• Und jetzt:


    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Klavierkonzerte Nr. 1 & 2

    + Capriccio brillant h-moll op. 22 für Klavier & Orchester

    Lars Vogt, Orchestre de Chambre de Paris

    Ondine, DDD, 2021


    Mit den Werken fremdel ich nach wie vor ein wenig. Im Kontext anhörenswert.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Johannes Brahms (1833-1897)

    Streichsextette Nr. 1 op. 18

    Tabea Zimmermann, Jean-Guihen Queyras, Belcea Quartet

    Alpha, DDD, 2021


    In meinen Ohren eine großartige, sehr feinsinnige Einspielung dieser hoch-romantischen, emotionalen Musik. Brahms at it's best!


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.


  • Frau Hahn mit Sarasates Carmen-Fantasie. Kenne das Stück mit Mutter. Frappant wie unterschiedlich die beiden Töne sind. An manchen Tagen brauche ich Mutters Gold, heute bin ich aber mit Hahns Silber sehr glücklich. Macht viel Freude.

    Genau so habe ich das gestern auch erlebt, nur bewerte ich Hahns Leistung noch deutlich höher. Technik zum Staunen.

    Am Ende des Tages bin ich eh auch im Team Hahn. Mutter ist eher mein guilty pleasure.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Das Stück ist doch in sich selbst a guilty pleasure. Da finde ich, dass ASM "Carmen" in jeder Hinsicht besser trifft. Und die letzten 3.5 Minuten Schau macht sie für mich auch überzeugender. Trotz Intonation. Aber dafür geht die Post ab. HH spielt da ein wenig zahm im Vergleich.... also wenn man die letzen virtuosen 3.5 Minuten direkt nacheinander vergleicht.

    Nur mein Senf dazu.

  • Louis Glass (1864-1936)

    Symphonie Nr.4 e-moll op.43

    Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Daniel Raiskin

    CPO, DDD, 2014


    CD Nummer 3 in CPOs' verdienstvoller Glass-Reihe. Keine Ahnung, warum es zwischen Aufnahme und Veröffentlichung ganze acht Jahre brauchte. Aber Hauptsache, das Werk wird zu Gehör gebracht. Denn in meinen Ohren ist das mal wieder ein Treffer, innerhalb des qualitativ heterogenen Nischenrepertoirs. Die 1911 vollendete Vierte des Dänen ist fest in der (spät-)romantischen Tradition verhaftet, ohne wesentliche Anklänge an die modernen Strömungen ihrer Entstehungszeit. Verglichen mit Carl Nielsen war jener sicher der mutigere Komponist. Das viersätzige, großangelegte Werk (Spieldauer: rd. 54 Minuten) bietet IMHO viel Klangschönheit, wirkt auf mich "weich und harmonisch", scheint aber voller Ideen und Lösungen, so dass bei mir der Eindruck großer Eigenständigkeit erwächst. Nicht selten habe ich "in der Nische" den Eindruck, dass lediglich Vorbilder kopiert wurden - hier nicht. Wenn ich Vergleiche ziehen sollte, dann muss ich manchmal an Mahler in dessen kontemplativen Momenten denken, wobei mir jener gleichfalls moderner und "Doppelbödiger" erscheint. Dicker Tipp!


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Eine sehr ausgewogene 2. Sinfonie von Bruckner in der Haas-Fassung , insgesamt geschlossene und überzeugende Wiedergabe . Sinfonieorchester Südwestfunk Baden-Baden unter der Leitung von Hans Zender . 1990.

    Ich wundere mich schon seit Jahren , warum niemand bisher einen Bruckner - Zyklus der Sinfonien 1 - 9 mit Hans Zender herausgebracht hat . Es gibt sie alle in Rundfunkaufnahmen , und mit dem Gros der neueren GAs halten sie locker mit . Aber nicht einmal Memories oder ähnliche Schwarzbrenner haben es gewagt . An der Qualität der Interpretationen kann es nicht liegen .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Und da ich schon mal bei Bruckner war , folgte eine 7.Sinfonie , die es mir angetan hat . Die Wiener Philharmoniker spielen live in Ravenna 1998 , es dirigiert Ricardo Muti . Und wer es nachhören möchte :

    MEGA

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • ach, ich packe gleich die Fünfte hinterher ...



    bei mir eine LP aus der Resonance-Serie der DGG, sollte aber dieselbe Aufnahme sein.

    Auch klasse - ist vielleicht auch ein wenig stimmungsabhängig, ob mir gerade Mravinsky / LP oder Karajan / BP mehr zusagt. Da bin ich undogmatisch .. Grins1

  • November ist Tschaikovsky Zeit.


    Hier läuft abschnittweise und immer wieder hin- und her Eugen Onegin. Live, 1954. Dirigiert von Georgy Doniyakh. Anfangs etwas gewöhungsbedürftig (Orchester und Chor), legt sie doch stetig zu und wird durch die Solistenstimmen eine wahre Freude.


    Onegin - Sergei Shaposhnikov

    Tatyana - Vera Kudryavtseva

    Lensky - Sergei Lemeshev

    Olga - Alexandra Meshcheryakova


  • Adolf Busch (1891-1952)

    Streichquartett op. 57

    + Quintett op. 68 für Flöte, Violine, 2 Violas, Cello; 9 Stücke für Streichquartett op. 45

    Dimitri Vecchi, Sarastro Quartett

    CPO, DDD, 2019


    Nochmal Nische, dieses Mal aber "aus der Kammer" und sozusagen "fangfrisch". Und auch, wenn sich der Vergleich natürlich verbietet, packt mich das ad hoc deutlich weniger, als vorhin noch die Sinfonie von Louis Glass. Obwohl echt nicht mein favorisiertes Instrument, hat mir hier vor allem das Flötenquintett op. 68 sehr gut gefallen und es scheint mir noch am ehesten Potenzial dafür zu haben, "das etwas hängenbleibt", vom Gehörten. Für mich Musik für den 2. oder 3. Hörversuch.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Ich weiss, ich weiss, ich bin nicht bei klarem Verstand. Aber dieser Onegin hits the sweet spot, mit allen seinen Misstönen. Und das hat bekanntlich nichts mit Verstand zu tun.



  • Louis Glass: Sinfonie Nr.5, op. 57, C-Dur & Fantasie für Klavier und Orchester, op. 47


    Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Daniel Raiskin + Marianna Shirinyan (Klavier)

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


  • Johann Evangelist Brandl : Sinfonie, op.25 in D-Dur & Sinfonie, op.12 in Es-Dur


    Deutsche Staatsphilharmonie , Kevin Griffiths


    Brandl (1760 - 1837) wird als eine Art "Übergangskomponist" gehandelt. Ich kannte ihn überhaupt nicht, daher bin ich dem Label CPO erst einmal dankbar, dass man sich ihm zumindest zweier CDs gewidmet hat.


    Sein letzte Sinfonie, hier mit vertreten (op.25), zeigt dann doch an vielen Stellen den Weg zur Romantik auf. Die anderen Werke stehen mehr oder weniger stark unter dem Einfluss von Joseph Haydn. Das ist gut geschrieben, aber auch durchaus verzichtbar.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Die Streichquintette von Josef Myslivecek mit Pro Arte Antiqua Praha . Das Cover läßt sich nicht einstellen , aber amazon zeigt uns die Kehrseite , und da ist nachlesbar , auf welchen alten Instrumenten musiziert wurde . Und im Booklet findet sich der Hinweis (für Khampan ?) :a = 428 hz . Aufgenommen im März 1996 . - Josef Myslivecek war ein Prager Müllermeister , der sein Leben aber mehr der Musik widmete , später nach Italien zog , wo er anfangs mit großem Erfolg tätig war , und dann auch dort verstarb . Mozart und er begegneten sich in Italien und München .1773 schrieb Mozart sein 1.Streichquintett , etwa zeitgleich entstanden die Quintette des Böhmen in Itatien .- Pro Arte Antiqua Praha , 1984 gegründet , verstand sich als Neu-Interpretation des alten Pro Arte Antiqua Ensembles , welches von 1933 - 1974 existierte .

    Hören : https://www.arta.cz/index.php?p=shop_item&id=F10071&site=en


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!