Eben gehört 2022/2023

  • In nächster Zeit wird die Norddeutsche Orgelschule meine Aufmerksamkeit erhalten:

    Hieronymus Praetorius

    Sämtliche Magnificat-Vertonungen & andere Orgelwerke

    Friedhelm Flamme

    Hieronymus Praetorius (1560-1629) steht am Beginn dieser Ära; er und seine Söhne prägen die norddeutsche Orgeltradition entscheidend mit, die von Friedhelm Flamme spielerisch betreut wird. Diese geht von ca. 1580 bis ca. 1740, wobei die frühesten Einflüsse bis ca. 1515 zurückreichen. Flamme spielt auf der Scherer-Orgel (1624) der St. Stephanskirche zu Tangermünde.

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Das ist interessant! Hast du vor, uns an deinem Streifzug durch die Norddeutsche Orgelschule teilhaben zu lassen und regelmäßig darüber zu schreiben? Ich würde gerne mehr lernen über das Thema.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Das ist interessant! Hast du vor, uns an deinem Streifzug durch die Norddeutsche Orgelschule teilhaben zu lassen und regelmäßig darüber zu schreiben? Ich würde gerne mehr lernen über das Thema.

    Das hatte ich eh vor. Immerhin hat Friedhelm Flamme eine ganze Reihe eingespielt, die aus 15 (!) Veröffentlichungen besteht - 22 SACDs umfaßt sie insgesamt. Genug Futter, aber das muß ich selber erstmal durchdenken, wie ich das Thema beleuchten will. Wird auch eine Weile dauern.

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Zitat von WIKI

    Die originale Konzeption als lustiges Zwischenspiel für die Händel-Oper Tamerlano bestand aus ins Deutsche übersetzten Rezitativen des „intermezzo comico musicalePimpinone von Tomaso Albinoni und Pietro Pariati aus dem Jahre 1708. Die Arien- und Duetttexte wurden im italienischen Wortlaut übernommen, um den Stellenwert des Italienischen als Sprache der Oper zu wahren, und zwei deutsche Duette sowie zwei neue italienische Arien hinzugefügt. Das hieraus resultierende Libretto wurde von Telemann vollständig neu komponiert. Bei heutigen Aufführungen werden jedoch meist auch die Arien ins Deutsche übersetzt, um dem Stück zusätzliche Komik zu verleihen

    Ja, danke, das hatte ich auch schon gelesen, aber an anderer Stelle wurde es anders dargestellt. Dort steht, dass die Sprache der Oper deutsch sei, das Libretto von Johann Philipp Praetorius. Und gerade bei der deutschen Wiki kann man sich nie so ganz sicher sein. Deswegen bin ich unsicher, was nun stimmt.

    Ausserdem stand irgendwo, dass die Handel Oper für Hamburg 1725, zu der Pimpinone als Intermezzo uraufgeführt wurde, auch eine Bearbeitung von Telemann gewesen sei. Das wird nun an anderer Stelle gar nicht erwähnt.

    Dann steht zu Tamerlano wiederum in der englischen Wiki nichts davon, dass sie 1725 schon in Hamburg gegeben wurde, sondern dort wird erst 1731 als Datum genannt, was eventuell für die Richtigkeit der Behauptung spricht, dass es in 1725 eine Bearbeitung Telemanns war.

  • Das ist interessant! Hast du vor, uns an deinem Streifzug durch die Norddeutsche Orgelschule teilhaben zu lassen und regelmäßig darüber zu schreiben? Ich würde gerne mehr lernen über das Thema.

    Das hatte ich eh vor. Immerhin hat Friedhelm Flamme eine ganze Reihe eingespielt, die aus 15 (!) Veröffentlichungen besteht - 22 SACDs umfaßt sie insgesamt. Genug Futter, aber das muß ich selber erstmal durchdenken, wie ich das Thema beleuchten will. Wird auch eine Weile dauern.

    Zu diesem Thema hatten wir übrigens dort schon ein paar interessante Beiträge:

    Gurnemanz
    27. Dezember 2013 um 12:25

    Könnte von mir aus gern fortgesetzt werden, könnte mich motivieren, meine eigenen Aufnahmen (mit Flamme, Foccroulle vor allem) wieder mal vorzunehmen.

    :)

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Zu diesem Thema hatten wir übrigens dort schon ein paar interessante Beiträge:

    Oh - das ist sehr hilfreich... :thumbup:

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Oh - das ist sehr hilfreich... :thumbup:

    Ich hatte schon ganz vergessen, daß ich auch schon was darin gepostet hatte... :versteck1:

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Gioacchino Rossini: Stabat Mater


    Catherine Malfitano, Agnes Baltsa, Robert Gambill, Gwynne Howell

    Coro e Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino

    Riccardo Muti

    Unter den vielen nicht so ganz idealen Aufnahmen des Werkes nicht die schlechteste, finde ich.

    Nun: Same same but different.

    Antonín Dvorák: Stabat Mater, op. 58

    Ilse Eerens, Michaela Selinger, Maximilian Schmitt, Florian Boesch

    Collegium Vocale Gent

    Royal Flemish Philharmonic

    Philippe Herreweghe

    :wink: Agravain

  • Zitat von Rosamunde

    Dann steht zu Tamerlano wiederum in der englischen Wiki nichts davon, dass sie 1725 schon in Hamburg gegeben wurde

    Liebe Rosamunde, doch das stimmt, die Rezitative wurden von Praetorius ins deutsche übersetzt.

    Wie z.B. auch bei der gerade herausgekommenen Einspielung von Cleofida alias Poro von Händel, in der die Rezitative ebenfalls ins deutsche übersetzt wurden!

    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Hartmann

    Symphonie Nr.1

    Concerto Copenhagen

    L.U. Mortensen

    LG Dirigent :kaffee1:

    Liebe Grüße Dirigent :wink:

    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)

  • Das ist interessant! Hast du vor, uns an deinem Streifzug durch die Norddeutsche Orgelschule teilhaben zu lassen und regelmäßig darüber zu schreiben? Ich würde gerne mehr lernen über das Thema.

    Das hatte ich eh vor. Immerhin hat Friedhelm Flamme eine ganze Reihe eingespielt, die aus 15 (!) Veröffentlichungen besteht - 22 SACDs umfaßt sie insgesamt. Genug Futter, aber das muß ich selber erstmal durchdenken, wie ich das Thema beleuchten will. Wird auch eine Weile dauern.

    Die Reihe kenne ich, in dem von Gurnemanz verlinkten Thread ist sie ja auch komplett abgebildet. Hineingehört habe ich daraus aber bisher nur in einige der späteren Folgen mit Komponisten, die einem in der Biographie Johann Sebastian Bachs immer wieder begegnen (z. B. Johann Adam Reincken).

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ludwig van Beethoven

    Symphonie Nr. 6 & 8

    Anima Eterna

    D: Jos van Immerseel

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Aus dem zeitlichen Umfeld des SQdW:

    Schostakowitsch, Violinsonate op. 134 von 1968. Mirjam Tschopp, Riccardo Bovino. Sehr starke Einspielung einer wahrlich großen Sonate, finde ich.

    Gute Idee! Hier jetzt in der genialen Version mit Oleg Kagan und Sviatoslav Richter.

    Nachtrag: Hier noch was Visuelles dazu. (Glaube nicht, dass es die identische Aufnahme ist.)

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    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga

    Ich lieb‘ den Schlaf, doch mehr noch: Stein zu sein.
    Wenn ringsum nur Schande herrscht und nur Zerstören,
    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Die Reihe kenne ich, in dem von Gurnemanz verlinkten Thread ist sie ja auch komplett abgebildet. Hineingehört habe ich daraus aber bisher nur in einige der späteren Folgen mit Komponisten, die einem in der Biographie Johann Sebastian Bachs immer wieder begegnen (z. B. Johann Adam Reincken).

    Ist ein guter Einstieg, aber natürlich wird das der Orgelschule nicht komplett gerecht. Aber vielleicht wird das ja demnächst etwas mehr... :)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Mit der Interpretation tue ich mich schwer. Hat gegen Tennstedt mit den Londonern kaum eine Chance. Wirkt irgendwie behäbig, teigig, auf mich, obwohl ich es kaum im Detail benennen kann ... nun ja ...

  • Schostakowitsch, 14. Symphonie op. 135, Tatiana Monogarova, Sergei Leiferkus, London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski, 18.02.2006


    Sagenhaft.

    Diese habe ich mir daraufhin eben auch angehört. Beeindruckend.

    Neulich habe ich Jurowski zum ersten Mal live erlebt mit Prokofievs 6.Sinfonie und dem LPO, Hindemith VK und Ustvolskaya Poem. Ich sass in der 3. Reihe Mitte, also sehr in der Nähe und war beeindruckt, es war ein sehr gelungener Abend - kann und möchte aber nicht in Worte fassen, wie Jurowski auf mich wirkte. Nur dass es sehr zur Musik des Abendprogramms passte, was selbstverständlich als positiv von mir verbucht wurde. Als besonders und ungewöhnlich fiel mir ausserdem auf, wie er Applaus entgegennahm. Im Grunde hat er sich davor versteckt oder dagegen abgeschirmt....irgendwie so kam es mir vor. Das wirkte einerseits angemessen und deswegen sympathisch auf mich, andererseits war ich erstaunt, weil es die Kommunikation mit dem Publikum in diesen Phasen des Abends jeweils abblockte. Allerdings hat man als Publikum keine Rechte in der Hinsicht, meine ich, deswegen respektiere ich seine Haltung 100% - natürlich allein schon, weil es ja nur mein Eindruck ist, der sicherlich auch mit auf meinem eigenen Mist gewachsen ist. Es gibt aber andere Dirigenten, die mMn die Begeisterung des Publikums nur so aufsaugen. Schwieriges Thema....

    Wie dem auch sei, ich würde Jurowski gerne live mit völlig anders gearteter Musik erleben. Ob diese Deckung mit den Werken Zufall war, oder ob er es öfter so überzeugend hinbekommt. Gut, er findet ja allgemein positive Resonanz, nur würde ich es gerne selber miterleben. Also dann....in mehr Konzerte mit Jurowski gehen.

  • Also dann....in mehr Konzerte mit Jurowski gehen.

    Kann ich zumindest aus meinen Hörerfahrungen von Aufnahmen nur empfehlen. Sitze leider da nicht so an der Quelle wie Du. Bei mir kam er bislang tatsächlcih immer mindestens gut an, ob nun mit Brahms, Mahler, Tschaikowsky oder Schostakowitsch. Umso erfreulicher, wenn er auch bescheiden und sympathisch rüberkommt, was man natürlich von der Konserve nicht beurteilen kann.

  • Dmitri Schostakowitsch

    Symphonie Nr. 12

    Gürzenich-Orchester Köln

    D: Dmitri Kitajenko

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Dmitri Schostakowitsch

    Symphonie Nr. 5

    Gürzenich-Orchester Köln

    D: Dmitri Kitajenko

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

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