Eben gehört 2022/2023

  • Kurt Atterberg

    Symphonie Nr. 1 & 4

    Radio-Sinfonieorchester Frankfurt

    D: Ari Rasilainen

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Und gleich die letzte CD hinterher:

    Kurt Atterberg

    Älven - Symphonische Dichtung

    Symphonie Nr. 9 "Sinfonia Visionaria"*

    *Satu Vihavainen (ms)

    *Gabriel Suovanen (bt)

    *NDR Chor

    *Prager Kammerchor

    NDR Radiophilharmonie

    D: Ari Rasilainen

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Antonin Dvorak (1841-1904)

    Symphonie Nr. 9 op. 95

    Wiener Philharmoniker, Kirill Kondraschin

    Decca, DDD, 1979

    Ab und an darf, soll, muss es mal sein. Diese großartige Sinfonie kann ja nix dafür, dass ich sie schon so häufig gehört habe.

    Musikalisch, klanglich passt hier alles. Kirill Kondraschin hat ein gutes Gespür für das Werk, lässt mitreißend musizieren. Die Wiener agieren sehr schön und homogen. Trotz "erster, digitaler Gehversuche" ist die Aufnahme in meinen Ohren auch klanglich gut gelungen: dynamisch, rund, nicht so anämisch, wie manche andere Digitaleinspielung aus der Frühphase der Technik.

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

    2 Mal editiert, zuletzt von Hueb' (5. Mai 2023 um 12:43)

  • Und auch hier komme ich zu einem Ende:

    Antonio Vivaldi

    Laudate pueri RV 602

    Salve Regina RV 618

    Ascende laeta RV 635

    Gaude mater Ecclesia RV 613

    Vos aurae per montes RV 634

    Gloria patri RV 602a

    Gloria RV 589

    Nisi Dominus RV 803

    Ostro picta RV 642

    Giovanni Maria Ruggieri

    Gloria RV Anh. 23

    Carolyn Sampson, Susan Gritton, Joanne Lunn, Joyce DiDonato, Nathalie Stutzmann, Tuva Semmingsen, Robin Blaze, Hilary Summers

    Choir of The King's Consort

    The King's Consort

    D: Robert King

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Bruckner 4. Sinfonie

    Zu Bruckner 4 habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Zum einen finde ich sie musikalisch und - tja - atmosphärisch ausgesprochen gelungen, zum anderen kippt sie (in meinen Ohren) schnell ins Lärmige, wenn hier interpretenseits nicht bewusst gegengesteuert wird (speziell in den Ecksätzen). Ich kann nicht sagen, wie viele Darstellungen ich bislang gehört habe (außer, dass es ziemlich viele waren), aber dieses „Problem“ ist mir immer wieder begegnet - auch (und zum Teil auch gerade) bei berühmten Bruckner-Exegeten. Mittlerweile höre ich das Werk darum selten und wenn, dann meistens in Rögners oder Venzagos Darstellung.

    Heute läuft Venzago.

    Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104

    Sinfonieorchester Basel

    Mario Venzago

    :wink: Agravain

  • Ich höre Venzago's Bruckner aus Basel: das ist wie ein Basler Leckerli: trocken-bittersüss und erst im Abgang geniessbar. Apfelstrudel ohne Vanillesauce wäre auch noch ein kulinarischer Vergleich.

    Da lobe ich mir in der Tat den trefflichen Rögner: etwa gleiche schnelle Tempi wie Venzago/Basel aber wesentlich mehr Kalorien-Gehalt.

    Was Bruckners Vierte betrifft, finde ich (für mein unmassgebliches Dafürhalten) Enoch zu Guttenbergs Version mit seiner "Klangverwaltung" auch ziemlich lecker.

    Gruss aus dem Naturpark Gantrisch vom

    Walter

  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Symphonien Nr. 5

    Tonkünstler-Orchester, Andres Orozco-Estrada

    Oehms, DDD, 2014

    Diese Aufnahme lief leider ein wenig an mir vorbei, wobei einige Momente aufhorchen ließen.

    Gramophone nach gut - aber eben auch nicht der ganz große Wurf.

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Zu den Temporelationen "Venzago-Rögner" muss ich mich nach exakter Recherche korrigieren:

    Für den ersten Satz nimmt sich Rögner 3 Minuten mehr Zeit (oder macht er eine Wiederholung, die Venzago auslässt?).

    Gefühlt bewegt er sich jedenfalls in Venzago's raschem Temporahmen, und die Sätze 2-4 sind dann bei beiden Interpretationen fast auf die Sekunde gleich lang.

  • Eben läuft hier Rozhdestvensky's Schwanensee GA mit Moskau Rundfunk Sinfonieorchester. Diese Aufnahme habe ich glaube ich seit meiiner Kindheit nicht mehr gehört, nun aber eben auf spotify entdeckt. Absoluter Knaller! So geht das!


    sorry, Bild klappt nicht....

  • Das müsste diese Aufnahme sein:

      bzw.

    (AD: Moskau, 1969)

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Angeregt durch die Sängerjubilare heute mal wieder hier hineingehört:

    Sollte ich viel häufiger tun!!!

    :wink:Wolfram


    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Kann ich absolut nachvollziehen:

    zum anderen kippt sie (in meinen Ohren) schnell ins Lärmige, wenn hier interpretenseits nicht bewusst gegengesteuert wird (speziell in den Ecksätzen). Ich kann nicht sagen, wie viele Darstellungen ich bislang gehört habe (außer, dass es ziemlich viele waren), aber dieses „Problem“ ist mir immer wieder begegnet - auch (und zum Teil auch gerade) bei berühmten Bruckner-Exegeten.

    Ein typisches Brucknerproblem, manchmal kann ich das gut ab (dann mag ich auch Karajan oder Solti), manchmal gar nicht.

    Ich wollte es überprüfen und warf die Brucknerdeutung ein, die allein durch schiere Tempoherausnahme (und eine enorme Orchesterkultur, vor allem in der Balance zwischen Holzbläsern und (wenn's schiefgeht) lärmenden Blech) etwas Geniales erschafft, etwas Einzigartiges, auch wenn's vielleicht nicht mehr Bruckner ist sondern eine Anverwandlung ans Eigene. Die Rede ist natürlich von Celibidache's Spätzeit mit den Münchnern.

    Die CD besitze ich nicht, aber diese dvd-Box, in der die 4. als DoppelCD beigegeben ist.

    Man kann dieser Aufnahme sicherlich alles mögliche vorwerfen, aber nicht daß sie lärme. Eigen, erfordert Geduld und eine fast meditative Hörhaltung, und Viele werden Einwände haben und sie haben bestimmt alle recht, aber ich finde es magisch :) magisch, ja.

    Von den cpo-Aufnahmen von Venzago habe ich viel gelesen (Maurice rühmte sie hier sehr), aber ich kenne sie nicht. Wäre vielleicht mal eine interessante Ergänzung für mich, doch ich habe eher zuviel Bruckner als zuwenig... aber ich behalte es im Auge.

    Für den Moment hat mich der Celi-Bruckner mal wieder absolut gesättigt, glücklich, schwebend zurückgelassen.


    :)


    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Zu Bruckner 4 habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Zum einen finde ich sie musikalisch und - tja - atmosphärisch ausgesprochen gelungen, zum anderen kippt sie (in meinen Ohren) schnell ins Lärmige, wenn hier interpretenseits nicht bewusst gegengesteuert wird (speziell in den Ecksätzen).

    Es gibt dafür aber unterschiedliche Gründe. Zum Einen die Akustik das Saales, die Qualität des Orchesters, die Tontechnik mit der Aufstellung der Mikrofone, etc.

    Bei Wand könnte es bei den Aufnahmen aus Köln (sie sind halt nicht mehr die Jüngsten), aber auch den Live-Einspielungen aus den Kirchen mit dem NDR da Probleme gegeben haben. Seine Berliner und Münchner Einspielungen dürften davon nicht mehr betroffen gewesen sein. So finde ich seine Vierte mit dem BPO und den Münchner PO für nahezu gleich in der Qualität. Und dass deren Blechbläser einfach topp sind, muss man nicht erwähnen. Noch dazu waren beide Orchester gerade bei Bruckner hervorragend. Auch dürfte es bei Haitink da keine Probleme gegeben haben (wie sein Zyklus aus Amtserdam geklungen hat, weiß ich nicht mehr. Doch das waren auch schon alte Einspielungen).

    Bei den etwas jüngeren Einspielungen empfand ich Dennis Russel Davies mit dem Bruckner-Orchester Linz sehr gelungen. Venzago weiß ich gerade nicht, aber insgesamt war das auch ein eher ungewöhnlicher Zyklus, den man sich anhören sollte.

    Ich habe selbst bestimmt 15 Fassungen hier von der Vierten, doch nicht alle haben bei mir auf Dauer Platz gefunden.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Hallo lieber Wolfram, du solltest dir diese 7 CD Box zulegen!

    :clap:

    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Ein typisches Brucknerproblem

    Tatsächlich erlebe ich das speziell bei der Vierten so. Die anderen: laut, wuchtig, monumental - aber lärmend? In meinen Ohren nicht wirklich (außer vielleicht in mäßigen Darstellungen des Finales der Achten).

    Ich glaube, in der Vierten hat es tatsächlich mit der Struktur der Themen und deren Orchestrierung und Verarbeitung zu tun, z.B. im Kopfsatz, 2. Thema, 1. Gruppe („Bruckner-Rhythmus“).

    :wink: Agravain

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