Telemann: Kammermusik ohne Basso continuo (TWV 40)

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  • Telemann: Kammermusik ohne Basso continuo (TWV 40)

    Diese Werkgruppe besteht hauptsächlich aus Werken für

    • Soloinstrumente (Traversflöte, Violine und Gambe),
    • zwei Instrumente (Flöten und Streicher) und
    • Sonaten und Konzerte für vier Violinen.

    Die Werke für Soloinstrumente sind als Fantasien bezeichnet. Sie stammen zumeist aus Hamburg und wurden dort im Selbstverlag herausgegeben. Spieltechnisch sind sie anspruchsvoll. Mehr sinnvollerweise in den einzelen Beiträgen.

  • 12 Fantasien für Viola da gamba, TW 40:26-37


    Man stelle sich vor: Man ist Telemann-Liebhaber und Gambist und weiß u. a. aus einem Werke-Katalog, dass Telemann im Jahre 1735 „12 Fantasien für die Viola di Gamba“ geschrieben hat, weiß aber auch, dass diese Werke mit den Nummern TW 40:26-37 leider verloren sind. Und dann findet Thomas Fritzsch auf der Basis der Arbeit von François-Pierre Goy doch tatsächlich noch ein Exemplar an entlegener Stelle. Die Westfalenpost vermeldet im Juli 2017: „Vor gut zwei Jahren ist bei der Durchsicht von Musikalien aus der ehemaligen Bibliothek des Schlosses Ledenburg bei Osnabrück das originale Notenmaterial zu Georg Philipp Telemanns Fantasien für Viola da Gamba solo ans Tageslicht gekommen. Die Noten galten als verschollen. Am Samstag, 22. Juli, werden die Fantasiestücke, die mehr als zwei Jahrhunderte lang unbehelligt in der Bibliothek von Ledenburg gestanden haben, nun im Rittersaal des Ringenberger Schlosses zu hören sein.“ Notenmaterial war ein vollständiges Druckexemplar mit allen zwölf Kompositionen, erfährt man beim Telemann-Zentrum („https://www.telemann.org/telemann-zentrum/news/109.html“).


    Das Beste aber ist: Die Gambenfantasien sind sehr hörenswert. Zitat aus dem Link:„In diesem Kompendium der Gambenmusik – Musik für Viola da gamba ohne Bass zu veröffentlichen, war 1735 eine beispiellose Tat – gießt Telemann ein Füllhorn musikalischer Ideen aus, besticht durch eine erstaunliche Kenntnis der Spielmöglichkeiten des Instrumentes und erweist sich als ein Meister der intimsten kammermusikalischen Form.“ 2016 bereits wurden die Fantasien veröffenlicht. Das RBB Kulturradio weiß zu berichten: „Hört man sich die zwölf Fantasien an, so beeindruckt sofort deren Vielgestaltigkeit. Hinsichtlich der Formen, Satzfolgen und Tonarten sowie der Spiel- und Kompositionstechniken bedient sich Telemann eines riesigen Spektrums. Da finden sich kunstvoll kontrapunktisch angelegte Sätze mit gelehrten Fugen ebenso wie moderne konzertante Sätze, komplizierte Doppelgriffpassagen und rasante einstimmige Teile, volkstümlich klingende Tänze und hoch sensible Miniaturen.“ (zitiert nach der Amazon-Produktbeschreibung der Fritsch-Aufnahme, s. u.). Der Gambist Markus Kuikka schreibt im Text zu seiner Aufnahme, dass es etwas ganz Besonderes gewesen sei, diese Musik einzustudieren, ohne andere Aufnahmen zu kennen oder das Werk je gehört zu haben. Das ist vorbei. Inzwischen gibt es mehrere Aufnahmen und sogar eine eigene Wikipedia-Seite: „https://en.wikipedia.org/wiki/12_Fantasias_for_Viola_da_Gamba_(Telemann)“


     


    Ich kenne bislang nur eine Aufnahme, habe die aber gehört und Lust auf mehr bekommen. Daher dazu später mehr.

    2 Mal editiert, zuletzt von motiaan () aus folgendem Grund: Link korrigiert

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