hinreißend. Kurz beschrieben werden mithin nur die eingespielten Werke, nicht die Aufnahme. Damals, beim Erscheinen dieser Empfehlungen, gab es vermutlich noch nicht so große Auswahl wie heute.


    Die Aufnahme besitze ich. Sie ist datet und deutlich entfernt von der heutigen Spielweise solcher Musik. Das klingt noch sehr romantisch-schön und damit stilfremd. Spaß macht die Aufnahme dennoch. Ob der Name des Orchesters etwas zu bedeuten hat und gar für eine besondere Verbundenheit steht, weiß ich nicht.


    Die Sinfonie-Auswahl mag ein wenig beliebig sein und nicht recht passen. In allen diesen Berliner Sinfonien, wie es auf dem Cover heißt, sind mindestens zwei Bläser-Solostimmen vertreten, überwiegend Flöten. So gesehen, dafür spricht auch die Dreisätzigkeit der Werke, liegt ein Nähe zu (Flöten)Konzerten nahe. Ist mir letztlich aber schnurzegal. Herrliche Musik ist das allemal und das Anhören lohnt sich. Gespielt werden die Werke aber wie Sinfonien, insbesondere tontechnisch sind die Solostimmen im Hinter-, die Streicher im Vordergrund. MIr würde ein mehr konzertanter Ansatz wahrscheinlich besser gefallen. Wenn schon Sinfonien, dann doch eher die Hamburger, sage ich als Nordlicht daher.


    Empfehlenswerte Aufnahmen mit Orchestermusik und Konzerten von diesem seinerzeit hochangesehenen Bach-Sohn gibt es inzwischen zuhauf, auch ein Qualitätsmerkmal. Für einen (moderneren) ersten Eindruck empfehle ich:


    Einmal editiert, zuletzt von Knulp ()

  • Beethoven-Sinfonien sind zentraler Kosmos jedes Klassikfreundes und begeisternde Aufnahmen höchsten Niveaus gibt es zuhauf. Wer will da von den besten sprechen, ohne sich lächerlich zu machen? Scala hat den traditionellen Weg gewählt, die Sinfonien 1 und 2 weggelassen, Einzelaufnahmen von 3 und 4, 5 und 7, 6 und 8 sowie 9 gelistet sowie eine Gesamtaufnahme. Kann man machen.


    Empfehlung Sinfonien 2:

    Beethoven: Sinfonien 3 und 4

    Gardiner, Orchester Revolutionnaire et Romantique, 1994



    Diese CD scheint mir stellvertretend für Gardiners Gesamteinspielung zu stehen, die vor knapp 30 Jahren einen neuen Standard setzte und mit HIP-Spielkunst und Noten-Akkuratesse für sich einnahm. Das hatte Wucht und klang nicht mehr kratzig wie einst, war auch rhythmisch sehr stark. Mein Beethoven war Gardiners indes damals schon nicht und ist er heute noch weniger. Parallel zum Verfassen dieser Zeilen läuft die Eroica und ich stelle fest: Die damaligen Stärken sind heute allseits gewohnter Standard und vermögen als solche nicht mehr zu beeindrucken. Darüber hinaus höre ich wenig, das mich packt. Obwohl es durchaus auch laut zugeht und explosiv knallt, kommt bei mir keine revolutionäre Energie, keine Emotion an, ist nicht genug Zug drin. Ich anerkenne die musik-technische Leistung, stelle aber erneut fest, weshalb ich erst recht heute Gardiners Beethoven nicht mehr höre. Die Defizite treten vor allem im zweiten Satz zutage, wo sich keine Atmosphäre einstellen will.


    Eine Aufnahme der Eroica auszuwählen, findet ohne Frage breite Unterstützung. Man hätte aber besser Toscanini, Furtwängler oder insbesondere Scherchen genommen. Hat man nicht, weil Anfang dieses Jahrtausend die Meriten von Gardiners Einspielung noch sehr geschätzt waren.


    Die vierte Sinfonie habe ich nicht gehört. Kann ich mir nicht interessant vorstellen, offen gesprochen. Dann lieber gleich Kleiber (bei Orfeo).

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  • Empfehlung Sinfonien 3:

    Beethoven: Sinfonien 5 und 7

    C. Kleiber, Wiener Philharmoniker, 1974 und 1976




    Ja! Welche denn sonst? Wollte nur kurz reinhören, blieb stecken und drehe immer lauter.

    Wird noch in 100 Jahren zu den Aufnahmen gehören, die man kennen muss. Von den bisherigen Aufnahmen die Älteste und doch die Jüngste. Bleibt die Frage, ob die Siebte sogar noch besser ist als die Fünfte.

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  • Empfehlung Sinfonien 4:

    Beethoven: Sinfonien 6 und 8

    Harnoncourt, Chamber Orchestra of Europe, 1990



    Harnoncourt hatte bisweilen sehr eigene Vorstellungen, wie Stücke zu spielen, Noten zu lesen und Musik zum sprechen zu bringen ist und hat damit oft angeeckt. Die Beethoven-Gesamteinspielung unternahm er dann aber nicht mit einem Originalklang-Ensemble, sondern mit dem Chamber Orchestra of Europe, womit der dem Publikum sicherlich entgegen kam. Diese Box war meine erste Gesamtaufnahme, nachdem ich bei meinem Vater immer wieder und ausschließlich Karajan gehört hatte. Wie neu und interessant alles war! So viel Details, Lebendigkeit und musikalischer Dialog!


    Die Auswahl speziell der 6. und 8. Sinfonie kann ich nicht bewerten. Ich erinnere erstens nicht, ob nicht eine andere Sinfonie ebenso gut eingespielt ist und mag nicht alle durchhören, und bin zweitens bei der Pastorale nicht so zu hause, dass ich diese Sinfonie gedanklich mit vielen anderen vergleich könnte. Die Sinfonie läuft allerdings jetzt und ich habe viel Freude mit ihr (immerhin nach Kleiber). Harnoncourt hetzt nicht durch die Partitur, wie es dem Vorurteil gegenüber den damaligen Musikrevolutionären entsprochen hätte, sondern trifft einen Ton heiterer Gelassenheit, den ich sehr mag und für diese Sinfonie perfekt getroffen finde (gilt selbstredend nicht für das Gewitter). Gute Wahl also. Klare Empfehlung auch heute noch.

  • Na Du magst halt keine "Originalklang"-Interpretationen für Musik des 19. Jahrhunderts und stehst mehr auf klanggewordenen Geniekult. Ziehst Du Dir auch einen Anzug an, bevor Du die Anlage aufdrehst?

    ;)

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Hallo putto, deine Bemerkung macht mich ehrlich gesagt ratlos. Wie kommst du denn auf so was? Bei Bach habe ich sinngemäß von zu wenig Originalklang geschrieben, bei Gardiner von HIP-Spielkunst, Harnoncourt lobe ich für seine lebendige Musiksprache ausdrücklich. Du liegst völlig falsch.

  • Na, gerade bei Harnoncourt-Beethoven hast Du Dich nicht am modernen Instrumentarium gestoßen und bei Gardiner-Beethoven hättest Du lieber Furtwängler. Und Bach war meines Wissens kein Komponist des 19. Jahrhunderts.

    ^^

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  • Oh, das ist ein Missverständnis. Bei Gardiner wollte ich sein HIP-Spiel gerade loben. Die in meinen Ohren Schwächen seiner Einspielung haben nichts mit HIP zu tun. Bei Harnoncourt fand ich es schade, dass er, und ich dachte, das geschrieben zu haben, die Beethoven-Gesamteinspielung nicht mit einem Originalklang-Ensemble unternahm, sondern mit dem Chamber Orchestra of Europe und ich habe versucht, diese meiner Meinung nach Halbherzigkeit damit zu erklären, dass Harnoncourt mutmaßlich unter Einfluss von Teldec dem breiten Publikum entgegenkommen wollte, weil ein vollständiger HIP-Beethoven sich mutmaßlich weniger verkauft hätte. Harnoncourt hat damals regelmäßig Orchester wie das Concertgebouw dirigiert, sich folglich auch in der "modernen" Klassikumgebung bewegt. Für ihn dürfte das also kein großer Schritt gewesen sein.

  • In der Tat, dann habe ich das komplett falsch verstanden.

    :huh:

    Ich habe längere Zeit versucht, im 19. Jahrhundert nur Aufnahmen mit "Originalinstrumenten" zu sammeln, inzwischen habe ich mich etwas entspannt. Und jetzt störe ich Dich nicht länger.

    ;)

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  • Bei Harnoncourt fand ich es schade, dass er, und ich dachte, das geschrieben zu haben, die Beethoven-Gesamteinspielung nicht mit einem Originalklang-Ensemble unternahm, sondern mit dem Chamber Orchestra of Europe und ich habe versucht, diese meiner Meinung nach Halbherzigkeit damit zu erklären, dass Harnoncourt mutmaßlich unter Einfluss von Teldec dem breiten Publikum entgegenkommen wollte, weil ein vollständiger HIP-Beethoven sich mutmaßlich weniger verkauft hätte. Harnoncourt hat damals regelmäßig Orchester wie das Concertgebouw dirigiert, sich folglich auch in der "modernen" Klassikumgebung bewegt. Für ihn dürfte das also kein großer Schritt gewesen sein.

    Es müsste sich eigentlich herauskriegen lassen, warum Harnoncourt Beethoven mit dem CoE gemacht hat. Es waren ja Mitschnitte auf der Basis von Konzerten der Styriarte Graz und eine der ersten seiner Kooperationen mit diesem Orchester (oder gar die erste überhaupt?). Dagegen lagen schon zahlreiche Aufnahmen mit Concentus und Concertgebouw vor (Mozart, Haydn). Ebenso gab es 1990 schon 4 Beethovenzyklen auf alten Instrumenten auf dem Markt oder zumindest in Teilen schon erschienen (Goodman, Norrington, Hogwood, Brüggen), Daher kann ich mir schwer vorstellen, dass kommerzielle Gründe für ein neues Ensemble gesprochen hätten, zumal Teldec/Das Alte Werke schon 25 Jahre lang weit waghalsigere Sachen mit Harnoncourt produziert hatten.

    Warum nicht mit dem Concentus? Keine Ahnung, würde mich auch interessieren. Evtl. hätte es einfach zu lange gedauert, mit diesem auf anderes Repertoire getrimmten Ensemble (deren Mitglieder teils auch andere Verpflichtungen hatten) den Beethoven einzustudieren.

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Empfehlung Sinfonien 5:

    Beethoven Sinfonie 9

    Karajan 1962 und Furtwängler 1951


    Was wollten die damals: die 100 besten Aufnahmen oder 100 empfehlenswerte Werke in empfehlenswerten Aufnahmen? Halte ich mich dan den Text, ist die Antwort in der Sinfonien-Untergruppe: „Scala verrät und kommentiert die 50 besten Symphonie-Aufnahmen.“ Insofern muss man wohl darüber hinwegsehen, wenn geliebte Werke fehlen. Beethovens Neunte wäre aber so oder so dabei.


    Scala empfiehlt gleich zwei von Dirigenten, welche diese Sinfonie öfter aufgenommen haben. Beide „alten Meister“ würden sich noch immer empfehlen.


    Karajans 62er-Zyklus wird allseits als sein bester gelobt. Es ist sehr lange her, dass ich hineingehört hatte. Gestern also die Neunte. Schon zu Beginn beeindruckte mich die Orchesterqualität beim Crescendo. Eine perfekte Balance zwischen philharmonischem Schönklang und lichter Durchzeichnung, heißt es bei Scala - ist das noch Beschreibung oder Werbetext? - und die Sängerleistungen seien erste Klasse. Das passt recht gut. Die lichte Durchzeichnung glänzt silbrig. Was indes Karajan nicht spielt, erlebt der geneigte Hörer bei Furtwängler. Die 51er-Aufnahme hat seit Jahrzehnten berechtigte Bewunderer, trotz der bescheidenen Tonqualität. Wenn schon Furtwänglers Beethoven, der prägnant mit "fesselnde Dramatik und Kraft" beschrieben wird, dann aber doch gleich die Kriegsaufnahme aus März 1942 mit ihrer existenziellen Wucht (die aber nochmals deutschlich scheddriger klingt). Als Antipoden desselben Werks ist die Nennun beider einleuchtend. An keine von beiden Aufnahmen würde ich denken, fragte mich jemand nach der besten Neunten. Überaus hörenswert sind sie aber beide auch heute noch. Es gibt beide in diversen Ausgaben, z. B. in diesen:


  • Empfehlung Sinfonien 6:

    Beethoven 9 Sinfonien

    Toscanini 50er


    "Nie klang Toscanini besser, prägnanter, unerbittlicher", schrieb Scala seinerzeit über das damalige Remastering wie über die Musizierweise des Maestros. "Straff in den Tempi", "Ur-Gott der "authentischen" Bewegung, "Ein höchst vitales CD-Paket für die berühmte einsame Insel." Ich unterschreibe jedes Wort, nachdem ich mich in den letzten Tage festgehört habe und Toscanini mich schon nach kurzer Zeit in seinen Bann gezogen hatte. Erst die Eroica, dann die Erste, die herausragende Zweite, die Vierte, alle durch bis auf die Sechste und Neunte. Ganz groß, maßstabsetzend und sehr beeindruckend.


  • Das sollen sie nun sein, die besten Beehovensinfonie-Aufnahmen des letzten Jahrhunderts. Lächerlich, so etwas behaupten zu wollen, in der Auswahl aber gar nicht schlecht, möchte ich meinen. Es gibt bei uns im Forum gleich zwei Threads über beste Einzelaufnahmen von Beethoven-Sinfonien:


    "https://www.capriccio-kulturforum.de/forum/index.php?thread/5458-beethoven-die-besten-einzeleinspielungen-auch-aus-gas-und-zyklen-der-einzelnen-s/"

    "https://www.capriccio-kulturforum.de/forum/index.php?thread/1059-beethoven-die-symphonien-in-einzelnen-einspielungen/"


    Gar nicht uninteressant, diese daraufhin zu durchstöbern, welche Aufnahmen des letzten Jahrtausends dort genannt werden. Bei der ersten Sinfonie z. B. freut mich die Nennung der alten Norrington-Einspielung, deren Drive mich noch immer begeistert.

  • Empfehlung Sinfonien 7:

    Berlioz: Symphonie fantastique

    Lorin Maazel, Telarc 1982



    Da biste baff! Munch! Dutoit! Markevitch! Vielleicht sogar Bernstein. Nein, Maazel.


    Ich habe eine Aufnahme dieser Sinfonie aus 1980 ebenfalls mit Maazel und dem Cleveland SO und dachte zunächst, es handele sich um die Empfehlung, konnte das beim Hören aber nicht glauben. Nichts rechtfertigt es, dass dieser Dirigent diese Sinfonie danach nochmals aufnehmen durfte. Superber Orchester-Standard, straff und unsentimental dirigiert, tolle Klangtechnik seien die Meriten, meint Scala. Inzwischen habe ich hineinhören können. Die Klangqualität ist in der Tat für Anfang der 80er sehr gut mit den typischen Telarc-Tugenden. 2005 ist eine SACD herausgekommen, ClassicsToday meldet spektakulären Klang. Darüber hinaus ist nichts vorhanden, das es rechtfertigt, nicht zu den drei Genannten zu greifen. Persönlich höre ich allerdings noch immer die Aufnahme mit Tilson Thomas sehr gern, aufgenommen 1997.

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