• Ich höre gerade die 9. von Mahler mit Giulini und dem Boston SO aus dem März 1972

    Ja Giulini und die 9., ein Kapitel wohl für sich.

    Er tingelte geradezu mit der 9. seit 1972 durch diverse Orchester.

    Obwohl die Studioaufnahme 1976(?) mit dem CSO schon sehr sehr gelungen war, legte er live in Philadelphia früher noch einen drauf.

    Philadelphia 1972 dates are most likely March 17

    (Friday concert) and March 18 (Saturday evening concert), 1972.)


    Da muss er schnell nach Boston gefahren sein, wenn das auch im März 72 gewesen sein soll.


    Die Streicher waren sehr gut = Ormandy und da wähnte er sich wohl in Wien.

    Insofern kann ich mir vorstellen, ich habe keine Lust, es jetzt zu hören, das er mit Boston sehr zufrieden war.

    Sehr gute Streicher sehr gute Bläser.


    Aber über allem stehen bei mir 2 Aufnahmen.

    Ancerl und Szell. Letztere Aufnahme verdanke ich einem Forenmitglied.

    Ich wusste von der Aufnahme Szells, hatte aber keine Ahnung, wie messerscharf präzise und dennoch bewegend dessen Aufnahme war, die als Cleveland CD veröffentlicht wurde,.

    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)

  • Da muss er schnell nach Boston gefahren sein, wenn das auch im März 72 gewesen sein soll.

    Nein . Fehler von mir . Bernstein war Boston , Giulini Philadelphia . Und es muß am 17. gewesen sein , da ein Besucher des Sonnabend-Konzerts keinen Hund bellen gehört hat . (Lt. einem Giulini Concert Register gab es die Neunte sogar 3x in Philadelphia ;16., 17. und 18.3.1972 , dann am 21. 3. in New York , und am 13.+14.April in Berlin .) Orchester ist oben geändert .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Ich wusste von der Aufnahme Szells, hatte aber keine Ahnung, wie messerscharf präzise und dennoch bewegend dessen Aufnahme war, die als Cleveland CD veröffentlicht wurde,.

    Welche ist es ? Ich habe eine 68er: 9.5.1968 und eine 69er: 30.1./1.2.1969 .

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  • 1969, ich guck mal morgen nach. ich habe drei, aber die tun sich nicht viel.

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  • Ich hab mir also noch die dritte Einspielung von Kalinnikow besorgt.

    Kees Bakles mit dem Malaysian Philharmonic Orchestra


    Was soll ich sagen? Sehr differenziert, gewohnter BIS-Sound. Unglaublich viele Details hörbar, über die Järvi gerne mal drüberwalzt. Viel besserer Klang als bei Kuchar.


    Wer ist mein Favorit? N. Järvi - das ist mit einem Wumms und Feuer und einer Überschwänglichkeit aufgeführt, da kann Bakels nicht mit und da fehlt dem Orchester vllt. auch der letzte Rest Souveränität. Irgendwer hat Järvis Stil mal als Al fresco bezeichnet, was manchmal etwas zu undifferenziert wird. Hier glühen diese Werke aber wie nur was.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Er tingelte geradezu mit der 9. seit 1972 durch diverse Orchester.

    Ich habe mal das Giulini Concert Register ausgewertet . Die dort vermerkten Konzerte ergaben , daß die erste Aufführung der 9. Sinfonie von Mahler mit Giulini im Dezember 1971 in Chicago stattfand . Es folgten Philadelphia , Boston im März 1972 , des weiteren Berlin im April und Edinburgh im August . 1973 war Srockholm an der Reihe .1975 folgten Los Angeles , Chicago und London , bis dann 1976 in Milwaukee die letzte Aüfführung den Schlußpunkt im Kapitel Mahler 9 / Giulini setzte . Ich bin auf insgesamt 22 registrierte Live-Dirigate gekommen . Vorher und nachher keine Nachweise .

    Was mir bei der Durchsicht der Konzerte aufgefallen ist : Der breite Raum , den geistliche Werke im Schaffen des Dirigenten einnahmen . Noch überraschender war für mich allerdings die Feststellung , daß von 1945 bis 1998 immer wieder eine Konstante auftauchte , und das war Johannes Brahms . Ich bin mir fast sicher , daß dieser der meistgespielte Komponist des Dirigenten Giulini war . Also , für einen Brahms - Spezialisten habe ich ihn nie gehalten . Da sehe ich einige Hör-Arbeit auf mich zukommen .

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  • Johann Sebastian Bach

    Messe in h-moll BWV 232

    Endich, Addison, Kopleff, Walker, Berberian

    Robert Shaw Chorale & Orchestra

    D: Robert Shaw

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • und das war Johannes Brahms . Ich bin mir fast sicher , daß dieser der meistgespielte Komponist des Dirigenten Giulini war

    Na, dann viel Spaß.

    Brahms 1 aus LA gehört zu Dave's Faves.


    Beim Lesen des Konzertregisters fiel mir auf,

    - dass er die Brahms Klavierkonzerte auch mit Curzon aufführte. Da wäre mir ein Vergleich mit Arrau sehr willkommen.

    - dass er es anscheinend in seiner Londoner Zeit schaffte, jegliches Werk von Elgar zu vermeiden. Und Britten nur ein bisschen.

    Das ehrt ihn.

    Das ist übrigens auch Klemp gelungen, der hat nie was von Britten aufgeführt und als er Elgar aufführen sollte, hat er kurzerhand statt dessen die Jupiter Sinfonie angesetzt. Eine kluge Wahl.

    Man sollte die Musik der Limies den Limies überlassen

    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)


  • Gabriel Fauré

    Requiem

    Suzanne Danco (s)

    Gérard Souzay (bt)

    Eric Schmidt (Orgel)

    L'Union Chorale de la tour de Peilz

    L'Orchestre de la Suisse Romande

    D: Ernest Ansermet

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • dass er es anscheinend in seiner Londoner Zeit schaffte, jegliches Werk von Elgar zu vermeiden. Und Britten nur ein bisschen.

    Das ehrt ihn.


    Grins1 Grins1 Grins1


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Dvoraks Quartett op 106 ist trotz der Opusnummer sein vorletztes Quartett (es kam noch op. 105). Es ist ein bedeutendes und ernstes Werk. Es hätte es verdient zumindest (!) ebenso bekannt und beliebt zu sein, wie das "Amerikanische". Ich habe es aber nicht mit dem hier abgebildeten Pavel Haas Qu. gehört, sondern in Aufnahmen mit dem Guarneri Qu. und dem Artemis Qu.;Ich schätze auch sehr die Aufnahme mit dem Alban Berg Qu., eine alte Teldec Aufnahme, die mit den Brahmsquartetten gekoppelt ist. Aber diese Aufnahmen werden im jpc Katalog nicht mehr geführt.



  • Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass ich oft und gerne Reger höre. Aber die Variationen und Fuge über ein Thema von Bach haben es mir irgendwie angetan. Ich habe eine Aufnahme mit Mark Latimer (ein Name, der mir sonst nicht begegnet ist). Aber diese Aufnahme sagt mit wenig zu. Wieviel faszinierender und durchsichtiger ist da Andras Schiff (aber die Produktion dieser Aufnahme (zusammen mit Brahms' Händelvariationen) "wurde eingestellt" (schreibt amazon). Lohnenswert ist auch die Transkription von Ira Levin. Hier soll der Farbenreichtum des Orchesterklangs dem Hörer helfen, sich im Dickicht der Reger'schen Tonsprache zu orientieren.

  • Dvoraks Quartett op 106 ist trotz der Opusnummer sein vorletztes Quartett (es kam noch op. 105). Es ist ein bedeutendes und ernstes Werk. Es hätte es verdient zumindest (!) ebenso bekannt und beliebt zu sein, wie das "Amerikanische". Ich habe es aber nicht mit dem hier abgebildeten Pavel Haas Qu. gehört, sondern in Aufnahmen mit dem Guarneri Qu. und dem Artemis Qu.;Ich schätze auch sehr die Aufnahme mit dem Alban Berg Qu., eine alte Teldec Aufnahme, die mit den Brahmsquartetten gekoppelt ist. Aber diese Aufnahmen werden im jpc Katalog nicht mehr geführt.


    Das G-Dur Quartett ist natürlich toll, aber das Amerikanische mit seinen wunderbaren Themen und seiner Zugänglichkeit ist ganz anders geprägt. Schuberts Streichquintett und das Forellenquintett stehen ja auch nicht in Konkurrenz.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Giulini & Brahms - die Erste . Sechs Aufnahmen gehört / reingehört , und ein klarer Gewinner : die 79er Radioproduktion mit den Bayern . Weder Klemperer noch Toscanini oder Furtwängler , sondern einfach rund und ausgehört , mit einem total involviertem Orchester , das live und nicht Studio-sterill klingt . Und die Tempi passen in diesem Zusammenhang . Etwa hier enthalten :


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Bei mir läuft immer noch früher Dvořák. Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 3. LSO, W. Rowicki. Straffe Lesart, mit Expo-Wiederholung im Kopfsatz. Gefällt mir!

    holla, danke für den Hinweis!

    Dann werde ich bei Gelegenheit mal in die Gesamteinspielung hineinhören, beginnend mit Nr. 5, bei der das übliche Weglassen der Wiederholung besonders peinlich ist.

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