Heidelberger Streichquartettfest 2022

  • Vom 20.-23. Januar fand in Heidelberg die inzwischen 16. Ausgabe des Heidelberger Streichquartettfests statt. Nachdem ihm letzten Jahr die Veranstaltung coronabedingt komplett ausfallen musste, gelang es dieses Jahr sie trotz gewisser Einschränkungen durchzuführen. Gurnemanz und Wieland waren für Capriccio vor Ort, um über die geboten musikalischen Leistungen zu berichten.


    Eingeladen waren folgende Formationen:


    Adelphi – Danel – Goldmund – JACK – Leonkoro – Minguet


    Schon vor Beginn des Festivals musste das Minguet Quartett ihre Teilnahme canceln, da ein Ensemblemitglied coronainfiziert war. Wir wünschen gute Besserung.


    Die zweite Cancelei ergab sich während des Festivals, als es auch ein Mitglied des Danel Quartetts erwischte, die somit nur am Eröffnungsabend dabei waren.


    Die zahlreichen notwendigen Programmumstellungen gelangen weitgehend, auch wenn die lange Nacht und das Abschlusskonzert etwas an Attraktivität verloren (weshalb Meister Wieland sie sich auch schenkte). Viele der entstandenen Lücken wurden durch die verbleibenden Quartette gefüllt, was v.a. den verbliebenen Formationen (Adelphi, Goldmund, Leonkoro) die Chance gab, sich breiter zu präsentieren als ursprünglich vorgesehen. Das JACK Quartett trat nur Donnerstag abend und Freitag vormittag auf.


    Das 16. HSQF stand dieses Jahr auch unter einem Motto und war dem Schaffen von Wolfgang Rihm gewidmet, der in diesem Jahr 70 wird. Da Rihm ja „um die Ecke“ wohnt und arbeitet, war er auch die meiste Zeit dabei. Ein Programmpunkt war ein längeres Zwiegespräch zwischen Oliver Wille (Kuss Quartett) und dem Komponisten. Und wer Rihm aus den Medien kennt, weiss, dass das immer hochinteressante Gespräche sind. Ein anderer Programmpunkt war eine Lesung aus der im Februar erscheinenden Rihm-Biographie „Über die Linie“ von Eleonore Büning. Außerdem gab Ulrich Mosch einen Überblick über das Quartettschaffen von Rihm.



    Von den Rihm’schen Werken mit und für Streichquartett wurden aufgeführt:


    Streichquartett Nr. 1 (Leonkoro)

    Streichquartett Nr. 2 (Adelphi)

    Streichquartett Nr. 3 (JACK)

    Streichquartett Nr. 4 (Goldmund)

    Streichquartett Nr. 8 (JACK)

    Streichquartett Nr. 9 (Leonkoro)

    Selbsthenker (Adelphi)

    Grave in memorian Thomas Kakuska (Goldmund)

    Fetzen 1 & 2 (Leonkoro)

    In Verbundenheit (Leonkoro)

    Vier Studien zu einem Klarinettenquintett (Danel & Johanns)


    Vier Male für Klarinette solo

    Daneben gab es im Rahmen des Ersatzprogramms auch einige Klavierwerke von Rihm (Steininger).


    Natürlich gab es auch Werke anderer Komponisten, u.a. Schumann 1 und 3, Dvorak op. 96 und op. 106, Beethoven op. 59,3 und op. 95, Schubert Quartettsatz, Mendelssohn op. 13, Ravel und Fazil Say.


    Das Niveau des Festivals war trotz der vielen Umdisponierungen sehr hoch, gerade die jungen noch wenig bekannten Quartette Leonkoro und Adelphi konnten mächtig punkten. Goldmund ist mit 3 CDs ja schon fest etabliert. Leonkoro hat mich von allen vier Quartetten, die ich erlebt habe, am meisten beeindruckt, dabei sind die Musiker mal gerade Anfang 20. Sie gelten aber schon als heisser Geheimtipp.


    Insgesamt eine trotz Einschränkungen (Maskenpflicht etc) höchsterfreuliche und bereichernde Geschichte. Hoffentlich kann das im nächsten Jahr wieder ohne jede Einschränkung durch geführt werden.

  • Ach wie schön, so viele Rihmquartette auf einem Festival, genau nach meinem Geschmack. Da wäre ich auch gerne gewesen, wusste aber von dem Festival leider nichts.


    War es gut besucht, schöne Stimmung?

    Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.

  • War es gut besucht, schöne Stimmung?

    Da auch ich dabei war: Ja, die Stimmung fand ich gut, allerdings war es pandemiebedingt reduziert: Nur etwa 50% Auslastung. Der Saal bot eine hervorragende Akustik, gerade für Kammermusik bestens geeignet.


    Ein dickes Lob an die Organisation, die sich schwierigen Bedingungen ausgesetzt sah: kurzfristiger Ausfall zweier Ensembles, da mußten andere einspringen, um das Programm zu retten. Dadurch leider weniger Rihm-Quartette als geplant, aber immer noch ein tolles Programm mit schönen Konzerten und informativen Vorträgen!


    Zum Musikalischen morgen mehr; bin grad etwas zu müde, das nochmal durchzugehen.


    Gelohnt hat es sich auf alle Fälle!


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Ich muß einräumen, daß ich mich vor dem Festival nur etwas eingeschränkt gefreut habe, denn Wolfgang Rihm, dem die ganze Veranstaltung gewidmet war und dessen Werke im Mittelpunkt standen, gehört nicht zu den zeitgenössischen Komponisten, für die ich bislang allzu aufgeschlossen war. Seine Tendenz zu einer Expressivität, die sich oft recht deutlich in die klassisch-romantische Tradition stellt (im Unterschied zu z. B. Boulez, Lachenmann und Ferneyhough, die sich da klarer distanzieren und neue Wege beschreiten), ist - jetzt besser: war - mir etwas suspekt. Vorbehalte, wie sie in der Besprechung des Komponisten (Rihm, Wolfgang – Vom Innersten zum Äußersten) geäußert wurden, habe ich zumindest teilweise plausibel gefunden: gediegen-melancholisch, hemmungsloser Vielschreiber, immer das Gleiche usw.


    Insofern boten die letzten Tage mir ganz neue Erfahrungen: Beim Eröffnungskonzert am 20.1. gab es zunächst das 1. Streichquartett, in dem sich der 18-jährige Rihm mit Weberns Serialität auseibnandersetzt: Das klang keineswegs schülerhaft, sondern schon recht aufregend und spannend. Dann das 8. Streichquartett, das mich weniger ansprach: Hier läßt der Komponist "den Hörer gleichsam den Arbeitsprozess des Komponisten miterleben" (Programmheft): Papier wird zerknüllt und zerrissen, die Geräusche sind im fetzenhaften Klang integriert. Das fand ich etwas gewollt. Zum Schluß die Vier Studien zu einem Klarinettenquintett, ein fast dreiviertelstündiges Werk mit einiger Nostalgie, an Brahms gemahnend. Fand ich berührend. Alle drei Werke jedenfalls völlig eigen und unverwechselbar.


    Am 21.1. dann das 3. Streichquartett ("Im Innersten"), das mich in der teils schroffen, teils lyrischen, expressiven Art diesmal sehr ansprach! Ebenso das 9. Streichquartett ("Quartettsatz"); dieses knapp halbstündige Werk arbeitet ebenfalls viel mit Kontrasten, teils brachial, teils verstummend. Faszinierend! Zu erwähnen noch das kurze Stück Zwischenblick: "Selbsthenker!", ein Nebenprodukt zu "Umsungen (nach Texten von Friedrich Nietzsche)".


    Am 22.1. gab es das 2. Streichquartett, das im Unterschied zum 1. den Spielern viel Freiraum ließ, da sie nur an bestimmten Stellen zusammenfinden mußten: Das klang gleichsam improvisiert und offen, mit extremen Klanggesten. Schließlich Fetzen 1 und 2. Rihm: "Teile, Ausrisse, Stückchen, Ausgefranstes, Unvollständiges (sei es unfertig, sei es zerrissen). [...] Wir stapfen also durchs Gärtlein stachlichter Kleinpflanzen." Und zum Abschluß das Dreieinhalbminutenwerk In Verbundenheit, quasi ein "Satzanfang" (Rihm).


    Alles in allem eine aufregende und spannende Tour de force durch einen kleinen Teil des umfangreichen Werks des Komponisten, der hier viele unterschiedliche Facetten zeigte, viele Gesichter - und doch schien mir ein alles durchziehender Charakter deutlich, der eines unbedingten Azusdruckswillens - zwar in einiger Hinsicht an romantische Tradition anknüpfend, aber doch einen eigenen, origenellen Weg findend.


    Mit Rihms Streichquartetten will ich mich noch weiter beschäftigen, das lohnt sich!


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

    2 Mal editiert, zuletzt von Gurnemanz ()

  • Vielen Dank für Eure Berichte, sehr anregend!

    Seine Tendenz zu einer Expressivität, die sich oft recht deutlich in die klassisch-romantische Tradition stellt (im Unterschied zu z. B. Boulez, Lachenmann und Ferneyhough, die sich da klarer distanzieren und neue Wege beschreiten), ist - jetzt besser: war - mir etwas suspekt.

    Da stimme ich Dir zu. Bei einer in zugegeben etlichen Aspekten neuen Sprache schimmern doch bisweilen die vertrauten Gesten und Abläufe unter den Kleidern hervor. - Ulrich Dibelius sortiert in seinem übersichtsartigen Büchlein "Moderne Musik II - 1965-1985" den Komponisten Rihm in das Kapitel "Rückgriff auf die Tradition" ein.


    Und, ja, was war links und rechts von Rihms erstem Gattungsbeitrag (1970)?


    Ferneyhough: Sonatas for String Quartet - 1967

    Ligeti: Streichquartett 2 - 1968

    Crumb: Black Angels - 1970

    Lachenmann: Gran Torso - 1971 (erste Version)


    Da könnte man bei Rihm 1 die Türen knallen lassen wie weiland bei Henze ...

    Mit Rihms Streichquartetten will ich mich noch weiter beschäftigen, das lohnt sich!

    Unbedingt. Auch "Et lux" für Vokalensemble und Streiquartett lohnt die Auseinandersetzung m. E. sehr.


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

    2 Mal editiert, zuletzt von Mauerblümchen ()

  • Zu den Ensembles: Das JACK Quartet bot am 21.1. ein ausgesprochen origeinelles Programm: Zunächst eigene Bearbeitungen von Vokalwerken um 1400: Rodericus: Angelorum psalat tripudium, Solage: Fumeux fume par fumée. Beide Werke umrahmten Musica prisca caput von Nicolá Vicentino (1511-76). Gab es schon bei den beiden alten Werken starke intonatorische Spannungen, wohl aufgrund alter Stimmungen, war das bei Vicentino ganz extrem, denn der verwendete ein System mit 31 Tonschritten! Das klang ziemlich schräg und fremdartig, jedenfalls sehr faszinierend!


    Danach Memento Mori von John Zorn, collagenartige Blöcke aneinandergesetzt, wie mir schien, eher deskriptiv, kontemplativ, nicht sosehr Selbstausdruck wie bei Rihm. Der Titel ist doppeldeutig, denn das halbstündige Werk ist der Musikerein Ikue Mori gewidmet, einer japanischen Musikerin, die mit dem Komponisten zusammengearbeitet hat.


    Rihms 3. Streichquartett wurde ziemlich hart und scharf aufgefaßt, möglicherweise im Unterschied zur Aufnahme des Minguet Quartett (müßte ich allerdings erst noch überprüfen).


    Am Vortag hatte das Quartett auch Rihms 3. Quartett gespielt, mit dem ich, wie gesagt, nicht so warm wurde.


    Mit dem Adelphi Quartett hörte ich Schumann op. 41/1,Beethoven op. 95, Rihm Nr. 2, Rihm Fetzen 1 & 2, Zwischenblick: "Selbsthenker!". Runder, warmer, kräftiger Klang, fand ich überzeugend.


    Das Quatuor Danel, das dann leider wegen Corona aussteigen mußte, spielte am 20.1. Rihms Vier Studien zu einem Klarinettenquintett, zusammen mit dem vor allem in den Tiefen mit angenehm dunkel-warmem Ton berührenden Klarinettisten Thorsten Johanns. Das harmonierte sehr schön! Johanns Aufführung der Vier Male für Klarinette solo (Rihm) dagegen empfand ich als etwas spröde; mit diesem Werk fremdle ich noch etwas.


    Überzeugend fand ich auch das Goldmund Quartett. Sie spielten filigran und fein, dabei doch voluminös und kraftvoll, so mein Eindruck. Ich hörte Beethoven op. 59/3, Schubert D 810 ("Der Tod und das Mädchen"), beides sehr berührende Aufführungen!


    Am meisten aber begeisterte mich das junge Leonkoro Quartet: Rihm Nr. 1, Nr. 9, Schumann op. 41/3, Dvořák op.106. Die vier, gerade Anfang 20, spielten bis auf den Cellisten stehend, waren spieltechnisch souverän, hochkonzentriert auf den Punkt und von einer Expressivität, wie ich sie selten erlebt habe: Ich war hin und weg! Es würde mich sehr wundern, wenn wir da nicht noch Großes erleben könnten! Ich bin gespannt!


    Zu erwähnen ist noch der Hornist Esa Tapani, der eigentlich beim Sextett für Klarinette, Horn und Streichquartett hätte mitwirken sollen, was aber coronabedingt einer Programmänderung zum Opfer fiel. Stattdessen spielte er ein Stück von Messiaen, wohl eine Bearbeitung aus "Des Canyons aux Étoiles ...". Sehr schön, vor allem bei den ganz leisen Tönen!


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

    5 Mal editiert, zuletzt von Gurnemanz ()

  • Eure Berichte machen in der Tat Lust auf eine Beschäftigung mit modernen Streichquartetten ... Quartette überhaupt höre ich schon länger viel häufiger als früher und für die modernen gilt das auch. Was es da alles zu entdecken gibt, frappiert mich immer wieder!


    Ansonsten nur ein kleines NB. Ich müsste zwar schon nachhören, glaube mich aber zu erinnern, dass in der großangelegten Komposition Messiaens ein einzelner Satz nur vom Horn gespielt wird.


    :) Wolfgang


    EDIT: Dem ist so.

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

    Einmal editiert, zuletzt von andréjo ()

  • Bei einer in zugegeben etlichen Aspekten neuen Sprache schimmern doch bisweilen die vertrauten Gesten und Abläufe unter den Kleidern hervor.

    Die Frage ist, wie man das bewertet. Spricht das für oder gegen Rihm? Ich bin mir da mittlerweile gar nicht sicher...

    Und, ja, was war links und rechts von Rihms erstem Gattungsbeitrag (1970)?

    Das 1. Streichquartett war eigentlich gar nicht Nr. 1. Zuvor hat er schon mindestens zwei Beiträge geliefert. Gibts auch auf CD.

    Da könnte man bei Rihm 1 die Türen knallen lassen wie weiland bei Henze ...

    Oder einfach zuhören und bis zum Schluß bleiben.

    Auch "Et lux" für Vokalensemble und Streiquartett lohnt die Auseinandersetzung m. E. sehr.

    Danke für den Tip! Kenne ich noch nicht. Immerhin war ich einigermaßen überrascht, als ich nach dem Festival zuhause 8 Rihm-CDs bei mir fand, darunter die Quartette Nr. 1-10 + 12, alle mit dem Minguet Quartett. Muß also zunächst kein Geld ausgeben - wie schön!

    Was es da alles zu entdecken gibt, frappiert mich immer wieder!

    In der Tat!

    Ich müsste zwar schon nachhören, glaube mich aber zu erinnern, dass in der großangelegten Komposition ein einzelner Satz nur vom Horn gespielt wird.

    Der Hornist gab vor seiner Darbietung eine kleine Einführung. Wenn ich mich richtig erinnere, geht es Messiaen hier um die Farbe Rot und das Stück heißt "Bryce Canyon et les Rochers rouge-orange". In diesem Canyon habe Messiaen eine Nacht verbracht und sei vom herrlichen Sternenhimmel tief beeindruckt gewesen.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Spricht das für oder gegen Rihm?

    Weder noch. Wie unser Altkandesbunzler sagte: Entscheidend ist, was hinten rauskommt.

    Oder einfach zuhören und bis zum Schluß bleiben.

    Ebent.

    Immerhin war ich einigermaßen überrascht, als ich nach dem Festival zuhause 8 Rihm-CDs bei mir fand, darunter die Quartette Nr. 1-10 + 12, alle mit dem Minguet Quartett. Muß also zunächst kein Geld ausgeben - wie schön!

    Ja, das sind Erlebnisse ... :sofa1:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Wenn ich mich richtig erinnere, geht es Messiaen hier um die Farbe Rot und das Stück heißt "Bryce Canyon et les Rochers rouge-orange". In diesem Canyon habe Messiaen eine Nacht verbracht und sei vom herrlichen Sternenhimmel tief beeindruckt gewesen.

    Die Geschichte hat der Hornist zwar so erzählt, aber bei dem gespielten Stück handelt es sich um "Appel Interstellaire", das im Des Canyon aus etoiles vor dem "Bryce Canyon" kommt. Es ist tatsächlich auch im Kontext des anderthalbstündigen Mammutwerkes ein Solo für Horn allein wie ich mich hörend gerade versichern konnte. In meiner Aufnahme bläst Michael Thompson das Horn.



    Bei wikipedia findet man dazu folgendes:


    It was originally composed for an entirely different purpose. In March 1971, the young French composer Jean-Pierre Guézec died, and his composer-friends contributed a collection of short pieces for solo instruments in his memory. For that collection, Messiaen wrote a brief movement for solo horn. He liked the piece well enough that when he began work on Des Canyons aux étoiles..., he adapted it for inclusion in the larger piece.

    The music is extraordinarily difficult for the performer, who must master a range of techniques: flutter-tonguing, closed notes, glissandos, and faintly-sounded oscillations produced with the keys half-closed. It is increasingly performed as a solo, stand-alone piece by horn players in recitals although Messiaen himself did not wish it to be played separately.

    2 Mal editiert, zuletzt von Wieland ()

  • Die Geschichte hat der Hornist zwar so erzählt, aber bei dem gespielten Stück handelt es sich um "Appel Interstellaire", das im Des Canyon aus etoiles vor dem "Bryce Canyon" kommt. Es ist tatsächlich auch im Kontext des anderthalbstündigen Mammutwerkes ein Solo für Horn allein wie ich mich hörend gerade versichern konnte.

    Danke für die Klarstellung!


    Eben gefunden: Harald Eggebrecht in der Süddeutschen Zeitung über das Streichquartettfest:


    Heidelberger Streichquartettfest ehrt Wolfgang Rihm
    "Ich bin nicht der Polizist meiner Noten". Der Komponist Wolfgang Rihm lässt sich von der Wiederbelebung seiner Werke verzaubern
    www.sueddeutsche.de


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
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    Helmut Lachenmann

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